Ausgabe 
14.6.1848
 
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Hessische Volkszeitung.

2 138.

Mittwoch, 14. Juni

1848.

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Was ich am 9. Juni im Jusch'schen Garten über eingeschränktes Kürstenthum sprach*).

Mitbürger! Sie begehrten vor 8 Tagen, daß ich hier angeben solle, aus welchen Gründen ich das eingeschränkte Fürstenthum beibehalten wolle. Ich bin bereit, diese Gründe zu sagen, wenn Sie mich noch hören wollen. Ich ersuche den Hrn. Präsi⸗ denten, die Versammlung zu befragen, ob ich reden soll.(Nachdem Dieß bejaht worden:)

Ich verdeutscheconstitutionelle Monarchie durch eingeschränktes Fürstenthu, Fürstenthum, das eine Verfassung hat. Die Verfassung kann einen mehrfachen Ursprung haben; ich will für uns nur die Verfassung, welche sich das Volk selbst gegeben

t; für soweit glaube ich es reif. Eine solche

erfassung ist vom Volk aufhebbar, wann es will; es kann sich des Fürsten entledigen, wenn er ihm nicht mehr ansteht. Ein solches Fürstenthum ist ein Freistaat mit einer Präsidentenschaft, die so⸗ lange erblich ist, als es dem Volk gefüllt.

Ein solches Fürstenthum hat für die Jetztzeit, wie ich glaube, folgende Wortheile:

1) Der Präsident, im Gegensatz des Fürsten, muß für die Mehrheit möglich sein, sonst wird er nicht

) Die hier mitgetheilte Rede ist nicht ganz wortgetreu,

denn ste wurde nicht abgelesen. Sie ist aber doch ge⸗ treuer, als die Nachricht desJüngsten Tags daß ste sich selbst widerlege. Bayrhoffer und die auf ihn folg⸗ ten, verurtheilten sie, widerlegten sie aber nicht. Denn als Widerlegung läßt sich! nicht ansehen:Was er gesagt hat, ist Thorheit; oder:Gutenmorgen Herr Fischer! oder:Er ist ja schon verurtheilt und todt ꝛc. Was er sagt ist der glänzendste Beweis für uns; es fällt in sich selbst zusammen. Thatsache ist, daß August Becker nöthig gefunden hat, zu sagen, die Beifallszeichen beim Schluß der Rede Fischer's galten nicht der Rede, sondern der Erlösung von ihr.(Ich sagte schon früher, August Becker verstehe seine Sache. Bayrhoffer reicht ihm nicht an die Waden. Aber er hat den Namen: Professor. Das weiß Becker; er weiß, daß das den Leuten, die fern stehen, Staub in die Au⸗ gen treibt, daß der bloßeAugust Becker ohne Titel dem an Titel gewöhnten Deutschen keinen Ein⸗ druck macht. Becker sagt zwar dem Volk, es sei staats⸗ mündig; sein Verfahren beweist aber, daß er es besser weiß. Becker weiß, daß er eine andere Figur ist, als Bayrhoffer. Auch Ludolph ist ein anderer Bursche, als die ausgehängte FahneBayrhoffer.

gewählt. Darum erwählt man oft einen Achssel⸗ träger.(Fällt weg beim Fürsten).

2) Die Mitte giebt bei den Wahlen gewöhn⸗ lich den Ausschlag; weder Linke noch Rechte koͤn⸗ nen stets ohne sie siegen. Daher muß oft ein ent⸗ schiedener Mann, bevor er erwählt wird, Verspre⸗ chungen und Verwilligungen machen, die ihn dann lähmen.(Der Fürst ist nicht in diesem Fall).

3) Kommt ein Mittelmäßiger zur Präsidentschaft, so weiß er, daß in wenigen Jahren seine Herrlich⸗ keit aus ist. Er ist daher leichter geneigt, seine Stellung in dieser Zeit auszubeuten, und bestechlich zu sein, als der Fürst, der denken muß, so zu ver⸗ fahren, daß er und seine Verwandten den Platz nicht verlieren.(Bestechung macht sich nicht bloß gradezu, sondern auch mittelbar z. B. der Präsident oder seine Verwandte werden unter andern Namen Lieferanten des Staats; sie liefern dann schlecht und man sieht ihnen durch die Finger.)

4) Ist der Präsident ein Ehrgeiziger, so kann ihn Dieß zu Großthaten auf Kosten des Landes reizen, zu Dingen, die noch nicht reif sind, und die er auf seinem Namen haben möchte. Durch seine glänzenden Eigenschaften kann er sie zur Unzeit durch⸗ zusetzen. Der Fürst ist nicht so beeilt. Er hat auch nicht Grund zu eitel zu seinz denn er weiß, er dankt sein Amt nicht sich selbst, sondern dem, daß es der

Wille des Volkes an sein Haus geknüpft hat, so

lange dessen Sprossen nicht Unwürdige sein würden.

5) Vertrauen thut eben Noth, daß Handel und Gewerbe nicht mehr noch gedrückt werden. Die Stockung ist nicht gering. Aber das Vertrauen wird eher zurückkehren, wenn wir das(auf andere Grund⸗ lagen gestellte) Fürstenthum noch beibehalten; das ist nicht zu läugnen. Man fürchtet die Repu⸗ blik; die Einen wegen Beispielen aus der Geschichte, die Andern fühlen, daß Alles uns zum Vernunft⸗

staat hindrängt, während wir dazu noch nicht reif

sind; sie fürchten die Ueberstürzung und ihre Fol⸗ gen mit gutem Grund.

Der Vernunftstaat bringt nach meiner eigenen Ueberzeugung folgende Sätze mit sich:

a) Kein Privatgrun deigenthum mehr; p) keine

Meister und Gesellen; die nothwendigen Berüfe hat

der Staat ausüben zit lassen; o) kein Zinsenwesen

mehr, kein edles Metallgeld; d) Vernunftreligion