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viel Zeit zu diesen Dingen brauchen. Denn auch hier würde es an Rednern Für und Gegen nicht fehlen. Man würde in diesen Dingen keine Ober⸗ flächlichkeiten begehen wollen, die hintennach durch die Erörterung der Nationalversammlung blamirt wür⸗ den. An Zwischenverhandlungen über Fragstellungen an die Minister ꝛc. würde es auch nicht fehlen. Un⸗ ser verfassungsgebender Landtag säße also auch ein Jahr lang über den Grundrechten,— machte ein Jahr lang Arbeiten, die uns die Nationalversamm⸗ lung erspart, wenn wir ihr nicht vorgreifen wollen. Nicht nur ein Jahr lang Arbeiten wurde uns aber erspart, sondern auch die Kosten, die der verfassungs⸗ gebende Landtag während dieser Zeit dem Land ma⸗ chen würde. Diese betragen bei einer Versammlung von 90 Mitgliedern nebst dem Hülfspersonal im Jahr beiläufig 365mal 500 fl., oder im Ganzen 185000 fl. Wir meinen, das sei auch Etwas!
Etwas für den„Jüngsten Tag.“
1) Wer ist es, der sich blamirt, ist es Dr. Lanz, der das Volk über die Ständevertagung aufklärt, oder ist es der„Jüngste Tag“, der ihn darüber an⸗
fällt, ohne ihm auch nur Ein Wort widerlegen zu
können? i i 5 2) Herr Lanz soll verleumden und denünciren, indem er von einer wühlerischen Partei ꝛc. ꝛc. spricht. Wer hat denn das von ganz Deutschland zurückge⸗ stoßene Bayrhoffer'sche Plakat gegen die National⸗ versammlung in Gießen angeschlagen? Wer hat denn
im Busch'schen Garten den Minister Jaup der Hülfs⸗
leistung zu Unterschlagungen beschuldigt? Wer krach⸗ tet also die Nationalversammlung und das Ministe⸗ rium Jaup zu stürzen? Sind Nationalpersammlung und Ministerium Jaup auch„faul und verrottet“?
3) Hr. Lanz soll denunciren, indem er eine Par⸗ tei im Allgemeinen kennzeichnet! und damit fällt ihn der„Jüngste Tag“ an, der selbst fast in jeder Nummer namhaft gemachte Personen in ihren öffentlichen und Privatverhandlun⸗ gen wahr und unwahr aufmatschiren läßt! Oh du— erzpfiffiger„Jüngster Tag“!“.
4) Ist es nicht ein Denunciren an eine gewisse Volksjustiz, wenn der„Jüngste Tag“ seinem eigent⸗ lichen Publikum Jemanden als den Erzfeind bezeichnet?
5) Der„Jüngste Tag“ fragt nach den Züͤgellosig⸗ keiten und Aufreizungen ꝛc., die ihm zur Last lägen! Was ist— um einen Fall für viele zu nennen— der Artikel:„Hr. F. F. noch einmal!“ von A bis Z etwa anders, als Zügellosigkeit und Aufreizung gegen eine Person aus politischen Gründen?
) Erinnert sich der„Jüngste Tag“ immer noch,
daß das Erbleichen seines Sterns seit dem Flug⸗ blatt„An die lieben Landsleute“ so bedeutend ward?
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Das zeugt von Gedächtniß,— aber Hr. Lanz ist sogar der Verbreitung jenles Flügblattes gänzlich fremd! 6), Ah! Ah! Winkelpiessen verbreiten„Vogts na⸗ turphilosophische Weltansichten.“ Winkelpressen sind es also, welche die Reden der Abgeordne⸗ ten der N.⸗V. über Deutschland verbrei⸗ ten! Oh du alle Pressen zu Winkelpressen machen⸗ der„Jüngster Tag, n
8) Gibt es naturphilosophische Weltansichten in Vogt, die er in der Nationalversammlung vorträgt, ohne daß sie die Welt hören soll? Was zum Henker, wofür redet er denn in Frankfurt wenn er da nicht für alle Welt sprichkk t: 9) Haben wir nicht gesagt: Im Vernunftstaat fällt das Christenthum, das Privatgrundeigenthum, das heutige Familienwesen ꝛc. ꝛc. 2c. hinweg, und un⸗ sere Republikaner, die sofort den Vernunftstaat wol⸗ len, läugnen Dieß ab, weil sie wissen, daß sie sonst mit dem Vernunftstaat abfahren,— viele von ihnen auch, weil sie über den Vernunftstaat noch ganz im Dunkeln tappen!? Nun ist Vogt in Frankfurt mit dem Capitel Christenthum herausgerückt, während er es hier hinter dem Berg hielt. Hinter dem gleichen Berg ist noch mehreres Andere, wofür wir so we⸗ nig reif sind, als für sofortige Aufnahme der„natur⸗ philosophischen Weltansichten“ Vogt's. Grade wegen dieser Nichtreife und aus keinen andern Gründen sind verständige Ehrenmänner soeben gegen Republik!
10) Was beweist der„Jüngste Tag“, indem er thüt, als habe Ht. Lanz die Einfältigkeit begangen, 65 „Ohne Tugend kann kein Staat bestehen; Treue ist eine Tugend
n folglich dütfen wir uns in unserer Treue
„y und in unserem Vertrauen nicht erschüt⸗ %% Er beweist, daß Hr. Lanz in seinem Brochürchen nichts Einfältiges gesagt hat, denn sonst würde er ihn dort packen! Er beweist ferner, daß er über Hrn. Lanz grimmig ist, und daß nicht jeder Grim⸗ mige ein Löwe ist. N
11) Verdanken wir dem„Jüngsten Tag“ die Preß⸗
freiheit, oder verdanken wir der Preßfreiheit den „Jüngsten Tag“?(Für die Preßfreiheit wurde von
den Leuten gekämpft, welche die Presse 2 la Jüng⸗ ster Tag jetzt todtschlagen möchte. Hr, L., der in Belgien die freie Presse beobachtet hatte, und der
selbst die Feder zu führen weiß, konnte die Preß⸗
freiheit nur mit Freude begrüßen.) a 5 12) Hat Hr. L. je Bauern beredet, an Volks⸗
versammlungen„Herunter“ zu rufen? Hat er Krea⸗
turen und Helfershelfer mit Geld geworben? Ver⸗ dächtigt ihn irgend Etwas, daß er Solches billige?—
Wahrhaftig, wenn der„Jüngste Tag“ dem Hrn. Lanz auf glaubhafte Weise so Etwas aufhesten könnte, so


