Jahrgang 
2 (1879)
Seite
363
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5. Kapitel.

AWer unter der Jonne kann ſeine Beſtimmung umgehen.

Churchill wartete an der Thür der Schänke, um ſein Weib zu empfangen. Er war auf ſeinem LieblingspferdeTarpan herübergeritten einem ſcharrenden langhalſigen Braunen, über ſechszehn Fauſt, und einem großen Springer einem Pferde mit einem furchtbaren Ausgriff, gerade ſo ein Thier, wie es Leonorens Geliebter für den nächtlichen Todtenritt hätte ge⸗ brauchen können.

Iſt der Mann hier, Churchill? fragte Madge ängſtlich.

Ja, Liebe. Es iſt nichts, darüber unruhig zu ſein, an⸗ wortete ihr Gatte, indem er dieſe Erwiderung mehr an ihre Blicke als an ihre Worte richtete.

Aber Du ſcheinſt ängſtlich, Churchill.

Nur in meiner magiſtratiſchen Eigenſchaft. Treſillian iſt hier. Wir werden dieſem Burſchen raſch ſeinen Weg zeigen. Es bedarf nur einiger Worte von Viola und Sir Lewis.

Mr. Penwyn hatte ſeiner Gattin nicht eine Silbe über

das Diamanten⸗Halsband geſagt. Er hatte die Edelſteine wie⸗ der in das Inwelenkäſtchen gelegt, während ſie friedlich

anſtoßenden Zimmer ſchlief, und Niemand außer ihm und dem Einbrecher wußte, wie der verſuchte Raub vor ſich ge⸗

gangen war.

Sie begaben ſich Alle über eine kleine ſchmale Treppe nach dem Gerichtszimmer, Mr. Penwyn führte ſein Weib, und Viola und Sir Lewis folgten.

Das Gerichtszimmer war voll Menſchen wenigſtens der Theil, welcher für das Publikum reſervirt war. Der andere Theil war mit einem niederen Holzgitter eingefaßt, und hier ſaßen hinter einem Tiſche Mr. Treſillian, Friedensrichter, und ſein Schreiber bereit zur Aktion.

Sieh', Churchill, flüſterte Madge, als ihr Gatte ihre Hand durch ſeinen Arm zog und ſie gegen dieſen Theil der Gerichtsſtube führte,hier iſt das Weib aus der Hütte. Was kann ſie hergebracht haben?

Mr. Penwyn's Blick folgte für einen Moment dem ſeiner Gattin. Ja, da ſtand Rebekka, aus der Hütte am nördlichen Parkthore, düſter, ja von drohendem Ausſehen, oder ſie ſchien ſo für das Auge, welches jetzt auf ſie blickte. Was für eine horrible Aehnlichkeit hatte ſie mit dem Schurken der letzten Nacht!

Mr. Treſillian ſchüttelte den beiden Damen die Hände. Er war ein großer, ſtarker Mann, mit einem ſtark gerötheten Teint, ein Freund von Fuchsjagden und Wettrennen, und den Freuden der Tafel ſehr ergeben. Es lag etwas Unheimliches darin für die Menge, ihn Hände ſchütteln und lächeln zu ſehen und von dem Wetter ſprechen zu hören, gerade wie einen gewöhnlichen Sterblichen; ihn ſo gutmüthig erſcheinen zu ſehen, während er doch große und ſchwere Strafen über ſeine Mit⸗ menſchen verhängen konnte, kein Mitgefühl haben durfte für angenehme ſoziale Laſter und hart ſein mußte gegen einen Trunkenbold wie gegen einen Dieb.

Es war dieſen Morgen nur ein einziger Gerichtsfall zu hören, aber das Intereſſe für dieſen Fall hielt alle Zuſchauer athemlos.

Die Frauen ſtanden auf den Zehenſpitzen und ſahen über die Schultern der Männer, Frauen, die lieber in ihrem Haus⸗

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halte pleiben und Aute Paſteten für das Abendmahl hätten backen ſollen.

Der Verbrecher wurde hereingebracht, ſcharf bewacht von einem Paar ländlicher Policemen, und er ſah beträchtlich ſchlechter aus, als vor ſeiner zweiten Gefangennahme in der letzten Nacht. Er hatte wie ein wildes Thier für ſeine Frei⸗ heit gekämpft, hatte gefährliche Schläge ausgetheilt und er⸗ halten, und hatte weiter einen abſcheulichen Hieb über die Stirn empfangen, wie ihm in dem Ringen ſeine Kleider zer⸗ riſſen worden waren.

Die beiden Tyrrel's, Vater und Sohn, auch in üblem Zu⸗ ſtande, waren da, um ſtolz zu berichten, wie ſie ſich auf den Verbrecher geſtürzt, gerade als er die Einzäunung erſtiegen. Sie hatten ihre Geſchichte bereits ſo viele Male neugierigen Freunden und Bekannten erzählt, daß ſie ſehr gut vor⸗ bereitet waren, ſie jetzt wirkſam darzulegen, nanhdem ſie unter Eid genommen worden.

Mr. Treſillian, der in ſehr langſamer und gleichartiger Weiſe an's Werk ging, konferirte noch in einem gedämpften Baßtone mit ſeinem Schreiber, ſodaß es wie ferne Orgel⸗ muſik klang, während Rebekka Maſon, um ſich ſtoßend, ſich Buich die Menge drängte und zu jenem privilegirten Theile des Zimmers gelangte, wo Mr. Penwyn und ſeine Gattin ſagen

Ich wünſchte zu wiſſen, ob Ihr durchaus mit dieſer An⸗ klage vorwärtsgehen wollet, fragte ſie ruhig, aber mit großem Ernſte.

Natürlich wird es geſchehen, antwortete Madge mit einem Zornesblick.Denkt Ihr, wir werden einen ſolchen Verſuch nachſehen ein Mann bricht nach Mitternacht in unſer Haus und erſchreckt meine Schweſter nahezu bis zum

Wahnſinn!? Wir könnten uns nie wieder ſicher fühlen im Herrenhauſe, wenn an dieſem Manne nicht ein Beiſpiel ge⸗

geben würde. Welches Intereſſe habt Ihr, für ihn zu bitten?

Ich werde es Ihnen bei Gelegenheit ſagen, Ma'am. Ich ſtellte die Frage nicht an Sie, ſondern an meinen Herrn.

Euer Herr und ich haben nur einen Gedanken in dieſer Sache.

Meint Ihr, dieſen Mann gerichtlich zu verfolgen, Mr. Penwyn? fragte Rebekka, indem ſie auf den Squire einen feſten Blick richtete. Auch während ſie zu Madge ſprach, hatte ſie ihre Augen feſt auf Churchill's Antlitz geheftet. Das kurze Zwiegeſpräch ward in gedämpftem Tone geführt, während Mr. Treſillian und der Clerk noch miteinander murmelten.

Der Fall iſt aus meinen Händen. Ich habe keine Macht, die Verurtheilung dieſes Menſchen zu verhindern.

Ja, Ihr habt ſie, antwortete Rebekka finſter.Ihr habt hier die Macht, Alles zu thun. Was ſind Geſetze oder Juſtiz gegen einen ſo großen Landeigenthümer, wie Ihr es ſeid? Ihr ſeid hier Herr und Meiſter!

Warum quält Ihr mich wegen dieſes

Er iſt mein Sohn.

Ich bedauere, daß Jemand von meinen Dienſtleuten mit einem ſolchen Schurken verwandt iſt.

Ich bin nicht ſtolz auf die Verwandtſchaft, antwortete die Zigeunerin kalt.Aber es giebt Männer, die ärgerer Ver⸗ brechen ſchuldig ſind, als des Einſteigens in das Haus eines anderen Mannes Verbrecher, die glatte Geſichter tragen

und feines Luch und hoch ſtehen in der Welt. Ich 46* 5

Einbrechers?