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Concordia. 351
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daß man ſie uberredete, die Hand eines Mannes anzunehmen, der doppelt ſo alt war als ſie. Henry durfte ſie nie heiraten, wenn er es aber that, ſo war es ſeine Pflicht, ſie nicht ganz ſich ſelbſt zu überlaſſen.“
„Nach Ihrer Theorie dürfte alſo ein Geſchäftsmann über⸗ haupt nicht darau denken, zu heiraten.“
„Da haben Sie mich mißverſtanden, Ford. Nie habe ich es gemißbilligt, daß er ſich verheiratete, wohl aber, daß er ſich eine Frau wählte, die ſo ſehr viel jünger war als er; warum nahm er keine, die an Jahren zu ihm paßte? Solche ungleiche Ehen ſind nie glücklich, jetzt ſehen wir es wieder; er iſt dadurch in's tiefſte Unglück gerathen.“
„Ja, allerdings, der Fall iſt höchſt traurig; ich nehme den innigſten Antheil daran. Nun aber doch nicht mehr zu helfen iſt,“ ſagte Doktor Ford, indem er ſich erhob,„dürfen Sie nicht viel mehr darüber nachgrübeln und ſich nicht grämen. Kann ich nicht etwas zu Ihrer Zerſtreuung thun, darf ich Ihnen nicht Bücher oder Zeitungen ſchicken, die Sie inter⸗ eſſiren? Es iſt Ihnen wirklich nicht gut, wenn Sie den ganzen Tag über ſich trüben Gedanken hingeben.“
„Nein, ich danke. Doch thun Sie, was Sie vorhin ſagten, bitten Sie Ihre Schweſter, zu mir zu kommen, ich habe ſie ſo gern. Hoffentlich geht es ihr gut und ebenſo dem lieb⸗ lichen jungen Dinge, ihrer Mündel mit dem fremdartigen Namen; ich hoffe, ſie iſt auch wieder hergeſtellt?“
„Danke Ihnen, vollkommen!“ antwortete Doktor deſſen Herz bei Erwähnung Petronel's ſchon aufwallte.
„Ich freue mich, es zu hören; ſie iſt reiner Sonnenſchein; wie ſie zuletzt hier war, erhellte ſie durch ihr Lächeln allein ſchon meine dunklen Räume. Sie erinnert mich immer an Schlüſſelblümchen, unſchuldig und kindlich ſcheint ſie zu ſein. Wachen Sie über ſie, Ford, wachen Sie treu!“
„Ja, das werde ich.“
„Daran thun Sie Recht. Dulden Sie nicht, daß ſie ſich einem Manne vermählt, der doppelt ſo alt iſt wie ſie; gerade dieſe ſtellen den jüngſten Mädchen nach. Doch es iſt nicht gut und führt nur zu Trübſal und Unglück, wie wir es nun wieder bei dem armen Henry erlebt haben. Ihre Zeit iſt Ihnen aber theuer, lieber Ford, darum Adien. Ihr Beſuch hat mir gut gethan, es war mir eine wahre Wohlthat, mich ausſprechen zu können; Adieu, Adieu!“
Ulih Ford ging davon und verließ die Krankenſtube, die für ihn eine Folterkammer geweſen war.
Unten ertheilte er die nöthigen Befehle, ſprang in ſeinen Wagen, ſchlug die Thür hinter ſich zu und warf ſich auf ſeinen Sitz mit dem Gefühl, als ſei er der unglücklichſte Menſch. Bis kurz zuvor noch war Alles Glück und Freude; nun hatte er Zeit, nochmals über die wichtigen Beſchlüſſe, die er gefaßt, und über die, welche er mit einem Schlage ge⸗ brochen hatte, nachzudenken. Die Nachricht, daß Petronel Bertram's Werbung abgewieſen, konnte ihn unmöglich anders als angenehm berühren, es würde ihm unſagbar ſchwer ge⸗ worden ſein, ſie einem anderen Manne zu übergeben. Als er aber von ihrem Entſchluß erfuhr, hatte er noch das feſte Vornehmen gehabt, mit größter Strenge ſeine eigenen Empfind⸗
Ford,
ungen im Zaume zu halten, jede zärtliche Neigung, wenn es nicht die eines Vaters wäre, von Grund aus zu unter⸗ drücken und die untrüglichen Anzeichen ihrer Zuneigung, die
ſie ihm bei mancher Gelegenheit zeigte und die oft
Gleichmuth zu erſchüttern drohten, zurückzuweiſen. Nun aber hatte ein Wort von ihm und ein Blick von ihr alle dieſe guten Vorſätze über den Haufen geworfen. Sie Beide hatten ſich ausgeſprochen und verſtändigt in einer Weiſe, wie er es ſelbſt kaum für möglich gehalten hätte; er redete ſich ein, daß es nie ſo gekommen ſein würde, wenn der Zufall es nicht gewollt hätte. Er liebte das Mädchen mit einem heiligen Feuer, wie es Denen, welche die ſchönſten Empfindungen durch fortwährende Liebeleien tödten, gänzlich fremd iſt; dennoch aber ſah er ein, daß er, wenn er ihre unſchuldige Neigung für ſich in Anſpruch nahm, nichts Geringeres that, als daß er eine freie Seele an ſich feſſelte, die ihr eigenes Wohl und Wehe noch nicht beurtheilen konnte, und daß er ſich ein Herz ſicherte, das noch keine Gelegenheit zum Wählen gehabt hatte. Es war ihm zu Muthe, wie Jemandem, der ſich muthwillig eine Hand voll köſtlich blühender Lilien vom Felde gepflückt und ſie mit nach Hauſe genommen, um ſie dort auf ſeinenm Tiſche verdorren und verwelken zu laſſen. Jeder, dem Blumen lieb ſind, beeilt ſich, die verkümmerten Blüthen baldmöglichſt zur Seite zu bringen, um den begangenen Mord aus dem Sinn zu verlieren, denn nichts iſt peinlicher, als zu ſehen, daß man nicht im Stande iſt, das zu erſetzen, was man zerſtört hat. So war es mit Ulih Ford in dieſem Augen⸗ blick; er ſah ein, daß er den Frieden ſeiner Seele auf keine andere Weiſe wieder erringen könnte, als wenn er das Ver⸗ hältniß, in das er eben zu Petronel getreten war, möglichſt ſchnell wieder löſte und ſie freigab. Sie in ihrer Jugend und Reinheit war wie eine erblühende weiße Lilie, und er, was hatte er ihr zu bieten, als ſeine Liebe? Lieben konnte er ſie, und wie ſehr er das that, wußten Gott und ſein Herz nur zu gut! Doch über ſeine Zeit konnte er nicht gebieten; er gedachte daran, daß er ſchon einmal im Leben getäuſcht war, auch des Eides, den er ſich ſelbſt geleiſtet, nie wieder ſich zum Spielzeug des wankelmüthigen weiblichen Geſchlechtes hergeben zu wollen; ihm fiel auch die ſoeben gehörte Geſchichte Henry Bernhard's ein. Es ſchien ihm geboten, ſie und ſich freizugeben! Sie, das liebe, unſchuldige Kind, bildete ſic, ein, ihn zu lieben— Gott ſegne ſie für dieſe Idee!— doe was wußte ſie von Liebe? Sie kannte die Welt noch niche, eben erſt trat ſie auf die Bühne; da war es nur zu natür⸗ lich, daß ſie nichts mehr wünſchte, als mit Dem, der Mancherlei für ſie gethan, immer zu leben. Doch das war nur das Sehnen der freundloſen Waiſe nach Schutz und nach einer
Heimat, nicht das zaghafte Hoffen einer Jungfrau, mit den Manne ihrer Wahl vereint zu werden.— Es war ſeine
Pflicht, ſie über Alles aufzuklären und ſie von dem eben gegebenen Verſprechen wieder zu befreien!
Als er aber ernſthaft daran dachte, ſich von ihr zu trennen, kämpfte ſein Herz gewaltſam dagegen. Er hatte die Blume herangezogen und konnte ſie nun nicht wieder laſſen. So. manches Jahr hatte er einſam und ohne Blumen verlebt, nun, hatte dieſe ſich ſo innig mit allen ihren Ranken um ihn ges⸗ ſchlungen; mit Schaudern dachte er daran, was ſein Leben ohne ſie ſein würde, und gar, wenn ſie ihn verließe, um einem anderen Manne anzugehören. Und wenn ſie nun aus freier Wahl ſein bleiben wollte, wenn ſie es verlangte, wenn eine Trennung ihr ebenſo ſchwer wurde wie ihm, kounte er
6 Narthan mole hgrheit Fonnte auch dann noch ehen? u welcher Thorheit konnte
Nlifr be
iderſpruch gebracht werden, welchs all


