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Hessen. Darmstad t. Das Großher⸗ zogliche Regierungsblatt Nr. 48 enthält:

1. Bekanntmachung, die von den stimmberechtigten adeligen Grundbesitzern vorzunehmende Wahl von 6 Ab⸗ geordneten zur 2. Kammer der Stände betreffend.

11. Namensveränderung. Am 13. Oktober wurde dem Philipp Zeh zu Hainchen gestattet künftig den Familien namen Dillmuch zu führen.

111 Dienstnachrichten. S. K. H. der Großherzog baben allergnädigst geruht? am 5. Oklober den Gerichts Aecessisten Schlippe aus Bingen zum Ergänzungsrichter bei dem Friedensgerichte Bingen zu ernennenz 16. dem Schulamts Aspiranten Kauß aus Lumda die evang. Schul⸗ stelle zu Aumenrod zu übertragen; 17. den Kammer⸗ junker und Hauptmann in dem 3. Inf. Reg. Freiherrn v. Rotsmann zum Kammerherrn zu ernennen; 20. dem Schullehrer Demel an der Elementarknabenschule zu Gerns heim die 3. kath. Knabenschulstelle daselbst; dem Schulamts Aspiranten Bumaun von Seidenbuch die evang. Schulstelle zu Schlierbach; dem Schulamts⸗ Aspiranten Keßler aus Mainz die 6. kalb. Knabenschulstelle zu Dom- Quintin⸗ Christoph zu Mainz zu übertragen; den von dem Herrn Grafen zu Erbach⸗Schönberg auf die evang. Schulstelle zu Fürstengrund präsentirten Schulamts- Aspiranten Kreuz aus Balsbach zu bestätigen.

IV. Charakterertheilung: am 13. Okt. dem Bürger und Bäckermeist

gegen klagend aufgetreten, weil diese ihn der Theilnahme an der preuß. Annexionsbewegung beschuldigt haben.

als der hessischen Regierung unterbreitet in

ollen. Sie sprechen u. A. den Wunsch aus, daß

sie Mitglieder der allgemeinen geistlichen Wittwen kasse bleiben, daß sie bei Dienstunfähigkeit nach den in Hessen geltenden Bestimmungen behandelt und in Nassau vereinigt werden möchten.

kirchlicher Beziehung mit dem unirten

Gießen. Professor Wasserschleben ist die Redaction derHess. Volksblätter

Mainz. Den hier internirt gewesenen Land

wehrmännern des 32. preußischen Infanterie-Re giments ist nunmehr das gegen sie ergangene Urtheil einige Rädelsführer auf Festungsstrafe und gegen die übrigen Betheiligten auf Festhaltung im Dienste bis Ende dieses Jahres. hierin noch durch die Gnade des Königs eine günstige Aenderung eintreten wird.

verkündigt worden. Es lautet gegen

Man hofft, daß auch Der König hat dem

Preußen. Berlin.

er Balthasar Ewald zu Darmstadt als Hofbäcker. Grafen Bismarck die Anlegung des bayerischen

V. Dienstentbindung: am 5. Oktober den Ergänzungs- Hubertusordens erlaubt.

richter bei dem Friedensger chte Bingen Dr. Schnell aus Wies-Oypenheim auf sein Nachsuchen von seinem Amte

änzungsrichter

VI. Cs Gernsbeim, mit welcher der C verbunden ist, mit einem Gehalte von 442 fl., nebst 6/8 Stecken Eichen- Scheitholz zur Heizung des Schulsaals, wozu noch 60 fl. für Ertheilung des Zeichenunterrichts an der höheren Bürgerschule kommen; die evang. Schulstelle zu Unter-Mossau mit 301 fl. 30 kr.(Präsentation des Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau); die 2. evang. Schul stelle zu Ober- Beerbach mit 300 fl., ausschließlich des Mav'schen Legats, nebst einer Vergütung von 26 fl. für Heizung des Hullocals.

Il. Geftorben: am 10. Oktober Förster Rau ten- busch zu Glaubzabl.

In den Ruhestand wurden versetzt Major v. Breidenbach mit dem Charakter als Oberst lieutenant und Hauptmann Clar. Der Erstere hatte das Unglück nach dem Treffen von Laufach bei einem Sturz vom Pferde durch das Bajonet eines seiner Leute erheblich verwundet zu werden. Auch Oberst Wilkens, Commandeur des 2 J.⸗R., soll auf Nachsuchen pensionirt worden sein.

Auf der hiesigen Post ist ein Geldbrief mit ca. 1000 fl. Inhalt abhanden gekommen. Trotz eifriger Nachforschungen soll über den Ver⸗ bleib des Werthstückes noch nichts ermittelt sein. Absender ist ein Frankfurter Banquier, Adressat Dr. Max Rieger dahier. Da der Brief zwar recom mandirt ist, dabei aber keine Werthangabe gemacht wurde, so hat die Post nur einen ganz geringen Be- trag zu entschädigen. Das ist wieder eine Warnung, die durch Werthangabe erwachsenden, an sich so un⸗ bedeutenden Gebühren nicht sparen zu sollen.

S. Friedberg. In Bezug auf die bevor stehenden Landtagswahlen zeigt sich bereits vielfach eine große Thätigkeit und Rührigkeit zunächst in der Presse, welche je von ihrem Standpunkte aus das Interesse der Wähler wachzurufen bemüht ist. Eine don Mitgliedern des früheren Landtages zusammen⸗ berufene Versammlung, welche am 28. d. M. in Frankfurt tagte, ist mit einem Wahlaufruf vor die Oeffentlichkeit getreten, welcher gleichzeitig als ein gedrängtes Programm der hessischen Fort⸗ schrittspartei in den inneren und äußeren Fragen betrachtet werden kann. Wie wir vernehmen sind die Bürgermeistereien angewiesen, die Wahl der Wahlmänner, wenn thunlich, bis längstens zum 17 d. M. vornehmen zu lassen. Es wäre also an der Zeit mit Vorschlägen zu dieser Wahl hervorzutreten, damit die Wahl der Abgeordneten Männern in die Hand gegeben wird, welche ihre Stimmen vereinigen auf würdige und einsichts⸗ volle Vertreter, denen das Wohl des Landes wirklich am Herzen liegt und welche eine ersprieß⸗ liche Thätigkeit in der Kammer erhoffen lassen. Das Amt des Abgeordneten wird unter den gegen wärtigen schwierigen Verhältnissen doppelt schwere Pflichten in sich vereinigen, deßhalb thun wahrlich Männer Noth, welchen ein Verständniß unsrer Zeit und der wahren Bedürfnisse des Landes nicht abgeht.

Eine in Biedenkopf abgehaltene Ver sammlung von Geistlichen aus den abgetretenen hessen⸗darmstädtischen Landestheilen hat verschiedene

Beschlüsse gefaßt, welche sowohl der preußischen

neurrenz für: die 4. kath. Knabenschulstelle zu wird antor- und Organistendienst zurechnung der Macht des norddeutschen Bundes um etwa 130,000 Mann, abgesehen von den später zu Gebot stehenden Landwehrkräften ersten Aufgebots und der eignen Vermehrung der Land- wehr auf 162 Bataillone vermehrt.

preußischer,

Ueber die Vermehrung der preußischen Wehrkraft durch den letzten Gebietszuwachs berichtet, daß sich dieselbe unter Hin⸗

Die zum norddeutschen Bunde gehörigen

Militär-Contingente werden wie die preußischen Truppen gekleidet und ausgerüstet werden. werden die Prüfungen dort wie hier die nämlichen sein und die dahin werden. Eine Erweiterung der preußischen Kriegs schulen Vermehrung derselben. Armeecorps eine Kriegsschule eingerichtet werden und jede derselben 100 Aspiranten aufnehmen.

Auch Anforderungen für die Offizier

leitenden Vorbereitungen getroffen eintreten, eben so eine

Es dürfte für je zwei

würde danach

Nachdem nunmehr durch den Friedens-

schluß mit dem Königreich Sachsen der Frieden aller Orten in Deutschland wiederhergestellt, soll nach einem königl. Erlaß Sonntag den 11. Nov. in allen Kirchen des Landes die Wiederherstellung des Friedens durch einen festlichen Gottesdienst gefeiert werden.

Ein sich vielfach wiederholendes Gerücht

von einer preußisch-schwedischen Allianz wird von Berlin aus in Abrede gestellt.

Kassel. Die in Kurhessen recrutirte Armee wird in ersten Jahre aus ¼8hessischer und% alt- im zweiten Jahre aus/ hessischer und ¼ͤ altpreußischer, und im dritten Jahre ganz aus hessischer Mannschaft bestehen, so daß also nach Verlauf von drei Jahren die der Re krutirung folgende Einstellung, wie in ganz Preußen, außer der Garde, localer Natur sein wird.

Schmalkalden. Die Bewohner der Herr- schaft Schmalkalden erheben immer lautere Klagen, daß ihr seit Jahrhunderten mit dem Bezirke ver⸗ einigter, zu ihrer Existenz geradezu unentbehr⸗ licher Wald von 38,000 Acker, im Werth von 2 Millionen Thaler, nunmehr in Folge des Friedens dem Herzog von Coburg als Privat- eigenthum abgetreten werden soll, ja bereits in Besitz genommen wird, und fürchten hierdurch einer traurigen Zukunft entgegen geführt zu werden. Das Frankf. Journ. sagt am Schlusse eines Artikels:Wollte man die Wälder ein⸗ für allemal abtreten, so hätte das wirthschaftliche Interesse geboten, die Herrschaft mit Land und Leuten dem Herzogthum Gotha einzuverleiben. Unbegreiflich erscheint es, daß gerade der materiell hülfloseste Bezirk Thüringens, der sich auch nicht des geringsten feindseligen Aktes gegen Preußen

schuldig gemacht, die Kriegskosten für Gotha bezahlen soll. Marburg. Eine Deputation des hiesigen

Stadtvorstandes, welche dem Civilgouverneur v Möller in Kassel unter Anderem die Witte um Erhaltung der Universität für Marburg vor trug, soll in dieser Hinsicht die beruhigendste Zu⸗ sicherung erhalten haben.

Hanau. Die Hofdienerschaft des Kurfürsten hat den gemessenen Befehl erhalten, die Backen bärte fernerhin nicht mehr nach preußischem Muster zu tragen.

Frankfurt. Die königl. Cabinetsordre, betreffend die allgemeine Wehrpflicht in den neu erworbenen Ländern, wurde nunmehr auch durch dasAmtsblatt in Frankfurt veröffentlicht. Die selbe enthält die bereits früher in ihren Haupt punkten mitgetheilten Bestimmungen.

Wiesbaden. Ein dortiges Blatt erzählt, daß unlängst ein Nassauer seinen ehemaligen Landesherrn, Herzog Adolf, zu trösten suchte mit der Hoffnung, Frankreich rüste, und mit dieser Hülfe würden den vertriebenen Fürsten ihre Be sitzungen zurückgegeben werden. Herzog Adolph aber soll entgegnet haben:Wenn ich durch Frankreich mein Land wieder erhalten soll, werde ich der Erste sein, der inpreußischer Uniform dagegen kämpfen wird.

Bayern. Der Skandal eines Haberfeld- treibens, welcher in einem Theile von Bayern noch zeitweise aufgeführt wird, fand in der Nacht vom 14. auf den 15. Oct. in Attl, nahe bei Wasser⸗ burg, wieder einmal statt Die Veranstalter er scheinen unerwartet in der Nacht, sie sind ver⸗ mummt und bewaffnet und geben durch vielen Skandal und häufig durch grobe Excesse den Be⸗ treffenden ihr Mißfallen in der robesten und em⸗ pörendsten Weise zu erkennen. Diesmal galt es dem dortigen Pfarrer, der eine BroschüreDer Teufel als Haberfeldmeister geschrieben hatte. Mehrere Kugeln drangen in die Wohnung des Pfarrers, Fensterscheiben wurden zertrümmert u. dgl. Gensdarmerie soll rechtzeitig eingetroffen sein, mehrere Theilnehmer gefangen und andere schwer verwundet haben.

Baden. Karlsruhe. In der zweiten Kammer wurde folgender Antrag der Commission bezüglich der Schulfrage angenommen:Hohe Kammer wolle sich zu Protokoll dafür aussprechen, daß für das Budgetjahr 1867 diejenigen Haupt⸗ lehrer der Volksschulen, deren wirkliches Ein- kommen(einschließlich des Schulgeldes, aber ohne Einrechnung des Genusses freier Wohnung) nicht 350 fl. beträgt, aus Staatsmitteln auf dieses Einkommen aufgebessert werden.

Die erste Kammer erklärte sich: 1) ein- stimmig für den Anschluß Badens an den nord- deutschen Bund mit Erhaltung entsprechender Selbstständigkeit, 2) mit allen gegen 3 Stimmen für ein Schutz- und Trutzbündniß mit Preußen und mit den entsprechenden Vereinbarungen und 3) einstimmig für eine unkündbare, einheitlich organisirte Zolleinigung, für ein einheitliches Eisenbahn⸗, Post- und Telegraphenwesen und für ein gemeinsames deutsches Bürgerrecht.

Oesterreich. Aus Wien wird vom 28. d. M. die definitive Ernennung des Frei- herrn v. Beust zum Minister gemeldet. Der bisherige österr. Ministerpräsident Graf Mens dorff habe sein Personal bereits verabschiedet.

Frankreich. Pariser Blätter melden, daß in Folge der zwischen Preußen und den Nieder- landen gepflogenen Unterhandlungen die Preußen auch fernerhin Luxemburg besetzt balten werden. leber den Eintritt des Großherzogthums Luxem- burg in den Nordbund wird unter handelt.

Rußland. Die bisher mit aller Rücksichts⸗ osigkeit und Strenge betriebenen Maßregeln zur Russificirung Polens find plötzlich in's Stocken gerathen. Ein katholischer Bauer, dessen neu- geborenes Kind, in Folge eines Befehls des Generals Kaufmann, mit Gewalt griechisch ge- tauft wurde, hat das ketzerische Kind mit eigener Hand getödtet und sich darauf nach Petersburg geflüchtet; er hat dem Kaiser sein Verbrechen ge⸗ standen unter Angabe des Motivs. Der Kaiser soll in Folge dieses Geständnisses nicht nur die Einstellung dieser Russificirungsmethode, sondern auch die sofortige Abberufung Kaufmann's be- fohlen haben. Kaufmann ist auf 11 Monate

beurlaubt. 11 Amerika. Die Krlegsflotte der Vereinigten

Staaten, soweit dieselbe zur Zeit im Dienst sich

befindet, vertheilt sich folgendermaßen: es sind in

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