Ausgabe 
1.10.1918
Seite
4
 
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raiaecff-Bcifuttg.

Beruf aufgefaßt ein Makel, der nicht selten mit

dkm des Faulenzers verbunden wird und den

baben unsere Kriegsbeschädigten, die Leben und

Gesundheit aufs Spiel gesetzt haben, wirklich nicht verdient!

Wie schon gesagt: der aufrechte Kriegsbeschädigte versucht es vorerst im erlernten Berus; gelingt es rhm nicht/ hier ausreichendes Brot zu finden, dann rm Benehmen mit den Fürsorgestellen und Berufs­gutachtern an einen neuen Beruf heran! Aber nur kein Mitleid. Wenn ich schon etwas beanspruche, dann mein gutes Recht, aber keine Gnade! Ein Necht habe ich nach vollbrachter Arbeit auf den ausgemachten Lohn, ein Recht habe ich auf aus­reichende Versorgung, wenn meine Arbeitsunfähigkeit einwandfrei nochgewiesen ist. ein Recht habe ich auf die Hufe aller Einrichtungen, die sich die Hilfeleistung und Fürsorge für die Kriegsbeschädigten zum Ziel geste^. haben. Ich brauche mich deshalb nicht an die Allgemeinheit zu wenden in der Form der un­mittelbaren oder mittelbaren Inanspruchnahme- des Mitleids der andern, sondern ich will nach bestem Können eine geregelte Tätigkeit ausüben und Mit­arbeiten auf dem Platz, den ich ausfüllen kann. Das ist der Stolz und d-'e Ehre des Kriegsbeschä­digten. ^ Dieses Recht auf die Selbstachtung wird dem Kriegsbeschädigten kein Mensch versagen, sondern wird sich innig dessen freuen und tun, was in seinen Kräften steht, um dielen Geist zu wecken und zu pflegen. Und darum: keinen Hausierteruf für unsere Kriegsbeschädigten! Wie der Soldat bn der Fahne ausgehalten hat, so der Kriegsbe­schädigte ,m erlernten Beruf! Rur keinen Verlegen­heitsberuf! ö

Beratung

pie Kriegsöeschädigtenfürlorge.

Aus dem Arbeitsgebiet des Keichsausschusses.

Die Vielgestaltigkeit der Aufgaben, die mit der wachsenden Zahl der Kriegsbeschädigten an die Für­sorge herantrater. machte schon früh eine organische Zusammenfassung aller an ihrRn mitarbeitenden Stellen notwendig. In dem Reichsausschuh für Knegsbeschäoigrenfürsorge zu Berlin schufen sich die

einzelnen Hauptfürsorgeorganisationen die erforder­liche Spitze.

Als wesentlichstes Ergebnis der nun bald drei­jährigen Arbeit desselben bezw.' seiner Geschäfts­stelle ist wohl zu buchen, daß er in allen wesent­lichen Fragen ein gleichmäßiges Arbeiten der ver­schieden zusammengesetzten Fürsorgeorganisationen herbeiführen konnte. Dieser Erfolg findet in der Tatsache eine wesentliche Ergänzung, dah die Ver­treter der Einzelorganisationen in dem Reichsaus- schuß durch den Austausch der hier und da ge­machten Erfahrungen in die Lage versetzt wurden, vorbildliche Einrichtungen in einzelnen Bezirken überall im Reiche nachzubilden. So konnte die Arbeitsmethode der Fürsorge in einer Weise aus­gebildet werden, dah sie in den Reichstagsoerhand­lungen am 22. Juni die Anerkennung aller Redner zum Haushalt des Pensiontzfonds fand.

Zur Vorberatung der auf dem Gebiete der Für­sorge auftauchenden Fragen hat der Reichsausschuh zehn Sonderausschüsse gebildet, in denen neben den Vertretern der Hauptfürsorgeorganisationen auch militärische und bürgerliche Behörden. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände, Vertreter der Reichstags­parteien, der Aerzteschaft und größerer Wohlsahrts- verbände Mitarbeiten. Die Regierung ist bei den Verhandlungen des ReichSarbeitsauSschusses und der Sonderausschüsse durch Beauftragte der zuständigen Ministerien und Reichkämter vertreten.

Zu den brennenden Fragen der Rentenreform. der Ausgestaltung des Kapitalabfindungsgesetzes und der Neuordnung des Spruchverfahrens in Renten- sachen hat der Reichsausschuh richtunggebende Vor­schläge an die Reichs- und Staatsbehörden gerichtet, die auch Gegenstand der Debatte in den oben zitierten Reichstagsverhandlungen bildeten. Als Erfolg der Arbeit auf diesem Gebiete ist wohl auch die von der Negierung in diesen Verhandlungen angekündigte Gewährung von Teuerungszuschlägen zu den Renten anzusehen, die bis zur endgültigen Durchführung der Rentenreform die gröbsten Härten der heutigen Rentenversorgung ausgleichen dürsten.

p rMt f_I e ber Lazarett-Beratung des Roten

Kreuzes Frankfurt will dem Interesse der Verwundeten

bct Lazarett-Zeitung dienen. Jede, btf prägen, die er auf dem Herren dat seien fli

s^i^ «chtlicher Natur oder wie immer,

0" d e Lazarett-Beratung richten. SS soll auf jede

Antwort gegeben und die Möglichkeit ge«

SSJS f-f» SB wrtl *c

m " »Hffioun. ... Ricken

. "l^-rlich. Die Zentralstelle der

H t» 5 » bfn verwundeten für persönliche Anfragen zur Verfügung. ^

jpfonfer g. M- Frage: Ich geriet im Juli

19 rrL r 5^. e Gefangenschaft, wobei mir vom russtschen Militär Taschenuhr und etwas Bargeld abgenommen wurde. Auch erhielt ich von meinen Angehörigen öfters Geldsendungen, die ich bei der Rückwanderung nach Deutschland verbrauchte. Habe ich Anrecht auf Vergütung von Uhr und Geld? - Antwort: Eine Vergütung kann bei beson-

deren Ausgaben bei Rückkehr ans der Gefangen­schaft nur durch das Kriegsministerium bewilligt

werden an dos Sie sich auf dem Dienstwege wen- den wollen.

Musk. I. K. Frage: Ich erhielt von memem Truppenteil zehn Tage Urlaub, ein tele­graphisch erbet-ner Nachurlaub von zehn Tagen wurde mir ebenfalls bewilligt, doch .wurde mir bei der Rückkehr de Mitteilung, daß mir für die letzten

l» Verpflegungsgeld zustehe. Entspricht

das den Bestürmungen? Antwort: Es ist

mcht richtig, dah für Nachurlaub im allgemeinen Verpslegurgsgeld nicht gewährt wird. Beantragen S,e auf dem Dienstweg höhere Entscheidung.

- Frage: Ist es angängig, dah ich

wahrend des Lazaretlaufentholtcs zum Arbeitsdienst kommandiert werden kann? Antwort: Wenn Ihr Gesundheitszustand es gestattet, so können Sie wahrend des Lazarettaufenthaltes gleich wie bei der truppe zum Arbeitsdienst kommandiert werden.

Kren. K. K. Frage: Sind die im Offiziers­rang stehenden Angehörigen der deutschen Feldpost Militarbeamten gleichzuachten und müssen sie dem­nach gegrüßt werden? Antwort: Nach den gegenwärtig geltenden Bestimmungen sind diese Angehörigen der deutschen Feldpost Militärbeamte und müssen gegrüßt werden.

Wenn uns die Stadt nur gäb' mehr _

Sann könnte man sich einmal

Fritz war gefallen aus das

Drum klebt der Arzt ihm auf ein -

Ich möchte gern den Kuchen

Indessen fürchte ich die -

Doch will die Mutter Kuchen

Dann kauen wir mit vollen

Ich wüßte gern, aus welcher!

Schulz will, die G. m. b. H.

Der Kartenspieler sprach:

Sie gütigst mir. ich Hab'"

Wenn ich den Kerl nur eir.mal

Der Butter stahl aus meinem

Beim Rudern krieat man häufig

Die hindern sehr leim Flöte

Der unverschämte Gauner

Beim E.senhändler ein Stück

Ach!" seufzt die Fron,als (ch war, Ta war ich aller Sorgen"

Wenn ich beim Deklamieren

Dann droht ö»r Lehrer mit dem

..Pfui!", sprach voll Zorn das junge _

Der Käse ist ja voller!"

Die vorstehenden Sätze sind dadurch zu er­gänzen, daß statt der Striche gleichlautende Haupte oder Zeitworte eingesetzt werden. X atn Lieck.

Sehr freuen würde es uns, wenn unsere Leser uns weitere Ergänzungsrätsel einsendeü würden.

ütsel

^'s! Was sie bedeuten fing niemals an;

Fuß vom ersten Worte,

'uf ertönt alsdann, beim zweiten Worte,

Was bfttfjf, ist heut von großem Wert;

Wer es besitzt, der wird beneidet.

Es w'.rb von alt und jung begehrt.

_ Xaver Lieck.

Die Lösungen sind mit genauer Adresse der Ein-- sender bis 15. Oktober einzusenden an die Lazarett-^ Zeitung, Frankfurt a. M.. Theaterplatz 14. Au? dem Briefumschlag soll das Wort .RätsellösungE stehen. (Innerhalb des Postbezirks Frankfurt a. M. ist die Zusendung als Feldpostbrief nicht zulässig.)

Die Lösungen haben nur Gültigkeit, wenn sie vollständig sind.

Zwei Hört ni- Nimm Ein

Das gl§ch^

_ MI IVf. _

Mirrrvar.

Die folgendes Buchstabkn:

nnrfugatew

t i a b r r o gnnbaare

unndsoaehr buufkrenae ddttaeersunf n n a u V

a a r t t t s tedeannümrg

jeweils so zu ordnen, dah eine deutsche Stadt entsteht. Sind d:e Städte richtig gefunden, so ergeben ihre Urisangsbuchstaben von oben nach unten ge- lesen wieder eine deutsche Stadt.

_____ > R. L.

Ergännrngsrütlel.

.Treten Sie näher!" sprach der

Und machte einen tiefen

Zum Ankauf möcht' ich Ihnen

Bezahlen können Sie in

. A. sprach zu seinem Freund: .Nun

Der Dichter X. bekommt ein l"

.Was nutzt mich", sagt der. .eine,

Ich zöge vor ein fettes!"

Den Fürsten nannte man einst,

Der mit den Seinen hin und

Auflösungen ;u den Rätseln der

vorigen Nummer.

Walyemat. Äufgave: Der Spruch des Richters war gereckt, denn: 8 Brote waren da. für 3 Mann; jeder also 8 | 3 Brote. Der eine gab 5 = davon «j, und

gab also ^idem angekommenen Araber. Der anderederBeduinen

nahm 3 '' 3 Brote aus seinem Beutel, atz davon g | 3 und konnte also dem Gaste nur " 3 Brot geben. Deshalb mußte der eine für die 7 | 3 Brote, die er dem Fremden -ab. die Belohnung von sieben Goldstücken, der andere für 'j, Brot, das er abgab. ein Goldstück bekommen, da der Fremde acht Goldstücke gab. "

Worträtsel: .Lachsforelle."

Grgäuzungsrätsel: .Buche Lachen Weinen Fliegen Bergen Baden-Baden Bank Stock r Kriege Hüten Grauen Platz.'

preise zu den Auflösungen der vorletzten Nummer.

1. Milet:Die beste Verteidigung ist der Angriff".

2. Rätsel:Rabe. Rebe, Robe, Rübe".

3. Sättel:Kaufen, lausen, raufen, saufen, taufen".

Es liefen dieses Mal so viele richtige Lösungen ein. daß wir durch Los nur die folgenden 12 Einsender mit Vreisen bedenken konnten: San.-Üntoffz. Fechtig. Heuberg: Gefr. Knecht. Frankfurt; San.-Geft. Wappler, Hanau; Schütze Eifert. Frankfurt; Gefr Plauk. Rappenau; Kanon. Groß, Frankfurt; Musk. Lamprecht, Nordhausen; Sergt. Jost, Reichelsheim; Arm-Sold. Oberholthaus, Fulda; Einj.- Gefr. Poller, Frankfurt; Musk.Bcrtsch. Frankfurt; Wacht­meister Nocke, Darmstadt.

Die Lazarett-Zeitung erscheint zweimal wonatttch. Den Verwundeten. Kranken und Genesenden Im «eztr» bei XI., XIV. und XVIII. Armeekorps steht fie tm Lazarett - unentgeltlich zur Verfügung.

Zuschriften find zu aoressteren: Lazarett-Zeitung. Frank, furt a. M. Dbeat ervlad 14.

Verantwortliche Schriftlettung ehrenamtlich Dr. Larl Gebhardt in Frankfurt a. M.

Druck von^L öder £ (io.; Frankfurt o. Glbestratz« st