nan⸗ van⸗
twas
nnen, Ein⸗
dieſer enden,
lver⸗
ſie ek⸗
tragen. lt ein jes iſt
benſo⸗
neht - rſch
dazu nicht beſondere Gründe hätten. Was ſollte Sie nach Evorsham gebracht haben, um eine Thorwärterin zu ſuchen?“
Die Erwähnung dieſer verhängnißvollen Stadt machte Churchill betroffen. Der Name war noch ſelten vor ihm ge⸗ nannt worden. Er war unter den verpönten Dingen.
„Ich bedauere, daß ich Euch nicht durch Verzeihung Eures Verbrechens verpflichten kann,“ ſagte er in ſehr ruhiger Weiſe. „Eine ſolche Sentimentalität würde keineswegs zu meinem Charakter als Friedensrichter paſſen. Das Aeußerſte, was ich für Euch thun kann, iſt, daß ich dafür ſorge, daß Euer Fall möglichſt raſch vorgenommen werde. Ihr dürft annehmen, daß Ihr morgen Mittag gerichtet ſein werdet.“
Er verließ das Zimmer ohne ein Wort weiter und ver⸗ ſchloß die Thür hinter ſeinem Gefangenen. Das Schloß war gut und in beſter Ordnung, die Thür eines von jenen gewichtigen Portalen, wie ſie nur in alten Herrenhäuſern zu finden ſind.
Aber Mr. Penwyn ſchien ganz das Fenſter vergeſſen zu haben, deſſen Läden nur von innen zu ſchließen waren.
Er hatte nur eine Seite der Falle verſchloſſen und die Möglichkeit des Entrinnens auf der anderen Seite ignorirt.
Er blickte in das Billardzinmer, ehe er die Treppe empor⸗ ging. Sir Lewis Dallas hatte ſeine Cigarre ausgeraucht und ſchlief friedlich, der vollen Länge nach auf einem Divane
ausgeſtreckt, wie ein unintereſſirtes Mitglied im Hauſe der Gemeinen.
„Er iſt hier nahezu ſo gut daran, wie in ſeinem Zimmer, deshalb will ich ſeine Träume nicht unterbrechen,“ dachte Churchill, als er ſich zurückzog.—
F ch
Der Schrei Viola's hatte verſchiedene Perſonen des Haus⸗ haltes erweckt. Miß Mills hatte ihn gehört und war, halb angekleidet, in den Korridor emporgeeilt, rechtzeitig, um Viola beim Zurückkehren derſelben zu treffen und von ihr die Ge⸗ ſchichte des Einbruchsverſuches zu hören. Mills hatte die 1
Neuigkeit zu den ſchläfrigen Hausmägden zurückgebracht—
hatte ſie ferner dem höchlichſt erſchrockenen Bedienten mit⸗
getheilt, der aus ſeiner halbgeöffneten Thüre ſah, um zu er⸗
fahren, was los ſei. So begann ſich jetzt, zwiſchen fünf und
ſechs Uhr Morgens, der ganze Haushalt zu regen und Jedermann wußte mehr oder weniger von dem verſuchten
Raube.
„Was haben ſie mit dem Räuber gethan?“ fragten die
Mägde, der Bediente und der Kleiderputzer.
„Ich denke, er muß in das Studirzimmer des Herrn ein⸗ geſchloſſen ſein,“ antwortete eines der Frauenzimmer, deſſen Pflicht es war, das Haus zu öffnen,„denn die Thür iſt verſchloſſen und ich konnte nicht hineingehen.“
„Habt Ihr Jemand innen gehört?“ fragte der Koch mit regem Intereſſe.
„Nicht einen Laut. Er muß eingeſchlafen ſein,
„Der verhärtete Böſewicht! Zu denken, daß er ſchlafen kann mit einem ſolchen Gewiſſen, wie das ſeinige, und der Wahrſcheinlichkeit, in einer oder nach der Botany⸗Bay geſchickt zu werden.“
„Sie werden nicht mehr nach der Botany⸗Bay geſchickt,“ ſagte der Bediente, welcher die Zeitungen las. ſie jetzt nicht weiter als nach Dartmoor.“
(Fortſetzung folgt.)
denke ich.“ M
zwei Wochen
„Man ſende!
Gefunden!
Roman von C. Engels.
(Fortſetzung.) 1.
Einen Augenblick hielt Freda in ihrem Geheul erſchrocken inne. Aber auch nur einen Augenblick. Dann hob ſie mit verdreifachter Gewalt von Neuem an.
„Wegeuer,“ rief der Baron in das geöffnete Nebenzimmer, „trage ſie hinaus.“
Der graubärtige Diener, welcher vorhin die Kerzen ge⸗ bracht, hob das aus Leibeskräften ſich wehrende und ſtrampelnde Kind wie eine Feder vom Boden in die Höhe, und war eben im Begriff, mit ihm zur Thür hinauszuſchreiten, als dieſe jäh geöfſnet wurde und mit aufgeregter Miene die Baronin erſchien.
„Augenblicklich ſetze Er das Kind nieder,“ befahl ſie dem Diener, welcher jedoch, der Weiſung ſeines Herrn folgend, trotz aller Gegenwehr Freda nicht freigab.
Dieſe biß, kratzte und ſchlug um ſich. Dazwiſchen ſchrie ſie einmal über das andere:„Er hat mich gekniffen, Mama! Sieh''mal— hier! An den Schultern habe ich ganz blaue Flecke.“
„Wer denn, mein Liebling? Der abſcheuliche Wegener?“
„Nein— der Papa!“
„Niederſetzen, Wegener!“
Auf dieſen Befehl des Varons gehorchte Wegener ſofort, um als wohlgeſchulter Diener ſich alsbald ſchleunigſt zu ent⸗
fernen.
„Weshalb kniffſt und ſtießeſt Du das Kind?“ fragte, nach⸗
dem auch Freda auf ihren Wink gegangen, die Baronin etwas beſänftigter.
„Ich that weder das Eine noch das Andere,“ entgegnete mit finſterer Stirn der Baron.„Allerdings nahm ich Frede etwas derb bei den Schultern, weil ſie ſich weigerte, meinen Befehl, heut' Abend auf ihrem Zimmer zu bleiben, zu ge⸗ horchen.“
„Ei, weshalb wollteſt Du das?—— Warum gönnſt Due dem Kinde nicht auch ein harmloſes Vergnügen?“
„Es iſt kein harmloſes Vergnügen. Es iſt Gift in die Seele des Kindes. Dir, als Mutter, ſteht die Aufgabe zu dl
1, üſſe von ihr fernzuhalten; Du kommſt der⸗ ben in keiner Weiſe nach.
ſch ſel Meinſt Du, es gereiche Freda zum Vortheil, ſtets bei Deinen Feſten und Bällen gegenwärtig zu ſein? Unrettbar muß ſie dadurch den Reſt kindlichen
eſens, den Deine verkehrte Erziehung ihr noch nicht gang hat rauben können, verlieren, ſie hört Dinge, die für Kinder⸗
hren nicht paſſen. Die ſüße Kindeseinfalt, die Kindesunſchuld ſind längſt ſchon von ihr abgeſtreift. Verſchließe Dich nicht beſſerer Einſicht, ſondern glaube mir, Deine ganze Erziehung des Kindes iſt ein moraliſcher Mord, den Du an ihm begehſt. Iſt es Dir durchaus nicht möglich, ohne dieſe tödtlich lang⸗ weiligen Soiréen zu leben, ſo ſorge wenigſtens, daß Fredo ihnen fernbleibt.“
8——


