Ausgabe 
13.10.1866
 
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kalden dem Regierungsbezirke Erfurt und Schaum- burg dem Regierungsbezirke Hannover, das Oberamt Meisenheim dem Regierungsbezirke Cob lenz zugetheilt. Die neue Provinz Hessen wird 1,387,000 Einwohner zählen, von denen ungefähr 552.000 auf den Kasseler, 342,000 auf den Frankfurter und 493,000 auf den Wiesbadener Regierungsbezirk kommen dürften. Die neue Provinz Hannover wird 1,926,000, Schleswig- Holstein(mit Lauenburg) 1,009,000 Bewohner zählen.

Dresden. Die Stadtverordneten der Residenz und Hauptstadt Dresden baben an den König eine Vorstellung gerichtet, in welcher es am Schlusse heißt:

Königl. Majestät! Mit allen unsern Mit⸗ bürgern leiden in unserer Stadt urd überall im Lande, ganz besonders drückende Noth die Fa⸗ milien einer großen Anzahl von Soldaten unserer, in fremdem Lande stehenden Armee, vorzugsweise die Frauen und Kinder der Kriegsreservisten, unter den gegenwärtigen Verhältnissen. Hat auch die Privalwohltbätigkeit sich bemüht, der Noth nach Kräften abzuhelfen, so werden jetzt diese Kräfte schwächer, weil die Zahl der Wohlhabenden in betrübendster Weise sich verringert. Die un glücklichen Familien der braven Truppen, die für König und Vaterland heldenmüthig Leben und Gesundheit eingesetzt haben, sinken allmälig her- ab zu Almosenempfängern, und sie rufen laut nach der Rückkehr ihrer Ernährer, deren Ab- wesenheit sie an den Bettelstab bringt. Aus diesen Gründen verstatten wir uns, Ew. k. Maje⸗ stät die allerunterthänigste Bitte an das landes- väterliche Herz zu legen:

Friedens mit der Krone Preußens und die Rückkehr Ew. Majestät, wie der tapfern Armee, beschleunigen, unerwartet dessen aber durch aus- gedehnte Beurlaubungen bei Allerhöchstihren Truppen der bittern Noth vieler Soldaten familien ein Ende machen.

Das sächsische Armeecorps wird von Wien demnächst über Passau, Eger und Hof mit der Eisenbahn in seine Heimath zurückbefördert werden. Es zählt 27,923 Mann mit 8555

nicht als Recht anerkennen werden.

Allerhöchstdieselben wollen den Abschluß des

tagen so häufig verschuldeten Diatfehler bis auf genesen 1908, gestorben 4840, in Behandlung 52, fiel aber vom Montag ab bis jetzt sehr geblieben 902.

rasch, nämlich in folgenden Ziffern: 34, 24, 28, Schwerin. Der Landtag ist nunmehr ge

12. Die Lazarethe haben noch immer einen schlossen. In dem Landtagsabschiede erklärte der Durchschnittsbestand von gegen 200. Großherzog, er habe mit Befriedigung aus der Hannover. Dem früher bereits mitge Antwort der Stände ersehen, daß dieselben ihm

theilten Proteste des Königs Georg von Hanno- auf den vertrauensvoll eingeschlagenen Weg ge ver ist auch ein solcher aus dem Volke von folgt sind. Die von den Ständen ausgesprochenen Hannover gefolgt, welcher sich an die Groß- Wünsche, besonders in Betreff des Wahlgesctzes, mächte Europa's wendet und die Einverleibung sollten thunlichst berücksichtigt werden. Der Stre⸗ Hannovers in Preußen einen Akt der Willkür litz'sche Landtagsabschied ist im Wesentlichen des- und Ungerechtigkeit nennt, gegen welchen lauter selben Inhalts.

und nachdrücklicher Protest erhoben werde. In. München. Von Seite des k. Kriegs- dem man sich einstweilen beugen werde vor fremder, ministeriums ist ein das Säbeltragen der roher Gewalt, wird an die Großmächte appellirt, Soldaten außer Dienst betreffender Erlaß an die daß diese das gegen Hannover verübte Unrecht General- und Corpscommandos der Armee er⸗ gangen, welcher vorgekommenen Mißständen ent- sprechende Abhülfe zu bringen bestimmt ist. Das

Kassel. Die Brigade und Divisions Verbot des Säbeltragens kann in Folge ver

Commandos der ehemals kurhessischen Truppen sind aufgelöst und letztere unter das Commando des Herrn General-Lieutenants v. Plonski gestellt, auch legen von heute an die Offiziere die schwarz

kann auch unter Umständen ganze Abtheilungen, (Compagnien, Escadrone), ganze Truppenkörper, 1(Bataillon, Regiment, Diviston ꝛc.) umfassen und 15 Locar 5 5. 7 5 7 85 e 5. i 7 ist erst dann wieder aufzuheben, wenn Gehorsam f Frankfurt. 2 wird nicht uninteressant und Sinn für Ordnung und Gesetzlichkeit bei sein zu erfahren, was Rothschild für den Trans dem Einzelnen und beziehungsweise der Abtheilung port der württemberg. Kriegscontribution von zurückgekehrt ist. 8 Mill. von Stuttgart nach Berlin verlangte.= 8 Gerade ein Prozent, also 80,000 fl. Das wen e der 9 Ministerium ging selbstverständlich auf diese Offerte* nt 1 0 140 1 78 Aae nicht ein. Für den Transport der hessischen 15 n 5 e 8 Contribution wurden dem Vernehmen nach ein G. rn Amend 189 9 5 8 Viertel Prozent d. i. 7500 fl. bezahlt Genossen 5 75 18 5 11 Errichtung N 5 5 5 i Staatenbundes unte In verschiedenen Städten der annectirten Sen der Adreß⸗ Entwurf 3 änder, so in K Hersf Mar- Y; 1 ban bi, uber. denden ee Se. Sind ae f e de en e e E Bee Bund zurückweist und ein Bündniß der südwest⸗ sitzergreifungspatente mit mehr oder weniger Diven S auf frelhelliher* Feierlichkeit öffentlich verkündigt unter Bei erstrebt wissen will, wobei dem Norden in allen

wohnung der Civil- und Militärbehörden, der emensam denischen Angel endeten die Geistlichkeit und Vertreter der Städte u. s. w. 7 e ee soll genh Freundes

Ein von der Stadt gewünschter Loskauf Karlsruhe. Bei dem Zusammentritt der vom Militär dienst ist von der preuß. Regierung Ständekammer erklärte Staats minister Mathy: nicht bewilligt worden, dagegen sollen, wie schon Baden sei zur Mitwirkung an dem allein noch gemeldet, die gezahlten 6 Millionen zum Besten möglichen Einheitswerk vorerst nicht berufen, Frankfurts verwendet werden. müsse jedoch Beziehungen zum werdenden Deuntsch

Wiesbaden. Die Behörden des Landes land suchen. Minister von Freydorf gibt bedeu⸗

übter Exeesse den einzelnen Soldaten treffen, es 6

Pferden. Der Tag des Rücktransports ist noch nicht festgesetzt. Der Transport erfolgt in 77 Extrazügen, von denen

züge und 3 gemischte.

sich eine entschiedene Abnahme der Cholera Gotha. wahrnehmen. Sowohl die Zahl der Todesfälle, sich zwar nicht regelmäßig von Tag zu Tag, aber In Weimar,

desto sichtbarlicher in Sprüngen.

angewiesen, nunmehr nach Besitznahme von Nassau täglich 7 abgefertigt durch Preußen statt der bisherigen Bezeichnung werden, und zwar je 2 Infanterie- und Cavallerie⸗Herzoglich die BezeichnungKöniglich und im Verkehr mit nichtpreußischen BehördenKönig- militärischen Punctationen ganz besonders Art. 7 Leipzig. Seit ungefähr acht Tagen läßt lich Preußisch zu führen.

sind durch Verfügung des königl. Civilcommissärs tungsvolle Enthüllungen über den österreichisch batzekkschen Sondervertrag zum Nachtheil der Bundesgenossen, und hebt aus den zwischen beiden Regierungen im Geheimen abgeschlossenen sog.

hervor, nach welchem sich die k. k. österreichische

Erfreulicherweise scheint auch hier Regierung verpflichtet, aus allen Kräften dahin endlich die Cholera im Abnehmen. als namentlich die der Lazarethkranken vermindern furt ist die fürchterliche Epidemie im Aufhören. wo die Schon Donners- Morgen zuerst auftrat, tag vor acht Tagen, am 27. v. M., war die Erkrankungs- und davon 3 Todesfälle gemeldet.

Auch in Er- zu wirken, daß Bayern vor Verlusten bewahrt werde und für etwaige Abtretung demgemäß ent⸗ Cholera am Sonntag schädigt werde. Er bemerkt hierzu, daß diese Ent⸗ waren bis Dienstag 4 schädigungen wahrscheinlich nicht in einem fremden Welttheile oder in Deutschland weit von Bayerns

Todtenziffer der Choleraopfer auf 32 herabge- In Apolda soll die Cholera arg grassiren. Gränze, sondern daß sie in bequemer Lage, in gangen, bis Sonntag den 30. d. M. stieg sie Bis zum 2. Oct. Mittags waren in Berlin an unmittelbarer Nachbarschaft gesucht worden wären

wieder ganz auffällig wegen der an Sonn-

der Cholera erkrankt 7650 Personen; davon und meint, daß man hierbei wohl an den zwischen

des Tages belästigt nicht nur stinkender Staub, sondern auch eine uner tägliche Hitze. Denn die Eilande liegen zwischen den Wendekreisen, und sind von jeglichem Schatten entblößt. Doch ist nach den gemachten Er fahrungen die übel riechende Luft der Gesundheit keineswegs nachtheilig. Ja die Arbeiter genießen in ihrer Weise gleichwohl das Leben. Denn

wenn sie sich eine Zeit lang auf ihrer einsamen Insel geplagt haben, so

machen sie einige Ruhetage, setzen auf das feste Land über, und verjubeln

mit dem tollsten Leichtsinne ihren sauer erworbenen, aber reichlichen Ver⸗

dienst. So wenig demnach ein deutscher Arbeiter Lust haben wird, solche Beispiele nachzuahmen, so wollen wir doch noch die weiteren Nachrichten eines Reisenden über die Chincha⸗Inseln nachfolgend mittheilen:

Etwa 18 deutsche Meilen von der peruanischen Küste, mitten in der Süd see liegen drei einsame, aus den Fluthen hervorragende Felsen in ge ringer Entfernung von einander. Ihr Kern besteht aus Granit, ihre Oberfläche ist kahl und wüst, Steinbrüchen ähnlich. Denn das Ueber maaß von Dungstoff an ihrer heißen Oberfläche unterdrückt jeden Pflanzen- wuchs. Nur von kreischenden, gefräßigen Seevögeln, namentlich Cormo ranen werden sie bewohnt, von Menschen nur zeitweise und böchst spͤr lich, weil Niemand hierher kommt, als wen die Hoffnung auf reichlichen Gewinn treibt. Dazu kommt nun noch das heiße, regenlose Klima,

wodurch die Oberfläche in tiefe Klüfte gespalten ist. Der oben auf- lagernde Vogelmist hat an einzelen Stellen eine Mächtigkeit von 200 Fuß,

seine Farbe ist obenauf hellbraun, tiefer unten dunkel. Die zuverlässigsten

und befriedigendsten Nachrichten über diese Eilande verdanken wir dem

schweizerischen Reisenden Tschudi, Manches auch dem österreichischen Schiffe Novara, welches auf seiner Weltumsegelung dorthin kam.

Das nördlichste der 3 Eilande, etwa 4200 Fuß lang und 1600 Fuß breit und 150 bis 180 Fuß über dem Meeresspiegel, enthält die Haupt⸗ ansiedlung der Guano-Gräber, worin etwas über 200 Menschen in 100 hölzernen Hütten ihre Unterkunft gefunden haben. Diese scheinen auf ihrem stinkenden Eilande wirklch ein leidlich glückliches Leben zu führen, obwohl sie Nichts als Meer um sich sehen und hören, und obwohl Alles, was sie umgibt, mit Staub überzogen ist, selbst die Eßwaaren nicht ver⸗ schont bleiben. Auf der Guano⸗DTecke, worauf ihre Hütten stehen, findet sich auch ein ziemlich hübsches Gasthaus, wohin jedoch, wie in die übrigen Wohnungen das Trinkwasser vom festen Lande her geholt werden muß. Die Oede ihres Daseins wird durch die allerdings schon seltenen Aus- flüge nach der peruanischen Küste(18 Meilen) bisweilen unterbrochen; duch auch auf der Insel selbst muß die nationale Musik der Peruaner

zur Erheiterung der abgeschlossenen Arbeiter dienen. Natürlich können an den Belustigungen, namentlich denen auf dem festen Lande, nur die besser bezahlten Arbeiter(1 Dollars täglich) Theil nebmen. Der cinesische Kuli verdient weniger und lebt zurückgezogener.(Schluß folgt.)

Lücken büßer.

* Eine junge Dame klagte dem Arzt ihr Uebel, das sich besonders durch Brust⸗ beengung äußerte.Llebes Fräulein, sagte der Arzt,Sie haben Alpdrücken.Alp⸗ drücken? war die erstaunte Gegenfrage,ich dachte, das hätten nur die S chweizer! * Warum ist der Tod der beste Doctor? Weil er nur eine Visite macht.

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