Ausgabe 
8.6.1848
 
Einzelbild herunterladen

Das rlo⸗ atte riß auf, Im⸗ än⸗ ing. etzt hr den äre, istet ar⸗ die en, rde ni⸗

des

ige 48

cht, vo⸗ des )en in⸗ in⸗ ge⸗

ind

.

im ud, rer

on ik⸗

ns die n⸗ on

sse

dete der Addresse das Wort. Die Addresse wurde verlesen, und nachher von Dr. Eckstein die Frage zur Discussion gebracht, ob die von dem Vereine zu er⸗ lassenden Addressen überhaupt von dem Ausschusse, oder den einzelnen Vereinsmitgliedern unterzeichnet werden sollten, und inwieweit durch eine Majorität die Minorität gebunden sein könne. Eckstein ver⸗ langte, daß die Einzelnen unterzeichneten und daß die Minorität nie durch Majorität gebunden sein dürfe.

Es sprachen über diesen Gegenstand: Kraft, Köhler, Welcker, Adv. Welcker, Stud. Weber, Zim⸗ mer, Helmolt I., Lorbacher, Schaum, Köllner, Fi⸗ scher, Dietz, Credner und Andere; Credner, nachdem er den Vorsitz an Adv. Rosenberg abgegeben hatte.

Helmolt J. verlangte, daß auch andere, als Vereinsmitglieder, unterzeichnen könnten, welches Ver⸗

langen Erdner in längerer Rede unterstützte.

Zimmer(Prof.) beantragte, die Addressen so ein⸗ zurichten, daß der Verein nur die Redactionsge⸗ schäfte übernehme, daß die mit dem Inhalt Ueber⸗ einstimmenden solche unterzeichnen und daß sie dann zur weiteren Unterzeichnung auch für Nichtmitglie⸗ der des Vereins offen gelegt würden.

Zum Beschluß wurde erhoben, daß der Aus- schuß für die Regel die Addressen zu unterzeichnen habe, daß aber, im Falle die Ausschußmitglieder, insbesondere der Vorsitzer, sich mit dem Inhalte ei⸗ ner durch Majorität angenommenen Adresse nicht einverstanden erklären können, die beschließende Mehr⸗ heit unterzeichnen müsse.

Wegen vorgerückter Zeit wurde die weitere Ver⸗ handlung über die vorliegende Addresse verschoben und hierzu, sowie zur Erledigung anderer Anträge eine außerordentliche Vereinssitzung auf Mittwoch den 7. Juni, Abends 8 Uhr, beliebt.

Tagesneuigkeiten.

Bern, 1. Juni. Bei der Abstimmung über den Antrag Genf's auf Zurückberufung der Schweizer⸗ truppen aus Neapel, blieben alle Anträge in der Minderheit, mit Ausnahme desjenigen von Thurgau. Derselbe bezweckt: 1) Einladung an die betreffenden Kantone, Untersuchungen über den Sachverhalt an⸗ zustellen(16% Stimmen.) 2) Durch Einverständniß der betheiligten Kantone Unterhandlungen anzubah⸗ nen, um die Auflösung der Regimenter zu erzielen (15½ Stimmen).

Darmstadt. Die Zeichnungen zu dem Anlehn von 1 Million Gulden zu verschiedenen Zwecken (dringende Staatsausgaben, Kriegsrüstungskosten, Fortsetzung der Main⸗Weserbahn ze.) sind nicht befrie⸗ digend. Es ist jetzt Ausgabe von 2 Millionen Pa⸗ piergeld vorgeschlagen. Wenn die Main⸗Weser⸗

31

Bahn anfängt zu ertragen, sollen jährlich 80000 fl. zurückbezahlt werden. Der Finanzminister zeigt einen Gesetzes⸗Entwurf auf Einführung einer außer⸗ ordentlichen Einkommensteuer an.

Hannover. Die 1831 bei den Göttinger Un⸗ ruhen Betheiligten sind in ihre Aemter wieder ein⸗ gesetzt(Entschädigung ist ihnen nicht gegeben worden).

London. Man spricht von wenigstens theilwei⸗ ser Abänderung des Cabinets.

Berlin. Das Gesetz über die Bürgerwehr wird vorgelegt werden. Der Minister v. Arnim gab die Auskunft, daß an Rußland nicht politische Ver⸗ brecher, sondern gemeine Verbrecher, Vagabunde und Deserteure ausgeliefert würden,(wurde lautlos aufgenommen). Minister Hansemann erklärte sich gegen die Seehandlung und für allmähliges Ue⸗ bergeben ihrer Fabriken in Privathände. Juterpellirt über die Fortdauer der Blokade von Stettin und Wolgast, während sich die preuß. Armee zurückziehe, antwortete Minister v. Arnim: der Krieg sei dem Ende näher als dem Anfang; die englische Vermit⸗ telung werde kräftig gehandhabt; genauer könne er nicht eintreten.

Schweiz. Die Bewegung im Canton Luzern wegen Aufhebung der Klöster nimmt einen ernsten Charakter an.(Einschreiten! es sind nur Die, welche Nutzen von den Klöstern hatten, und Einige die im Beichtstuhl gehetzt werden, und gern sagen möchten, die Gewalt zwingt uns, die Aufhebung ruhig erge⸗ hen zu lassen).

Nassau. Die ultramontane(überkatholische) Par⸗ tei ist in den Wahlen besiegt worden.

Nheinpreußen. An der Saar beginnt der Deutschkatholicismus sich wieder freier zu entwickeln.

Cassel. Antrag zu Verminderung der Hofdotation.

Aachen. Gerücht, die Besoldungen über 500 Thlr. sollten um ¼ herabgesetzt werden.

Nassau. In der Kammer ringt die Demokratie nach Anerkennung, ohne grade ganz durchdringen zu können.

Wien. Die Wahlen der Abgeordneten zu ei⸗ nem constituirenden Reichstag(Verfassungsrath), aus einer einzigen Kammer bestehend, sollen unverzüg⸗ lich vorgenommen werden. Die Abgeordneten müssen das Alter von 24 Jahren erreicht haben.

Italien. Nach österreichischen Berichten haben die österreichischen Truppen bei Curtatone, westlich von Mantua, über neapolitanische, toscanische

Truppen und Freischaaren gesiegt, eilf Kanonen erbeutet und 2000 Gefangene gemacht.(Man kann den österreichischen Berichten nicht Alles glauben; die Oesterreicher müssen den Eindruck ihres Abzugs von Vicenza, und den Fall von Peschiera, durch irgend eine für sie günstige Nachricht schwächen).

Laut Nachrichten aus Neapel vom 24. Mai