Ausgabe 
14.11.1866
 
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1* 1 Namen d Friedberg Butzbach Zusam men Gesaͤmmt- Betrag iNN 3 E E 5) Einnahme Ueberschuß 0 das Soll der Einnahme beträgt 130280 1 93002 2 223282 3 die Ausgabe-Abstattung ist 114749 26 87032 27 201781 53 Ueberschuß 21500 10 Summe des Aetlvstandes 5572507 27 B.. 1) Bestand der Einlagen Ende 1863 5 447760 2 während 1864 wurden: a. neu eingelegt 56092 52034 38 108126 38 b. zurückbezahlt 32326 24925 40 57251 40 ac mehr eingelegt 58 aher Ende 1864 Stand der Einlagen 498635 2) die noch nicht bezahlten Zinsen von Einlagen betragen 511 46 315 21 827 7 Summe der Schulden 499462 7 Ver gleichung. Das Vermögen beträgt 292096 54 260154 30 552251 24 Die Schulden betragen 233341 46 266120 21 499462 7 Reservefonds 58755 8 r Verglichen bleibt Ueberschuldung 5965 51 Hiervon kommen auf die vorhergehenden Jahre 54396 10 5376 57 Auf das Jahr 1864 1358 58 588 54 Zusammen wie oben 58155970 8 5965 51

Der beauftragte Rechnungsrevisor Fa a tz.

F

Nachstehend bringen wir den Rechenschaftsbericht über das Verwaltungsjahr der Mathildenstiftung fur Rettung verwahrloster Kinder

aus dem Kreise Friedberg für 186566 zur öffentlichen Kenntniß.

a ch Friedberg den 28. October 1866.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.

Mathildenstiftung zur Rettung verwahrloster Kinder aus dem Kreise Friedberg.

Bei der im Anschluß an die Jahresversammlung des Kreis- Sparkasse⸗Vereins am 24. d. M. abgehaltenen, zahlreich besuchten Generalversammlung rubricirter Stiftung wurde von dem Vorsitzenden des Ausschusses, Seminardirector Steinberger, ein ausführlicher Rechenschaftsbericht über das Verwaltungsjahr 1865 66 vorgetragen, welcher ein erfreuliches Bild von dem Wirken und dem segensreichen Erfolg des neuen Institutes gewährte und welchem wir folgende statistische Notizen entnehmen.

1) Der am 16. Mai 1865 unter dem obigen Namen ins Leben getretene Rettungsverein organisirte sich in der Art, daß von einem aus 14 Kreisbewohnern bestehenden Gesammtausschuß ein engerer Ausschuß von 6 meist in Friedberg domicilirenden Mitgliedern ernaunt und mit der Besorgung der laufenden Geschäfte betraut wurde. Von diesem Ausschuß sind inzwischen verschiedene Regulative ausgegangen, welche die Form seiner Thätigkeit und namentlich die Normen, unter welchen verwahrloste Kinder in Pflege genommen werden, festsetzen, und verweisen wir in dieser Beziehung auf die früher in diesem Blatte ergangenen Veröffentlichungen.

2) An Einnahmen sind dem Vereine im verlaufenen Jahre zu

geflossen: a. Freiwillige Gaben 6 fl. b. Zuschüsse des Mathildenstiftes aus den Jahren 1864, 1865 und 1866 800 fl.

c. Beiträge der Kreisgemeinden, und zwar Assenheim 24 fl., Bauernheim 5 fl., Bodenrod 5 fl., Bönstadt 40 fl., Bruchenbrücken 20 fl., Butzbach 35 fl., Fauerbach b. F. 5 fl., Fauerbach o. d. H. 12 fl., Friedberg 50 fl., Gambach 25 fl., Griedel 15 fl, Hausen 2 fl., Hoch⸗Weisel 15 fl., Ilbenstadt 10 fl., Kirch-Göns 15 fl., Langenhain 10 fl., Maibach 6 fl., Melbach 15 fl., Nieder Mörlen 20 fl., Nieder⸗Rosbach 5 fl., Nieder⸗Weisel 20 fl., Nieder- Wöllstadt 25 fl., Ober⸗Florstadt 5 fl., Ockstadt 25 fl., Ober⸗Mörlen 30 fl., Ober⸗Roßbach 15 fl., Ober⸗Wöllstadt 15 fl., Oppershofen 8 fl. Ossenheim 4 fl., Ostheim 10 fl., Rockenberg 15 fl., Södel 25 fl., Staden 10 fl., Steinfurth 10 fl., Trais-Münzenberg 4 fl, Weckesheim 10 fl., Wisselsheim 5 fl., Wölfersheim 20 fl., Wohnbach 12 fl. 2006 fl. Zusammen Einnahme 140d fl.

Aus dieser Uebersicht geht hervor, daß sich bis jetzt im Ganzen nur 5 Gemeinden der Theilnahme an dem Vereine entzogen haben, weshalb demnächst Collecteure zur Sammlung von Beiträgen der Privaten dahin entsendet werden sollen.

3) An Pflegelindern sind bis jetzt 10 von dem Verein aufge⸗ nommen und rechtschaffenen Familien in verschiedenen Orten anver traut worden, nämlich:

a. Philipp Roth aus Bruchenbrücken 11 Jahre alt, bei Martin Stern tu Kirchgöͤns. b. Margaretha Roth ebendaher, 9 Jahre alt, bei Johs. Gg. Diehl in Kirch öns. e. Katharina Roth ebendaher, 7 Jahre alt, bei Konrad Binzer II. in Kirchgöns. d. Heinrich Schmidt aus Nieder- Wöllstadt, 11 Jahre alt, bei Konrad Hanack in Kirchgöns. e, Franz Väth aus Ober⸗Wöllstadt, 2 Jahre alt, (nur auf 2 Jahre aufgenommen) bei Johs. Schütz VII. in Ober⸗Wöllstadt. f. Anton Euler, aus Kirch⸗Göns, 8 Jahre alt, bei Kaspar Dern in Pohl⸗Göns. g. Anna Margaretha Euler von da, 5 Jahre alt, bei Balthaser Schäfer in Kirch⸗Göns. h. Johannes Euler von da, 2 Jahre alt, bei Johannes Schmidt in Kirch⸗Göns. i. Robert Feiling aus Friedberg, 7 Jahre alt, bei Georg Magnus in Friedberg. k. Phtlipp Henkel aus Wisselsheim, 13½ Jahre alt, bet Heinrich Schmidt in Hoch⸗Weisel. 7

An Pfleggeld für diese 10 Kinder wurden bis jetzt jährlich bezahlt 648 fl., wozu aber 2 Gemeinden noch einen besonderen Bei trag von 50 fl. leisten, so daß der Verein selbst nur 598 fl. aufwendet.

5) Was das leibliche, geistige und sittliche Gedeihen der Pfleg Kinder betrifft, so wurden von den betreffenden Pfarrämtern theils mündliche, theils schriftliche Mittheilungen gemacht, die den erfreulichen Beweis geben, daß die Zwecke des Vereins bis dahin bei allen Kindern erreicht worden sind, und die darum mit großem Interesse und auf⸗ richtiger Freude von allen Anwesenden entgegen genommen wurden.

Möchten denn alle Diejenigen, die dem jungen Institute bisher ihre Theilnahme und wirksame Unterstützung zugewendet haben, demselben auch fernerhin ihr Interesse bewahren und die nöthigen Mittel nicht versagen. Dann wird es demselben möglich sein, seine Hülfe einer immer größeren Zahl verlassener Kleinen zuzuwenden und ihnen unter dem Beistande Gottes und mit Hülfe menschenfreundlicher Familien eine Erziehung angedeihen zu lassen, deren Früchte nicht nur ihnen selbst, sondern einstens auch ihren Heimathsgemeinden und dem ganzen Kreise zu gut kommen werden. Dazu gebe Gott seinen Segen!

[Fabrik von Louis Glokke im Kassel.] Diese Fabritate eingegangen Gaben betrugen 221 fl. 34 kr., die obigen

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Das Tabaksrauchen.

2460 Zum Ueberfluß viel ist gegen diese durchaus häß⸗ liche Sitte civilisirter und uncivilisirter Völker geschrieben, stets ist in diesen Polemiken darauf hingewiesen, daß die Tabakspflanze eins der schärfsten vegetabilischen Gifte, das Nicotin, enthalte, daß sich jeder Raucher mehr oder weniger vergifte; alles dieses ist aber nicht im Stande gewesen, diese üble Sitte zu verdrängen, im Gegentheil wird der Tabaksconsum von Jahr zu Jahr stärker. Ist jenes nun nicht möglich, so ist es Sache der Wissenschast und Industrie, Mittel und Wege zu finden, wodurch die nachtheiligen Folgen dieser Nicotinvergiftung ganz oder theilweise beseitigt werden, und diese Mittel und Wege sind gefunden.

Es sind wohl die eben so mannigfachen als interessanten Eigenschaften der porösen Kohle, namentlich die Absor bitionsfähigkeit für Gase und übelriechende Stoffe, hin⸗ länglich bekannt, weniger bekannt dürfte dagegen sein, daß durch Anwendung ber Plastik aus poröser Kohle Pfeifenköpfe und Eigarrenspitzen angefertigt werden.

aus poröser Kohle haben also den Vortheil, neben den

übelschmeckenden Produkten des Tabakrauchs, den Amoniak und die theerartigen Bestandtheile, hauptsächlich aber das der Gesundheit so sehr nachtheilige Nicotin voilständig zu absorbiren. Diese Tabaksköpfe und Cigarrenspitzen zeichnen sich nebenbei noch durch Leichtigkeit,

nissen vorheilhaft aus.

Für die VBrandbeschädigten in Heuchelheim sind weiter folgende Gaben eingegangen: Baur durch Pfarrer Bornagius von 18 Bewohnern von Fauerbach b. F. 10 fl. 6 kr.; durch Pfarrer Buchhold von Gotth. Walther in Bauernheim 1 fl.; Wilh. Traut von da 1 fl.; Urias Höres von da 18 kr.; Heinrich Stumpf in Ossenheim 1 fl. 10 kr. Dr. Aug. Trapp f fl. nebst Kleidungsstücken. Bei Aktuar Nau von K. Herold aus Florstadt 30 kr.; Landgerichts diener Billau 45 kr; Jak. Schwarz aus Nieder- Weisel 30 kr. Die früheren, bei dem Vorstande des Hülfvereins

n gefällige Form und Billigkeit vor allen andern derartigen Erzeug

Bei Pfarrer

Bei Kaufmann Fertsch von

betragen 16 fl. 19 kr. dazu aus der Kasse des Hülfs⸗ vereins 15 fl., Summe 252 fl. 53 kr. Bei der Expedi⸗ tion d. Blattes gingen ein 102 fl. 52 kr. Gesammtbetrag 355 fl. 45 kr. Hiervon kommen auf Friedberg 144 fl. 11 ke., Assenheim 54 fl. 15 kr., Bauernheim 6 fl. 48 kr., Bruchenbrücken 2 fl., Darmstadt 1 fl., Dorheim 2 fl. 18 kr., Fauerbach b. F. 11 fl. 6 kr., Langenhain 1 fl. 30 kr., Melbach 33 fl. 42 kr., Nieder- Florstadt 28 fl. 10 kr. Nieder-Rosbach 19 fl. 24 kr., Nieder-Weisel 30 kr., Nieder- Wöllstadt 40 kr., Retchelsheim 1 fl., Ober⸗Florstadt 3 fl. 57 kr., Ossenheim 12 fl. 16 kr., Södel 33 fl. 8 kr. Indem der Empfang dieser, an Pfarrer Briegleb in Heuchelheim übersandten Gaben mit Dank bescheinigt wird, wird nunmehr diese Sammlung für geschlossen erklärt. Für den Vorstand des Hülfsvereins Baur.

Neue Kastanien!

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