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Jedes Heft Foſtot 2⁰ pfennige.
Die Herrin von Benwyn. Frei bearbeitet nach dem Engliſchen von Xaver Riedl. (Fortſetzung.)
Die Liebenden ſaßen mehrere Stunden beiſammen, von ihrer Zukunft plaudernd und ihre Herzen einander öffnend, wie ſie es vor dieſem Tage niemals gewagt hatten. Sie ſaßen, Hand in Hand, auf demſelben Sopha, welches die ge⸗ wichtige Geſtalt der Lady Cheshunt getragen, als ſie Madge ihre Vorleſung über die Nothwendigkeit einer reichen Partie gehalten.
Viola war mit einigen gutmüthigen Freundinnen aus⸗ geritten, die einen großen Stall beſaßen und den Miß Belling⸗ ham's gern ein Pferd anboten, wenn ſie dieſe Gunſt annehmen wollten. Für Beſuche war es noch zu früh. Sir Nugent kam des Morgens nie in das obere Stockwerk.
So hatten Madge und ihr Geliebter die kühlen, ſchattigen Zimmer für ſich allein und ſaßen in dem Dufte der Blumen, von dem glücklichen Leben ſprechend, das kommen ſollte. Alle ihre früheren, flüchtigen Geſpräche bei Abendgeſellſchaften, Blumen⸗Ausſtellungen, in Gemäldegalerien ſchenen wie nichts, verglichen mit dieſen Stunden ernſter Rede, Wo Herz zum Herzen, Seele zur Seele ſprach, wenigſtens auf einer Seite ohne einen Gedanken an Reſerve.
Die Zeit entfloh für die Beiden auf ihren raſcheſten Schwingen. Madge fuhr mit einem leichten Ausrufe der Ueberraſchung empor, als Viola in das Zimmer ſtürzte, recht lieblich ausſehend in ihrem Reitanzuge mit dem Cylinderhute.
„Ach, Madge, wir machten eine ſo ſchöne Partie; Ealing, Willisden und Hendon waren dabei und Finchley begleitete mich nach Hauſe.— Ich bitte Sie um Verzeihung, Mr. Penwyn, ich ſah Sie nicht⸗bis in dieſm Außfſſblick. Das Zimmer iſt ſo dunkel, wenn man aus dem hellen Sonnen⸗ ſchein kommt. Kommen Sie nicht hinab zum Frühſtück? Die Glocke läutete vor einer halhen Stunde, und der arme Rickf iſt ein Bild der Düſterheit. Ic meine, er wünſcht, die Taf wäre abgeräumt, damit er ſein Nachmittags⸗Schläfchen halten kann.“
Madge erröthete in der Erinnerung, daß ſie ſich zu glück⸗
lich gefühlt, als daß die Laute des alltäglichenrLebensew ihr
Paradies dringen konnten— eine Region, in der man an kein zweites Frühſtück denkt.
„Sie bleiben doch zum Frühſtück, Churchill, nicht wahr?“
Miß Bellingham würde einen Gentleman nicht mit ſeinem Taufnamen genannt haben, außer ſie war mit ihm verlobt.
Viola ergriff die Hand ihrer Schweſter, als ſie die Treppe hinabgingen, und drückte ſie heftig.
„Ich werde mein Gabelfrühſtück wie gewöhnlich nehmen,“ ſagte ſie,„wenn Ihr mir es nicht übel nehmt, denn ich bin thatſächlich hungerig.“
Das„Luncheon“ war das angenehmſte Mahl, das Chur⸗ chill Penwyn ſeit langer Zeit eingenommen. Es glich keines⸗ wegs einem Aldermans⸗Banket, denn Sir Nugent nahm die zweite Mahlzeit ſelten zu Hauſe, und die jungen Ladies ſpeiſten nur einfach in ſeiner Abweſenheit. Es war ein kaltes Huhn da, welches vom geſtrigen Diner übrig geblieben, eine Zunge, fein geſchnitten, S. Aprikoſen⸗Konſerve, etwas Backwerk und Roquefort⸗Käſe. Die Weine waren Medoc und Sherry.
Die Drei ſaßen lange bei Tiſche, von ihrer Zukunft ſprechend— eine Zukunft, die Viola mit dem jungen Che⸗ paare theilen ſollte.
„Haben Sie jemals das Gut Penwyn geſehen?“ fragte ſie, nachdem ſie erklärt hatte, daß ſie bereit ſei, ihr Anerbieten zum dortigen Aufenthalte anzunehmen.
„Niemals,“ antwortete Churchill.„Es war immer ein unangenehmer Gegenſtand für meinen Vater. Sein Vater hatte ihn nicht gut behandelt; er heiratete ſehr jung, und man nahm daß er ſich ſchlecht verheiratet habe, obgleich meine Mutter e ſo gute Frau war, als je eine den Namen Penwyn trug. Mein Großvater zog es vor, ſich durch dieſe Heirat beleidigt zu fühlen, und mein Vater empfand die Miß⸗ achtung, die Jener gegen ſeine Gattin hegte, ſo tief, daß er nie wieder die Schwelle des Schloſſes Penwyn betrat. So geſchah es, daß ich mit wenig Kenntniß von meiner Ver⸗
waſdtſchaft auferzogen ward und die Heimat meiner Vor⸗
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