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blik nichts wissen wollten.

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Aus diesen verschiedenen Rücksichten muß ein Arbei⸗ terge richt sein und ein Arbeiterrath. In diese Behörden müssen die Arbeiter die Hälfte der Beisitzer aus ihrer Mitte wählen dürfen. Diese Behörden müssen die Arbeiterzucht ausüben lassen, die Löhne bestimmen, die Beschwerden entscheiden, die Verge⸗ bungen beurtheilen und bestrafen.

Zu weiterer Hebung des Wohlseins der Arbeiter müssen Gemeinanstalten hervorgerufen werden, wo sie durch Gemeinsamlichkeit Geld sparen und freier und glücklicher werden. Das der Betrieb im Großen erspare und erleichtere, gilt ja nicht bloß von den Fabriken, es gilt offenbar auch von der Haushaltung und der Kindererziehung. Wir werden das in einem besonderen Artikel einmal weiter aus⸗ führen. a N

Da unsere Volksmenge fortwährend wächst, so müssen wir, ohne langen Aufschub, von Reichs we⸗ gen die Auswanderung einrichten, damit die Uebersetzung der Berüfe nicht sofort wiederkehrt, nach⸗ dem wir ihr mit Anspannung der letzten im Land uns zu Gebote stehenden Mittel abge⸗ holfen haben. Ueber die Einrichtung der Auswande⸗ rung bringen wir ebenfalls in der Kürze einen be⸗ sonderen Artikel.

Haben wir auf diesen Wegen dem Noth stand abgeholfen, und gewehrt, daß er wiederkehrt, so kön⸗ nen wir mit Ruhe die Verbesserung, die Grundum⸗ änderung unseres Gesellschaftszustandes vornehmen. Wir können Dieß alsdann, nachdem wir den Staat, den unsere Auswanderer bilden sollen, soglei auf der wahren Grundlage errichtet, und sie dort ne gefunden haben. Wir werden hierüber ebenfalls in einem demnächstigen Artikel reden. Franz Fischer.

ner Republikaner in hohem Maße erregt. Sie mag etwa von 3000 Menschen besucht gewesen sein, die, etwa hundert Mann ausgenommen, von der Repu⸗ Die Repnblikaner hatten ihre Redner geschickt, die hauptsächlich nachzuweisen versuchten, welche Freiheiten die Republik biete, und 10 wenn man die Fürsten nicht beseitige, das Volk wieder werde betrogen werden. Von der andern Seite wurde nachgewiesen: bei Preßfreiheit, Volks⸗ bewaffnung, Versammlungs⸗ und Vereinsrecht könne

man dem Volk die Freiheit nicht entreißen, wenn es sich dieselbe nicht entreißen lassen wolle. Wir müßten in unserer neuen Verfassung die Volkssou⸗ veränetät an die Spitze stellen und für gute Wah⸗ len sorgen, dann hätten wir Freiheit, wie eine Re⸗ publik sie nur bieten könne. Das Beispiel Frank⸗ reichs und Amerika's könne nicht reizen. Die Rechte,

5 unser Fürst uns vor Andern anerkannt habe,

Die Sonntags den 2. Juli bei Großenlinden ab 5 gehaltene Volksversammlung hat den Zorn der Gieße⸗

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hätten wir allerdings von Gott, und die Volkssou⸗ veränetät müsse in unserer neuen Verfassung die Grundlage, sein; allein gleichwohl dürften wir ihm dankbar sein und ihn lieben, daß er uns zu einer Zeit, wo das Volk noch nicht Meister war, Das zugestand, bei welchem eine Fürstengewalt nach al⸗ tem Styl nicht mehr möglich ist, wir meinen Preßfreiheit, Vereins- und Versammlungsrecht und Volksbewaffnung.(Wohl aber ist bei diesen Frei⸗ heiten eine Schreckensherrschaft Weniger, die sich für das Volk ausgeben, möglich; davon sind in der Geschichte* Von Seiten der Nepublikaner wurden durch Hef⸗ tigkeit ihrer Ausdrücke ohne welche ihre Reden keine Wirkung thun können nicht bloß die Rüfe:Herunter! herunter! veranlaßt, son⸗ dern als Hr. Leisner(wir glauben, er war es) seine Rede mit den Worten begann:Betrogene Bauern! glaubten die Landleute, er sage Dieß, um sie zu verhöhnen, und Einer schleuderte einen Schemel nach ihm, der an der Brustwehr der Red⸗ nerbühne abprallte, und einem Untenstehenden auf den Kopf fiel, welcher seinerseits glaubte, der Red ner habe ihm diesen Schemel auf den Kopf gewor⸗ fen. Der Redner erklärte sich hierauf über den Sinn seiner Worte, womit das Landvolk auch nicht ganz zufrieden war(sie seien von dem jetzigen Großher zog nicht betrogen). Von da an wurde kein Red⸗ ner mehr besonders gestört. Hrn. Leisners Freunde bestiegen noch nach ihm die Bühne, ohne nur halb soviel Lärm zu überwinden zu haben, als vorher andre, den Republikanern mißbeliebige Redner. Zu bemer⸗ ken ist, daß die Anordner der Versammlung und der Vorsitzer lange nichts von dem Schemelwurf wuß⸗ ten, da sie auf der andern Seite der Rednerbühne ihren Platz hatten.. Die Republikaner erkennen durch ihre Wuth, mit

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der sie, während ich dieß gchreibe, hier in Gießen Katzenmustken bringen, ihre Niederlage vollständi⸗ ger an, als sie sonst hätte bewiesen werden konnen. Denn die Landleute waren eine Zeitlang stutzig durch sie gemacht, sahen in Gedanken die alte Fratze des constitutionellen Fürstenthums vor sich, und mißtrau⸗ ten denen, die vorher gesprochen, bis diese wieder an das Wort kamen. Die Sache ist den Landleu

ten noch zu neu.

Ihr, zum Theil edlen und begabten Jünglinge unter den Republikanern, die ihr den Platz bei der Bühne nicht verließet, und muthet Eure Ansichten vertratet, fragt Euch jeden Morgen: Werden wir die Aufregung, die wir mithervorrufen, züglen kön⸗ nen, wenn unsere Partei Meister werden sollte, und Andere sie dann weiter stacheln, als wir wol⸗ len? Wenn ihr zweifelhaft werdet, dann haltet Euer Gewissen rein! Leset auch und denket darüber

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