Darmstadt. Nach zweimonatlicher Ab- b wesenheit ist der Großherzog Ludwig am Abend findet dies stadt zurückgekehrt, nachdem er schon einige Tage waren. vorher in Worms eingetroffen war
Armeediviston Inspektion gehalten hatte. selbe erließ nachstehenden Tagesbefehl d. d. Worms den 18. September: 8
Ich freue Mich, Meine Armeedivision nach dem nun⸗ mehr beendigten Feldzuge in das engere Vaterland zurück⸗ ekehrt zu sehen, und den Officieren, Unterofficieren, Soldaten sowie den Militärbeamten Meine volle Befrie— die Pflichttreue und Opferwilligkeit aussprechen
Aktes waren.
angekündigt ist.
zu können,
ahren 8 5 8 85 doc Bewahrung einer ausgezeichneten Mannszucht unter
schwierigen Verhältnissen Meiner Erwartung entsprochen haben.— Ich habe verliehen:. Meinem Flügeladjutanten Major v. Lyncker das Commandeurkreuz 2. Classe des Ludewigsordens.— Ich verleihe das Commandeurkreuz 2. Classe des Ludewigsordens 8 dem Obersten v. Grolman, Commandeur des 1. Inf.⸗Reg.; — das Comthurkreuz 2. Cl. des Phil'ppsordens: dem Major Pabst vom 3. i das Ritterkreuz 1. Cl. des Ludewigsordens: dem Oberstlieutenant Laue, Major Dornseiff, Hauptmann Hanesse, 2. J. R., dem Hauptmann Stamm, 3. J.⸗R., dem Oberstlieutenant Weber, 4. J.⸗R.; das Ritterkreuz 1. Cl. des Philippsordens; den Haupt⸗ männern v. Herget, Gr. Artilleriecorps, Hofmann, Franck, v. Röder II., 1. J.⸗R., Gerlach, 2. J.⸗R., Kreuter, Irhrn. v. Rotsmann, Schulz, 3. J.⸗R., Winter, Kreuter, J. J. R., Wernigk, Landgräfl. Scharfschützencorps; das Ritterkreuz 2. Cl. des Ludewigsordens: dem Oberarzt Dr. Weichel, Gr. Scharfschützencorps, den Ober— lieutenanten Becker I., 1. J.⸗N., Krömmelbein, 3. J.-R., — Dierry, Kattrein, 4. J.⸗R.; das Ritterkreuz 2. Cl. des Philippsordens: den Lieu⸗ tenanten Frhrn. v. Gemmingen, 1. Reiter-R., Otto, 2. Reiter.⸗R., Hunsinger, 2. J.⸗R., Felsing, 4. J.-R.; die goldene Verdienstmedaille des Ludewigsordens mit der Inschrift für Tapferkeit: den Oberfeldwebeln Schilling vom 1., Wolff vom 2. J.⸗R., den Unteradjutanten Schmidt, Heuß, dem Zugsoberfeldwebel Göbel, dem Ober- feldwebel Wöll vom 3. J. ⸗R., dem Oberfeldwebel Aer, dem Zugsoberfeldwebel Koch, 4. J.⸗R.; das silberne Kreuz des Philippsordens: dem Wacht⸗ meister Mohr, 2. Reiter.⸗R., Feuerwerker Georg, Großh. Artilleriecorps, den Feldwebeln Andreas, I., Kirchner, Wilhelm, 2., Groll, 3., Schmidt II., Herbert, 4. J.⸗R.; die sicberne Verdienstmedaille des Ludewigsordens mit der Inschrift für Tapferkeit: den Corporalen Rauber, 2. Reiter.⸗R., Kreuder, Schmidt, 1., Balzer, Schäfer, Schmandt, 3., Enders, Meyer, 4. J.⸗R.; 5 das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift für Tapferkeit: dem Gejreiten Kleinkauf, den Gardisten Huft, Jäger, 1., den Musketieren Eberts, Lautenschläger, 2., dem Signalisten Haas, den Musketieren Blösinger,.—5 Seipp, Thomas, dem Schützen Schilling, dem Gefreiten Achenbach, 4. J.⸗R.(Schluß folgt.) — Bei dem Anfalle von Hessen⸗Hom⸗ burg an das Großherzogthum Hessen war beabsichtigt, daß Prinz Ludwig nebst Gemahlin in dem schön gelegenen Schlosse zu Homburg während einiger Monate des Jahres residiren würden. Man vernimmt jetzt, daß der König von Preußen, welcher hiervon Kenntniß erhalten, dem Prinzen Ludwig das Schloß zur Verfügung gestellt habe. — Den bei Laufach gefallenen Hessen soll in der Kürze ein Denkmal errichtet werden. Friedberg. Von einer vieles Aufsehen er⸗ regenden, in Wien erschienenen Broschüre:„Akten- mäßige interessante Enthüllungen über den badischen Verrath an den deutschen Bundestruppen in dem soeben beendigten preußisch ⸗deutschen Kriege“ ist
nicht billigen könne.
abgegeben.
umfiel und eine
zwei Locomotiven.
Gießen.
rung. Leib'schen Saale.
bereits die vierte Auflage veranstaltet worden und blick auf die in Frankfurt unterdrückten Zeitungen elbe so raschen Absatz, daß innerhalb
. Septe i ie Darm- der letzten 14 Tage Exemplare nicht zu erhalten den 20. ebener ie dn mis ned rag Die Schrift bietet für unsere Gegend und über die nicht wenig Interesse,. 100 seiner Naga
f in Rhei findli Großh. unbegreifliche Her- und Hinziehen der badischen n A eee ben an die schönste Gelegenheit hatten, also Zeuge dieses in der Broschüre viel besprochenen Man ist sehr gespannt auf eine vom Commandeur der badischen Diviston, dem Prinzen Wilhelm von Baden, zu erwartende Wider— legung, die bereits als in der Kürze bevorstehend 5 e An der Hauptsache wird die arne 8 mit welcher sie den Anstrengungen und Ge- Enthüllung und Widerlegung nichts ändern und des Krieges sich hingegeben und hierdurch sowie unerquicklich, wie der Streit ist, wäre zu wünschen, daß er in der vorliegenden Weise nicht möchte erhoben worden sein. Prinz Alexander von Hessen, den die öffentliche Meinung vielfach als Den— jenigen bezeichnete, welcher das Material zu der Schrift geliefert habe, hat die Erklärung abgegeben, daß er zu erwähnter Broschüre in keiner Beziehung stehe und ihm dieselbe bis zum Erscheinen im Druck fremd geblieben sei, er auch die Art und Weise der Angriffe gegen Prinz Wilhelm von Baden thal. Auch der Chef des General- Lorbeerkränze, einen für sich, einen für den Kron⸗ stabs des 8. Armee-Corps, der k. würt. General- lieutenant Baur, hat eine ähnliche Erklärung
Am Abend des 21. erhielten der wohnten demselben Provinzialdirektor, Kreisrath Goldmann, der wegen Confessionen umstanden den Altar. seiner Weigerung, in die Regierung zu Homburg Thielen hielt die Festpredigt über Psalm 118, einzutreten, längere Zeit seinen Aufenthalt in Vers 23. Wesel hatte nehmen müssen, und der Bürgermeister Kanonensalven beschlossen die imposante Feier.— Vogt, wegen seiner Erklärung, daß keine Adresse Der König hat am Tage des Einzugs der Truppen „von der Stadt“ um Annexion abgegangen sei, in die preußische Hauptstadt eine Amnestie er⸗ eine Zeit lang seiner Funktionen enthoben, eine lassen für alle Diejenigen, welche bis zum 20. Sept. Abendmusik unter großer Theilnahme der Bevölke- verurtheilt sind und zwar wegen Hochverraths, Darauf folgte ein großes Bankett im Majestätsbeleidigung, wegen Verbrechens und Ver⸗
*.— günstig gewählt, auch ist Offenbach der Ort ein solches Unternehmen zu fördern und zu halten.
Nainz. Die Untersuchung gegen die Land— wehrleute des 32. preuß. Inf.⸗Reg., welche wegen der in Frankfurt verübten Widersetzlichkeiten nach Mainz und von da theilweise nach Ehrenbreitstein zurückgebracht wurden, ist auf höheren Befehl suspendirt worden. Dieselben sollen sofort in ihre Heimath zurückkehren. Die Entscheidung gegen die Hauptbeschuldigten bleibt vorbehalten, jedoch wird vollständige Begnadigung erhofft und wäre dies im Interesse der vielen betheiligten Familienväter sehr zu wünschen.
Berlin. Der festliche Einzug der Truppen in die preußische Hauptstadt erfolgte an den Tagen des 20. und 21. Sept. in vorgeschriebener Ord- nung und unter dem größten Enthusiasmus des Volkes. Die Stadt selbst prangte im reichsten Festschmucke, überall Fahnen und Festons. Dem Könige voran ritten der Ministerpräsident Graf Bismarck, der Kriegsminister v. Roon, die Gene⸗ rale v. Moltke, v. Voigt⸗Rheetz und v. Blumen- Von Jungfrauen empfing der König drei
prinzen und einen für den Prinzen Friedrich Karl. Auf die Begrüßungsrede des Oberbürgermeisters sprach der König seinen Dank für den würdigen
— Der Nachmittags 528 von Frankfurt und reichen Empfang aus, indem er hervorhob, abgehende Berliner Schnellzug der Main-Weser- daß derselbe nicht ihm, sondern den einziehenden Eisenbahn verunglückte am 26. d. Mts. unweit Truppen gelten möge. des Frankfurter Bahnhofs. an der Seite ihres Mannes getödtet, drei Per— sonen erheblich, mehrere minder verletzt. Unglück soll dadurch entstanden sein, daß ein der Prinz Friedrich Karl erhielten den Orden Wagen mitten im Zuge, ohne sich auszuhängen, pour la mérite mit dem Bildnisse Friedrichs des Strecke Hinter diesem Wagen folgten vier mit Schwer- Ministerpräsident v. berwundeten besetzte Waggons, welche jedoch ruhig gegriffenen Gesundheitszustan des nicht bei. Um auf dem Gleise stehen blieben. vollständig besetzt, zählte 47 Achsen und hatte ganze königl. Familie, die fremden Fürsten, die
Zahlreiche Ordensver— leihungen und Anvancements sind erfolgt. Bis— marck wurde zum Chef seines Landwehrregiments Das und zum General ernannt. Der Kronprinz und
Eine Frau wurde dabei
weit geschleift wurde. Großen. Den Festlichkeiten vom 21. wohnte der
Bismarck wegen seines an— Der Zug war 1 Uhr fand das Tedeum im Lustgarten statt. Die
Generäle, die Minister, der italienische Gesandte ꝛc. bei. 104 Geistliche aller Feldpropst
Der ambrosianische Lobgesang und
gehens in Bezug auf die Ausübung der faats⸗
Offenbach. Mit dem 1. Oktober wird bürgerlichen Rechte, sowie wegen der in den dahier ein neues politisches Tageblatt unter dem Pharagraphen 87 bis 93 und 97 bis 103 des Titel„Main⸗Zeitung“ erscheinen. digt sich in der bereits ausgegebenen Probe- Nummer gewalt und resp. Verletzung der öffentlichen Ord- als ein unabhängiges Organ für Politik, Handel nung bezeichneten Verbrechen und Verkehr an und will für die Herstellung eines, endlich wegen Preßvergehen oder einer der nach das ganze außerösterreichische Deutschland um dem Preßgesetze vom 12. Mai 1851 oder der fassenden deutschen Bundesstaates unter Preußens Verordnung vom 11. März 1850 strafbaren Führung, also gegen die Mainlinie sprechen und Handlungen. Bei Verurtheilungen der vorbezeich⸗ unter allen Umständen für Erhaltung und volle Entwicklung des Zollvereins wirken. ist vierteljährig fl. 1. 45 kr. Herausgabe dieses neuen Blattes scheint im Hin-
Sie kün⸗ Strafgesetzbuches als Widerstand gegen die Staats-
und Vergehen;
neten Art, welche erst nach dem 20. Sept. wegen vor dem 20. Sept. begangener strafbarer Hand⸗ lungen rechtskräftig erfolgen, sollen der Justiz resp. der Kriegsminister Anträge stellen. Diese
Der Preis Der Zeitpunkt zur
Macht zu entfalten begannen, war es nahe daran, daß der schwäbische Zweig der Familie in seinem Stammschlosse Hohenzollern untergegangen wäre. Und zwar war es ein Weib, die Gräfin Henriette von Würtem⸗ berg, welche ihm diesen Untergang drohte. Graf Friedrich VII. von Zollern nämlich, der von seinem Vormunde und Erzieher, dem Grafen von Oettingen her der Oettinger hieß, sollte der Wittwe seines Lehnsherrn, des Grafen Eberhard von Würtemberg Huldigung leisten, weigerte sich aber dessen, weil es für einen Mann eine Schande sei, von einem Weibe Befehle anzunehmen, zumal sie ein„recht bauernhaftes, störrisches, maulfertiges und ungeberdiges Weib“ sei. Diese Worte wurden der Gräfin hinterbracht, und reizten dieselbe natürlich zum äußersten Zorne. Sie sann auf Rache, und wartete nur auf Gelegen- heit dazu. Nun bekam der Oettinger mit der nahe liegenden Reichsstadt Rottweil Händel, welche zum offenen Kriege führten. Mit Rottweil ver⸗ banden sich noch andere Reichsslädte und außerdem die erboste Gräfin Henriette. Dieser Uebermacht trotzte der Oettinger in seiner durch ihre mehrfachen Ringmauern für unüberwindlich geltenden Burg Hohenzollern. An Mannschaft und Mundvorräthen hatte Friedrich möglichst viel zu⸗ sammengebracht, und sah so der Belagerung mit Gleichmuth entgegen. Allein der Feinde waren viele, und angeführt wurden sie von einem kriegskundigen Manne, dem Bürgermeister Klaus Hitzel. Tieser forderte die Burg Hohenzollern auf, sich zu ergeben. Allein der Graf antwortete damit, daß er ein Dutzend Rottweiler Bürger, welche er zuvor gefangen hatte, an den Zinnen der Burg aufknüpfen ließ. Damit war jede Unter-
handlung abgebrochen. Die Belagerung begann, und Klaus Hitzel ent- wickelte dabei eine Umsicht und Kraft, welche selbst dem stolzen Oettinger, der sonst mit äußerster Geringschätzung von dem„Bürgerpack“ zu sprechen pflegte, Worte der Bewunderung ablockte. Gleichwohl verging der ganze Sommer und Herbst in erfolgloser Belagerung, und der Graf hoffte schon auf den Abzug der Belagerer nach der Gewohnheit der damaligen Zeit, und baute Plane auf heranrückende Bundesgenossen während des Winters. Allein er hatte sich betrogen. Bürgermeister Hitzel blieb vor der Feste, und bemächtigte sich, sobald der Frost die Gräben trocken ge⸗ legt hatte, aller Außenwerke. Die Vertheidiger der Burg waren sehr zusammengeschmolzen und noch mehr die Mundvorräthe. Der Graf allein hielt seinen Muth aufrecht, mit ihm zugleich aber ein Mädchen. Amasia, die Tochter des Gerichtsschreibers in dem nahen Dorfe hing mit be⸗ geisterter Liebe an dem Grafen, ihrem Herrn. Dadurch wurde sie denn auch wirklich seine und seiner tapferen Kampfgenossen Retterin. Es ging nämlich ein geheimer Gang aus den Kellern der Burg nach einem benachbarten Kloster. Sonst hatte der jedesmalige Graf ganz allein von diesem Gange Kenntniß. Jetzt weihte aber Graf Friedrich seine Amasia in das Geheimniß ein, und schickte dieselbe an einen benachbarten Fürsten, um Hülfe zu erbitten. Sie richtete aber Nichts aus. Als der Oettinger dies vernahm und auf einen glücklichen Ausgang seiner Gegenwehr nicht mehr hoffen durfte, da ließ er den Belagerern Uebergabe der Burg gegen freien Abzug mit den Seinigen anbieten. Allein nun lautete die Ant⸗ wort: Uebergabe auf Gnade oder Ungnade! Zuletzt hieß es: die Maroden
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