und eine kleine Bewegung des Handgelenks genügen, um das Leben des Vogels zu enden, und Jan hat eine Fertigkeit ſonder Gleichen in dieſem Griff und dieſer Bewegung; zu⸗ weilen erblickt man ihn zwiſchen Haufen gemordeter Enten thronend, während die Hand in fieberhaftem Zittern dald in die Reuſe hineinfährt, bald wieder heraus, und die Lei⸗ chenhaufen mit jeder Stunde wachſen.
Unterdeß der Alte mit dem ganzen Eifer eines Jägers mir dieſe Schilderung gab, die er als Kogmann während einiger dreißig Jahre gewiß alljährlich oft hat wiederholen müſſen, warf ſich eine Krickente in den Teich.„Dat's leidi“ (das iſt merkwürdig), ſagte Jan und richtete ſeinen Blick auf
geſchloſſen, und Jan nahm keine Viſite an.
die Ente, und gleich darauf rief er mit funkelnden Augen: „Jetzt werden wir ſie bald haben. Es iſt eine meiner Lock⸗ enten; ich kenne ſie, ſie hat ein Kreuz am Schnabel.“— Dies war gegen Ende des Auguſt, und in den erſten Tagen des September begann der Fang. Aber alsdann war der Kog n Nur ein einzel⸗ ner Begünſtigter durfte ihn in ſeiner Hütte beſuchen, und auch dies nur unter der Bedingung, daß er ſich ganz ruhig verhalten und nicht einmal aus der Thür blicken wolle.
Die Vogelköge auf Föhr geben eine nicht unbedeutende Ausbeute, und es werden jährlich mehrere tauſend gekochter Krickenten verſendet.
Marktyverkehr.
Productenpreiſe. V ͤ Namen Monat Weizen Roggen Gerſte SHafer Erbſen Rüböl Spiritus Kleeſamen der i. n berl. Schffl. d. berl. Schffl. d. berl. Schffl. d. berl. Schffl. d. berl. Schffl. d. preuß Ctr. 180 Quart d. preuß Ctr. Marktplätze. Tag. 800% rother wecher März. Thlr. Sgr. Thlr. Sgr. Thlr. Sgr. Thlr. Sgr. Thlr. Sgr. Thlr.] Sgr. Thlr.(Sgr.(Thlr. Thlr. Berlin... 2. b 2[2o 1 2s u o 21[1 u ſu ſn 56 Sreslan... 2. 2 20 1 3 1[14— 26 1 15 17[10 11 20 16 ½ 22 Zamburg.. 2. 2 1 1 is 1. e,1 is 14 u, Aöln.... 2. 2 25 1 28 1 15— 27 1 20 17— 11 10—— Leipzig... 2. 2 20 1 20 1 is 25 1 u1s 17 10 1=— Magdeburg 2. 2 17 ½⁰ w1 22 ½ 1 0 26 ¼] 1 5 17— 11 5— Mainz;... 2. 2 24 1 22 ½ä 1 17 ½— 2% 1 is V 17 10 11—— prag 2. 2 24 1 25 1 1%— 26 ¼ 1 18 14 10 11 10—— Stettin... 2. 2 22% 1 25 1 21 V— 25 V 1 18 V 16 15 b 11— 20 24 3 T Correſpondenz.
An A. B. in L. Sie wünſchen, daß Ihre Artikel„baldigſt“ zum
Abdruck kommen. Willen nicht immer thun. Der Vorrath an brauchbarem Material, der für den Feierabend vorliegt, iſt ſchon jetzt auf ein volles Jahr ausreichend,— der faſt täglich eingehenden Mittheilungen, die :theils acceptirt, theils zurückgelegt werden, gar nicht zu gedenken. Die Reihenfolge des Abdrucks aber iſt durch gar mancherlei Rück⸗ ſichten bedingt, bald durch die eben vorliegenden Zeitintereſſen, bald durch die beigegebenen Illuſtrationen, bald durch die Man⸗
nichfaltigkeit des Inhaltes, welche die Lektüre des Blattes
bieten ſoll, und häufig durch den Raum, welchen die einzelnen Artikel in Anſpruch nehmen. Alſo nur Geduld! Mögen Sie nicht warten, ſo belieben Sie über Ihre Beiträge anderweitig zu verfügen.
An Dr. E. W. Dietrich in Leipzig. Die Ankündigung Ihres forſtwirthſchaftlichen Lehrgedichtes:„Lucania“, hat mich in
der That intereſſirt. Möge dem greiſen Dichter die Anerkennung
Verlag von Hugo Scheube in Gotha.— Verantwortl. Redacteur
Ja, mein Lieber, das läßt ſich bei dem beſten
nicht entgehen, die ſeinem eben ſo kühnen, als ſchwierigen Unter⸗ nehmen gebührt!
An L. K. in Berlin. Dankbar erhalten.
An J. Sch. in B. Abermals herzlichen Dank für das lebhafte In⸗ tereſſe, mit dem Sie unſere Unternehmungen nach allen Seiten hin zu fördern ſuchen. Die gütigen Mittheilungen werden für das dritte Heft des Centralblattes benutzt werden ß Herr Verleger ſo zähe iſt, Ihre Bücher zu öffentlichen Beſprechun⸗ gen nicht abgeben zu wollen, auch wenn Sie ſelbſt darum bitten, iſt etwas ſtark. Wir werden uns indeß zu helfen ſuchen. Sta⸗ tiſtiſche Mittheilungen über die Berliner Volksbibliotheken wer⸗ den ſehr erwünſcht ſein.
An H. B. in Caſſel. Zu Dank verbunden. Bücher ſind noch nicht anher gelangt.
An J. L. in L. Wir werden nach und nach anſprechende Bilder aus allen Gegenden des deutſchen Vaterlandes bringen, auch aus der noch wenig bekannten Rhön, die unſer Hr. Setzer in Nr. 8 d. Bl. zum„Rhein“ umgeſtaltet hatte.
Die beſprochenen
Hugo Scheube in Gotha.— Druck von Gieſeche& Devrient in Leipzig.
Daß Ihr—
—


