Ausgabe 
13.10.1866
 
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Mittwoch den 17. October.

lichen Maissorten gebe. Da er eine sehr lange Vegetattons eit von sechs Monaten habe und erst im Mal, nachdem die Nachtfröste vorüber seten, gesät werden könne, so sei es bis jetzt nur ausnahmsweise zuweilen gelungen, reife Korner von demselben zu erhalten(der anwesende Herr Dettweiler aus Rheinhessen und später Herr Oekonom Pfeil zu Wisselsheim zeigen in vorigem Jahre reif g

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wordenen Pferdezahn-Mais vor), das Saatgut nüsse daher immer frisch beschafft werden und konne man das selbe in jeder zroßeren Samenhandlung wie z. B ei Wunderlich in Frankfurt M., bei Metz und Comp in Berlin erhalten. Herr Baron v. Harnier zu Echzell

habe auf dem Häuserhose schon Jahre lang Pferdezahn Mais als Grünfutter mit dem besten angebaut und denselben von Metz& Comp. in Berlin den Ctr. zu

Erfolg

Thlr. bezogen.

Der Mais gedeiht am besten nach frischer, starker

Düngung, namentlich nach Jauche und Abtrittdünger, und gedeiht nach jeder Frucht, wenn er nur in sorgfältig bearbeiteten, 2 bis 3 mal gepflügten Boden kommt. Die

beste Saatmethode für den Mais ist die Reihensaat, welche entweder mit einer Drillmaschine oder auch mit der Hand derart ausgefü rt wird, daß man die Körner immer in die dritte Pflugfurche, etwa 6 bis 8 Zoll von einander steckt und sie bis höchstens 2 Zoll tief mit Erde bedeckt. Nach dem Sͤͤen hat man Acht zu geben, daß die Krähen und Raben durch Herauskratzen der Körner keinen Schaden thun. Während seiner Wachs thumsperiode muß der Mais gejätet, 2 mal behackt und

behäufelt werden, wenn er schöne Erträge geben soll und dieß ist der Hauptvorzug der Drillsaat vor der breit würfigen, welche beim Anbau von Futtermais ebenfalls häufig empfohlen und angewandt wird, in der dadurch zartere Futterpflanzen zu erhalten, was nicht unbegründet ist.

Der Futtermais ist am kräftigsten während der Blüthe und wird daher in derselben oder kurz nach dem Abblühen, je nach dem täglichen Bedarf Morgens und Abends geschnitten, in Bunde gebunden und nach Haus gefahren und dann auf der Häckselbank oder mit einem Beile in 3 bis 4 Zoll lange Stücke zerkleinert. Da der Futtermais arm an stickstoffhaltigen Bestandtheilen ist, so sollte er ohne Zusatz stickstoffreicherer Futtermittel nicht

Meinung auch gar

verfüttert werden, weil sonst die Thiere ein zu großes Volum zu bewältigen haben und zu viel Zuckerstoff un verdaut verloren geht. Sehr zweckmäßig mische man

daher dem Futtermais junges Gras oder jungen Klee bei oder verfüttere mit demselben zu gleicher Zeit Oelkuchen, Ackerbohnenschrot, Kleie.

Herr Oberförster v. Gall von dem Bingenheimer Forsthause hatte die Güte gehabt, über die eben besprochene Frage, der heutigen Versammlung schriftlich folgende Mittheilung zu machen, welche von Herr Dr. Henkel mann vorgelesen wurde:

Bingenheimer Forsthaus, 4. Februar 1866. Eben lese ich im Friedberger Intelligenzblatte, daß in der morgen stattfindenden Sitzung Ihres Bezirksvereins unter Anderem auch die Maisfütterung zur Sprache kommen solle. Da ich diese Fütterung mit dem größten Erfolge schon acht Jahre eingeführt habe und meine in dieser Zeit darüber gemachten Erfahrungen gerade für unsere Gegend nicht ohne Interesse sein dürften, so erlaube ich mir dar über einige Mittheilungen zu machen.

Was zunächst die Art und Weise betrifft, wie ich den Futtermais baue, so ist dieselbe folgende: Im Herbst lasse ich das dazu bestimmte Stück zweimal tief ackern und stark düngen. Im Frühjahr wird noch einmal, aber weniger tief gepflügt, hierauf geeggt und Anfangs Mai sobald keine Nachtfroͤste mehr zu befürchten sind, der

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Mais gesetzt, aber nicht nach dem Pfluge, sondern nach einer bange Schnur. Dieß gesthieht, daß zunächst die schmale Seit es Ackers mit einer kleineren Schnur im rechten Winkel zur Längs desselben bespannt wird. An dieser werden von 3 zu 3 Fuß kleine Stäbchen oder kleine Reiser gesteckt, welche die Entfernung der Reihen anzeigen; denn näher als 3 Fuß dürfen die Reihen, meiner Erfahrung nach, nicht angelegt werden Ist f schehen, so wird e lange Schnur, nach welcher setzt werden soll, vollständig ausgespannt und wo sie aufhört, wird w 1 e kleinere Schnur im rechten Winkel zogen und aberm von 3 zu 3 Fuß die kleinern Stal hen ugesteckt un so geht es fort, bis der Acker zu Ende ist und nun wird mit dem Set ingefangen. Die lang hnur wird von Pfählchen zu Pfählchen gespannt, ein Arbeiter kt neben der Schnur umer auf ein und el n el in r 2 Zoll tiefe Locher, etwas näher, wie mar Kartoffeln setzt(im Vehältniß wie 3 zu 2), ein Mädchen geht hinter ihm her, wirft vier Körner etwas auseinander in ein Loch und scharrt es mit dem Fuße zu luf diese zeht das Setzen sehr schnell Ist das Setzen beendigt, so muß der Acker gleich gewalzt werden, damit man nicht sehen kann, wo e Löcher ge hackt wurden, denn die Raben gehen sonst von einem zum andern und scharre Körner heraus, überhaupt muß man auf diese Vögel ein wachsames Auge haben, damit sie keinen Schaden anstellen.

Ist der Mais handhoch, so lasse ich ihn behacken, wobei aber Vorsicht zu empfehlen ist, denn kommt man mit der Hacke wider ein Pflänzchen, so bricht es ab. Ist der Mais 1 bis 1 Fuß lang, so wird er tief be⸗ häufelt Die Futtermenge, welche erzielt wird, ist ganz außerordentlich Als Beweis mag folgender Versuch dienen, den ich vor einigen Jahren selbst mit großer Vor⸗

sicht gemacht habe. Nach eben beschriebenem Verfahren bepflanzte ich einen Acker von 10,4 Klafter Flächen gehalt mit Mais und erntete darauf 917 Pfund Futter mais, also auf einem Wetterauer Morgen von 320

Klafter 282 Ctr. 15 Pfund und auf einem Normal morgen von 400 Klftr. 352 Ctr. 69 Pfund. Hier bei bemerke ich, daß der Futtermais 12 bis 13 Fuß hoch war, eine Höhe die er fast jedes Jahr erreicht. Man kann sich hiernach wohl einen Begriff machen, welche Futtermasse man sich durch Anbau von Grünmais bei nur weniger Sorgfalt verschaffen kann. Dabei ist das Futter sehr gut und wird von Pferden, Rindvieh und

Schweinen gerne gefressen und läßt als Milchfutter gar nichts zu wünschen übrig. Dazu kommt, daß die Ernte vom halben August an, also gerade in eine Zeit fällt, wo man wenig sonstiges Grünfutter zu füttern hat, da

man auf den dritten Klee bei uns sehr wenig rechnen kann, die Rangenblätter bekanntlich ein sehr schlechtes Futter sind und der Heuboden von einem ordentlichen

Wirthe zu dieser Zeit noch nicht benutzt werden darf. Ich kann daher die Versicherung geben, daß der Futtermais noch jedes Jahr, besonders aber in den letzten zwei trocknen Jahren, ein wahrer Trost für mich gewesen ist. Es ist mir unbegreiflich, daß sich der Anbau dieser wich tigen Futterpflanze keine Bahn bei uns brechen will, ich bin aber vollständig überzeugt, daß Derjenige, welcher es einmal mit der nöthigen Sorgfalt damit probirt hat, nicht wieder davon zurückkommen wird. Zur Verfütterung lasse ich den Futtermais auf der Häckselbank in 1 Zoll lange Stücke schneiden, bemerke aber dabei, daß den Be sitzern der alten Häckselbank beim Schneiden Vorsicht an zuempfehlen ist, da der Futtermais sehr glatt ist und die Hand leicht ruscht und bedeutend verwundet werden kann. Mehr als 34 Stengel sollte man nicht einlegen.

Noch einer kleinen Nebennutzung muß ich Erwähnung

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