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1866. Mittwoch den 5. Dezember. M 97.
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Anzeiger für Oberhesse * 6 1. b—— 8 0 2 9 Entbält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. f weimal, Mitwoch und Sansslag.
Amtlicher Theil.
Friedberg den 29. November 1866.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger meistereien. Das nachstebend abgedruckte Schreiben der Pferdeverstellungscommission werden Sie alsbald veröffentlichen lassen. Trapp.
Darmstadt der 26. November 1866. Die Commission für Verstellung von Militärpferden an das Großherzogliche Kreisamt Friedberg. Da nach den gemachten Erfahrungen die Landwirthe es vorzuziehen scheinen, Verstellpferde in der Garnison abzuholen, weil ihnen hier eine Luswahl ermoglicht ist, so ersucht man Sie dienstergebenst, in Ihrem Kreis bekannt mache lassen zu wollen, daß in Darmstadt noch etwa 60 und in Butzbach noch 20 Pferde zur Verstellung bei Landwirthen vorhanden sind.
An Landwirthe, die alsdann mit einer kreisamtlichen Legitimation versehen sigd, können sofort in den Garnisonen Pferde abge— geben werden. Frhr.% Bonchenröder, Major.
JInvaliden⸗Unterstützungs⸗Verein.
Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntniß, daß der Großherzog. Buchhalter bei der Haupt⸗Stempelverwaltung Herr Seip dahier als Rechner des Vereins bestellt worden ist und daß die Zahlung von Beitragen und Einsendung von Geldern an den genannten Rechner gegen von ihm und Herrn Bankdirektor Wendelstadt gemeinschaftlich auszustellende Quittung gültig geschehen kann.
Die für den Verein bestimmten Briefe bitten wir entweder unter der Adresse:„An den Vorstand des Invaliden-Unterstützungsvereins, zu Handen des Herrn Hofgerichtsrath Hahn“, oder unter unserer untenstehenden vollen Adresse an uns gelangen zu lassen.
Darmstadt den 6. November 1866. Der Vorstand des Vereins zur Unterstützung von Invaliden und von Hinterbliebenen gefallener hessischer Soldaten vom Feldzug 1868.
Da fen t iche An for per u n. Der Vorstand des Vereins für die Unterstützung von Invaliden ze. hat seine Thätigkeit durch Unterstützung Noth⸗ eidender begonnen, und ersacht nunmehr
diejenigen invaliden hessischen Soldaten vom Feldzug 1866, sowie diejenigen Hinterbliebenen gefallener hessischer Militärs, welche glauben, eine Unterstützung aus der Kasse unseres Vereins in
Anspruch nehmen zu können, sich bei unsetrem Präsidenten, Hofgerichtesrath Hahn in Darmstadt, persönlich oder brieflich anzumelden. Zugleich richten wir zur Forderung unseres Zwecks an alle Meuschenfreunde die Bitte, alle und jede Notizen über Hülfsbedürftige und über eine zweckmäßige Unterstützung derselben uns zukommen zu lassen
Darmstadt im November 1866. Der Vorstand des In vallden⸗Unterstützungs⸗Vereins. Hessen. Darmstadt. In Folge der die 1 23 der ein a n Fre gen r keit sine für, die Tauglichkeit der Militärpflichtigen 4 9 77 2 d ach enden nähere! Bestimmung n br rbaupt bestebender* igen da Annexion des Herzogthums Nassau muß nun nne N e a 1 3 5100 zeugni N* 1 n 0 uw— E— 5— N 1: Jos. 4 Zeugnisse baben nachzuweisen: a. 8 d mehr auch die sehr bedeutende Pension des nassau'- 1) der Freiwillige muß das 17. Lebens jah lende! Freiwillige mii Vorwissen und Bewilligung seiner Eltern, schen, früher hessischen Staatsministers Prinzen und darf das 20. noch nicht überschriuen haben; oder ines Vormundes in den Militärdienst eintete; v. S ayn⸗Wittgenstein wieder aus dies- 2) er muß die für einen 1 höhere Besörderung b. daß er sich bisher untadelhaft aufgeführt habe, und seitiger Staate kasse ausbezahlt werden dienenden Freiwilligen erforderlichen köcperlichen Eigene 6. daß berselbe die höteren Classen eines Eymnasiums Die B 0 6 8 schaften besiten; f oder einer technischen Schule mit gutem Erfolge besucht, 75*— ba en H. b.*. 3) er hat die für solche Freiwillige vorgeschriebenen oder die Maturitätsprüfung bestanden babe. zu ihrem geordneten in die zweite Kammer Zeugnisse beizubringen;— l 8 4) die Kosten seiner militärischen Bekleidung und Friedl erg. Das neueste Groß berzogliche
ewählt. Ob jedoch v. Gagern eine Wahl an⸗ n— f . wird 4— 35 be weiselt 6 Verpflegung bat derselbe aus eigenen Mitteln zu bestreiten; Regierungsblatt Nr. 52, dessen Inhalt wir nach- N bez 1 1 5) er übernimmt, wie jeder andere Soldat, die Ver- tragen werden, enthält die Zutheilung der neu 8 dach 3———— pflichtung einer R welcher er erworbenen Gebietstheile- an die Kreise. Alsfeld, erbrechung lenste zubringtz gr. 1 5 2 wurde währen des rieges in baarem elde uur ein Jahr ohne Unterbrechung im Dienste zubringtz Friedberg, Gießen, Vilbel, Büdingen und Offen⸗
an unsere im Felde stehenden Soldaten nicht 6) in der Regel ist das erste Jahr der sechsjährigen* N — als ca 1 806. 3— Dienstzeit das abzuleistende Präsenzjahr. Sollten die bach, sodann die Ausgabe eines neuen Papier- * 1 9 7
0. Verhältnisse des Freiwilligen die Wahl eines anderen geldes u. s. w. verschiedenen Gemeinden unseres Großherzogthums, Jahres wünschenswerth wachen, so kann dies je nach— Obgleich durch eine Verfügung Großh theils an die Militärbehörde zur Vertheilung ein- den Umständen mil Genehmigung des Kriegsministeriun Ministertems d Justi 23. Nov die sandten, theils den Soldaten selbst schickten. Das stalufinden; 1 7* nn 29 Divisionscommando hat allein ca. 15,000 fl 7) außer dieser einjährigen Präsenz wird derselbe nur Amtsbezirke Nauheim und Reichelsheim vertheilt e eh in Kriegszeiten zu Dieust gezogen; dem Landgerichtsbezirke Friedberg zugetheilt ertheilt. g 8) der Eintritt zur Ableistung der Präsenz hat an worden sind, ist in den letzten Tagen das Ge⸗ — Die nachstehende Bekanntmachung wird dem Zeitpunkte staltzufinden, an welchen die Giuübunt eee e D dt durch Großherzogliches Kriegeministerium mit dem der Ergänzungsmannschaft der betenden ect beg unt; zücht flark ver.— 12 5— 12 7 5 1 2 2 9) der Eintritt in die Reiterei und Artillerie mum don gut Unterrichteter Seite Litthei ungen ler- Bemerken verössentlicht, daß in diesem Ergänzungs einjährigen Freiwilligendienst kann nur solchen gestalte! her gelangt, nach welchen Nauheim ein Landge⸗ 2425 b zugelassen— werden, welche bereiis des Reitens kundig sind; richt* 4 werde ollen, welche das 20. its über⸗ 2 Präse erden die* 15 sollen, ebensjahr bereits über 10) vor Ablauf der einjährigen Präsenz werden diese— Die Grenzsieine an den vormals turkef.
itten aben, daß etwa e„Freiwilligen hiunsichtlich ihrer Dienstkenninisse und mili 1 1 1 schr haben, 5 ingegangene Stel. 5 Die- und nassauischen Enclaven sind dieser Tage be
t dlichkeite lärischen Befähigung einer Prüfung unterworsen. Die- 1 ver retungs verbin ch n, soweit thunlich, werden jenigen, welche den nothwendigen Ersordernissen nicht seitigt worden.
gelöst werden, und daß Anmeldungen in diesem entsprechen, verlieren die Eigenschaft als einjährige Fre— Im Wahlbezirke Butzbach-Lich wurde Jahre hei dem Kriegsministerium zu erfolgen haben. willlge und unterliegen dann, wie jeder andere Frckwillige, of erichts. 0 Kraft* Gieß um Abge-
Bekanntmachung des Kriegsministeriums, den Bestimmungen des Netrutirungegesetzes und de Hofger sra Rra von Gießen die Einführung einjäbriger Freiwilligen betr. darauf bezüglichen Verordnungen;
ordneten gewählt.
Um einerseits für ben Großh. BDienst junge Männer 11) diejenigen Freiwilligen, welche in der Prüfung* Nauheim. Mit dem 1. Dezember wurden zu gewinnen, welche vermöge ihrer Erziehung und wissen⸗ bestehen, werden zur Besetzung von Unterossiziers- und e a 4 8 een sch lo ff st gen ö N. Erg f l 1 l n 7 0 9 5 ent geschlossen um er schaftlichen Bilbung geeignet sind, bei eintretendem größeren] Offiziersstellen für den Kriegsfall vorgemerkt; die een a Inet* werden Bedarfe als Untcrofftziere und Offiziere verwendet zu 12) solchen einjährigen Freiwilligen, welche außer Am 1. April 1867 wieder eröffne zu d.
den] Wahrend der Dauer des Winters hofft man im
werden; anbererseite aber auch jungen Männern dieser ihres Präsenzjahres in dem einen oder andern Jahre Art, deren gewählter Lebensberuf eine frühere und kürzere] Herbstübungen beiwohnen wollen, ist dieses gestattet, und neuen Badehause die Lokalitäten im Innern zu Ableisung der militärischen Diensipflicht wünschenewerihf sollen diese bei der Besetzung der Stellen votzugeweise iin vollenden, so daß man wohl in der nächsten
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macht, hierin elne enisprechende Erleichterung zu gewähren,] Betracht gezo berd* sseme
g g 0 1 gezogen werden.= 5 4 1 zarte Ftablissement soll mil Allerböchsser Genehmigung Seiner Königlichen Darmstad inden 25. November 1866. Saison Bader in ee großartigen a* 1 Hoheit des Großherzogs nach dem Vorbilde anderer Staaten Anmerk. Zu Pos. 2: für die körperliche Tauglich- nehmen kann Die Architektonik dieses Bade


