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99 11*—*— 1866. Mittwoch den 28. Uovember. 95. 9 5 a 10 2 ö 4 Enthält die amlichen Erlasse für den Kreis Friedberg Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint wöchentlich zweimal, Mittwoch u
282 2 An 5 Hessen. Darmstadt. Nachdem bei der Mill. Thaler liest man, daß dem Grafen v. Bis- in großer Anzahl erfolgten. Es sind nicht allein neee die gesetzliche Anzahl von marck, General v. Roon und Generale v. Moltke mehrere Fälle vorgekommen, in denen man junge 30der Urwähler sich nicht betheiligt hatte, hat jedem J Mill. Thaler zuerkannt werden solle, den Leute, welchen nur eine elementare Schulbilvung 2 der nun beendigten zweiten Wahl die„con- Generalen Vogel v. Falkenstein, Herwarth v bis zu ihrem 14. Lebensjahre zur Seite stand, servativ⸗lieberale Partei“ die Majorität der Bittenfeldt, Steinmetz, sowie den Generalstabschefe und die sich einer speciellen Prüfung über etwa Stimmen auf ihre Candidaten vereinigt. Voigt⸗Rhetz und Blumenthal jedem 150,000 Thlr. später erworbene Kenntnisse nicht unterwerfen woll—
— Vor einiger Zeit hatte das Kriegsmini sterium verfügt, daß diejenigen verwundeten Osst ziere, die nach dem Gefecht bei Frohnhofen im
Stande waren, sich in ihre Garnisonsorte zu be— geben, von diesem Tage an die empfangenen Feld zulagen und Mundportionen wieder herauszuzahlen hätten. Diese Verfügung ist nunmehr, wie vo zuverlässiger Seite berichtet wird, durch Cabinets befehl aufgehoben worden.
— Der regierende König von Bayern, Lud wig II., war am 22 d. M. zum Besuche an Großh. Hose dahler anwesend.
Friedberg. Einem größeren Artikel de „Main-Ztg.“ entnehmen wir folgende Stelle: „Aus glaubwürdiger Quelle wird erzäblt, daß bis jetzt noch keinerlei Vereinbarung über die Zukunft unseres Militärs mit Preußen getroffen ist, daß man aber preußischerseits beabsichtige, unserer Regierung eine Militärconvention vorzu schlagen, welche die linksmainischen Provinzen den— selben Bedingungen unterwerfen solle, die durch den Friedensvertrag in militärischer Beziehung für Oberhessen geltend werden. Eine solche Militär convention ist für das Großherzogthum Hesser eine Nothwendigkeit und der erste Schrit zum Eiatritt in den nocddeutschen Bund. Ab gesehen von den unendlich mannigfaltigen mili tärischen Vortheilen, einer großen Armee anzu gehören, ist sie schon deshalb eine Nothwendigkeit, weil keine Staatsform gedacht werden kann, inner halb der es möglich wäre, die Consequenze! einer zweifachen Militärhoheit zu ertragen.“
* Nauheim. Eine in voriger Woche a Se. Königl. Hoheit den Großherzog abgeordne gewesene, aus den Herren Bürgermeister Rieß, den Stadtrathsmitgliedern Langsdorf und Grüne— wald II. von hier und dem Bürgermeister Reuß von Dorheim bestandene Deputation, um dem selben eine mit Hunderten von Unterschriften be— deckte Petition der Amtsbewohner wegen Belassung unseres Gerichts zu überreichen, ist zurückgekehrt
ohne, wegen der Anweseuheit des Königs von Baiern, von dem Großherzog empfangen worden zu sein. Die an maßgebender Stelle bei Justiz—
minister v. Lindeloff und Geheimerath Frank ge— thanenen Schritte lassen übrigens einen guten Er— folg hoffen, wodurch die hier bestandene große Aufregung sich einigermaßen gelegt hat. Inzwischen ist unser Amt seit acht Tagen vollständig verwaist, weil die bisherigen Beamten von dem nach Preußen zurückzukehren, Gebrauch machen
wollen, die großherzogliche Regierung aber eine S
Abhülfe noch nicht getroffen hat. Im Interesse des Amtes wäre inbessen solche sehr zu wünschen. Mainz. Domdecan und Generalvicar Lenni, ist am 22. d. mit Tod abgegangen. Preußen. Der von dem Finanzministe! dem Hause der Abgeordneten überreichte Gesetz⸗
entwurf, durch welchen 1½ Millionen Thaler zu
Dotationen an die preußischen Heerführer in An erkennung ihrer während des Krieges geleistete— ausgezeichneten Dienste verlangt werden, hat scho, im Hause selbst und mehr noch außerhalb des selben nicht die von der Regierung erwartet günstige Aufnahme gefunden und soll die erhobene kurze Debatte in den Hofkreisen höchst unangenehm berührt haben. Ueber die Vertheilung der 1½
Rechte,
Die„Rhein. Ztg.“ sagt über den Entwurf:„Man ten, zurückgewiesen hat, sondern es sind auch junge fragt sich, ob schon für die Wittwen und Waisen Leute, welche biesige und zwar die ersten Privat-⸗In⸗ der gebliebenen und für die erwerbsunfähig ge- stitute besuchten, gleichfalls mit ihrem Gesuche abge—
Das Beispiel des Baron Anselm. wie gemeldet, mit seinen Söhnen band ausgeschieden, wird Nachahmung deßfallsige Gesuche
reichen und vor⸗ der reichen
wordenen Kämpfer vellauf gesorgt sei, ob Ver- wiesen worden. dienste, die mit einer Aufbesserung der Vermögens- v Rothschild, der, verhältnisse belohnt werden dürften, bloß in den saus dem hiesigen Bürgerver höchsten Stellen zu finden seien, und ob für solche unter solchen Umständen massenhafte Landwehrleute, die durch den Wehrdienst große finden und sollen bereits 200 Einbußen erlitten, nicht einige Schadloshaltung vorliegen, vornämlich aus den billig sei.“ Neuere Nachrichten melden, daß dem nehmen Klassen und ganz besonders aus von dem Abgeordnetenhause gestellten Antrag, die Judenschaft.
Namen der zu Dotiren nennen, von Seiten— Die„Kreuzzeitung“ bringt die Nach⸗ ver Regierung nachgegeben werden solle, und daß der richt, daß Stadt Frankfurt nächstens mit Gesetzentwurf so wohl in heiden Häusern zur An- Einführung preußischen Strafgesetz⸗
den zu die
des Des
nahme gelangen werde. Die„Montagszeitung“ buches bedacht werden soll, weil— die hierorts fragt:„Wie wäre es zunächst mit einer Dota⸗ bestehende Gesetzgebung nicht ausreichend sei zur tion für das Volk, das mit seinen Söhnen und Abwehr von„Excessen“ und zur Behinderung der Mitteln das Außerordentlichste geleistet hat? Wir„Agitationen.“ Man weiß in Frankfurt nichts
Budgetrecht des Abgeordneten— intwortlichkeitsgesetz, lückenlose
schlagen vor: Volles
5 von Excessen und Agitationen, hauses, Ministerver
In Frankfurt war dieser Tage das Gerücht
Verfassung und volle Preß- und Vereinssfreiheit.“ von einer neuen Contributions-Forderung von erstüszt!! r. 2 g Unterstützt!! 332,000 fl. verbreitet, es hat sich indeß, wie — Der Antrag der Dotationscommission im nicht anders zu erwarten war, als vollständig
Abgeordnetenhause, die ferneren Commission geheim zu halten, — Im Abgcordnetenhause des Grafen Bismarck, Dotationsliste bei der
M.
Sitzungen der wurde angenommen. circulirt ein Schreiben worin derselbe bittet, seine Seite zu lassen.
— In Sitzung des Abgeordnetenhausee vom 21. d. stand auf der Tagesordnung die Budgetberathung. Der Abgeordnete Twesten wünscht die Detaillirung der Positionen des Etats pro 1866, und verkürzte Militärdienstzeit. Die ge⸗ forderten Gelder seien zu bewilligen. Der Finanz minister sagt die Detaillirung und die allgemeine
unbegründet erwiesen.
Homburg v. d. H. landgräfl. hess. Truppen in die in Mainz neu
Die letzten ehemaligen baben uns verlassen, um errichtet werdenden Regi⸗ menter eingereiht zu werden. Der Abgang der Garnison, die wir weit(ber 50 Jahre hatten, hat eine allgemeine Verstimmung herbeigeführt, da kein Ersatz für die Abgegangenen bestimmt ist, und so wird die schöne, erst vor 10 Jahren neu erbaute Caserne für die Folge leer stehen bleiben.
Wiesbaden. Hofgerichts-Procurator Dr.
Aufbeb NW Lang, ein bervorragendes Mitglied der Linken Ausbebung dee Salzmonopols zu.— In der in der früheren nassauischen Ständekammer, ist Sitzung vom 23. wurde der geheime Dispositions- am 23. im besten Mannesalter in Folge eines fond von 31,000 Thlr. nach lebhafter Debatte Schlaganfalles gestorben. Volg verwilligt.— Am 24. Fortsetzung der Budget 4 9 5 Berathung. oburg. Ver„ten dee ee — Der Ausschuß des Nationalvereines hat Coburg-⸗Gotha ist am 22. d. M. eröffnet worden. sich dabin geeinigt, daß die Generalversammlung 1 es in der Eröffnungsrede beißt, sollen die bis zum Frühlaht auszusetzen sei. Revenüen des abgetretenen Schmalkalder Forstes
bis zur Hälfte an Gotha und Coburg abgeführt werden. Die Waldungen werden gleichzeitig als Pfand für die Aufnahme eines Darlehens zur
Die Regierung hat den Zusammentritt 70 Reichstages in Folge königlicher Ermächtigung auf den Februar 1867 festgesetzt und die Re— ae gierungen des norddeutschen Bundes auf— Deckung der Krlegsschaͤden dienen. gefordert, Bevollmächtigte zu ernennen, welche in Bayern. Es sollen Unterhandlungen mit Berlin über den Entwurf der Bundesverfassung dem frühern badischen Minister Freiherrn v. Edels- für Norddeutschland verhandeln sollen. heim wegen dessen Eintritt in das bagperische Hannover. In verschiedenen bannöver'schen Cabinet im Gange sein. tädten und Orten wie Hildesheim, Alfeld, Chro München. 75,000 Denkzeichen für die Theil- nau, Spriege c. ist es bei Stellung der Militär- nebmer des letzten Krieges sind bei hiesigen Ge- pflichtigen und beurlaubter Soldaten zur Musterung werbsmeistern bestellt worden, also so viele Mann ibeilweise zu ene Ruhestörungen gekommen, so beiläufig beträgt die Armee, welche Bapern auf
daß an manchen Orten Militér requirirt werden den Füßen hatte. nußte Wuürtemberg. Der ordentliche Professor — Durch eine kgl. Cabinetsordre sind die der Geschichte an der Universität Tübingen, Dr. hannover'schen Offiziere aufgefordert worden, bis Pauli, hat als Verfasser eines Artikels in den zum 1. Januar 1867 ihr Gesuch um Pensionirung„Preuß. Jahrbüchern“„Schwaben und den schwä— oder ihr Anstellungsgesuch einzureichen. Die Aus- bischen Charakter“ behandelnd, worin er neben zahlung der in der Capitulation bedungenen Ge-(manchem wahren Wort sehr viel Uebertriebenes balte soll nicht über Januar hinaus stattfinden. und Falsches in verletzender Form vorgebracht Frankfurt. Wie man vernimmt, sind bis haben soll, einen Sturm der Entrüstung und Er— jetzt erst 14 hiesige Militärpflichtige zum ein-[bitterung im Schwabenland gegen sich dervor- jährigen freiwilligen Dienst zugelassen worden, ob-[gerufen. Der Senat der Universität bat zunächst Benehmen mißbilligt, ohne weitere Maß-
gleich, wie schon berichtet wurde, die Anmeldungen Pauli's


