raiaecff-Bcifuttg.
Beruf aufgefaßt — ein Makel, der nicht selten mit
dkm des Faulenzers verbunden wird — und den
baben unsere Kriegsbeschädigten, die Leben und
Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben, wirklich nicht verdient!
Wie schon gesagt: der aufrechte Kriegsbeschädigte versucht es vorerst im erlernten Berus; gelingt es rhm nicht/ hier ausreichendes Brot zu finden, dann rm Benehmen mit den Fürsorgestellen und Berufsgutachtern an einen neuen Beruf heran! Aber nur kein Mitleid. Wenn ich schon etwas beanspruche, dann mein gutes Recht, aber keine Gnade! Ein Necht habe ich nach vollbrachter Arbeit auf den ausgemachten Lohn, ein Recht habe ich auf ausreichende Versorgung, wenn meine Arbeitsunfähigkeit einwandfrei nochgewiesen ist. ein Recht habe ich auf die Hufe aller Einrichtungen, die sich die Hilfeleistung und Fürsorge für die Kriegsbeschädigten zum Ziel geste^. haben. Ich brauche mich deshalb nicht an die Allgemeinheit zu wenden in der Form der unmittelbaren oder mittelbaren Inanspruchnahme- des Mitleids der andern, sondern ich will nach bestem Können eine geregelte Tätigkeit ausüben und Mitarbeiten auf dem Platz, den ich ausfüllen kann. Das ist der Stolz und d-'e Ehre des Kriegsbeschädigten. ^ Dieses Recht auf die Selbstachtung wird dem Kriegsbeschädigten kein Mensch versagen, sondern wird sich innig dessen freuen und tun, was in seinen Kräften steht, um dielen Geist zu wecken und zu pflegen. Und darum: keinen Hausierteruf für unsere Kriegsbeschädigten! Wie der Soldat bn der Fahne ausgehalten hat, so der Kriegsbeschädigte ,m erlernten Beruf! Rur keinen Verlegenheitsberuf! ö
Beratung
pie Kriegsöeschädigtenfürlorge.
Aus dem Arbeitsgebiet des Keichsausschusses.
Die Vielgestaltigkeit der Aufgaben, die mit der wachsenden Zahl der Kriegsbeschädigten an die Fürsorge herantrater. machte schon früh eine organische Zusammenfassung aller an ihrRn mitarbeitenden Stellen notwendig. In dem Reichsausschuh für Knegsbeschäoigrenfürsorge zu Berlin schufen sich die
einzelnen Hauptfürsorgeorganisationen die erforderliche Spitze.
Als wesentlichstes Ergebnis der nun bald dreijährigen Arbeit desselben bezw.' seiner Geschäftsstelle ist wohl zu buchen, daß er in allen wesentlichen Fragen ein gleichmäßiges Arbeiten der verschieden zusammengesetzten Fürsorgeorganisationen herbeiführen konnte. Dieser Erfolg findet in der Tatsache eine wesentliche Ergänzung, dah die Vertreter der Einzelorganisationen in dem Reichsaus- schuß durch den Austausch der hier und da gemachten Erfahrungen in die Lage versetzt wurden, vorbildliche Einrichtungen in einzelnen Bezirken überall im Reiche nachzubilden. So konnte die Arbeitsmethode der Fürsorge in einer Weise ausgebildet werden, dah sie in den Reichstagsoerhandlungen am 22. Juni die Anerkennung aller Redner zum Haushalt des Pensiontzfonds fand.
Zur Vorberatung der auf dem Gebiete der Fürsorge auftauchenden Fragen hat der Reichsausschuh zehn Sonderausschüsse gebildet, in denen neben den Vertretern der Hauptfürsorgeorganisationen auch militärische und bürgerliche Behörden. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Vertreter der Reichstagsparteien, der Aerzteschaft und größerer Wohlsahrts- verbände Mitarbeiten. Die Regierung ist bei den Verhandlungen des ReichSarbeitsauSschusses und der Sonderausschüsse durch Beauftragte der zuständigen Ministerien und Reichkämter vertreten.
Zu den brennenden Fragen der Rentenreform. der Ausgestaltung des Kapitalabfindungsgesetzes und der Neuordnung des Spruchverfahrens in Renten- sachen hat der Reichsausschuh richtunggebende Vorschläge an die Reichs- und Staatsbehörden gerichtet, die auch Gegenstand der Debatte in den oben zitierten Reichstagsverhandlungen bildeten. Als Erfolg der Arbeit auf diesem Gebiete ist wohl auch die von der Negierung in diesen Verhandlungen angekündigte Gewährung von Teuerungszuschlägen zu den Renten anzusehen, die bis zur endgültigen Durchführung der Rentenreform die gröbsten Härten der heutigen Rentenversorgung ausgleichen dürsten.
p rMt f_I e ber Lazarett-Beratung des Roten
Kreuzes Frankfurt will dem Interesse der Verwundeten
bct Lazarett-Zeitung dienen. Jede, btf prägen, die er auf dem Herren dat seien fli
s^i^ «chtlicher Natur oder wie immer,
0" d e Lazarett-Beratung richten. SS soll auf jede
Antwort gegeben und die Möglichkeit ge«
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. "l^-rlich. Die Zentralstelle der
H t» 5 » bfn verwundeten für persönliche Anfragen zur Verfügung. ^
jpfonfer g. M- Frage: Ich geriet im Juli
19 rrL r 5^. e Gefangenschaft, wobei mir vom russtschen Militär Taschenuhr und etwas Bargeld abgenommen wurde. Auch erhielt ich von meinen Angehörigen öfters Geldsendungen, die ich bei der Rückwanderung nach Deutschland verbrauchte. Habe ich Anrecht auf Vergütung von Uhr und Geld? - Antwort: Eine Vergütung kann bei beson-
deren Ausgaben bei Rückkehr ans der Gefangenschaft nur durch das Kriegsministerium bewilligt
werden an dos Sie sich auf dem Dienstwege wen- den wollen.
Musk. I. K. Frage: Ich erhielt von memem Truppenteil zehn Tage Urlaub, ein telegraphisch erbet-ner Nachurlaub von zehn Tagen wurde mir ebenfalls bewilligt, doch .wurde mir bei der Rückkehr de Mitteilung, daß mir für die letzten
l» Verpflegungsgeld zustehe. Entspricht
das den Bestürmungen? — Antwort: Es ist
mcht richtig, dah für Nachurlaub im allgemeinen Verpslegurgsgeld nicht gewährt wird. Beantragen S,e auf dem Dienstweg höhere Entscheidung.
- Frage: Ist es angängig, dah ich
wahrend des Lazaretlaufentholtcs zum Arbeitsdienst kommandiert werden kann? — Antwort: Wenn Ihr Gesundheitszustand es gestattet, so können Sie wahrend des Lazarettaufenthaltes gleich wie bei der truppe zum Arbeitsdienst kommandiert werden.
Kren. K. K. Frage: Sind die im Offiziersrang stehenden Angehörigen der deutschen Feldpost Militarbeamten gleichzuachten und müssen sie demnach gegrüßt werden? — Antwort: Nach den gegenwärtig geltenden Bestimmungen sind diese Angehörigen der deutschen Feldpost Militärbeamte und müssen gegrüßt werden.
Wenn uns die Stadt nur gäb' mehr _
Sann könnte man sich einmal —
Fritz war gefallen aus das —
Drum klebt der Arzt ihm auf ein -
Ich möchte gern den Kuchen —
Indessen fürchte ich die — -
Doch will die Mutter Kuchen —
Dann kauen wir mit vollen —
Ich wüßte gern, aus welcher! —
Schulz will, die G. m. b. H. —
Der Kartenspieler sprach:
Sie gütigst mir. ich Hab' —"
Wenn ich den Kerl nur eir.mal —
Der Butter stahl aus meinem —
Beim Rudern krieat man häufig —
Die hindern sehr leim Flöte —
Der unverschämte Gauner —
Beim E.senhändler ein Stück —
„Ach!" seufzt die Fron, „als (ch war —, Ta war ich aller Sorgen —"
Wenn ich beim Deklamieren —
Dann droht ö»r Lehrer mit dem —
..Pfui!", sprach voll Zorn das junge _
„Der Käse ist ja voller —!"
Die vorstehenden Sätze sind dadurch zu ergänzen, daß statt der Striche gleichlautende Haupte oder Zeitworte eingesetzt werden. X atn Lieck.
Sehr freuen würde es uns, wenn unsere Leser uns weitere Ergänzungsrätsel einsendeü würden.
ütsel
^'s! Was sie bedeuten fing niemals an;
Fuß vom ersten Worte,
'uf ertönt alsdann, beim zweiten Worte,
Was bfttfjf, ist heut von großem Wert;
Wer es besitzt, der wird beneidet.
Es w'.rb von alt und jung begehrt.
_ Xaver Lieck.
Die Lösungen sind mit genauer Adresse der Ein-- sender bis 15. Oktober einzusenden an die Lazarett-^ Zeitung, Frankfurt a. M.. Theaterplatz 14. Au? dem Briefumschlag soll das Wort .RätsellösungE stehen. (Innerhalb des Postbezirks Frankfurt a. M. ist die Zusendung als Feldpostbrief nicht zulässig.)
Die Lösungen haben nur Gültigkeit, wenn sie vollständig sind.
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Mirrrvar.
Die folgendes Buchstabkn:
nnrfugatew
t i a b r r o gnnbaare
unndsoaehr buufkrenae ddttaeersunf n n a u V
a a r t t t s tedeannümrg
jeweils so zu ordnen, dah eine deutsche Stadt entsteht. Sind d:e Städte richtig gefunden, so ergeben ihre Urisangsbuchstaben von oben nach unten ge- lesen wieder eine deutsche Stadt.
_____ > R. L.
Ergännrngsrütlel. •
.Treten Sie näher!" sprach der —
Und machte einen tiefen —
Zum Ankauf möcht' ich Ihnen —
Bezahlen können Sie in —
. A. sprach zu seinem Freund: .Nun —
Der Dichter X. bekommt ein — l"
.Was nutzt mich", sagt der. .eine —,
Ich zöge vor ein fettes —!"
Den Fürsten nannte man einst —,
Der mit den Seinen hin und —
Auflösungen ;u den Rätseln der
vorigen Nummer.
Walyemat. Äufgave: Der Spruch des Richters war gereckt, denn: 8 Brote waren da. für 3 Mann; jeder aß also 8 | 3 Brote. Der eine gab 5 = aß davon «j, und
gab also ^idem angekommenen Araber. Der anderederBeduinen
nahm 3 — '' 3 Brote aus seinem Beutel, atz davon g | 3 und konnte also dem Gaste nur " 3 Brot geben. Deshalb mußte der eine für die 7 | 3 Brote, die er dem Fremden -ab. die Belohnung von sieben Goldstücken, der andere für 'j, Brot, das er abgab. ein Goldstück bekommen, da der Fremde acht Goldstücke gab. " ”
Worträtsel: .Lachsforelle."
Grgäuzungsrätsel: .Buche — Lachen — Weinen — Fliegen — Bergen — Baden-Baden — Bank — Stock r— Kriege — Hüten — Grauen — Platz.'
preise zu den Auflösungen der vorletzten Nummer.
1. Milet: „Die beste Verteidigung ist der Angriff".
2. Rätsel: „Rabe. Rebe, Robe, Rübe".
3. Sättel: „Kaufen, lausen, raufen, saufen, taufen".
Es liefen dieses Mal so viele richtige Lösungen ein. daß wir durch Los nur die folgenden 12 Einsender mit Vreisen bedenken konnten: San.-Üntoffz. Fechtig. Heuberg: Gefr. Knecht. Frankfurt; San.-Geft. Wappler, Hanau; Schütze Eifert. Frankfurt; Gefr Plauk. Rappenau; Kanon. Groß, Frankfurt; Musk. Lamprecht, Nordhausen; Sergt. Jost, Reichelsheim; Arm-Sold. Oberholthaus, Fulda; Einj.- Gefr. Poller, Frankfurt; Musk.Bcrtsch. Frankfurt; Wachtmeister Nocke, Darmstadt.
Die Lazarett-Zeitung erscheint zweimal wonatttch. Den Verwundeten. Kranken und Genesenden Im «eztr» bei XI., XIV. und XVIII. Armeekorps steht fie tm Lazarett - unentgeltlich zur Verfügung.
Zuschriften find zu aoressteren: Lazarett-Zeitung. Frank, furt a. M. Dbeat ervlad 14.
Verantwortliche Schriftlettung ehrenamtlich Dr. Larl Gebhardt in Frankfurt a. M.
Druck von^L öder £ (io.; Frankfurt o. Glbestratz« st


