Ausgabe 
15.9.1918
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4
 
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Lajnvett-Jcikung.

LazareLt-Aeralung

Die Zentralstelle der Lazarett-Beratung deS Roten Kreuzes Frankfurt will dem Interesse der Verwundeten und Kranken im Bezirk der Lazarett-Zeitung dienen. Jeder möge die Fragen, die er auf dem Herzen hat, feien str wirtschaftlicher Natur, rechtlicher Natur oder wie immer, schriftlich an die Lazarett^Seratung richten. SS soll auf jede Frage brieflich Antwort gegeben und die Möglichkeit ge« sucht werden. Rat und Beistand zu schaffen. Ant. Worten von allgemeinem Interesse werden ohne Na. menSnennung in der Lazarett. Zeitung veröffentlicht, vertrauliche Behandlung wird zugefichert. daher anonyme Anfragen verbeten. Die Zuschriften sind zu richten: An die Lazarett.Beratung, Frankfurt a. M., Kriegsfürsorge. Dheaterplatz 14. Beifügung von Rückporto ist dicht erforderlich. Die Zentralstelle der Lazarett-Beratung steht auch täglich von 4 5 Uhr den Verwundeten für Persönliche Anfragen zur Verfügung.

Skizze beizusügen. Bei kleinen, schwer aufzufindenden Orten ist auf die nächste große Ortschaft Bezug zu nehmen. 3. Wer die Ueberführung bewirken soll. Grundsätzlich muß ein Verwandter oder Freund zugezogen werden, der bei Erkennung der Leiche mitwirkt. 4. Daß sich der Gesuchsteller allen Be­dingungen unterwirft, die von der Militärbehörde aufgestellt sind. Liegt das Grab im Operationsge­biet, so leitet die Etappeninspektion daS Gesuch an das Armee-Oberkommando weiter, dem die Ent­scheidung über die Zulässigkeit der Rückführung zu­steht. In den Monaten Mai bis einschließlich Sep­tember ist eine Rückführung ausgeschlossen. Ueber die Kosten der Rückführung kann allgemein nichts gesagt werden. Eine Benachrichtigung der Kompagnie des Gefallenen ist nicht erforderlich.

Scherz

SanilStssergeaut A. Sch. Frage: I. Welche Kasien bieten die größte Sicherheit? z. B. Reichs­bank, Kreiskasse, Spar- und Darlehnskasse usw. 2. Welche Einlage ist am sichersten und vorteilhaftesten a) Bareinlage, d) Wertpapiere? 3. Welche deutschen Wertpapiere sind als gut zu empfehlen ausschließlich Kriegsanleihe?Antwort: Da es sich bei Ihrer

Anfrage um eine Sparanlage handeln dürfte, so kommt eine Reichsbank nicht in Betracht, da' sie keine verzinslichen Depositen annimmt. Es erscheint am zweckmäßigsten, die Einlagen in erster Linie bei der städtischen Sparkasse in Frankfurt am Main, die Proz. Zinsen vergütet, vorzunehmen. Die Frankfurter Sparkasse der Polytechnischen Gesellschaft ist ebenfalls sehr gut fundiert. Um keinen Preis- differenzen ausgesetzt zu sein, wäre eine Einlage bei der Sparkasse Wertpapieren vorzuziehen. Wenn sie nicht auf Kriegsanleihe reflektieren, kämen na­mentlich die Obligationen der verschiedenen deutschen Bundesstaaten oder deutschen Städte in Betracht mit denen man höhere Zinsen, als mit Sparein­lagen bei d^er Sparkasse macht.

tj. ^"Eeroffizier W. K. Frage: Ich war wegen

schweren chronischen^Magen- und Darmleidens, das 9 ,n den Kai Mhen zugezogen hatte, als d. u. entlassen worden. Später wurde ich wieder als a. v. nach einer neuen Musterung eingezogrn. Steht mir nun das Verwundetenabzeichen zu? Antwort' Nach einer Verfügung des Kriegsministeriums vom . 5 - 1918 haben Persönlichkeiten, die auf Grund einer durch die besonderen Gefahren des Kriegs­dienstes hervorgerufenen oder verschlimmerten Ge- sundheitsbeschädigung als d. u. aus dem Heeres­dienst entlassen, bei einer späteren Musterung jedoch als a. v. eingezogen worden sind, nach Ziffer 4 der Ausfühmngs-Bestimmungen vom 1 4 18 Armeeverordnungsblatt 1918 Seite 169 Anspruch auf das Verwundetenabzeichen.

K. S. Frage: Im Juni dieses Jahres ßel mein B-uder an der Somme und liegt auf dem Soldatenfriedhof Ham, Departement Somme, begraben. Ich möchte die Leiche meines Bruders m die Heimat überführen lassen und bitte mir über folgende Fragen Auskunft zu geben: 1. Wann kann oke Uebeisuhrung bewerkstelligt werden? 2. Ist meine^ Anwesenheit dabei erforderlich? 3 . Wohin mu;; ich ein diesbezügliches Gesuch richten? 4 Wie teuer wird die Ueberführung für mich? 5 . Ist eine Ueb-rsührung nicht möglich, wenn die Bcgräbnis-

r Ö « 8Cnbem Operationsgebiet sich befindet?

6. Muß die Kompagnie meines gefallenen Bruders von der Ueberführung benachrichtigt werden ? A n t - wort: Ueber die Rückführung von Leichen Ge-

rÄVi" Kriegsschauplatz nach der Heimat ent­hält das Armeeverordnungsblatt 1915 Nr 49 die

grundlegenden Bestimmungen. Hiernach sind G-such- um Rückführung von Leichen an das stellvertretende

äU ridflfen ' ba8 für den Wohnort des Gesuchstellers zuständig ist. In dem Gesuch ist

darzulegen 1. Daß es sich um ein Einzelgrab handelt,

da Massen, und Reihengräber nicht geöffnet werden

dürfen. 2. Wo das Grab liegt. Die Angabe muß

so genau als irgend möglich sein, tunlichst ist eine

Fremden-Alp enjodler 1918.

Früher sangen Mann, Frau, Kind: Auf der Alm, da g'bl's ka Sünd!" Jetzt hört immer man nur dees:

,,'s gibt ka Milch dort und ka Käs!'

Mathrmotische Aufgabe.

Heiß brennt die Sonne auf Aegyptens Wüsten­sand. Ermattet schleppt sich ein Mann, ein Kamel mn Halfter führend, die Karawanenstraße vorwärts Schon ,st er btt Verzweiflung nahe - denn leer .(inb die Wasserschläuche und die Brotbeutel da wmkt ihm das frische Grün einer Oase Rettung. Sich aufraffend e.lt er mit beschleunigten Schrillen auf sie zu. Endlich angelangt, ruft er mit heiserer Stimme zwe, ,m Schatten hoher Palmen sitzenden Beduinen zu: .Allah zum Gruß! Seht mich liebe, Brüder, ermattet von der Sonne Glut; nichts habe :ch mehr zur Labung; weit ist noch mein Weg und schon fallen des Abends Schleier. at&t mir

rr nb "Wich will ich euch lohnen I" Die

beiden also Angesprochenen willigen ei», mit dem

Bittenden ihre Mahlze.t zu teilen. Der eine nimmt aus seinem Beutel fünf, der andere aus dem seinen drei Brote und diese acht Brote verzehren die drei zusammen. Danach legen sie sich zur Ruhe. Am Morgen rwll der Araber nun wieder krisch gestärkt mit seinem Kamel 'weiter. Ehe er von dannen zieht, gibt er den beiden, die ihn bewirteten, acht Goldstücke. .Nehmet sie für das Brot, das ihr mm gabt und teilt es euch I" dann machte er sich auf den Weg und die beiden gingen an d,e Teilung des Goldes. .Ich-, sprach der eine, .gab fünf Brote, bekomme also fünf Gold- "ucke ^und du deren drei für deine drei Brote.' 'Kein', ruf der andere,haben wir das Brot wie Bruder geteilt, teilen mir auch brüderlich das Gold. ieder nehme die Hälfte!' Damit war der andere i-doch nicht einverstanden, sie kommen in Streu und beschließen vor den Richter zu gehen.

Als sie d'esem die Sache vorgetragen, gibt er nach einiger Ueberlegvng den Spruch- Du der

b " fünf Brote gabst, erhältst sieben, und du. der du drei Brote gabst, ein Goldstück.' Erst niachien

rl V," Huntes Gesicht, dann teilten sie

jlch das Gold nach des Richters Spruch.

, U" b du- li°b-rL°ser. überlege, ob gerecht war das. llrte.l des Richters und begründe dein Ja oder

Fr. Zwick.

Mortrütsel.

Das erste ist ein Fisch,

Ein Fisch ist auch das zweite,

Das Ganze ebenso!

Allein wo kriegt man's heute?

Xaver Lieck.

Ergarirungsratsel.

Die Jungfrau saß mit ihrem

Im Schatten einer großen

Nach dem Gewitter war's zum

Wie alles patschte durch die

Die große Teuerung in den

Ist in der Tat beinah zum

Ob uns're Tapfern wohl beim

Belästigt werden auch durch ?

Bei einem Schneesturm in den

Kann sich der Wand'rer oft nicht

Ich war zur Kur in-

Und mußte täglich zweimal

Eh' ich mein Geld hol' in der

Setz' ich mich dort auf eine

Muß steigen ich zum dritten

So stütz' ich mich auf meinen

Der Jüngling hofft, daß nach dem

Er seinen Schatz zum Weibchen

Wenn seine Gattin spricht von

Mag sich der arme Eh'mann

Beim Trommelfeuer faßt ein

Selbst die beherztesten der

Ta sitzt der Keil auf meinem

Halt mich! daß ich vor Wut nicht

Die vorstehenden Sätze sind dadurch zu er­gänzen, daß statt der Striche gleichlautende Haupt­oder Zeitworte eingesetzt werden. Xaver Lieck.

Die Lösungen sind mit genauer Adresse der Ein­sender bis 1. Oktober einzusenden an die Lazarett-» Zeitung, Frankfurt a. M., Theaterplatz 14. Auf dem Briefumschlag soll das WortRätsellösung" stehen. (Innerhalb des Postbezirks Frankfurt a. M. ist die Zusendung als Feldpostbrief nicht zulässig.)

Die Lösungen haben nur Gültigkeit, wenn fte vollständig sind. -

Auflösungen j« den Rätseln der

vorigen Nummer.

1. Nätsek:Tie beste Verteidigung ist der Angriff".

2. Zlälfct:Rabe, Rebe, Robe, Rübe".

3. Zlätset:Kaufen, laufen, raufen, saufen, taufen"-

Nrelse ;u den Auflösungen der vorletzten Nummer.

1. Alälfet: .Greif- Reif.'

2. Wattzemat. Aufgabe:Sieben bezw. fünf Pfund."

3. Zlälfet: .Ter Schatten."

Preise erhielten: Telegraphist Zwicke, Frankfurt; Musk.

^chwcers, Ems; Ldstm. Keßler, Frankfurt; Grenadier Rogge, Wetzlar; Res. Stern. Frankfurt; Telegraphist Dietrich. Darmstadt; Armierungssoldat Overholthaus,'Fulda; Kanonier Graf. Kl.-Auheim; Ldstm. Elsas, Worms; Gefr. Jacob. Leinefelde; Untrroffz. Bäuchle. Frankfurt; Gefr. Schöcklin, Gr.-Auheim; Musk. Braun, Nauheim; Grenadier Kleckers, Herschbach; San.-Gefr. Wappler, Hanau.

Die Lazarett.Zeitung erscheint zweimal monatlich. Den Verwundeten, Kranken und Genesenden im Bezirk de» XI., XIV. und XVIII. Armeekorps steht sie im Lazarett unentgeltlich zur Verfügung.

Zuschriften find zu adressieren: Lazarett.Zeitung, Frank­furt a. M., Lheaterplatz 14.

Verantwortliche Schriftleitung ehrenamtlich Dr. Earl Gebhardt in Frankfurt a. M.

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