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Die Baronin liebte es, vor Gäſten mit den, ihrer Meinung nach ungewöhnlichen geiſtigen Gaben Freda's zu prunken.
Auch heut' mußte das Kind mehrere lange, durch Fräulein Bunzel eingeübte Gedichte herplappern. Es geſchah dies natürlich ohne jedes wahre Verſtändniß, in der Weiſe, wie eine Uhr aufgezogen wird und abſchnurrt.
Die vernarrte Mutter jedoch, einer unbefangenen, auf ihr richtiges Maß beſchränkten Würdigung der Leiſtungen ihrer Tochter vollkommen unfähig und, wie ſo viele Menſchen, Kraft des Gedächtniſſes mit Kraft des Denkens verwechſelnd, richtete ſtrahlende, Beifall heiſchende Blicke auf ihre Umgebung.
Concordia.
gewecktes Kind!—— Sollte man es glauben, ſo ein langes Gedicht!“ rief es durcheinander, und Freda wurde mit liebe⸗ vollem Streicheln und Klopfen auf die Wangen belohnt.
Nur Herr von Plotzki ſagte nichts, ſondern ſah ſcharf nach der Thür.
Dort, hinter der offenen Damaſtportièére, ſtand mit finſteren Blicken auf ſeine Frau der Baron.
Ohne Zweifel Pau er den Vortrag Freda's mit angehört, rief ſie laut beim Namen und führte ohne ein weiteres Wort das diesmal ſofort gehorchende Kind hinaus.
(Fortſetzung folgt.)
„Nein, wie allerliebſt!—— Reizend!—— Ein ſo Betronel. Roman aus dem Engliſchen von Florence Marryat. (Fortſetzung)
Der bloße Gedanke an das Heiraten verurſachte mir
ſolchen Schrecken, daß ich vor Angſt und Sorge zitterte; dem
Vetter ſchien es nicht beſſer zu gehen, aus ſeinen Zügen als ob hinter einem Transparent das Licht fortgezogen wäre, er ſah grau und trübe aus und um zehn Jahre älter als gewöhnlich.
„Nein, nein! Wer ſetzte Dir ſo etwas in den Kopf? daran iſt nicht zu denken!“ Bei dieſen Worten zog er ſein Taſchentuch heraus und fuhr ſich damit über die Stirn.
„Ich fürchtete ſchon, Du zielteſt darauf hin!“ antwortete ich und ſetzte mich beruhigt hin.
„Nein, Petronel, ich wollte nur die Möglichkeit meines Todes andeuten; dann ſtändeſt Du ganz allein und ohne Schutz!“
„Sterben!“ hauchte ich erbleichend hervor. Der Gedanke an den Tod meines Vetters war mir noch nie gekommen und ſetzte mich wahrhaft in Schrecken. Was ſollte aus mir werden, wenn er ſtürbe, was gab es dann noch für mich in dieſer Welt? So wie ich nur daran dachte, ſtürzten mir die Thränen aus den Augen.
„Liebes Kind, hältſt Du mich denn für unſterblich? Denke nur daran, Petronel, ich bin älter als Herr Bertram, und mein Stand iſt mit mauchen Gefahren verbunden. Dabei iſt es meine Pflicht, für meine Schweſter zu ſorgen, ich kann Dir nur ein kleines Legat vermachen. Ich habe ſchon oft mit Sorgen daran gedacht, was wohl aus Dir werden würde, wenn ich einmal raſch aus der Welt ſcheiden ſollte.“
„Dann ſtürbe ich auch!“ murmelte ich mit heiſerer Stimme.
Er antwortete nicht, ſtreichelte nur meine Hand, die ich thm hinſtreckte.
„Für den Fall meines Todes aber würde es mir ein Troſt ſein, wenn ich Dich verſorgt wüßte und die Beruhigung hätte, daß Dir Jemand treu zur Seite ſtände und Dich davor be⸗ wahrte, durch den Verluſt von Freunden unglücklich zu werden. Doch auch davon abgeſehen, Petronel, das Weib kennt keine andere Liebe, als die zum Gatten, und kein anderes glückliches Heim, als die eigene Häuslichkeit.“
Dieſe Worte ſagte er mit ſolchem Ernſt, als wünſche er nichts mehr, als mich davon zu überzeugen; und gerade weil bis dahin der Vetter Ulih mit mir noch I über andere, als alltägliche, gleichgiltige Dinge geſprochen, flog mir k urpiüßlich
der erſchreckende Gedanke durch den Kopf, daß er mich gern los ſein wollte. Unwillkürlich erinnerte ich mich der jüngſt⸗ vergangenen Jahre, der Unruhe, die ich ihm gleich zu An⸗ fang gemacht, ſodaß er mich nach Antwerpen geſchickt; und nun, da ich zurückgekehrt war und in das heiratsfähige Alter trat, ging es nicht beſſer. Derſelbe unruhige, unverträgliche Geiſt wohnte noch in mir, wenn auch nicht gegen ihn, ſo doch gegen ſeine Schweſter, und durch meine Streitſucht un 18 meine Reibereien brachte ich das ganze Haus in Aufregung. Dabei malte ich mir aus, wie friedlich ſein Leben wohl geweſen ſein mochte, bevor er mich geſehen, da verſtrichen ihm die Tage ohne Zank, und Abends, wenn er heimkehrte, konnte er ſich ruhig zu Tiſch ſetzen, ohne von neuen Streitigkeiten zu hören.— Das war ein anderes Leben geweſen, und ich war die unglückſelige Veraulaſſung zu dieſem Umſchwung, ich
machte ihm ſein Leben zu einem Fegefeuer. Seine Schweſter
und ich, wir konnten uns nicht miteinander vertragen, ſo mußte denn Eine von uns weichen, und dieſe Eine war ich! Und wie hätte ich beſſer aus dem Hauſe kommen können, als durch eine Heirat mit dem Herrn Bertram! Das Alles flog mir wie ein Blitz durch den Kopf, und unwillkürlich rief ich aus:
„O, Vetter Ulih, jett ſehe ich klar! Ich ſtöre Dir den Frieden im Hauſe, und Du wirſt froh ſein, wenn Du mich los biſt!“
Darauf ſpraug ich anf und ſtand mit gefalteten Hände. vor ihm. Doch meine Worte erſchreckten ihn ſichtlich und er ſagte:
„Dich los ſein, Kind! O, Du weißt nicht, was Du ſagſt, nicht, was ich thun würde, wenn ich Dich immer hier be⸗ halten könnte!“
Dabei hielt er ſich beide Hände vor die Augen und ich ſank auf meine Kniee neben ihm.
„Was Du thun wollteſt, Vetter Ulih? Iſt das Dein Ernſt? O, dann laß mich hier, warum ſoll ich denn nicht bleiben? Ich will auch artig ſein, verſprich mir nur, daß Du mich nicht fortſchicken willſt, dann werde ich auch geduldig gegen die Couſine Marcia werden. O, wie glücklich bin ich, wie dankbar! Ich fürchtete ſchon, Du würdeſt von mir ver⸗
langen, jenen Bertram zu hei iien, der mir ſo zuwider iſt, das könnte ich nie und nimmer! Ich will mich ja auch gar 44


