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Bord werfen solle:— daß er nicht bloß aus Bü⸗ chern die Arbeitersache kenne, sondern aus Beobach— tung und Erfahrung.. 5
Cramer.(Der Redner scheint bei einem Theil der Versammlung in Ungnade.„Laut! Laut!“ wurde gerufen, um die hinreichend laute Rede zu stören. Der Präsident stellte die Ruhe durch einen nachdrück⸗ lichen, eingreifenden Verweis her.) Der Redner be⸗ gann damit, daß die provisorische Behörde in Frank⸗ reich nicht soviel auf sich habe nehmen dürfen, als sie in der Arbeitersache gethan habe; sie habe dieß der Nationalversammlung selbst vorbehalten sollen. Bis dahin habe die provisorische Behörde einst wei— lige Abhülfe schaffen sollen.(Währenddem erhob sich eine Unruhe, die allen Eindruck der Rede läh⸗ men mußte; sie ging unverkennbar von einer dem Redner ungünstigen Partei aus;— was hat sie da⸗ durch gewonnen?) Der Präfident bemerkte dem Redner, daß er vom Gegenstand der Verhandlung abweiche. Dieser wendete sich hierauf zu den Min⸗ dersteigerungen(Versteigerungen an den Wenigstfor⸗ dernden).(Rufen nach Schluß.) Wenn man dem Grundsatz folge, die Arbeit Dem zu geben, der z. B., weil es der Regierung gefalle, sage: Ja, Hecker ist ein Meuchler,——(Lärm. Der Redner verzichtete auf Fortsetzung seines Vortrags.)
Ricker verspricht sich von den Mitteln, die A. Becker vorgeschlagen, nicht gleichen Erfolg, wie die⸗ ser. Die Arbeitersache sei auch nicht so abhängig von republikanischer Staatsform. Was er gegen Beckers Sätze zu bemerken habe, sei, daß man die Frage nach dem Absatz der Gewerbserzeugnisse vergesse; daß man vergesse, daß der Staat, wenn der Absatz fehle, auch mit Schaden verkaufen müsse, und da⸗ durch vollständig sich und alle selbstständigen Hand⸗ werker zu Grund richte. Man übersehe ferner: daß Meister mit Familie leben müßten, die National- werkstätten bezahlten nur so, wie es für die Un ver⸗ beiratheten genüge. Der erste Satz für Abhülfe sei: das Capital soll nicht mehr so viel, wie bisher, wuchern. Dann sei das Gewerbswesen zu ordnen; weder Zunftwesen, noch volle Gewerbsfreiheit sei der rechte Weg. Es sei darauf zu halten, daß Jeder seinen Beruf recht erlerne, und daß er nicht meh⸗ rere Berüfe zugleich betreibe. Das Versuchmachen sei eine theure Sache, und solle nicht vom Staat ausgehen. Er stimmt bei, daß man sich coalisire (verbinde), und daß durch Theilung der Arbeit Mehrerzeugung und Vollkommenheit der Arbeit zu beben sei.— Von einer Gleichaushteilung der Grund⸗ stücke könne nicht die Rede sein; sie würde außerdem keine 24 Stunden Gleichheit erhalten. Landgeben an Den, welcher sich zum Bauen desselben melde, sei bei uns nicht möglich, es komme zu Weniges auf den Kopf.-
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(Die sernern Redner wurden vom Präsidenten zur Kürze ermahnt, wegen vorgerückter Zeit).
Schneider spricht einige Worte über die Mei⸗ ster, die der Berichterstatter überhört hat. Er sagt, daß die zu Offenbach für die Arbeitersache versammelt Gewesenen diese wichtige Sache gründlich behandelt haben, daß auch unser Land genügend da vertreten gewesen, und daß die Maßregeln auch von daher und von obenherab nicht ausbleiben würden. Man dürfen icht vergessen, auch den Handel so zu beschrän⸗ ken, daß er nicht sich und die Gewerbe zu Grunde richte. Unwissenheit und Concurrenz seien besonders die Gründe, welche den Handwerkern geschadet. Fab⸗ rikanten hätten darum die Handwerker, und die gro⸗ ßen Landwirthe hätten die Bauern herabgebracht. In letzterer Hinsicht schlägt er vor, das Grundeigen⸗ thum in mehrere Hände zu bringen. Schließlich be⸗ merkt er, daß die Fabriken auch in sittlicher Hinsicht Verderben verbreiten.
Leistner bemerkt, da Schluß begehrt werde, so wolle er mehr nicht sagen, als daß vor Allem die politische Frage zu erledigen sei, und dringt auf die demokratische Republik ꝛc. N
A. Becker verwahrt sich dagegen, daß er wieder Arme und Reiche schaffen wolle, nur mehr⸗ und minder⸗Wohlhabende wolle er. Ferner müsse Jedem sopiel als möglich freie Berufswahl zustehen.
Homberger. Es müsse bald geholfen werdenz er wiederholt seinen Antrag auf eine Commission. Der Präsident bemerkt; in Offenbach sei eigent⸗ lich die Aufgabe einer solchen Commission schon erle⸗ digt worden. Hierauf läßt er über die Frage ab⸗ stimmen, ob man eine Commission niedersetzen wolle. Das Ergebniß war: Nein.
II. J. Reiber erstattet Bericht, daß der Stadt⸗ vorstand der Zuschrift der Volksversammlung, die vor 8 Tagen beisammen war, entsprochen habe. Der Stadtvorstand werde zurücktreten, wenn die Bürger ihm ihr Mißtrauen erklärten; das sei nicht Sache der Volksversammlung, wie diese auch da⸗ mals schon selbst anerkannt habe. Man er⸗ klärte sich hierdurch befriedigt.
IV. Auf die Mittheilung, daß unser Landtag dem⸗ nächst auseinander gehen werde, wurde die begonnene Verhandlung über die Maßregeln zur Erwirkung der Kammerauflosung abgebrochen. F. F.
Tagesneuigkeiten.
Triest. Die italienische Flotte läßt allen Han⸗ delsschiffen freien Weg.
Posen. Man glaubt, die deutschen Bezirke soll⸗ ten nicht mehr abgetrennt, sondern das Großherzog⸗ thum Posen neu eingerichtet werden.
Frankreich. Die im Umlauf befindlichen Gold⸗


