—
„57...
—
1 N 0 0 1 15 1 10 1 I 1 14 1 0 9166
2
— ee
—.——— 5 S eee
ordneten Metz gegen Hofgerichts- Advocaten Ernst Emmerling, thatsächlicher Redacteur der„Hessischen Volksblätter“, und Setzer Kühn, nomineller Redacteur, verhandelt. Emmerling wurde wegen Verläumdung und Ehrenkränkung des Abgeordneten Metz in vier Wochen Ge⸗ fängniß und 110 Gulden Gelostrafe, Kühn in eine Geldstrafe verurtheilt. Zugleich wird Ver— öffentlichung des Urtheils in den„Hessischen Volksblättern“ und Vernichtung der betreffenden Exemplare erkannt. Der Verurtheilte hat Appella⸗ tion eingelegt.
— An diejenigen Personen, welche an dem letzten Feldzug activ Theil genommen haben, sollen Felddienstzeichen, und zwar im Laufe des nächsten Monats ausgetheilt werden.
* Nauheim. Wie man hört wurde der seit Jahren hier angestellt gewesene Bad-⸗Inspector Schäffer als Salinen-Inspector zur früher bayerischen jetzt preußischen Saline Orb versetzt.
Gießen. Am 15. d. hat dahier eine vor⸗ läufige Versammlung wegen der Wahlen der Provinz Oberhessen zum norddeutschen Parlament stattgefunden, zu welcher besondere Einladungen ergangen waren. Ueber die Verhandlungen ist noch nichts Näheres bekannt geworden.
Offenbach. Das Frkft. Journ. schreibt von hier: Ein Mann, Namens Joh. Stirtz aus Schlitz, derzeit Maschinenführer in der Landré'schen Fabrik hat ein Probegewehr mittelst Handarbeit, ohne Drehbank, gefertigt, aue dem in einer Minute 15 Schüsse gethan werden können, wovon sich mehrere hiesige erfahrene und waffenkundige Schützen überzeugt haben. Die fragliche Waffe hat überdieß noch besondere Vor⸗ theile, nämlich beim Laden nur 4 Tempi, während bei dem Zündnadelgewehr deren 7 erforderlich sind. Auch braucht die Nadel nicht gezogen zu werden; sie zieht sich vielmehr beim Laden von selbst. Zudem hat das neu erfundene Gewehr eine sehr solide Versicherung, welcher noch eine andere beigegeben werden soll, sobald der Erfinder durch Annahme seiner Waffe Belohnung finden wird. Zugleich ist die Zündmasse eigene Er⸗
findung, welche, ohne zu verderben, viele Jahre aufbewahrt werden kann, und die, ob sie trocken oder feucht liegt, sich immer gleichmäßig entzündet.
Mainz. Die Kaserne des hessischen Deta— chements, welches zur Bewachung des Gefäng⸗ nisses bisher dahier stationirt war, wurden im Laufe der verflossenen Woche ausgeräumt. Die Kasernen⸗Utensilien, Bettwerk und sonstigen Gegen⸗ stände wurden weggefahren und sollen noch Worms gebracht worden sein.
— Aus dem Referat über die am 12. d. abgebaltene Gemeinderathssitzung heben wir her⸗ vor: Auf eine Schilderung der Lage der in Friedberg bestehenden, sehr wohlthätig wirkenden Lehranstalt für Blinde beschließt der Gemeinderath, derselben eine Unterstützung von 100 fl. zufließen zu lassen.
Preußen. Berlin. Ja der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 13. überreichte der Finanzminister einen Gesetzentwurf, betreffend die Ermächtigung zur Aufhebung des Salzmonopols, eventuell auch ohne die Zustimmung der süd⸗ deutschen Regierungen.
— In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 14. wurde die Berathung bis zur Annahme des Etatsgesetzes geführt. Der Minister der Finanzen erklärte die Aenderung des directen Steuersysteme für unthunlich. Montag den 16. erfolgt die Berathung über das Genossenschafts⸗ wesen und Dienstag die Schlußberathung des Etats.
— Die Dotationen sollen in der Weise ver⸗ theilt worden sein, daß Graf Bismarck, v. Roon und v. Moltke je 300,000 Thlr., und Herwarth, v. Bittenfeld und Vogel v. Falckenstein je 200,000 Thlr. erhalten haben
— Die letzten Verhandlungen des Abgeord- netenhauses, in welchen die liberale Partei gegen die innere Politik des Ministeriums kräftig auf⸗ getreten, haben zu dem Gerüchte einer bevor- stehenden Auflösung des Hauses Veranlassung gegeben. Es wird jedoch hierzu wohl nicht kommen, da sich die Regierung von einer solchen Maßgabe keinen erheblichen Erfolg versprechen kann.
— Die Verhandlungen der preußischen Re- gierung mit dem Fürsten von Thurn und Taxis sind bereits soweit gefördert, daß in dem ganzen seitherigen Taxis'schen Postgebiet mit Anfang März nächsten Jahres das Postwesen vollständig auf Preußen übergeht, während schon mit dem Neujahre die Verwaltung von der preußischen
Regierung übernommen wird. Für die ersten zwei Monate jedoch bleiben die Revenüen noch dem Fürsten Taxis.
— Der Papst hat an den König von Preußen ein eigenhändiges Schreiben gerichtet, um ihm für seine gütigen Bemühungen im Interesse der weltlichen Herrschaft, sowie auch für das eben von Berlin angelangte artige Geschenk von 500 Zündnadelgewehren zu danken.
— Die Truppendurchzüge durch Oderberg in der Richtung nach Krakau und Lemberg be— stätigen sich. Wie die„Br. Ztg.“ erfährt, haben seit dem 5. große Massen von Infanterie und Artillerie meist zur Nachtzeit Oderberg passirt.
Schleswig⸗Holstein.„Die Deputation aus Nordschleswig ist jetzt von Berlin zurückge— kehrt, nachdem sie die Adresse gegen eine Theilung Schleswigs an das Abgeordnetenhaus abgeliefert hat. Die Deputation hat sich ca. acht Tage in der Hauptstadt aufgehalten und überall durch die Schilderung der hiesigen Zustände sehr viel Sympathie erweckt. Dem Vernehmen nach werden die Herzogthümer wahrscheinlich die Einverleibung als Weihnachtsgeschenk begrüßen können.“
Frankfurt. Die militärischen Mitglieder der Bundesliquidations-Commission haben sich nach den früheren Bundesfestungen Ulm, Rastatt, Mainz, Landau und Luxemburg begeben, um Bestand und Werth des Artillerie- und Genie⸗ materials festzustellen.
Hanau. Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Hanau⸗Wächtersbach wird, wie jetzt definitiv be⸗ schlossen ist, am 15. Januar stattfinden. Auch die Strecke von Wächtersbach bis Schüchtern wird dann in kurzer Zeit dem Betrieb übergeben werden können, während die gänzliche Beendigung der Bebra-Hanauer-Bahn bei den großen Terrain⸗ schwierigkeiten zwischen Schlüchtern und Fulda wohl noch immer längere Zeit in Anspruch nehmen dürfte.
Würtemberg. Von den Mitgliedern des Landescomités der deutschen Partei ist an den geschäftsleitenden Ausschuß des liberalen Centralwahlcomités für den norddeutschen Reichs- tag in Berlin ein Schreiben folgenden Inhalts ergangen:
Geehrte Herren! Wir, die unterzeichneten geschäfts⸗ führenden Mitglieder des Landescomite's der deutschen Partei in Würtemberg, beehren uns, Ihnen hiermit unser volles Einverständniß mit den in dem Aufruf des liberalen Wahlcomite's vom 12. Nov. ausgesprochenen Ansichten zu erklären. Indem die Vorbereitungen zu einem Par⸗ lament getroffen werden, in welchem die süddeutschen Be⸗ völkerungen nicht vertreten sind, empfinden wir es leb— haft, daß die durch die letzten Verträge geschaffene Ordnung der Dinge, wenn auch ein Fortschritt und nothwendiges Mittel zur Einigung Deutschlands, doch eine Schranke gezogen hat, deren künftige Beseitigung die dringende Auf⸗ gabe der Patrioten diesseits und jenseits sein muß. Mit Freuden ersehen wir aus Ihrem Aufruf, daß wir uns mit Ihnen in dieser Auffassung begegnen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen für die bevorstehenden Wahlen den besten Erfolg, indem wir unsererseits un sere Be- strebungen für die ersehnte Einigung fortsetzen, und senden Ihnen berzlichen Gruß. Stuttgart den 5. Dezbr. 1866. (Folgen die Unterschriften.)
Oesterreich. Der österreichische Minister v. Beust soll die Absicht haben, den Mächten Eutopa's eine allgemeine Entwaffnung vorzu- schlagen. Der Vorschlag wäre allerdings gut und ihm Erfolg zu wünschen, allein— es wird halt beim Alten bleiben.
— Ein Gerücht, dessen Bestätigung indessen noch abzuwarten ist, spricht von einem Duell zwischen Benedeck und dem Grafen Clam-Gallas.
Schweiz. Der Bundesrath hat die Re-
gierung des Cantons Wallis aufgefordert, den im Canton Wallis sich befindenden Jesuiten jede öffentliche und private Lehr- und Erziehungsthätig⸗ keit in Schule und Kirche zu untersagen. Italien. Die Eröffnung des italienischen
Parlaments hat am 15. zu Florenz stattge:
funden. Der König äußert in seiner Thron⸗ rede dem Papste gegenüber wohlwollende Ge—
sinnungen und stellt in kirchlicher Beziehung die Beseitigung der Differenzen zwischen Kirche und Staat in Aussicht. Der königlichen Rede zufolge scheint das Hauptaugenmerk der Regierung, da die Einigung Italiens nunmehr zur Thatsache geworden, auf die Hebung des Nationalwohlstandes gerichtet zu sein.
Amerika. Amerikanischen Nachrichten zu— folge soll die Armee der Vereinigten Staaten auf thren kleinsten Etat, 55,312 Mann, gebracht werden Die grögte Effektivstärke unter der gegenwärtigen Organisation würde 76,382 Mann betragen. Die Flotte der Vereinigten Staaten umfaßt gegenwärtig 294 Fahrzeuge mit 2553, der Mehrheit nach sehr schweren Geschützen. Darunter sind 63 Panzerschiffe, 6 Fregatten und 65 Linienschiffe, 31 von diesen Schiffen haben über 2500 Tonnen Gehalt. Während des Krieges zählte die Marine 600 Schiffe, von denen über 300 verkauft worden sind.
Frankfurt. 392 junge Leute, darunter auch solche, welche erst 1868, gestellungspflichtig sind, hatten sich zum einjährigen Freiwilligen⸗Dienst gemeldet. 260 derselben wurden bei der am 5. Dezember stattgehabten Musterung für tauglich erklärt; nur wenige wegen körper⸗ licher Untüchtigkeit gänzlich vom Militärdienst befreit. Die Aus musterung derjenigen hiesigen Bürgersöhne, welche sich nicht zum einjährigen freiwilligen Dienst melden konnten und ihre dreijährige Dienstzeit in der Armee zu vollbringen haben, fand am 6. Dezember statt. Einschließ⸗ lich der zugelassenen Einjährigen waren 505 junge Leute militärpflichtig; abzüglich derjenigen, welche kurzlich schon als Einjährige bezeichnet worden waren, wurden heute 109 für tauglich zum Militärdienste befunden. Von der am 7. vorgenommenen Aus musterung der jungen militärpflichtigen Leute aus Sachsenhausen. und den Land⸗ gemeinden wurden ausgemustert 149. Für tauglich zum sofortigen Eintritt wurden 36 befunden; die Uebrigen wurden theils auf ein Jahr zurückgestellt, theils ganz vom Militärdienst befreit.
Mainz. Die hiesigen Briefträger tragen jetzt nach Art der Eisenbahnkondukteure des Abends vorn auf der Brust brennende Laternchen, um die Adressen besser lesen, hauptsächlich aber wohl, um die Wege über unbeleuchtete Hausfluren und Treppen ohne Halsbrechen passiren zu können.
Mitgetheilt von Chr. Hecht in Friedberg, Spec.⸗Agent.
Newyork. Das Hamburger Postdampsschiff„Bavaria“, Capt. Meier, welches am 24. Nov. von Hamburg nach Newyork abging, ist nach einer sehr stürmischen Reise von 14 Tagen wohlbehalten hier angekommen.
Hamburg. Das Hamburger Postdampfschiff„Teu⸗ tonia“, Capt. Haack, welches von Newyork am 1. Dec. abging, ist nach einer glücklichen und schnellen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staaten⸗Post sowie die für England und Frankreich bestimmten Passagiere ge⸗ landet, unverzüglich die Reise nach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe bringt 55 Passagiere, 800 Tons Ladung und 21 Briefsäcke.
Bremen. Das Bremer Postdampfschiff des Nord⸗ deutschen Lloyd„Bremen“, Capt. Neynaber, welches am 1. Dezember Newyork verließ, ist nach einer glücklichen und schnellen Reise von 11 Tagen wohlbehalten in Cowes angelangt, und hat, nachdem es daselbst die Vereinigte Staalen⸗Post, sowie die sür England und Frankreich de⸗ ummten Passagiere gelandet, unverzüglich die Reise nach Bremen fortgesetzt. Dasselbe bringt 77 Passagiere, volle Ladung und 76,000 Dollars Contanten.
Eingesandt.
Alle Theaterfreunde erlaubt man sich auf das heute Abend stattfindende Benefice der Frau Kern aufmerksam zu machen. Ihre„Preciosa“ ist eine ihrer besten Leistungen, wie uns von glaubwürdigsier Seile versichert wurde. Die Direction hat alle Anstalten getroffen, um die Vorstellung zu einer glänzenden zu machen. Frau Kern hat es wohl verdient, daß man ihre seitherigen vortrefflichen Leiflungen durch recht zahlreichen Besuch ihres Benefices lohn. Frau Kern bat gezeigt, daß sie Meisterin in jedem Fache iß; ihre„Charlotte Zeisig“, ihr„Taugenichts“, ihre„Philippine Welser“ werden une mer im Gedächtniß bleiden. Ein Theatersreund.
Die Christbescheerung
jör die Kinder der hiesigen Kleink'aderschule sell in dem Saole des diesigen Rathhauses Sonntag den 23. Dezember, Abends balb fünf Ubr, flatt⸗ finden. Indem die Freunde der Anstalt zu dieser Feter eingeladen werden, wird zugleich bemerkt, daß an dem Eingang ein Eintrittsgeld von mindestens 3 Kreuzer zum Bessen der Anftalk erhoben werden soll, um dem großen Andrang vorzubeugen, durch welchen bei dieser eier ein früberen Jahren öfters Störungen vorgekommen find. Die Eltern der Kinder erhalten in der biesigen Kleinkinderschule von der Lehrerm eine Freikarte. Der Vorst and
wle die Kun Leben Ehestas
20908(De 1067, Mor etbeils te markung gele Gemeinde vm mufolgt, öfen Reicht!
2711 Freue Uy el das due lichen Suez und Flidardt an den Mer Friede
——
2 Brenn
2719 dre. nialwald
öffentlich de 130
1850


