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werden soll, nach nunmehr geschehener Aufhebung der bischöflichen Convention das Geeignete zur Beseitigung der Niederlassung der Jesuiten dahier anzuordnen und hierdurch das Aergerniß aus dem Wege zu schaffen, welches seither soviel dazu beigetragen hat, den Frieden in der hiesigen Be⸗ völkerung zu stören.
Preußen. Die„Köln. Ztg.“ bringt folgen- den Artikel:„Der Vorschlag in Organen der süd⸗ deutschen Presse, auf den Abschluß eines militärischen Vertrages zwischen Preußen und den Staaten südlich vom Main binzuwirken, hat seine tristigen Gründe, aber die Rücksichten, welche auf den Prager Frieden genommen werden müssen, machen zur Zeit Pro- jekte dieser Art unaussührbar. Schon die Mi- litär-Conventionen, welche Preußen mit einzelnen kleinen deutschen Regierungen in früheren Jahren abgeschlossen hatte, riefen eine Aufregung in Oesterreich hervor, die außer allem Verhältniß zu der Sache stand. Dasselbe würde gegenwärtig der Fall sein, wenn Preußen dem Abschlusse mili- kärischer Verträge mit Süddeutschland näher treten wollte. Die Regierungen daselbst müssen in irgend elner Weise eine Vereinbarung aber das Heeres— wesen, etwa nach Analogie der Würzburger Militär-Convention, treffen, und dem Projectt des süddeutschen Bundes eine Form, sei dieselbe auch noch so locker, gegeben haben, bevor eine Vereinbarung mit Preußen in Bezug auf die gegenseitige Garantie des Besitzstandes ins Auge gefaßt werden kann.
— Preußische Blätter schreiben: In den neuen Provinzen will die Aufregung wegen der Annectirung sich immer noch nicht legen und es ist klar, daß der Versuch die Annexion ohne alle Betheiligung der Bevölkerung selbst, auf dem Wege der s. g. Eroberung zu vollziehen, als Hauptmittel für die Agitation dient. Die Schwierigkeiten wachsen in einem Grade, daß die Regierung wahrscheinlich noch nachträglich dazu kommen wird, Concessionen in dieser Be— ziehung zu machen. Am stärksten ist diese Agi— tation immer noch in Hannover.
— Der neu ernannte außerordentliche Ge— sandte und bevollmächtigte Minister am Hofe zu Berlin, der großh. hess. Geh. Legationsrath Hofmann wurde von dem Könige in einer Privat- audienz empfangen.
Greifswald. Der heutigen amtlichen Be— kanntmachung zufolge ist die Zahl der in Folge des Genusses von trichinischem Schweinefleisch er— kronkten Personen auf 75 herangewachsen. Die Veranlassang zu ungewöhnlicher Entwicklung und Verbreitung der Trichiniasis am hiesigen Orte ist lediglich darin zu suchen, daß das Fleisch eines trichinischen Schweines mit Fleisch von gleichzeitig geschlachteten vier anderen Schweinen zu Mettwurst, Jauer'schen Würstchen u. s. w verarbeitet worden ist und in zu frischem Zustande zum Verkauf gestellt wurde. g
Hannover. Die Offiziere der früheren hannover'schen Armee befinden sich fort und fort in einer bedauerlichen und peinlichen Lage, da eine Aufnahme in die preußische Armee bis jetzt noch nicht stattfinden konnte, weil dieselben sich zunächst noch durch den Eid gebunden erachten, den sie dem früheren König von Hannover ge— leistet hatten. Die preußische Regierung dürfte sich nunmehr veranlaßt finden, eine Entscheidung üher den Eintritt der Offiziere in die preußische Armee, sei es nach vorheriger Erklärung seitens des vormaligen Königs von Hannover, sei es ohne eine solche, herbeizuführen.
Marburg. Am 12. traf das bisherige nassauische Jägerbataillon, circa 300 Mann stark, von Biebrich per Eisenbahn kommend, hier ein, um gleich dem kurhessischen, dem neugebildeten hiesigen elften preußischen Jägerbataillon einver⸗ leibt zu werden. Dieses nassauische Jägerbataillon ist dosselbe, welches im vorigen Sommer bei seinem Marsche nach Oberhessen in Friedberg übernachtete und in der Stadtkirche untergebracht worden war.
Frankfurt. Das neueste„Amtsblatt der Stadt Frankfurt“ enthält die Bekanntmachung, daß das Militäraushebungsgeschäft daselbst am
Wurst,
6. und 7. Dezember beginnt; stellungspflichtig 15 Pferdedecken, 1400 Stück Hufnägel, 100,000
sind die im Jahr 1845 geborenen jungen Männer. Schuhnägel, 80 Pfund Stabeisen, 52 Stück Huf—
Von den Conseriptionspflichtigen wird von dem Rechte des einjährigen freiwilligen Dienstes im weitesten Umfange Gebrauch gemacht und hat sich bereits eine große Anzahl angemeldet.
Wiesbaden. Seit dem 14. d. eirculirt in hiestger Stadt eine Petition an die königl. Regierung, in welcher um Belassung des Spiels gebeten wird. Von wem die Petition ausgeht, ist bis jetzt un— bekannt geblieben; sie wird übrigens durch einen Diener des Kurhauses colportirt und nur Dem— jenigen zu lesen gegeben, der im Voraus seine Unterschrift verspricht. Auf diese Weise wird man die Existenz eines Instituts nicht zu sichern vermögen, das die öffentliche Moral bereits längst verurtheilt hat.
Sachsen. Der König hat den Landtag mit einer Thronrede eröffnet, in welcher er ver— sichert, daß es sein fester Entschluß sei, dem nord— deutschen Bunde unter Preußens Leitung, sowie allen eingegangenen Verpflichtungen Treue zu bewahren. Es sei die gemeinsame Aufgabe, den neuen Verhältnissen redlich entgegenzukommen und für die günstige Gestaltung des Landes seien Opfer nicht zu scheuen. Die Thronrede sagt die Vorlage eines neuen Militärgesetzes zu, welches sich den bewährten Einrichtungen in Preußen anpasse.
Coburg. Das neueste Regierungsblatt ver- öffentlicht den zwischen Preußen, Weimar, Olden— burg, Braunschweig, Altenburg und Gotha ꝛc. ic. unterm 18. August d. J. abgeschlossenen Bündniß⸗ vertrag mit dem Bemerken, daß der Herzog den— selben ratificirt hat, und daß die beiden Mecklen⸗ burg unterm 21. August d. J., Reuß ä. L. unterm 6. September d. J., Meiningen unterm 8. Oc— tober d. J. und das Königreich Sachsen unterm 21. October d. J. demselben beigetreten sind.
— Der Herzog wird den Schmalkalder Wald nicht als sein Eigenthum behalten, sondern als Domanialgut an den Staat abtreten. Damit wird den Schmalkaldern aber wenig geholfen sein.
Bayern. Für das Corps des Generals von Manteuffel mußten für den 16. und 17. Juli von der Stadt und vom königlichen Be— zirksamt Aschaffenburg geliefert werden: 30,000 Portionen a 1 Pfund 26 Loth Brod D 10,000 Laib Brode, 30,000 Portionen à 1 Pfd.; 300 Centner Rindfleisch oder 60 Ochsen 3 5 Centner, 15,000 Pfd.— 75 Centner Speck,
15,000 Portionen à 6 Loth— 3000 Pfund
Reis, 15,000 Portionen à ½ Pfund S 3750 Pfund Graube, 30,000 Portionen à 1 Loth = 1000 Pfund Kaffee, 30,000 Portionen à ½ Loth= 1500 Pfund Salz, 10,000 Rationen à 12 Pfund= 1200 Centner Hafer, 10,000 Rationen à 5 Pfund S 500 Centner Heu, 2000 Flaschen Wein, 500 Eimer Bier. II. Für das Corps desselben Generals mußten für einen vier—
tägigen Reservebedarf von der Stadt und von
dem k. Bezirksamt geliefert werden: 2000 Centner Hafer, 800 Centner Heu, 450 Centner Fleisch in lebendem Viech, 75 Centner Speck, 90 Centner Reis, 75 Centner Erbsen, 20 Centner Kaffee, 30 Centner Salz, 20,000 Brode à 5 Pfund 18 Loth, 30,000 Maas Bier, 6000 Flaschen Wein. Für die laufenden Bedürfnisse wurden für die verschiedenen Corps von der Stadt requirirt: 300,374 Pfund Hafer, 115,518 Pfund Heu, 54,870 Pfund Stroh, 200 Pfund Kleie, 56,628 Pfund Rindfleich, 64 Stück Ochsen, 1306 Pfund Hammelfleisch, 19 Pfund Kalbfleisch, 206 Pfund 10,610 Pfund Speck, Schinken und Schweinefleisch, 146,265 Pfund Brod, 700 Pfund
Kartoffeln, 118,084 Stück Cigarren, 3244 Pfund Kaffee, 17 Pfund Zucker, 14,631 Pfund Reis,
9013 Pfund Salz, 2898 Pfund Erbsen, 1162
Pfund Bohnen, 2179 Pfund Graupen, 46 Pfund
Hirse, 38 Pfund Gries, 115 Pfund Käse,/ Pfund Lichter,/ Pfund Oel, 20,250 Flaschen Wein, 28,563 Maas Bier, 1681 Maas Schnaps, 112
Krüge Mineralwasser, 332 Hemden, 80 Paar Stiefel, 354 Pfund und 6 Häute Kalbleder, 881
Pfund Sohlleder, 1025 Stück Sohlen, 2717 Ellen Leinwand, 1980 Feldbinden, 286 Ellen
Tuch und Flanell, 35 Säcke, 350 Ellen Zwillich,
eisen, 229 Stück Bretter und Bohlen, 7 Klafter Holz, an Handwerkzeug, als Sägen, Hammer,
Bohrer und Meißel 1c. 20 Stück, 4 Fässer,
1 Kummet, 2 Kummetkissen, 4 Vorlegschlösser, 5 Pferde, 6 Pfund Wagenschmier, 8 Laternen, 6 Paar Schuhleisten, 2 Besen, 1 vollständiges Bett, 2 Aufhaltriemen, 20 Pfund Kalk, 2 Blech— büchsen, 30 Pfund Gyps, 20 Citronen, 50 Tafeln Watte, 3 Stechbecken, 10 Uringläser, 30 Stricke, 3 Portionen Kaffee, 2 Packnadeln ꝛc. ꝛc.
Oesterreich. Wien. Am 20. d. M. treffen die französischen Bevollmächtigten hier ein zur Abschlußverhandlung über den Handelsvertrag zwischen Oesterreich und Frankreich.
— Wie in Wien so hat auch der Gemeinde
rath in Salzburg Schritte in Vorschlag ge— bracht, um der Niederlassung der Jesuiten vor- zubeugen. Schweiz. Vor einigen Tagen fand in Zürich eine festliche Zusammenkunft aller an dem Polytechnikum und der Hochschule thätigen deutschen Professoren und Studenten statt, um den an dem Polytechnikum neu angestellten Pro— fessor, Gottfried Kinkel, zu begrüßen. Wie wir gelesen haben, brachte Professor P. Wislicen dem deutschen Patrioten den Gruß der anwesenden Deutschen dar, deren Zahl wohl 600 betrug.
Belgien. In der Thronrede bei Eröffnung der Kammern heißt es unter Anderem: Die internationalen Beziehungen sind vortrefflich. Inmitten Europa beunruhigender ernster Ereig⸗ nisse hat Belgien seine Ruhe bewahrt, vertrauend und durchdrungen von den Rechten und Pflichten der Neutralität, bei welcher es auch ferner auf— richtig und loyal verharren wird. Die Thron⸗ rede verspricht die Aufhebung der Zwangshaft und die Revision des Auslieferungsgesetzes.
Großbritanien. Der„Advertiser“, ein sehr verbreitetes englisches Blatt, der sich seit Kurzem viel um die Bildung des süddeutschen Staatenbundes bekümmert, gibt den Bahyern, Württembergern und Badensern den Rath, die Wehrverfassung der Schweiz nachzuahmen Wenn sie sich in politischer und militärischer Beziehung einigten, wären sie im Stande, eine Armee von 1,300,000 oder 1,500,000 Mann ins Feld zu stellen und sich gegen die größte und furchtbarste Coalition despotischer Mächte zu behaupten. Auch England werde über kurz oder lang ge— zwungen sein, das schweizerische oder amerikanische System einzuführen, oder doch größere Reformen zu unternehmen, als die k. Commission empfohlen hat.—
Dänemark. Der dänische Reichstag wurde an. 12. eröffnet. Der König sagte unter Anderem in seiner Thronrede, daß der Friedensvertrag von Prag und die nationale Richtung Europa's die Rückgabe Nordschleswigs an Dänemark und dle Erreichung natürlicher Grenzen für Letzteres ver⸗ bürgen. Auch in Dänemark ist man mit Ein⸗ führung der Hinterladungsgewehre beschäftigt.
Darmstadt. Im hiesigen Militärlazareth befinden sich 28 verwundete Hessen. Ein preußischer Landwehr⸗ mann, Vater von 7 Kindern, ist dieser Tage darin seinen Wunden erlegen.
Aus dem Ried. In der Nacht vom 20. auf den 21. v. M., von Samstag auf Sonntag, wurden aus der Kirche zu Wolfskehlen zwei Bibeln und ein Gesangbuch entwendet. Der Dieb gelangte durch Erbrechen der auf der nördlichen von der Hauptstraße abgewendeten Seite angebrachten Thür in die Kirche, öffnete mit einem Schlüssel, der, wie er wissen mußte, an einem bestimmten Platzt unter einer in der Sacristei stehenden Kiste hingelegt war, diese letztere, entnahm die genannten Bücher, schloß die Kiste zu und legte den Schlüssel wieder unter dieselbe. Da andere in der erwähnten Kiste gleichfalls ausbewahrte werthvolle Sacramente unberührt liegen blieben, so scheint auch hier nur Aberglaube Motiv zu diesem Kirchendieb⸗ stahl gewesen zu sein. Aehnliche Kirchendiebstähle sind theils vor längerer, theils vor kürzerer Zeit in Griesheim, Büttelborn, Dornheim und Trebur ausgeführt worden, ohne daß auch nur die kleinste Spur von den Thätern zu entdecken gewesen wäre. f.
Groß Gerau. Auch hier wurde neuerdings, in der Nacht vom 6.07. Nov., in der Stadtkirche eingebrochen und ein roihes Altartuch entwendet. Es ist dies das vierte⸗ mal oder fünftemal, daß ein Einbruch in dieser Kirche binnen kurzer Zeit verübt wurde.
Reichelsheim. Man erzählt uns, daß am 19. d.
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