Ausgabe 
17.11.1866
 
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Zur Steinfurther Tanzbelustigung

2483 Sonntag den 18. d. M. ladet freundlichst ein Christ. Eichelmann. * U 0 Mitbürger! 2479 Es ist im Ganzen schwer begreiflich, wie man in einer Stadt, die dem norddeutschen Bunde

angehört, einen Abgeordneten wählen will, der diesem Bunde nicht angehört, denn die Stellung der Provinz Oberhessen ist eine so eigenthümliche, daß es bei den Abgeordneten derselben von besonderer Wichtigkeit ist, wenn sie demselben bundesstaatlichen Verbande angehören wie die Wähler. Gerade in dem kitzlichsten Punkte in Geldsachen wird das wohl am schärfsten hervortreten; denn es wird sich wahrscheinlich sehr darum handeln, inwiefern die in Militär- und Finanzlasten schwer betroffen werdende Provinz Oberhessen den beiden andern Prodinzen gleichzustellen ist. Es wird sich darum handeln, wie überhaupt Oberhessen im norddeutschen Parlamente zu vertreten sei. Am wenigsten möchte es für die Stadt Friedberg passend sein, einen Vertreter zu wählen, der das Aufgehen Oberhessens in Preußen wünscht, da in diesem Falle die Centralanstalten, Garnison, Seminarien it. wohl schwerlich der Stadt Friedberg verbleiben. Ferner wird wohl Niemand glauben, daß die projectirte Eisenbahn von Hanau nach der Main-Weser Bahn durch unser Land ohne Zustimmung unserer Landstände gebaut wird, wo die Gefahr für Friedberg vorliegt, daß solche in Nieder⸗Wöllstadt einmündet, von da aus schon erhebliche Schritte mit Verwilligung bedeutender Geldopfer und Geländeabtretung geschehen sein sollen, weil der Fortbestand der Post daselbst und die von da ausgehenden Postwagen von der Einmündung in Friedberg abhängig sind. Wenn bei solchen Verhältnissen ein bewährter Mann aus unserer Mitte zum Landtagsabgeordneten gegen einen Fremden vorgeschlagen wird, so fragen wir unsere Mitbürger, wörter der Demokratie, ä schleudert, nicht auf unsere Gegner zurückfallen müssen. Friedbergs einen Abgeordneten unter sich zu wählen, der uns zur Seite steht und jederzeit zu⸗ gänglich ist. weiteren Lobes desselben, daher rufen wir den Bewohnern Friedbergs noch einmal zu: schreiben wir die für ihn bezeichneten 20 Wahlmänner und diesen legen wir ans Herz, unseren biederen Mit- bürger, Herrn Hofgerichts⸗Advocaten Wilhelm Curtman als Abgeordneten der Stadt Friedberg aus der Wahlurne einstimmig hervorgehen zu lassen.

Friedberg den 15. November 1866. Für meine gut gesinnten Mitbürger

Walz, Bürgermeister.

3 N Bürger der Stadt Friedberg.

2480 Herr Bürgermeister Walz ist für sich alleinstehend mit einem Wahlvorschlag hervorgetreten; in öffentlicher Bürgerversammlung, zu der er, wie jeder Andere, eingeladen war und die in seinem Wohnhause zur goldnen Reichskrone stattfand, ist er nicht erschienen, um seinen Antrag zu be gründen, wahrscheinlich in der Befürchtung eben solchen Mißerfolg zu haben, wie bei der vorigen Landtagswabl, wo er für seine reaktionären Vorschläge auch keinerlti Unterstützung fand, und damit wie mit seiner damaligen Wahlmännerliste durchfiel.

Wenn auch Herr Walz bei seinem dermaligen Standpunkt vielleicht nicht weiß und nicht begreift, daß es für unsere Stadt eine Ehrensache ist, einen so würdigen, verdienst⸗ und kenntnißreichen Abgeordneten wie Herrn Dr. Stockhausen, wieder zu wählen, so wird dagegen von der Ehrenbaftigkeit der Mehrheit der in seinem Wahlvorschlag Genannten mit Sicherheit erwartet werden dürfen, daß sie die ohne ihr Wissen ihnen zugedachte Rolle von Hand⸗ langern der Reaktion zurückweisen.

Zu dem gesunden Sinne unserer Mitbürger aber hegen wir das Vertrauen, daß sie die Selbstüberhebung des Herrn Walz nach Gebühr würdigen und durch Wiederwahl der bisherigen Wahlmänner, wie sie von dem allgemeinen Wahl-Comite vorgeschlagen sind, ihr Festhalten an unserem seitherigen hochgeachteten Abgeordneten kund geben werden.

Mebürger! Muser seitheriger Abgeordneter Stockhausen hat zur Genüge bewiesen, daß er neben der ahrung der allgemeinen vaterländischen In⸗ teressen auch unsere localen Bedürfnisse im Auge zu haben und dafür zu wirken versteht! Laßt Euch darum nicht durch reaktionäre Spiegelfechterei verleiten, Euch zur Wahl irgend eines unzuverlässigen Sendlings der Reaktion herzugeben!

Mitbürger! haltet zu Euren bisherigen Wahlmännern, haltet mit ihnen fest und treu an

dem Banner des Fortschritts und der bürgerlichen Freiheit! Das Wahl Comité.

Der Wahrheit die Ehre!

2481 Stit ca. 5 Jahren litt ich sehr stark an Hämorrhoidalbeschwerden, Mag en⸗ und Brustschmerzen, so daß ich oft lange Zeit das Bett nicht verlassen durfte. Nachdem alle Versuche erfolglos blieben, entnahm ich aus der Nieder⸗ lage von B. Jegler in Perleberg mehrere Flaschen Daubitz'schen Kräuter⸗Ucneur, und bin ich jetzt, Gott sei Dank, faßt gänzlich von meinen Uebeln befreit, was ich zum Wohle der ähnlich leidenden Menschheit hiermit der Oeffent⸗ lichkeit gewissenhaft übergeben kann. Dank dem Erfinder!

Reetz bei Perleberg, den 6. Juni 1866. B. Schmidt, Mühylenbesitzer.

Dieser Liqueur ist allein Kent zu haben: in Friedberg bei J. A. Windecker, in Assen⸗

heim bei Carl Bauer, in Nauheim bei J. Schimpf.

* Syrup N Honig 2482 Aufforderung. mich

2446 für Lebküchler empfiehlt in ausgezeichneter oder meine verftorbene Frau, verwittwete Thomas Qualität zum billigsten Preise Ranft, machen zu können glauben, werden blerdurch Ph. Dan. Kümmich. aufgefordert, solche binnen 8 Tagen bet mir geltend zu

5 5 machen.

Niederwöllstavt den 13. November 1866.

Wilh. Dietrich.

Emser Pastillen

2311 seit einer Reihe von Jahren unter Leitung der Königlichen Drunnenverwaltung aus den Salzen des

N 8 A d ufforderung. 2505 Da mein Sohn Adam Wlllens ist nach Amerika auszuwandern, so fordere sch alle Diejenigen, welche Forderungen an venselben haben, auf, solche längstens bis zum 20. d. M. bei mir geltend zu machen, da ich später keine Zahlung leisten werde. ö

rie dberg. P' i l

5 6 Ph. Deweil, Emser Mineralwassers bereitet, bekannt durch ihre vor Schreinermeister. züglichen Wirkungen gegen Hals; und Br u st

2499 Ein blau seidenes Tuch mit weißen Stireisen leiden, wie gegen Magenschwäche find stets vor⸗

rälbig in Friedberg bei derrn Hofapotheker E. Wahl. Die Paftillen werden nur in etikeltirten Schachteln versand:

Königliche Drunnenptrwaltung zu Bad Ems.

wurde am vorigen Dienstag Abend von der Bur bis an das Mainzerthor verloren und wird gebeten dasselbe gegen eine Belohnung an die Expevltion dieses Blattee abzugeben.

ob die alten und verbrauchten Schlag- Dunkelmänner, Reactionäre und dergleichen Titel, die man gegen uns Es ist eine Ehrensache der Bewohner

Wir alle kennen den Vorgeschlagenen und seine Eigenschaften und bedarf es keines

5 9

2507 Sonntag den 18. November

Große Canzbelustigung,

wozu böflichst einladet Steinfurth den 18. November 1866.

H. Rosenbecker 11. Wittwe.

Casino.

Wahl der Gesellschaftsbeamtey. 2509 Die Wahl des Prästdenten findet am Samstag den 17. und Sonntag den 18, die der übrigen Ge⸗ sellschaftsbeamten am Montag den 19. und Dien⸗ stag den 20. fäglich von 5 bis 8 Uhr Abends Patt. Die Generalversammlung zur Abhörung der

Jahresrechnung pro 1865/66 und Berathung des Vor⸗

anschlags pro 1866/67 wird abgehalten:

Otenstag den 20. d., Abends 6 Uhr. f Der Vor st an d.

Zur Prämienpertheilung in der Hand-

werkerschule

2492 werden die Eltern der Schüler und sonstige Freunde der Jugendbilrung auf nächsten Sonntag, Vormittags um 11 Uhr, ins Schullocal hiermit freund⸗ lichst eingeladen.

Friedberg den 16. November 1866. Der Vorstand: G. Trapp II.

Die Mitglieder des Ausschusses der Lehrer-

konferenz des Kreises Friedberg 2502 werden auf Samsiag den 24. d. Mts. zu einer Sitzung eingeladen. Zusammenkunft im Locale des Dderrn C. F. Walz Nachmittags 2 Uhr.

An die Wahlmänner des Friedberger Landwahlbezirks. 2495 Sicherem Vernehmen nach soll zur bevorstehenden Landtagswahl ein neuer Candidat vorgeschlagen werden; laßt Euch damit nicht irre führen, sondern haltet fest an dem erprobten Vertreter Eurer Interessen, unserem settherigen Abgeordneten Bausch von Nieder⸗-Wöllstadt. Ein Wahlmann vom Lande.

Wahlmänner des Wahlbezirks Nidda. 2496 Es wird beabsichtigt, die Wiederwahl Eures seit⸗ berigen Abgeordneten durch Aufffellen neuer Wahl⸗ Candidaten zu hintertretben; damit dies nicht gelingt,

müßt ihr einmüthig und mit verdoppeltem Eifer dafür

wirken, daß der bisherige bewährte Vertreter des Bezirks, Herr Dr. med. Etgenbrod, mit Elnstimmigkeit wieder gewählt werde. Mehrere Urwähler aus dem Horloffthale.

2348 bei W. Fertsch.

Ein gutes Clavier

2471 hat zu verkaufen

J. A. Wendel, Buchbinder.

Kuhktippen& Schweintröge,

sowie Kennelrinnen& Schleifsteine, 2449 empfiehlt in großer Auswahl N Ph. Dan. Kümmich.

Theater in Friedberg. Sonntag den 18. Nov. Vorstellung (Das Nähere besagen die Zettel.) Montag den 15. November. Die Waise von Lowood. Schauspiel in 2 Abtheil. und 4 Akten von Charlotte 2900 Birch⸗ Pfeiffer.

W. Kern, Director. Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Pfarramtswoche: Herr Diakonus Meper. 25. Sonntag nach Trinitatis, 18 Kobtmbet. Gottesdienst in der Stadtkirche: Vormittags: Herr Candidat Vetter. Nachmittags: Herr Pfarrer Baur. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags: Herr Diakonus Me ver. ö Nachmittags: Herr Candidat Klingelhöffer.

Butter- und Eierpreise für Friedberg vom 14. November. 26 kr.] Eier 1 Stück 24 kd.

Butter pr.

Preise verschiedener Gegenstände.

Brennholz, Buchen-Scheilholz I., pr. Stecken 7 fl kr. 7 f kr. 8 f 3 Kartoffel, pr. Mltr. 3 fl. 20 kr. bis 4 fl. Verantw. Red.: Hermann Schimpff. Druck und Verlag von Bindernagel& Schimpff.

Wierzu Beiblatt Nr. 46 und eine Beilage.)

Neue Kastanien!

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