Kleine Mitteilungen.
^aLlonalstiftung für Kinterötievene und
Keichs-Arieger-Pavk.
Um ein fruchtbares Zusammenarbeiten in den Fragen der KriegSteilnehmersürsorge herbeizusühren, wird vom ,Kl)ffhäuser.Bund der deutschen Landes- Kriegerverbände" eine möglichst rege Betätigung .seiner Mitglieder in den Ausschüssen der National- ftiftung angestrebt. Das Präsidium der National- stiftung ist diesem berechtigten Wunsche auch be- reitwilligst entgegengekommen. In die preußischen Provinzialausschüsse der Nationalstistung sind überall Vertreter der Kriegervereinc berufen. So ist eine nutzbringende organi'atorisch Verbindung her- Weiterhin br',tchl. wc $ litgerocieine
das Bestreben, auch für die örtlichen Fürsorgestellen, das heißt die Kreisausschüsse und die in der Regel kommunal organisierten „amtlichen Fürsorgestellen für Kriegshinterbliebene" die langjährigen reichen Erfahrungen auf dem Gebiete der sozialen Krieger- sürs,rge nutzbar zu machen, die im KriegervereinS- leben gesammelt sind, und durch Eintritt von Kriegervereinsmitgliedern die Arbeit dieser Ausflüsse tatkräftig zu fördern, insbesondere aber hierbei in die .amtliche" Fürsorge das kameradschaftliche Empfinden hineinzutragen.
Auch außerhalb Preußens sind die. Kriegerver- cine in den Landesausschüssen der Nationalstistung in der Regel bereits vertreten, ebenso in den Körperschaften der der Nationalstistung angeschlossenen Vereine „Heimatdank" im Königreich Sachsen und im Großherzogtum Baden.
Ein Zusammenarbeiten von Nationalstiftung und Reichs-Krieger-Dank soll durch gegenseitige Wahl von Vertretern in die beiderseitigen Organisationen gewährleistet werden. Dieses Zusammengehen ist dringend nötig angesichts der Sonderaus- gäbe des Neichs-Krieger-DankS, der, auf Beschluß deS Kyffhäuser-Bundes am 8. September ins Leben gerufen, die lrtzte große Lücke in de KZcgSteil- nehmerfürsorge schließen soll durch Erfassung der- jenigen Kriegsteilnehmer, die weder unter die Satzung der Nationalstistung. noch unter die der amtlichen Kriegsbeschädigtenfürsorge fallen, d. h. solcher, deren Bedürftigkeit in keinem unmittelbaren Zusammenhänge mit dem Kriege steht.
Lazarett-Aeralung.
Tie Zentralstelle der Lazarett-Beratung deS Roten Kreuzes Frankfurt will dem Interesse der Verwundeten und Kranken im Bezirk der Lazarett-Zeitung dienen. Jede, möge die Fragen, die er auf dem Herzen hat. seien sie wirtschaftlicher Natur, rechtlicher Natur oder wie immer, schriftlich an die Lazarett-Beratung richten. Ls soll auf jede Frage brieflich Antwort gegeben und die Möglichkeit ge- sucht werden. Rat und Beistand schaffen, «nt- Worten von allgemeinem Intereffe werden ohne Na. mensncnnung in der Lazarett. Zeitung veröffentlicht, vertrauliche Behandlung wird zugefichert. daher anonyme Anfragen verbeten. Die Zuschriften sind zu richten: >«n die Lazarett.Beratung, Frankfurt a. M., Kriegsfürsorge. Lheaterplatz 14. Beifügung von Rückporto ist nicht erforderlich. Die Zentralstelle der Lazarett-Beratung steht auch täglich von 4—5 Uhr den Verwundeten für persönliche Anfragen zur Verfügung.
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Wititärkrankenwärler <A. K. Frage: Ich besitze eine Ausrechnungskarte über 62 Wochen (Oktober 1910 bis 1911). ferner habe ich eine zweijährige Dienstzeit (1911 bis 1913) und dann wieder anschließend Beitragswochen b'.s zu meiner Einzie- hung zum Heeresdienst am 2. August 1914 aufzu- weisen. Am 9. August wurde ich bereits schwer verwundet. Steht mir nun Krankenrente zu, nachdem ich vom 9. August 1914 bis 13. Juli 1916 im Lazarett gelegen bin. — Antwort: Wenn Ihre Angaben genau stimmen, so hätten sie, da Militär-
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und Lazarettzeit bei der Errechnung der 200 nötigen Wochenbeiträge mitgerechnet werden, eine genügend große Zahl von Beitragswochen aufzuweisen, um Antrag auf die Jnvaliden-Krankenrente stellen zu können. Da dieser Antrag aber nach § 1263 der N. V. O. spätestens innerhalb eines Jahres gestellt werden muß, so können Sie keine Ansprüche an die Invalidenversicherung geltend machen. Nur für den Fall, daß Sie durch Verhältnisse, die außerhalb Ihres Willens lagen, verhindert worden wären, den Antrag rechtzeitig zu stellen, hätte eine Ausnahme von den Bestimmungen deS § 1253 stattfinden können.
Dragoner K. K. Frage: Ich litt in russischer Gefangenschaft an Beinskorbut und möchte wissen, ob mir nun, nachdem ich ausgetauscht bin, noch nachträglich Jnvaliden-Krankenrente bewilligt werden kann. — Antwort: Wenn die allgemeinen Bedingungen zur Erlangung der Jnoaliden-Kranken- rente erfüllt sind, so können Sie Krankenrente bei Ihrer zuständigen Landesversicherungsanstalt beantragen. Die Gefangenschaft bedingte Verhältnisse, die Sie verhindern mußten, den Antrag auf Rente rechtzeitig zu stellen; die Erfordernisse des § 1263 der R. V. O. können Ihnen gegenüber daher nicht geltend gemacht werden.
Santtätsunteroffizier A. Frage: Ich war
schon vor Kriegsausbruch jahrelanges Mitglied einer sogenannten Zuschußkasse. Auch nach meiner Einziehung zahlte ich meine Beiträge weiter. Als ich jedoch im vorigen Jahre erkrankte und Krankengeld beanspruchte, weigerte die Kasse die Zahlung, zahlte mir allerdings die während meiner Dienstzeit eingezahlte Summe wieder zurück. Kann ich trotzdem Krankengeld beanspruchen? — Antwort: Während ber Kriegsdienstzeit sind von den Zuschußkassen keine Leistungen zu erwarten. Da Ihnen die Kasse die während der Kriegsdienstzeit geleisteten Beiträge wieder ausgezahlt hat, so können sie weitere Schritte
nicht unternehmen.
Scherz und Mtsel.
Feldpostbrief.
„Die Zigarren, die ihr geschickt habt, tun mir ourzusäl e Dienste. Sobald ich eine davon anstecke, nimmt sie mir der Herr Leutnant aus der Hand und gibt mir eine bessere dafür!"
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Da« große Umlernen.
An einer Haltestelle der Berliner Elektrischen
steht Hasselraut, der llammermusiker, mit seinem Cello und wartet.
Der erste Wagen ist besetzt.
Der zweite Wagen ist besetzt.
Endlich kommt ein Wagen, auf dem noch ein schmaler Platz frei ist. „Eine Person I" ruft die Schaffnerin. Hasselraut schwingt sich hinauf. Da sieht die Schaffnerin das Cello und fordert den Musiker auf. wieder abzusteigen.
„Aber Früulcin," brüllt Hasselraut verzweifelt „ich stehe schon eine volle Stunde, und ich muß doch ins Konzert. Was soll ich denn bloß machen?"
„We>ß ich? Werden sie doch Flötist I"
1. Rätsel.
Dos Jtälselwort? — Ein Fabeltier Bekannt aus alten Sagen,
Dem wollen wir jetzt kurzer Hand Einmal den Kopf abschlagen.
Dadurch entsteht ein zweites Wort,
Das mannigfach zu deuten:
Cs reizte in uralter Zeit Zu kämpfen und zu streiten Die Götter, Niesen, Zwerge auf.
Ein jeder wollt'S besitzen.
Wer es besaß, ward sein nicht froh '
Und konnt's nicht dauernd nützen.
Druck vs« Söve, * fco., Frankfurt a. I ä., tiöcfrafci SH
Der Landmann denkt ans zweite Wort Mit Bangen oft und Zagen,
Ob noch so hell in Busch und Wald Die Nachtigallen schlagen.
Stets ward es als der Treue Pfand Von Liebenden geschätzet Und oft mit edlen Steinen auch Von Künstlerhand besetzet.
In lust'gem Spiele treiben es Die Buben auf der Gasse Und schließlich braucht der Küfer es Auch noch zu seinem Faße.
Einsender Xaver Lieck.
Mathematische Aufsave.
Schwer bepackt ein Eselchen ging und de« Eselchens
Mutter; j
Unb die Eselin seufzete sehr; da sagte das Söhnlein: .Mutter, was klagst und stöhnst du doch, wie ein
jammerndes Mägdlein?
Gib ein Pfund mir ab, so trag ich doppelte Bürde; Nimmst du es aber von mir. gleichviel dann haben
wir beide."
Rechne mir aus, wenn du kannst, mein Bester,
wieviel sie getragen.
Die Lösung soll nicht geraten werden, auch nicht durch Ansatz einer mathematischen Gleichung errechnet. Als richtige Lösungen gelten nur solche Einsendungen, welche angeben, wie die Antwort
auf die gestellte Frage durch einfache Ueberleauna gefunden worden ist.
2. Rätsel.
Ich bm dir treu bei Sonnenschein und Licht; Doch folg' ich dir durch Nacht und Dunkel nicht. Dem Schmeichler gleich, bin ich dein zweites Ich In Glanzes Schein; wird's trüb, verlaß ich dich.
Die Lösungen sind mit genauer Adresse der Einsender bis 1. Septbr. einzusenden an die Lazarett- Zeitung, Frankfurt a. M., Theaterplatz 14. Auf dem Briefumschlag soll das Wort .Nütsellösung" stehen. (Innerhalb des Postbezirks Frankfurt a. M. ist die Zusendung als Feldpostbrief nicht zulässig.)'
Die Lösungen haben nur Gültigkeit, wenn sie. vollständig sind.
Auflösungen ;u den Rätseln der
vorigen Nummer.
SttS-»rSIk«k: Wir Deutsche fürchten Gott, sonst
nichts auf der Welt.
Wirrwarr: .Rätselpreis.* *
Aätset: .Bleifeder."
Nreise zu den Auflösungen der vorletzten Nummer.
1. Akätset: Der Buchstabe „I" — 4 richtige Lösungen. Worträtsel: Brieftasche = 3 richtige Lösungen.
2. Nälsek: Hanswurst — 2 richtige Lösungen.
Preise erhielten: Grenadier Egolf. Frankfurt a. M. Kanonier Blödorn, Frankfurt a. M.
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Die Lazarett.Zeitung erscheint zweimal monatlich. Len Verwundeten, Kranken und Genesenden im Bezirk de» XI., XIV. und XVIII. Armeekorps steht sie im Lazarett unentgeltlich zur Verfügung.
Zuschriften sind zu adressieren: Lazarett-Zeitung. Frank surt a. M., Dheaterplatz 14.
Verantwortliche Schriftleitung ehrenamtlich vr. Sarl Gebhardt in Frankfurt a. M.


