Ausgabe 
15.2.1918
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ITajactfl-Bettuttfl.

lungen mit dem Reichsfreiherren von Stein' beschreibt Arndt diese Jahre. Wir lernen nicht nur ein eingehendes Kulturbild von Rußland kennen, sondern vor allem, wie echt deutsche Männer an ihrer Heimat hingen und ein freies einiges Deutschland wünschten.

Aber jene großen Kämpfe brachten nur die Freiheit, nicht die Einheit. Ein zweiter gewaltiger Krieg war nötig, 1870/71, um mit eigenem Blut die deutschen Stämme zu­sammenzuschmieden. Riesenhaft erhebt sich aus diesem Kampfe und dem Emporsteigen der deutschen Raffe-.zum Nationalstaat die Gestalt Otto von Bismarcks, unseres Nationalhelden. Wie jener Gedanke der Einigung in Bismarck lebendig wurde, wie er ihn durchsührte und vollendete, in Krieg und Frieden, das zu beschreiben ist das Lebensziel eines unserer bedeutendsten Historiker. InFürst Bismarck" von Erich Marcks schrieb dieser unter dem Eindruck, den er von dem Großen erhielt, als er den letzten Lebensabend bei ihm weilte. 6.

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Meine Wanderungen und Wandlungen" können zu 30 Psg. undFürst Bismarck" ebenfalls zu 30 Pfg., die in Marken (Feldpostbrief) vorher einzusend-n sind, von der Zentralstelle des Roten Kreuzes, Frank­furt a. M., Theaterplatz 14. bezogen werden. Es empfiehlt sich, daß sich mehrere Kameraden zusammentun und die Hefte beziehen. (In Frankfurt übernehmen die Lazarettvertrauensmänner die Bestellung.)

ZLüäierschau

I. W. Rutlmann, Berufswahl. Aegavung und Arbeitsleistung. (AuS Natur und Geisteswelt.) Verlag B. G. Teubner, Leipzig, 1.20 Mk. geheftet, 1.50 Mk. gebunden.

Das oben genannte Werk belehrt vor allem über die Berufswahl und ist deshalb für alle, die jetzt durch die veränderten Verhältnisse oder durch im Felde zugezogene Verwundungen und Erkrankungen gezwungen sind, eine Berufsänderung vorzunehmen, besonders wertvoll. Es gibt Aufschluß über die Eignung der einzelnen Persönlichkeit zu den verschiedenen Berussarten, und zwar auf Grund körper- licher und geistiger Befähigung. Schon aus den Erfahrungen der Kindheit läßt sich beurteilen, zu welchem Berufe der eine oder andere besonders geeignet ist. und diese Merkmale beleuchtet das Büchlein, und macht weiter auf die verschiedenen Gesichtspunkte aufmerksam, die beim Ergreifen eines Be­rufes berücksichtigt werden müssen. Die in ihrer Kürze in- haltreiche Darstellung ist sehr zu empfehlen. .

und Tätigkeit des menschlichen Körpers.

Einführung in die Physiologie des Menschen, von Prof. Dr. Heinrich Sachs, Privatdozent an der Universität und Nervenarzt in BreSlau. (Aus Natur und Geisteswelt) 1.20 Mk. geheftet 1.50 Mk. gebunden. Verlag B. G. Teubner, Leipzig.

Die nunmehr schon in der 4. Auflage in der bekannten, Sammlung: .Aus Natur und Geisteswelt' erscheinende Einführung in die Grundlagen der Anatomie und Physiologie des Menschen wird augenblicklich umsomehr willkommen sein, als die gegenwärtige Zeit an die Leistungs­fähigkeit des menschlichen Körpers nach vielen Richtungen große Anforderungen stellt. All denen, die sich Belehrung verschaffen wollen, wird die Neuauflage des bewährten Bänd­leins ein vortreffliches Hilfsmittel sein. Es zeigt, wie der Bau und die Einrichtung der Organe in zweckmäßiger Weise ihren Funktionen angepaßt werden und sucht durch Beispiele und Vergleiche aus dem täglichen Leben die Erscheinungen im Körper verständlich zu machen. Wir erfahren, inwieweit die Ernährung des menschlichen Körpers eine Rolle spielt, ferner die Leistungen der einzelnen Glieder und Sinnesorgane, endlich die Entstehung neuer Zellen und Organismen, wie sie durch die allgemeinen Naturgesetze bedingt sind.

Lazaretl-Aeratung.

Die Zentralstelle der Lazarett-Beratung des Roten Kreuzes Frankfurt will dem Interesse der Verwundeten und Kranken im Bezirk der Lazarett-Zeitung dienen. Jeder «öge die Fragen, die er auf dem Herzen hat. seien st« wirtschaftlicher Natur, rechtlicher Natur oder wie immer, schriftlich an die Lazarett-Beratung richten. Es soll auf jede

Frage brieflich Antwort gegeben und die Möglichkeit g* sucht werden, Rat und Beistand zu schaffen. And

Worten von allgemeinem Interesse werdep ohne Na­mensnennung in der Lazarett - Zeitung veröffentlicht. Vertrauliche Behandlung wird zugefichert, daher anonyme Anfragen verbeten. Die Zuschriften sind zu richten: An die Lazarett-Beratung, Frankfurt a. M., Kriegsfürsorge, Theaterplatz 14. Beifügung von Rückporto ist nicht erforderlich. Die Zentralstelle der L a z a rr t t - B e r a t u n g steht auch täglich von 45 Uhr den Verwundeten für persönliche Anfragen zur Verfügung.

Musketier K. Frage: Kann ich, wenn ich acht Wochen im Kriegslazarett gelegen habe, ver­langen, daß ich nach Deutschland komme oder in

ein anderes Lazarett verlegt werde? Antwort: Auch wenn Sie bereits acht Wochen im Kriegsla­zarett liegen, so haben Sie doch keinen Anspruch darauf, nach Deutschland zu kommen oder in ein anderer Lazarett verlegt zu werden. Es steht Ihnen jedoch nichts im Wege, dienstlich einen Antrag auf Verlegung in ein Heimatlazarett zu stellen. So­weit militärische Gründe dem Antrag nicht entgegen­stehen, wird ihm stattgegeben werden.

Militärkrankenwärter Frage: Worin besteht der Unterschied im Löhnungsoerhältnis von Militärkrankenwärter-Gemeinen und Militärkranken- wärter-Gefreitev? Betrifft die neuerliche Lohner­höhung der Mannschaften vom Dezember 1917 auch die Militärkrankenwärter? Antwort: Bis zum Februar 1917 bekamen Militärkrankenwärter- Gemeine und Militärkrankenwärter-Gefreite die gleiche Löhnnng von 5 80 Mk. für die Dekate. Im Februar 1917 wurde bestimmt, daß künftighin nur poch Militärkrankenwärter-Gesreie die höhere Löh­nung von 5.80 Mk. erhalten sollten, wobei jedoch der Vorbehalt getroffen wurde, daß diejenigen Militärkrankenwärter-Gemeine, die bereits im Ge­nüsse der höheren Löhnung von 5.80 Mk. waren, diese behalten sollten. Im Dezember 1917 ist die Löhnung sowohl bei Militärkrankenwärter-Gefreiten, wie bei Militärkrankenwärter-Gemeinen erhöht worden. Militärkrankenwärter-Gemeine, die im Ge­nosse der Löhnung von Militälkrankcmrärter-Ge- freiten waren, nehmen cn der Erhöhung der Löh­nung für Militärkrankenwärter-Gesreite teil.

Sanitäts-Mzefeldweöet M. Frage: Welche Bestimmungen bestehen über die Verwendung aus­getauschter Sanitätsmannschaften? Dürfen sie noch im Operations- oder Etappen-Gebiete verwandt werden? Antwort: Eine Bestimmung, wonach ausgetauschte Sanitätsmannschaften nicht mehr im Operations- oder Etappengebiet verwendet werden dürfen, besteht nicht. Sanitätsmannschaften können vielmehr nach ihrem Austausch unbeschränkt Ver­wendung finden.

Scherz und Kätsel.

Im Hospital in N. liegt der Landwehrmann Hermann Tröge. Er ist schechter Laune, denn sein Bein will absolut nicht heilen, wenigstens nach Ansicht des behandelnden Arztes nicht. Er selbst, Hermann Tröge, ist der Ansicht, daß er längst entlassen sein könnte.

Tröge ist wieder mal dabei, seinem Bettnach­barn sein Leid über den .Unverstand" des Arztes zu klagen, als es bekannt wird, daß der Kaiser am nächsten Tage das Lazarett besuchen wird.

.Junge," sagt Hermann zu seinem Kameraden, .das is sein, vielleicht fragt wich der Kaiser, wie mir's geht, und dann sollste mal sehn, morgen Abcnd bin ich bei Muttern in Wandsbeck!"

Am nächsten Tige kommt der Ka.ser und fragt auch richtig unfern Landwehrmann, wie es ihm ginge und ob es ihm h'er im Lazarett auch ge­fiele ?

.Na," denkt Tröges Nachbar, .nu wird er doch wohl mit seinem Wunsch losschießen." Aber Tröge sagt nichts, außer er sei ganz zufrieden, es ginge ihm sehr gut.

Als der Kaiser nun fort ist, fragt der Bett­nachbar:Mensch, Tröge, warum hast du denn nu vorhin nich dem Kaiser gesagt, daß du weg willst, wo er dir doch noch extra gefragt hat?!"

Mensch, du hast jut reden," sagt Tröge,ick Hab wer doch nich jetraut, der Feldwebel stand doch dabei.

unübersichtlichen Waldtal.Is dies nit schee« hier?" sagt sie, ergriffen vom Augenblick.

No scheen, aber wo isch do Schußfeld?" ant­wortet er.

Mortspielrätsel.

1. Insekt biblischer Name. 2. Gesotz = altes Schriftzeichen. 3. Männlicher Vorname = Himmelskörper. 4. Jlutz = Charaktereigenschaft. 5. Erfinder = Trinkgefätz. 6. Teil dis Kopfes = Gebirge. 7. Teil des Rades = Ruhezeit. 8. Handwerkszeug = Gebirge. 9. Befestigter Bau = Brennmaterial.

3ur Erklärung sei gesagt, dah die korrespon­dierenden Worte die gleichen Buchstaben enthalten. Ist das Rätsel richtig gelöst, so ergeben die An­fangsbuchstaben der Worte der ersten Reihe von oben nach unten gelesen den Namen eines berühm­ten Generals.

*

Unteroffizier Feinäugle aus dem Hohenzoller- schen ist seit drei Jahren im Feld Gewehrführer bei einer Maschinengewehrkompagnie. Sein Ge- sechtskalender kann ein ganzes Soldbuch mit den Namen westlicher und östlicher Schlachten füllen.

Man hat ihn wieder einmal in Urlaub fahren lassen. Eines Sonntagnachmittags Spaziergang mit der Braut. Müde von äußerer und innerer Hitze setzt man sich auf eine Bank in einem engen,

Eingesandt von Krankenwärter Eisenberger. Auerbach.

Silbenrätsel.

Aus folgenden 28 Silben sind 13 Wörter zu bilden, deren Anfangs- und Endbuchstaben von oben nach unten gelesen einen bekannten Spruch ergeben. Die Silben lauten:

a beibilChrist chro dameieigaz keit lala lalemamit nenenist rararatsen su tel uwel - zier.

Die Wörter bedeuten:

1. Meeresbewegung. 2. Ort. 3. Naturer­scheinung. 4. Eigenschaft, ö. Schmuck. 6. Mäd­chenname. 7. Mitglied einer Kirche. 8. Tier. 9 Schriftsteller. 10. Biblischer Name. 11. Insekt. 12. Biblische Gestalt. 13. Metall.

Scherzfrage.

Wann sind Sie zur Welt gekommen? fragte man im vorigen Jahrhundert eine Person. Ich wurde geboren, als die Jahreszahl hinten wie vorn und unten wie oben war.

Die Lösungen haben nur Gültigkeit, wenn sie vollständig sind.

Die Lösungen sind mit genauer Adresse der Ein­sender bis 1. März einzusenden an die Lazarett- Zeitung, Frankfurt a. M.. Theaterplatz 14. Auf dem Briefumschlag soll das Wort Rätsellösung " stehen. (Innerhalb des Postbezirks Frankfurt a. M. ist die Zusendung als Feldpostbrief nicht zulässig.)

Auflösungen zu den Rätseln der

vorigen Umnmer.

Silöenrälsek: .Lieb Vaterland kannst ruhig sein.' IahtenrStsek: .Frieden."

NStsek - .Weltfrieden.'

preise zu den Auflösungen der vorletzten Nummer.

SitSeurälfek: .Sei nicht Amboß deinem Leid, nein, sei deinem Leide 'Hammer'

9 richtige Lösungen.

Mtsel: .Lampe'

8 richtige Lösungen.

Scherzfrage: .Zar und Zimmermann"

7 richtige Lösungen.

Sechs Preise wurden für richtige Lösungen aller Rätsel zuerkannt: Vizrfeldw. Ionisch, Frankfurt a. M.; Untoffz. Bauer, Niederrad; Untoffz. Lipp. Frankfurt a. M.; Musk. Deubner, Frankfurt a. M.; San.-Soldat Wendel, Alzey; Landsturm. Rettenhausen, Cassel.

Die Lazarett-Zeitung erscheint zweimal monatlich. Den Verwundeten, Kranken und Genesenden im Bezirk deS XI., XIV. und XVIII. Armeekorps steht sie im Lazarett unentgeltlich zur Vrrfügung.

Zuschriften find zu adreffieren: Lazarett-Zeitung. Frank­furt a. M., Theaterplatz 14.

veravtwortliche Vchriftleitung ehrenamtlich Dir. Earl Gebhardt in Frankfurt i. IR.

Druck von Lüber 4 So., Frankfurt a. M., Llbestraße W.