2
1866.
Famstag den 29. Dezember.
103.
Anzeiger
für Oberhessen.
Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
gritdberger Intelligenzblatt.
Erscheint wöchentlich zweimal, Mitwoch und Sanissag.
A
Die Vermehrung von nahezu 200 größertes, in seinem Inhalte verm daß wir dadurch einem wirklichen
„Anzei
vom 1. Januar k. J. an wöchentlich dreimal(Dienstag, D Die Redaktion des„Anzeiger“ wird ihr Amt interessantesten Tagesbegebenheiten in gedrängter Zusammenstellung, so rasch
Auswahl der sonstigen Mittheilungen mit aller
wohl berührenden Zeitfragen anzuregen, o unterstütende Mittheilungen werden mit Dank an Das„Beiblatt“ wird wie bisher
„Unterhaltungs
und zwar gleichfalls in vergr
Die durch das vergrößerte Format und das drei nicht den bisherigen Abonnementspreis sortbestehen zu lassen;
1. Januar k. J. an halbjährlich beträgt: für die Abonne
2
bestellung erfolgt.
Unterbrechung eintritt.
kommen, regere Theilnahme an dem öffentlichen Leben hne hierbei den Standpunkt eines politi
ößertem Formate, wodurch au malige Erscheinen des Blattes sich bedeutend
Bestellungen bei der Post bellebe man baldigst zu machen,
Den verehrlichen Abonnenten in hiesiger Stadt werden wir das
Abonnenten innerhalb Monatsfrist bekundet am
ebrtes und erweitertes Blatt in der kurzen Zeit seines Erscheinen Wunsche und Bedürfnisse unserer Leser in Stadt und Land entgegengekommen
für Oberhessen“
honnerstag und Samstag) erscheinen zu lassen.
in der bisherigen Weise fortführen und sich an es das dreimalige Erscheinen des Sie hofft bei denjenigen Lesern, welchen größere ßeres Interesse an allen schen Parteiblattes einzunehmen.
ger
Sorgfalt zu tressen. zu erwecken und ein grö
genommen. wöchentlich einmal in einem halben
blatt zum Anzeiger
ch bei diesem eine größere Mannigfaltigkeit seines Inhaltes möglich wird.
wir waren jedoch bedacht, denselben
nten in hiesiger Stadt 1 fl., bei sämmtlichen Postämtern des Groß
Blatt auch für das
unser e Leser!
besten, welche wohlwollende Aufnahme unser ver⸗
s gesunden hat, sie ist uns der erfreulichste Beweis,
sind und veranlaßt uns den
gelegen sein lassen, die wichtigsten und Blattes ermöglicht, zu liefern, auch die Zeitungen nicht zur Hand das Wohl der Einzelnen wie des Gesammt- Alle in diesem Streben uns
Bogen beigegeben unter dem Titel
für Oberhessen“
erhöhenden Herstellungskosten gestatten uns
so wenig als möglich zu erhöhen, so daß er vom
herzogthums 1 fl. 6 kr. damit in der Zusendung
det Blattes keine
neue Jahr zusenden, wenn nicht ausdrücklich Ab⸗
Die Redaktion.
Hessen. Darmstadt. Das Großberzogl. Regierungsblatt Nr. 54 enthält:
I. Edict, die Etöffnung des 19. Landtags beiressend welches die Stände auf den 20. Dezember d. J. zusammen⸗ betuft.
II. Bekanntmachung Großherzogl. Ministeriums des Inneru, die Verkündigung der Landesherrlichen Eut⸗ schließungen auf die während des 18. Landtags von den Sländen überreichten gemeinschaftlichen Beschlüsse betreffend.
III Diensinachrichten. S. K. P. ber Großherzog baben allergnädigst gerubt: am 16. Nov. den Landrichten Dr. Gümer zu Altenstabt zum Landrichter in Butzbach,— den Substunten des Staateprocutators bei dem Bezirks gerichte Alzey Pauli zum Friedensrichter in Osthosen—
Substiiuten des Staaleprocuraters bei dem Bezirksge⸗ richte Alzey zu erncunen; 20. dem Schulamts. Aspiranten Lehr aus Bullau die 3. evang. Schullsielle zu Lang⸗Göns za übertragen; den Portiet bei
Main⸗Weser⸗Eisenbahu zu ernennen; 27. den Kanzlisten bei der Direction der Main⸗Neckar⸗Eisenbabn Döpfer zun Kanzlisten bei der Ober⸗Bau Direction— und den Rent amtmann Vogt zu Ballenberg zum Rentamimann in Alefeld zu ernennen;— dem evang. Schullehrer Eschen zu Groß- Getau dic 1.(wang. Schulstelle zu Erfelden,— und dem Kreisdiener Rockel zu Vöhl die Stelle eines Krtisdieners zu Neuflabt zu übertragenz— 1. Decembei den Oberförster Schleuning zu Wald-Michelbach nach Dingen,— den Overförsser Neidhardt zu Breidenbach nach Wald Michelbach— und den Oberförster Georg khrn. v. Schenck zu Schweinsverg zu Koberstadt in ie Oberförsterei Steinbrückerieich zu versctzen;— 6. Dec den Dosstallmeister Freiherrn v. Schäffer ⸗Bernsteln zum Milglied des Oberst⸗Stallmeister-Amtes zu ernennen.
IV. Dienstentlassungen: am 20. Nov. den außerorbeutlichen Prosessor bei der philosophischen Facultäl der Landeg⸗Universität Dr. Bohn,— N. November den Schullehrer Funk an der 2. evang. Schule zu König, beide auf Nachsuchen.
V. Concurtenz für: die evang. Pfarrsielle zu Eich, mit einem jährlichen Gehalte von 2180 fl. 8. tr., wovon jeboch eine temporäre Abgabe von 100 fl. zu entrichten it.
VI. Gesterben: am 7. Januar der pens. Laurath Raser zu Wor:me;— 29. Oer Milnä“ pensionär Ger⸗ lens. n Ober Flörsheim;— 3. Nov. Oversorst-Direc⸗ tions Mäfident a. D. Dr. v. Klippftein zu Darmstadt;— 8. der vermalig devellmächligte Minister am Köuiglich Großbrttanischen Hofe Gehelmeralh Frhr. v. Langsdorff in Wiesbaden;— 12. Heschirurg Kuiepel zu Darmstabt; — 15. Oberbosmarschall und Generalmajor à la suste Ferdinand Graf zu Hsenburg⸗Philippseich zu Darmstadt.
und den Gerichts⸗Accessisten Dr. Rödler aus Mainz zum Steuer Contrete Tenner zu Darmstadtz—
der Stalion Offenbach Zimmermann zum Schaffner bei der unter dem Vorsitze des Abgeordneten Wernher
Das Nr. 55 enthält: J. Uebersicht über Einnahme und
Großherzogliche
Ausgabe des Kicchen⸗
Regierungsblatt der freundschaftlichen Beziehungen zu Preußen wird
bedauert, sowie daß nicht sämmtliche Landestheile und sämmtliche deutsche Staaten diesseits des
und Schulbanfonds für die Provinz Rheinhessen in dem Mains dem norddeutschen Bunde beitreten konnten
Jahre 1805. Hiernach betrug die
Bleib II. Ernennungen in
t Rest 13,740 fl. 37 kr.
Bezie
hung auf den Landtag.
Klasse für den Kreis Darmstadt ertheilt. Am 23.
IV. Versetzung in den Ruhestand Districtsceinnehmer Burger zu suchen, unter Anerkennung seiner di mit dem Chatakter als„Rendant“.
V. Gesterben: Am 30. 9. November Militärpensionär Otterbein zu Ruppertenrod.
— Die zweite Kammer der Landstände trat am 21. d. M. zu ihrer ersten Sitzung zusammen
von Nierstein als Alterspräsidenten. Es hatten sich 42 Mitglieder eingefunden. Zunächst fand eine vorläufige Prüfung der Wahlen statt und wurden dann die Abgeordneten v. Gagern mit 41, Buff mit 28, Wernher mit 27, v. Löw und Kritzler mit je 23 und Dumont mit 21 Stimmen als Präsidentschaftscandidaten gewählt.— Auch die erste Kammer hielt an demselben Tage Sitzung. Zum Präsidenten wurde von S. K. H. dem Groß- herzog der Graf von Erbach- Fürstenau ernannt. Als Vicepräsident wurden die Herrn Graf Görtz, Präsident v. Hesse und Freiherr v. Riedesel von S. K. H. vorgeschlagen. Fürst Solms-Lich und Graf Solms-Laubach zeigen an, daß sie für die Dauer des Landtags zu erscheinen verhindert seien. Anwesend waren 17 Mitglieder.
— Am 22. fand die feierliche Eröffnung des 19. Landtages in gemeinschaftlicher Sitzung bei der Kammern durch den Ministerpräsidenten Frhrn. v. Dalwigk in Gegenwart des Gesammtministeriums statt. In der von dem Ministerpräsidenten ver— lesenen Thronrede wird die Erwartung ausge⸗ sprochen, daß Deutschland zu neuer Einheit und Größe erstehen werde, welches Ziel zu erreichen
Gesammteinnahme 38.822 fl. 52 kr., die Gesammtausgabe 25,082 fl. 15 kr.
leder-Ingelheim auf Nach. ähr, treuen Dienste
Oct. pens. Revisor bei der
Die Vorlagen, welche den Kammern zunächst gemacht werden sollen, betreffen das Wahlgesetz zum norddeutschen Parlament für Oberhessen, Aus-
III. Dienstnachrichten. Am 2. Nov. wurde dem Conrad 9
5 2 1 K ug der von! n neu Querdan zu Darmstadt das Patent als Geometer der dehnu 9„Verfassung auf W. V4 Preußt 1 1. erworbenen Landestheile, Vermehrung der Ver⸗ November kebrsmittel und Vorlegung des preußisch⸗bessischen
Friedenevertrages zur ständischen Genehmigung.
Die Fortführung des Staatshaushaltes für die Zukunft wird auch ohne eine Erhöbung der Steuern ermöglicht sein. S. K. H. der Großherzog ernannte zum Viceprästdenten der 1. Kammer den Grafen Görtz, zu Präsidenten der 2. Kammer die Abg. Buff und Wernher. Als Secretäre der 2. Kammer wurden die Hofgerichtsräthe Hallwachs und Bindewald gewählt. Den Finanzausschuß bilden Wernher, Kraft, v. Löw, Heß, Dumont, Hunsinger und Goldmann.
— Am 22. d. M. starb zu Darmstadt im 83. Lebensjahre der Großh. Geheimerath Dr. Eck- bardt, Director der Staatsschulden⸗Tilgungskasse, Präsident des Gewerbvereins ꝛc. c. Der Ver- storbene war geboren am 1. Juli 1784 zu Dauern- heim, Kr. Nidda, und der Sohn des dortigen Predigers. Ueber die Hebung des Gewerbewesens unseres Großherzogthums namentlich hat er sich die größten Verdienste als Präsident des Gewerbe- vereins erworben, sowie er auch als Schriftsteller über verschiedene in das Gebiet der Mathematik einschlagende Gegenstände einen Ruf weit über Deulschland hinaus erlangt hat.
— In der Sitzung vom 24. d. berieth die zweite Kammer die beiden Gesetzentwürfe bezügl. der Prorogation des Finanzgesetzes vom 24. Sept. 1864 auf die ersten 6 Monate des nächsten Jahres und einstweilige Erbebung der Staatsauflagen in den neuerworbenen Landestbeilen nach der Steuer— gesetzgebung des Großberzogthums vom 1. Januar
die Regierung erstreben werde. Die Unterbrechung welches auf„
1867 an. Ein Amendement des Abg Edinger,
otssche Prorogation gina,


