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h hen/ - 4 — ——— S— g* 4. Nr. 23. Jedes Heft koſtet 20 Pfennige. Mr. 23. 2 ‿ 4 8¾ Die Herrin von Penwyn. Frei bearbeitet nach dem Engliſchen von Xaver Riedl. 1(Fortſetzung.) „Sie ſprechen ſehr entſchieden, Mr. Elgood,“ ſagte Maurice der alten Familien⸗Bibel, welche ſie Ihnen gab, und aus der mit plötzlichem Ernſte,„Sie würden ſich aber vielleicht zurück⸗ Sie den Namen Juſtina nahmen.“ 2 ziehen, wenn ich einige Fragen bezüglich Ihres vergangenen Dieſes ſchlaue Rathen, wie eine Thatſache hingeſtellt,
Lebens an Sie richten wollte.“ ging ohne Widerſpruch vorüber. Maurice hatte die Wahrheit
„Mein vergangenes Leben, obgleich voll Abwechſelung, iſt getroffen. ehrlich geweſen,“ antwortete der Schauſpieler.„Ich fürchte„Die vermeintliche Tochter, welche durch all' dieſe Jahre keines Menſchen Nachforſchung.“ Ihren Namen getragen, das Mädchen, welches für Sie ge⸗
arbeitet, welches jetzt Sie erhält, die treu, gehorſam und ergeben gegen Sie geweſen, hat nicht einen Tropfen von Ihrem Blute in den Adern. Sie iſt Muriel Trevanard's Kind.“
„Sie machen eine Behauptung,“ ſagte Matthew Elgood,
„Gut. Dann werden Sie mir nicht zürnen, wenn ich Sie bezüglich einer Periode Ihres etwas mannigfaltigen Lebens näher befrage. Es iſt im Intereſſe Ihrer— Juſtina's, daß ich es thue.“
„So beginnen Sie, Sir,“ ſagte Matthew, und ein be⸗
kümmerter Blick überwölkte die Miene, die eben noch von der zu dieſer Zeit ſeine Faſſung wieder etwas gewonnen,„bei Heiterkeit geſtrahlt. der ich mich nicht berufen fühle, ſie weder zu leugnen noch „Hörten Sie jemals den Namen Eden?“ zuzulaſſen. Ich geſtehe gern ein, daß ich in einer Zeit ernſten
Mr. Elgood fuhr zuſammen, heftiger, als er es bei einer Nißgeſchickes in dem Hauſe der Mrs. Trevanard Obdach fand, früheren Gelegenheit gethan, wo der Name Borcel⸗End er⸗ daß ich mir damals einen Namen gab, der nicht der meinige wähnt worden war. Das ſilberne Deſſert⸗Meſſer, mit welchem war, um mich nicht der Verachtung oder Geringſchätzung der 3.... ‿ 1„ 4.2. 4 er eine Jerſey⸗Birne ſchälte, entglitt ſeinen Fingern. Welt auszuſetzen. Aber was immer zwiſchen mir und Mrs. — 0 8⸗ „Ich ſehe, daß Sie den Namen kennen,“ ſagte Maurice, Trevanard damals vorgegangen ſein mag, iſt mir heilig. Ich von der Frage zur Bejahung übergehend.„Sie trugen ihn ſchwur, das mir anvertraute Geheimniß bis an meinen Todestag
einſt zu Borcel⸗End, dem alten Farmhauſe nächſt dem Moor⸗ zu bewahren, und es wird mit mir hinabſteigen in die Gruft land in Cornwall, wo Sie in einem harten Winterwetter ein meiner Väter,“ ſetzte Mr. Elgood mit einer Grandezza hinzu, Obdach erhielten, gerade vor neunzehn Jahren, vom letzten als ob er wirklich glaube, daß eine Familiengruft zu ſeiner Februar gerechnet.“ Verfügung ſtehe.
Die Gluth, welche die Genüſſe der Tafel in Mr. Elgood's„Sie dürfen ſich als Ihres Eides entbunden betrachten,“ Antlitz angezündet, ſchwand langſam dahin und ließ ihn ſehr ſagte Maurice.„Mrs. Trevanard vertraute mir Alles während
der letzten Tage ihres Lebens, und ich verpflichtete mich, ihrer Enkelin zu ihrem Rechte zu verhelfen.“
„Mrs. Trevanard muß ſich zuletzt ſehr geändert haben, wenn ſie irgend ein Intereſſe an dem Schickſale ihres Enkel⸗
bleich zurück.
„Woher wiſſen Sie das?“ ſtammelte er.
„Ich habe es von den Lippen einer ſterbenden Frau— Mrs. Trevanards.“
„Was! Iſt Mrs. Trevanard todt?“ kindes ausdrückte,“ erwiderte Matthew, vergeſſend, daß er es
„Ja; ſie ſtarb vor vierzehn Tagen.“ Vacbgelehnt, irgend etwas zuzulaſſen.,„Als ſie mir und meinem
„Und ſie ſagte Ihnen—“ 3 Weibe das Kind gab, verzichtete ſie gänzlich auf Alles, was
„Alles. Sie erzählte mir von der Geburt des Kindes, deſſen Zukunft beträfe; es ſollte ihm gehen, wie es uns ginge, das ſie Ihrer Sorafalt anvertraute. Sie ſprach mir auch von es ſollte mit uns leben oder untergehen.“
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