1866. Mittwoch den 12. Dezember.
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N 1 0 4 ri here Intelli N 1 Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg. Trie berger Intellig enz lakt. Mit an lag. 2— 2 f 2 licher he Amtlicher Theil. Bettesfent: Die Generalversammlung des landwirthschastlichen Bezirks-Veresns Frledberg Friedberg den 10. December 1866. . Bekanntmachung. Die diesjährige Generalversammlung des landwirthschaftlichen pumpe neuerer Construction— siehe landw. Zeitschrift von 1866, Bezirks⸗Vereins Friedberg findet Nr. 27 Seite 341 und Nr. 34 Seite 450.— besonders für den Freitag den 14. December l. J.,[Kleinbegüterten geeignet, ausgestellt und wird in Gang gesetzt werden; 2 9) 9 5 5 Nachmittags 1½ Uhr, auch beabsichtigt man, eine Maschine zum Abseugen der langen Haare auf dem Rathhause zu Friedberg statt und werden hierzu die des jungen Rindviehes vorzuzeigen und, wenn es die Zeit ꝛc. zuläßt, Mitglieder des Bezirks⸗Veteins wie alle Freunde der Landwirthschaft einen Versuch damit zu machen. eingeladen. Außerdem wird Herr Dr. Henkelmann einen Vortrag: Zur Verhandlung kommen: Verwendung der disponiblen Mittel,„Rückblick bezüglich der Landwirthschaft auf das Jahr 1866, Rechnungsablage, Wahl eines Ausschußmitgliedes, Wahl der Com- halten, worauf ich noch ganz besonders aufmerksam mache. mission für die Untersuchung des Faselviehes und dergl. mehr Der Director des landw. Bezirks-Vereins Friedberg Zugleich ist eine von dem Bezirksverein angeschaffte Jauche Ter a p p. Hessen. Darmstadt. Das Großherzogl. heißt:„Die Großh. Regierung— es sei dies verkauftem Hause stattfand Heute Abend wird Regierungsblatt Nr. 52 enthält:(Schluß.) hier zum Ueberflusse noch ausdrücklich bemerkt— ist diese Musik auf höheren Befehl ein Concert im 11 Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Gr. Hauses der Verpflichtungen, e sie bezüglich der Neu⸗ Trapp' schen Saale geben, zu welchem der
U und des Aeußern vom 1. Nov., daß Herr Jacob Gerson in Frankfurt a. M., welcher ven Seiner Majestät den f König von Sachsen durch Patent vom 12. Juni l. J. zum Königlich Sächsischen Generalconsul für das Groß
gestaltung Teutschlands übernommen hat, voll- ständig eingedenk, und sie wird diese Verpflichtungen mit dem Ernst und dem Eifer, welchen die Ver-
Zerzogihum Hessen ernannt worden ist, im Allerböchsten tragstreue nicht allein, sondern auch das Interesse lufunage Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs dae N B. Auftrage Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs das des eigenen Landes erheischt, redlich zu erfüllen
Exequatut ertheilt worden.*
III. Bekanntmachung desselben Ministeriums, vom 1 14. Nov,, daß die Vorschristen in§. 1 der provisorischen Dem Staatsanwaltssubstituten Floßordnung für die zum Großherzogtbum gehörenden Michelstadt ist die Substitutenstelle an Mainsirecken dahin abgeändert worden ist, daß künftig di staatsanwallschaft in Gießen Substituten Floßzei in der Regel mit dem 1. März beginnt nnn 70
wissen.
IV. Betanntmachung Gr. Ministertums der Finanzen dahter die Subst Stelle in Mich Mad vom 23. Nop-, die Ausgabe dee, in Memäßbeit de. richtsaccessisten Lauer dahier die Subst nstelle 8 vom 26. April 1864 angefertigten Staatopapier[dahier provisorisch übertragen worden.— Die geldes beir. Haupt iner Naa m 4. und ba g 7 Hauptmänner Wagner vom 4. u Dieffenbach V. Ordensverleihungen.(In Nr. 78 d. Bl. dereite 5 f Wag l 5. 0 vom 2. Reg sind in Ruhestand versetzt worden
mitgeth ilt.) VI. Concurtenz für: die 2. evang. Knaben⸗Schusstell— Mit der Ausgabe des neuen Papiergeldee zu Beerfelden mit cinem Gehalte von 300 fl. und vie ist begonnen und zwar einstweilen mit 1, 5 und Stecken Polz zur Heizung des Schullokals(Prasentaulen 10 fl. Scheinen. Die Ausstattung ist geschmack⸗ des Herrn Grasen zu Erbach⸗Fürstenau);— die evang.„ 1 5 9 3 ie von räftigem und gönem Schufsielle zu Uellersyausen unt 300 fl. 52½ kr. sow voll, und das Papier von trastigem u schönem einer Vergütung von 19 fl. 44 kr. für Heizung des Stoff Schullocale(Präsentatien des Herrn Grasen von Schlitz— genanm von Görtz.)
— Die Großberzogliche Regierung hat den Geh. Legationsrath Hofmann zum Bevoll⸗ mächtigten für die Ministerconferenzen zum Behuse
Generalmajor v. Stockhausen hat sich am Sonntag Morgen dahier erschossen. Man bringt diesen bedauernswerthen Schritt mit ver- schiedenen Vorgängen während des letzten Feld— zuges in Verbindung, die Veranlassung zu einer
der Vornahme von Verhandlungen über den friegsgerichtlichen Untersuchung gegen den General Entwurf einer norddeutschen Bundesverfassung gegeben hatten.
ernannt. Hiermit sind nun von sämmtlichen be⸗ Friedberg den 11. Dezbr Seit gestern theiligten Regierungen die Ernennungen ersolgt, Vormittag weilt S. K. H der Großherzog nebst
so daß die Conferenzen am 15. Dez. beginnen zahlreichem Gefolge in unserer Stadt, wie schon werden. die auf dem Großh. Schlosse und dem hohen
— Die in dem Friedensvertrage zwischen Thurme der Burg aufgezogenen, weithin sichtbaren Preußen und Hessen- Darmstadt ausbedungene Flaggen auch der Umgegend verkündet haben.— Rückgabe von Werthgegenständen des Kölner Gestern und heute waren viele Beamten und Geist;
Domes steht nun ebenfalls bevor. Zum königl. liche aus der Provinz sowie einige Bürgermeister
Commissar ist dafür preußischerseits, in Ueberein⸗[der Umgegend dahier anwesend, um zur Audienz stimmung mit dem Vorschlage des Kölner Dom- bei S. K. H. zu gelangen. Nachmittags fand tapitels, der Domherr Dr. Frenken ernannt große Tafel im Schlosse statt, zu welcher die
worden, und wird, nach gleichmäßiger Bevoll⸗ mächtigung eines großherzoglich hessischen Com- missars, die Auseinandersetzung und Uebernahme in Darmstadt chestens vor sich gehen.
— Heinrich v. Gagern ist bereits hier tingetroffen. Er nimmt, wie wir hören, die Wahl in Bensheim an, die mit seinem Vorwissen erfolgt ist, woran noch gezweiselt werden wollte.
Spitzen der hiesigen Behörden und mehrere höhere Beamten aus Gießen zugezogen waren. Heute um die Mittagsstunde begab sich der Großherzog zur Vorstellung der dortigen Beamten und zus Besichtigung der Bad- und Kur-Etablissements ze nach Nauheim, das zur Begrüßung des neuen Landesherrn festlichen Schmuck angelegt batte. Einige junge Bürger Nauheims waren als Ehren—
Der ehemalige Präsident der ersten deutschen reiter dem Fürsten bis zur Gemarkungsgrenze Natlonalversammlung hat übrigens in seinem entgegengeeilt und gaben demselben auch das Außern Aussehen sehr gealtert. Ehrengeleite bei der Rückkehr hierher. Die
— Die Darmstädter Zeitung gibt wegen der der Großherzoglichen Reglerung in verschledenen Zeitungen gemachten Vorwürse der Saumseligkeit
Dinsschtlich der Vorbereitungen zu den Parlaments- wahlen eine officielle Erklarung ab, deren Schluß
hiesige Theater- Direction hatte die Anwesenhelt
wirkung eines Sextetts der hierher besohlenen
Regimentsmusik, bei überfülltem, vollständig aus⸗
Zutritt in ausgedehntester Weise gestattet sein soll. Von zuverlässiger Seite wird uns mit⸗ getheilt, es könne mit ziemlicher Bestimmtheit an⸗ genommen werden, daß Nauheim eine Gerichts⸗
stelle erhalten werde. — Gestern Abend war von 9 Uhr bis gen Mitternacht in südlicher Richtung der Wiederschein eints bedeutenden Brandes sichtbar. Wir bören heute Morgen, daß das Feuer in Itbenstadt bei Gastwirth Mörschel ausgebrochen mar d Sessen bedentende Hofraithe beinahe
vollständig ein Raub der Flammen geworden sei. Wie das Gerücht geht, wäre ein der Brand- stiftung verdächtiges Individuum heute schon ge⸗ fänglich eingebracht worden.
Mainz. Am 1. Januar J. J. wird die Strecke Worms⸗Alzey auf der hessischen Ludwigs⸗ bahn für den Personenverkehr in Betrieb gesetzt, nachdem selbige seit dem 1. Dez. l. J. für den Güterverkehr geöffnet ist
— Wer sich nicht mitten in die hicsige Wahl- bewegung stellt, kann sich unmöglich einen Begriff von deren Lebendigkeit machen. Man sollte glauben, der Wahlakt spiele in England, so ere finderisch und so wenig wäblerisch sind die Par⸗ teien, um einander zu überbieten. Riesige Annon⸗ cen in den hiesigen Blättern, noch riesigere An- schlagzettel, stacheln zu immer größern Anstrengungen auf. Auch die Partei des Frankfurter Hofes hält allabendlich zablreich besuchte Versammlungen, in denen Domcapitular Moufang die ihm er⸗ gebenen Gemüther in geschickter Weise bearbeitet. Kein Anschluß an die Fortschrittspartei, kein An⸗ schluß an die demokratische Partei— aber auch kein Anschluß an Preußen! ist die Leosung der Ultramontanen. Die Anschluß-Partei datte sich der Jesuitenfrage bedient, um für ihre Candidaten Stimmen zu gewinnen. Dem entgegen erklärte Herr Moufang in einer Versammlung:„Man will die Jesuiten mit den Preußen vertreiben! Unsinv! Ich sebe schon im Geiste, wie die Fort⸗ schrittemänner, wenn sie siegen sollten, Gens- darmen zu Hülfe nehmen, um die Jesuiten aus Mainz zu weisen; wie werden sie aber scheu zu- rückprallen, wenn ihnen diese Jesuiten ihre preußischen Pässe zeigen? Niemand wird sie dann zu berühren wagen!“ Diese Aeußerung ist dann
alsbald durch auffällige Anschlagzettel zur Kennt⸗ niß der Einwohner von Mainz gebracht worden und
des Großherzogs gestern Abend zum Arrangement hat großes Aussehen erregt. einer Festvorstellung benutzt, welche, unter Mit- locale in großen Meßbuden etablirten
Die vor dem Wahl- Wabhlbüreaus Parteien wurden durch die
der verschiedenen Höchst interessant war das
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