Jahrgang 
1857
Seite
68
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geben iſt, und ihre natürliche Form bleibt. So können eine Menge von Blumen in einem Gefäße getrocknet werden. Man ſtellt es auf den warmen Ofen, jedoch nicht zu warm, oder hinter ein Fenſter in die Sonne. Uebrigens eignen ſich nur wenige Blumen dazu, gefüllte natürlich gar nicht, auch ſehen nur kleine gut aus. Die Blumen müſſen aber erſt aufgeblüht ſein.

3. Welches iſt das beſte Buch über Wildbaumzucht, beſonders über Zierſträucher und Bäume zu Gartenan⸗ lagen(nicht in Verbindung mit Obſthaumzucht), das nicht über 2 Thlr. koſtet?

Ein gutes Buch iſt dieWildbaumzucht von F. A. Fintelmann(Berlin, Herkig ſche Buchh.), zweitens dieWild⸗ baumzucht von A. C. Lenz(Stuttgart 1843). Beide koſten nicht über zwei Thaler, enthalten aber nichts über Obſtbaumzucht. Ein Werk, welches beides verbunden ſpeciell behandelt, iſt uns

nicht bekannt. Beides finden Sie übrigens in dem kleinen Werk⸗ chender ländliche Gartenbau von E. Lucas, zwar kurz aber gut, und nebenbei noch manche ſchätzbare Belehrung.

4. Wie können Nummerhölzer und Blumenſtäbe vor dem Verfaulen des untern Endes möglichſt lange geſichert deene

des Mittel, welches gegen die Fäulniß des Holzes ſchützt, iſt Iudh zu dieſem Zwecke gut. Deren giebt es bekanntlich ſehr viele. Seitdem wir aber das Waſſerglas kennen, brauchen wir die übrigen nicht. Beſtreichen Sie die Namenhölzer ganz und von Stäben die Spitzen zweimal oder öfter mit Waſſerglas, ſo bekom⸗ men Sie verſteinertes Holz, das, wenn die Erde wirklich dieſen Sommer untergeht, zukünftige Weltbürger nicht wenig in Verle⸗ genheit ſetzen wird. Die Namen müſſen natürlich vor dem Anſtrei⸗ chen geſchrieben und das Oel muß wieder ganz vertrocknet ſein.

Productenpreiſe.

Namen Monat Weizen Roggen Gerſte Hafer Erbſen Rüböl Spiritus Kleeſamenſ Wolle der 11. d. berliner d. berliner d. berliner d. berliner d. berliner d. preußiſche 180 Quart d. preuß. Ctr.[d. preuß. Ctr Marktplätze. Tag. Schffl. Schffl. Schffl. Schffl. Schffl. Centner à 800% weißer rother geringe feine* April Thlr. Sgr. Thlr. Sgr. Thlr. Sgr.) Thlr. Sgr. Thlr. Sgr. Thlr. Sgr. Thlr. Sgr. Thlr.] Thlr. Thlr. Thlr. Augsburg..] 16.[3(2, 2 4 1 20 1 Berlin. 18. 2[22 ½⁰ 1 20 1 17 ½ 28 1[22 ½0⁰w/ 17 15 12 5 Breslau... 17. V 2 25 1 18 1 14 2,1 13 17 10 12 65 0 anburg. 2[15 1 15 1 12 22 ½ 1 12 16 15 11 25

Sin.. 17. 2[22 1 22 ½⁰ 1. 17 ½⁰0 26 1[17 ½ 17 5 12 15 Leipzig.. 17. 2[22 ½ 1 21 1 18 25 ½ 1 18 17 10 12 15. Magdeburg 17. 2[22 ½⁰w 1 21 1 2o(27 ½ 1 22 ½ 17 15 12 1o9 Mlain;... 17. 2[2o 1 24 1. 18 V 28 1 20 17 12 7 ½ München.. 15. 3 52 2= 2 24I Nürnberg. 13 3(2 1 2[1 1411= Prag... 15 2 28 1[27 ½⁰¹ 1 26 292 1 27 ½ 17 15 12 22 Stettin... 17 2 17 1 15 1 22 ½ 15 16 25 12

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Correſpondenz.

Hrn. Lehr. W. in Schles. Wir werden die mitgetheilten Recenſ. benutzen, wenn uns die betr. Bücher vorgelegt werden. Unter der Decke aber ſpielen wir nicht gern.

Hrn. E. H. in f. Gut gemeint, aber für den F. nicht brauchbar. Wenn wir Ihnen rathen dürfen, ſo ſuchen Sie dieHülfe für Ihre Familie auf einem andern Wege. Mit der Feder in der Hand mögen Sie dieſelbe ſchwer⸗ lich finden. Mitleid iſt ein ſchöner Zug des menſchlichen Herzens. Was würden aber unſere Leſer dazu ſagen, wenn wir ihnen ſolche mitleidsvolle Artikel bieten wollten? Sie haben eine offene Antwort gewollt. Da iſt ſie.

Hrn. K. K. in Langen. Ihre neueſten Mittheilungen werden nach und nach benutzt werden.

Hrn. H. K. in N. Das ſind nicht ſowohlBilder, als vielmehr geograph. No⸗ tizen, wie ſie ſich für ein Lehrbuch, nicht aber für eine unterhaltende Zeit⸗

ſchrift eignen. Rahmen Sie die charakteriſtiſchen Schilderungen in uͤber⸗ ſichtliche Bilder, ſo werden dieſelben uns und unſern Leſern willkommen ſein.

Hrn. Th. K. in H. Ein Bruchſtück, deſſen kleine Schrift und blaſſe Tinte ſich kaum entziffern läßt. Dennoch ſehen wir der Fortſetzung recht bald entgegen

Hrn. f. W. S. in Offenb.Die Neujahrsnacht. Wenn Sie Geduld bis zum

Jahresſchluß haben, recht gern. Hrn. K. K. in Marienb. Bilder aus Litthauen, dankbar acceptirt. Die er⸗ betenen Blätter zur weiteren E mpfehlung werden Ihnen zugehen. So⸗

eben erhalten wir Ihren Mahnbrief. Sie haben's ſehr eilig. Abwarten! Auf andere Weiſe werden wir ſchwerlich harmoniren. Können wir Priefe dus der Erde ſtampfen? wächſt uns das Porto auf der flachen Hand

Hrn. f. H. in Dresd. Herzlichen Gruß! Daß Sie auch in Ibrer gegenwär tigen Abgeſchiedenbeit desFeierabend gedenken, iſt uns doppelt erfreu⸗ lich. Es iſt zwar ein alter Troſt, der ſich aber immer 5 bewährt hat: Post nubila Phoebus. Hrn. G. N. werde ich ſchreiben.

Hrn. 3. in Mülheim a. d. N. Dankbar erhalten. Wenn Ihnen unſer Blatt in der That ſo zuſagt, wie Sie aus innerem Herzensdrange ſchreiben, ſo bitten wir, daſſelbe in weitern Kreiſen empfehlen zu wollen. Botaniſche Notizen find willkommen, in der Vorausſetz., daß ſie mit der Tendenz und mit dem Tone des Feierab. harmoniren.

Hrn. f. Sch. in Berlin. Das Offerirte für unſereGalerie ſehr willkommen!

Hrn. Ch. B. in Caſ. Endlich ſind die Bücher(doch nur 5)) nebſt dem Mannſ. angelangt. Bald darauf Ihre Zuſchrift per Poſt. Für Alles berzl. Dank. Daß derFeierab."in Heſſen eine ſo gute Aufnahme findet, iſt uns ſehr erfreulich. Wir hoffen,das geſunde, friſche und wohlthuende Leben, welches darin waltet, nicht blos zu erhalten, ſondern auch zu fördern.

Der angeregte Leitartikel wird ſehr erwünſcht ſein. Die Belege zu Ihren

tadelnden Bemerkungen was nichts taugt, kann und ſoll man nicht loben! mögen die Leſer ſelbſt ſuchen. Hrn. A. W. G. in der Schweiz. Sehr raſch expedirt. Ein anderer Weg, als

durch die Poſt wird nicht füglich einzuſchlagen ſein. Das zweite Heft des Centralblattes, nach dem allenthalben Nachfrage iſt, erſcheint in aller Kürze.

Hrn. G. F. in H. C. Die Recepte, die Sie mitgetheilt, ſind gar nicht neu, aber doch wohl Manchem willkommen und werden benutzt werden. Mit andern Beiträgen verſuchen Sies. Wir können darüber nicht eher ent⸗ ſcheiden, bis wir ſie geleſen haben. Sie kennen ja das Sprüchwort: Eine

Katze im Sack kaufen.

Hrn. G. Ueinhart in Barmen.

Ihr geehrtes und liebes Schreiben erhalten. Für Ihre Bereitwilligkeit ſehr verbunden. Die mitgeſ. poet. Beiträge? Schön, aber leider für uns nicht paſſend. Brieflich mehr.

Hrn. H. Fr. in Königsb. Herzlichen Dank für die ſo baldige Entſprechung unſeres Wunſches. Ihre Anſichten aus dem Ermlande, mit den Illuſtra⸗ tionen dazu, werden eine Zierde unſeres Blattes ſein. Bleiben Sie uns thätig gewogen!

Hrn. Paul St. in Mainz. Wir ſchrieben direkt, der Brief kam aber als unbe⸗ ſtellbar zurück. Bitten um nähere Adreſſe.

Sinedngene Beiträge: Traugott, die Neujahrsnacht(Erzählung). R. K., der Seidenſpinner und die Seidenzucht(mit Illuſtr.); G. Raſch, der Höhenrauch; Heuſinger, Hannoverſche Haidebilder; Strack, Peter Hebel(mit Porträt); Grube, Jeremias Gotthelf(mit Porträt): Roſenheyn, ein Flachsfeſt bei den Litthauern; Kleine Mittheilungen von Strack, Würdig, Kromm, Kriebitzſch, Löwenheim, ꝛc. Guter Rath, von Fröhlich;

Eingegangene Mittheilungen, die nicht benutzt werden können: Kosciusto 4 Liebe, Novelle von R. Der hoffärtige Andres, Dorfgeſchichte von P.. Endlich doch. Erzählung von L. Culturgeſchichtliches des Ackerbaus, tan H. Ueberfluß und Mangel, von H. Bilder aus Heſſen, von K. Das D ämmerſtuͤndchen, von E. G. Der Bund mit dem Teufel; Angriffe des Unglaubens; Wir glauben All' an Einen Gott, von W. Der Bankert. Erzählung von C. Die neueſten Erfindungen, von R. H. Ein buͤrgerliches Trauerſpiel, von St. N. u. v. a.

Verlag von Hugo Scheube in Gotha. Verantwortl. Redacteur: Hugo Scheube in Gotha. Druck von Gieſecke& Devrient in Leipzig.