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setz, müssen Staatsgrundgesetze enthalten. Sorgen wir nur, daß
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nach, wo eigentlich die Gränzen des Vernunftstaa⸗ tes sind, ich glaube, ihr habt es von Andern noch nicht gehört, und selbst noch nicht darüber zu Ende gedacht; ich hatte es in Eurem Alter auch noch lange nicht. Kennt Ihr einmal die wahren Grän⸗ zen des Vernunftstaates, dann kann es Euch nicht mehr zweifelhaft sein, daß wir nicht reif sind für dessen baldige Einführung bei uns. Denkt auch nach, ob ihr das Recht hat, das Wohl der Leben⸗ den zu opfern für ein Ziel, das uns ohne dieß Opfer bei Preßfreiheit, Volkswehr ꝛc. nicht mehr fern ist;— das aber auf Eurem Weg wieder wei⸗ ter noch entfernt werden kann und wird. F. Fischer.
Ein Jüngling von, wie ich glauben muß, sehr edlem Herzen und ausgezeichneten Gaben, fragte mich, warum ich Maßregeln unterstütze, die nicht ganz mit meinen angeblichen Grundsäͤtzen überein⸗ stimmen könnten. Hier meine Antwort: Meiner Ansicht waren hier vor einem Monat Wenige, jetzt (scheint es mir) sind es Mehrere, ist immerhin noch so gut wie Null. her nicht mit einer eignen Partei wirken. Daher muß ich helfen, derjenigen Partei den Sieg zu ver⸗ schaffen, welche das mehr zum Heil Führende will. Republik muß uns unter unsern gegenwärtigen Ver⸗ hältnissen Ueberstürzung und Unheil bringen. Für⸗ stenthümer mit Verfassungen und Freiheiten, wie wir sie jetzt durchsetzen werden, werden heilsamen mäch⸗ tigen Fortschritt hervorrufen und im Gang halten. Gesetzt nun, wir eroberten nicht alle Formen der Volkssouveränetät auf der Stelle, so wäre Das Sache weniger Jahre, sie bei einer s. g. Verfassungsrevision durchzusetzen. Leges in perpetuum valiturae werden nicht mehr gemacht. Unser Reichsgrundgesetz, wie unser Landesgrundge⸗ Bestimmungen über Abänderung der
uns Preßfreiheit, Volksbewaffnung und Vereinsrecht bleibt, und wählen wir gute Abgeordnete. F. F.
eins wurde beschlossen: Die Thätigkeit des hiesigen Gemeinderaths hinsichtlich einer Adresse an unsern kandesfürsten(welche der vaterländ. Verein angeregt hat) sei im Auge zu behalten, damit der vaterländ. Verein, wenn die Sache liegen bleiben wolle, von ch aus handeln könne.(Die Sache hat sich beim Gemeinderath dadurch verzögert, daß der erste vom Gemeinderath für die Abfassung der Adresse ange⸗ gangene Anwalt, dieß Geschäft nicht übernahm).— Es wurde weiter beschlossen, den Vereinssitzungen gahin Oeffentlichkeit zu geben, daß diejenigen Sitzun⸗ Jedermann anziehende wie bisher geschlossen seien;
en, in welchen keine für Dinge verhandelt würden,
aber ihre Zahl Ich kann da⸗
In der gestrigen Sitzung des vaterländischen Ver⸗
d. h. die Vereinsmitglieder könnten selbst in diese Sitzungen so viele Einwohner Gießens einführen, als sie wollten, aber die Gallerien würden dem Publikum nicht geöffnet. In andern Sitzungen hin⸗ gegen sollten auch die Gallerien geöffnet, und die⸗ ses jeweilen zuvor bekannt gemacht werden.
Tagesneuigkeiten. Italien. Palma nuova hat sich den Oesterrei— chern ergeben. Wien. Die Finanznoth wächst. Der letzte Mo⸗
nat hat 8,800,000 Conventionsgulden Defieit. Be⸗ deutende Theile der Monarchie zahlen nichts, und der Krieg in Italien kostet Geld.(Und da schweigt das Volk zu solch' einem Krieg?) n
Flensburg, 26. Juni. Die Dänen haben sich bis an die Königsau zurückgezogen.
Konstantinopel. Die Türken schicken Trup⸗ pen in ihre Donauländer, da sich diese Landschaften zu den österreichischen Slaven schlagen möchten. Das macht aber Kosten; daher werden die in den Fabri⸗ ken zu Konstantinopel arbeitenden Ausländer entlassen.
Pesth. In Weißkirchen sind die Deutschen und Illyrier an einander gerathen. Die Deutschen hal⸗ ten überall zu den Ungarn, was für Gerechtigkeit der ungarischen Sache zu sprechen scheint.
Agram. Große Freude bei Rückkunft des Ba⸗ nus von seiner Reise nach Innsbruck! In der Freude beschloß man, den Oesterreichern in Italien 12,000 Mann frische Truppen zuzusenden.
Schweiz. Der Erzähler von St. Gallen oder vielmehr der zweite Gesandte von St. Gallen macht den Vorort und sämmtliche Regierungen auf einen neuen Gewaltakt aufmerksam, den einige Deutsche gegen ihr Vaterland in der Schweiz vorbereiten. Er bietet Beweise an, daß der bekannte Becker in Biel und der früher in St. Gallen angestellte Pro⸗ fessor Hattemer in Biel durch Schreiben an gewisse Handwerkervereine in der Schweiz und unter Hinwei⸗ sung auf bestimmte militärische Organisation zu bal⸗ diger bewaffneter Handbietung und zu Geldbeiträgen auffordern. Mir sst auch schon Aehnliches zu Oh⸗ ren gekommen, ohne daß ich jedoch hätte Lärm schla⸗ gen mögen. Jetzt aber scheint die Sache ernst zu werden, und die deutschen, wie die schweizerischen Regierungen mögen auf der Hut sein. Gewiß ist, daß die schweizere Neutralität kräftig gehandhabt werden wird. Die Polizei hat den Auftrag, alle Spuren von geheimen Bewaffnungen und militä⸗ rischer Organisation aufzudecken. Die Kosten einer zweiten Gränzbesetzung zahlen uns die deutschen Re⸗ publikaner doch nicht, gesetzt, sie würden auch Meister.
Paris. An sämmtliche Behörden in Frankreich ist die Weisung ergangen, die Gesetze in Betreff der


