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Klara war bis an die Einfaſſung des Gartens vorgetreten und ſtrengte ihr Auge an, die Inſaſſen des Wagens zu er⸗ kennen.
„Er iſt es!“ rief ſie plötzlich wie neu belebt; doch bekam ſie unmittelbar darauf einen leichten Schreck und fügte hinzu: „Doktor Rohrbeck iſt mit im Wagen!“
„Und deſſen Ankunft entzückt Dich ſo?“ meinte die Mutter. „Sonderbar. Ah, da erkenne ich auch Herrn Wellmann!“
„Der Vater winkt!“ ſagte Klara, die Worte der Mutter überhörend, und ſchon flatterte ihr Taſchentuch in der Luft umher, den väterlichen Gruß zu erwidern und vielleicht auch noch etwas mehr auszudrücken. Auch die drei anderen Damen benutzten ihre Taſchentücher in derſelben Weiſe.
Der Wagen kam ſchnell näher und hielt; die drei Herren ſprangen zu Boden. Die Begrüßung war ſehr lebhaft. Es ward Klara ſchwer, ſich in den gebotenen Schranken zu halten, und Wellmann wohl nicht minder. Als ſich Beide die Hand reichten, wollte Wellmann Klara etwas zuflüſtern. Doch Rohr⸗ beck war in der Nähe.
„Nicht geplaudert!“ ſagte er, Wellmann anſtoßend.
„Abſcheulicher—“ ſtieß Klärchen halblaut hervor und warf ihm einen zornigen Blick zu.
„— Böſewicht!“ ergänzte der Doktor;„ich kenne mein Prä⸗ dikat, Klärchen. Aber dieſer Herr und ich ſind jetzt geſchworene Freunde und ich bin eiferſüchtig auf jede andere Freundſchaft meines Freundes!“
Klara drehte Beiden den Rücken zu. Die Uebrigen lach⸗ ten, Wellmann allerdings nur ſehr gezwungen.
„Tantchen!“ ſagte der Doktor mit der Hand auf dem Herzen und in ſchmachtender Stellung,„meiner Sehnſucht Stern!“
„Dieſer fürchterliche Menſch!“ ächzte Tante Malchen und blickte nach Rettung umher.
„Aengſtige Dich nicht, Malchen!“ ſagte Römer, während Alle, und zuletzt gar auch Klara lachten,„Dein Bruder wird Dich ſchützen!“
„Die Herren kommen ſehr vergnügt an!“ meinte Frau Römer,„das freut mich. Wir heißen Sie willkommen in Lomath, und hoffentlich für längere Zeit. Wünſchen Sie ſo⸗ fort und im Freien zu ſpeiſen, oder—“
„Noch einen Moment, gute Marie!“ unterbrach Römer; „hört erſt meine Neuigkeiten. Zwei der Bankiers, eine Anzahl Telegraphen⸗ und Börſen⸗Beamten ſind mehr oder weniger ſtreng beſtraft worden. Der arme Teufel Paul hat drei Jahre Zuchthaus bekommen. Eine Unterredung, welche ſeinem Bruder vor dem Termin mit ihm geſtattet wurde, hat ihn zu umfaſſenden Geſtändniſſen vermocht. Für den Bruder ſind einige Tauſend Thaler an der Börſe geſammelt, wofür ihm ein Handelsgeſchäft begründet werden ſoll. Ich habe natür⸗ lich meinen Theil ebenfalls dazu beigeſteuert, und damit laßt uns Alles, was die unliebſame Angelegenheit betrifft, für immer der Vergeſſenheit anheimgeben. Ferner habe ich mit⸗ zutheilen, daß die Bankfirma Römer und Kompagnie am erſten Juli ſich in die Firma Wellmann und Kompagnie, mit Herrn Eduard Wellmann als Chef, verwandeln wird. Der neue Herr Bankier bedarf eines eigenen Hausſtandes und der eigene Hausſtand einer Hausfrau, für welche zu ſorgen ich mich ebenfalls verpflichtet halte.“
Römer hatte ſich, während er ſprach, allgemach der Tochter genähert; bei jenem letzten Worte ergriff er deren Hand.
„Hier haben Sie die Hausfrau, Wellmann!“ fügte er noch hinzu.
„Papa!“ rief Klara erbleichend.„Eduard!“ fuhr ſie fort, während ihr das Blut wieder in die Wangen ſchoß. Im nächſten Moment lag ſie an der Bruſt des jungen Mannes.
Römer und deſſen Frau reichten ſich die Hände und blick⸗ ten einander mit glückſeligem Lächeln in die Augen.
„Schade, Tantchen!“ ſagte Rohrbeck,„daß ich ſchon ge⸗ feſſelt bin, ſonſt gäbe es hier eine gute Gelegenheit, das zweite Paar—“
Tante Amalie, welche ſinnig lächelnd die beiden Liebenden betrachtet hatte, fuhr wie vor einer Schlange zurück.
„Sie Schändlicher!“ rief ſie bebend vor Schreck und Un⸗ willen.— Rohrbeck nickte lachend mit dem Kopfe und wendete ſich dann wieder den Uebrigen zu.
„Das hätten wir alſo auch fertig gebracht!“ ſagte er mit komiſcher Gravität;„und ſomit möge für alle Widerwärtig⸗ keiten, welche uns ein paar recht heiße Tage gemacht haben, der alte Refrain gelten: Ende gut— Alles gut!“
Betronel.
Roman aus dem Engliſchen von Florence Marryat. (Fortſetzung)
In der nächſten Zeit hatte ich eigentlich täglich nur zwei Momente, um die ſich Alles drehte, die Morgen⸗ und Abend⸗ beſuche meines Vetters. Während der Zeit, die dazwiſchen⸗ lag, war ich ſtets voll Furcht und Sehnſucht, ich war mir ſelbſt ein Räthſel und konnte dieſe Unſicherheit über meine eigenen Gefühle kaum länger ertragen. Seinen Beſuchen opponirte ich nie wieder, und er kam regelmäßig zu mir, mochte er viel oder wenig zu thun haben.
Einige Tage nach ſeinem erſten Beſuch ſollte ich erfahren, was er damit gemeint, als er ſagte, er wolle es ſich über⸗ legen hinſichtlich des Vorleſens. Er leitete den Gegenſtand
ſo vorſichtig ein, daß mein eiferſüchtiges Herz von vornkarain
dagegen eingenommen ward. Bei einer Gelegenheit/ ſein Erſtaunen darüber ausdrückte, daß meine Gey
langſam vorrückte, ſagte er:„Ich fürchte, Du langweilſt Dich, Du biſt zuviel allein. Nicht wahr, iſt es nicht ſo, Petronel?“
„Ja, langweilig iſt es hier!“
„Und Du haſt Niemanden, der Dir etwas vorleſen und vorplaudern könnte, keine Freundin Deines Alters. Ich glaube, dieſe wird Dir ſehr fehlen.“
Darauf antwortete ich weiter nicht, wenn mich auch die Erinnerung an Felicite ſehr bewegte.
„Ich kenne eine ſehr achtungswerthe, liebenswürdige junge Dame, die ſich glücklich ſchätzen würde, Deine Freundin zu werden; ich hätte Euch Beide ſchon miteinander bekannt ge⸗
macht, doch Deine Krankheit kam hindernd dazwiſchen. Sie
lter wie Du, doch das würde ganz gut für din überzeugt, ſie wird Dir als Freundin in


