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nicht bloß jetzt, sondern seit Jahren schon. Wenn die Griechen nicht wohlfeilere Seefrachten machten, als die Engländer, so hätten ste mehr Ruhe. Und wenn die Russen nicht auch Griechenland möchten!
Der Großtürk und der Pabst waren Letztlich daran, die dicksten Freunde zu werden. Man wollte dem russischen Einfluß auf die christliche Bevölke⸗ rung den römischen Einfluß entgegensetzen. Obs jetzt einschläft? Die Jesuiten könnten in die Türkei gehen, sie haben Urlaub.(Sie gehen aber nicht gern fort, wo sie gut wohnen. Nach der Ueber⸗ gabe von Freiburg, im Sonderbundskrieg, fand sich im dortigen Jesuitenpensionat ein Verzeichniß ihrer Sitze in Frankreich und des Personenbestands, das nach der öffentlichen Zurückziehung der Jesuiten aus Frankreich errichtet worden war.)
In den Donauländern ist Krieg: Croaten ge⸗ gen Ungarn.
In Wien war man mit der neuen Verfassung nicht zufrieden. Sturmpetionen, Nachgeben. Da macht sich der Kaiser mit seiner Haushaltung auf die Reise nach Tyrol; es habe es schon lange versprochen ge⸗
habt. Jetzt große Bestürzung in Wien. So ein
Hof setzt Geld in Umlauf. Wenn nur zuletzt die Wiener nicht merken, es könne auch ohne Hof ge⸗ hen. Sie scheinen sich schon Etwas zu besinnen. Wenn ich der Kaiser wäre, so eilte ich mich, wieder heim zu kommen.
In Böhmen giebts Czechen und Deutsche. Die Böhmen waren seit Jahrhunderten mit Deutschland vereint. Jetzt wollen sie nicht mehr, jetzt ist Deutschen⸗ haß. Jetzt, wo Deutschland die neue Freiheit be⸗ grüßt! Die Böhmen müssen stark Grund zum Kla⸗ gen gehabt haben, daß sie in diesem Augenblick 7 trauen. Gebrannte Hand scheut's Feuer, sagt man. Die Böhmen haben“ sich im 15ten Jahrhun⸗ dert erhoben, eine kirchliche Reformation gemacht, und Schlachten geliefert, daß das Reich vor ihnen gezittert hat. Zwietracht war ihr Untergang. Man hat sie wieder katholisch gemacht. Sie sind übrigens Dickschädel,— und gute Musikanten.
13 Baiern scheint ruhig. Man wird behutsam mit dem Malzaufschlag(Biersteuer) sein. Das ist dort Haupt⸗ bedingniß der Ruhe, und ihr Bier ist gut. Baiern
hat, wie man es sonst nannte ultramontan(überka⸗ tholisch) nach Frankfurt, gewählt; so auch noch an⸗ dere katholische Gegenden. Man sagt die Ultramon⸗
tanen werden Republik wünschen, um im Trüben fischen zu konnen. Sie werden wohl auch einmal ausgefischt haben,— der Trierer Rock hat großen
Theil an dem, was uns 1848 gebracht hat. Jetzt ist's von solcher Sache wieder still, man spricht so
wenig mehr davon, wie von den Heren, die zu ih⸗ rer. Zeit sehr häufig waren,— fast nicht auszurot⸗
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ten.— So rotten sich aber Ideen aus, zu denen sonst Stein und Bein geschworen ward.—
Leipzig hat schlechte Messe gehabt.
Preußen hat den polnischen Aufstand gedämpft. Wir sind ein wenig fern von der Sache; es ist schwer darüber urtheilen.— Die Abgeordnetenversamm⸗ lung in Berlin wird preußische Nationalversammlung eißen. 5 In Mainz haben die Preußen mit den Bür⸗ gern mehr als bloße Händel gehabt. Wird man die Preußen in Mainz lassen? Sie haben jetzt selbst wegbegehrt. Haben sie Recht oder Unrecht ge⸗ habt; so haben sie doch in jedem Fall der preußi⸗ schen Sache schlecht gedient; was sie den Mainzern thaten, wird am Rhein, soweit er preußisch ist, wir⸗ ken.— Preußen hat eine Verfassung geschaffen. Hätte sie der König 1848 seinem Volk zum Neu⸗ jahrsgeschenk gemacht, da wäxre sie besser angekom⸗ men. Jetzt wird der Dank nicht gar groß sein.— Der demokratische Klupp in Berlin hat dagegen protestirt.
Der Kampf in Schleswig ⸗Holstein scheint aus. Der Frieden wird unterhandelt.
Belgien muß sich gut bei seiner Constitution befinden; es könnte Republik haben, wann es wollte. Will sie aber nicht.
Holland hätte wohl gern gesehen, es wäre beim Alten geblieben, und auch die Eisenbahn von Köln nach Antwerpen wäre nicht. Zu Nymwegen hat man die deutsche Kokarde insultirt. Hätte nur Holland seine Schulden bezahlt!
England hat ein paar Crawalle unterdrücken müssen. Die Russen brauchts vor der Hand nicht in Ostindien zu fürchten, die richten alle Augen nach unsern Gränzen. f
Aus Rußland hört man selten was Neues. Daß es sich„auf alle Fälle“ rüstet ist begreiflich, wenn wir auch Nichts davon hören. Die Tscher⸗ kessen werden einen ruhigen Sommer haben. Volks⸗ versammlungen sind in Rußland nicht erlaubt.
Kein Mensch spricht mehr vom mexikanischen Krieg; es scheint, die Sache soll ganz unbemerkt ausgemacht werden. Was noch weiter liegt, als Meriko, ist für die Zeitungen ganz aus der Welt gerückt. 5
Hessendarmstadt. An die Stelle der 24 Kreis⸗ räthe treten 10 Regierungscommissionen; in Ober⸗ hessen 5, in Starkenburg 4, in Rheinhessen 1. (Gießen, Alsfeld, Friedberg, Nidda, Biedenkopf,— Darmstadt, Heppenheim, Dieburg, Erbach;— Mainz). Den Regierungscommissionen werden un⸗ besoldete Bezirksräthe beigegeben, die aus dem Volk gewählt werden.(Darüber später einmal).


