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kunſtgerecht aufzubrechen, da ſteht er auf ſeinem Felde, der Meiſter der Brechſtange und des Nachſchlüſſels. Er ſchreckt nicht zurück, auf der Landſtraße ſein Brot zu finden, wie auch drei Gegner niederzuſchlagen. Dabei iſt er ein großer Wein⸗ kenner, daß man glauben ſollte, er ſei deutſchen Urſprunges.“
„Und das iſt er auch, Joſef, wie ich Dir ſchon manches Mal erzählt. Herr Cartouche, ich hoffe, daß Sie mich in der Noth als den Mann erkennen werden, der ſich nützlich zu machen verſteht und, wenn es ſein muß, für ſeine Freunde durch das Feuer läuft. Was mir Villebrais, während Sie mit Griſſet und Marguerite und Adelaide ſprachen, mitgetheilt hat, läßt mich Ihnen mit Hochachtung die Hand ſchütteln.— Nun aber fahre fort, Joſef, ehrlicher Mann, Du darfſt Dich nicht vergeſſen.“
„Wenn auch kein ehrlicher, ſo doch unglücklicher Mann, Bras de fer, der aber ſeinen Humor nie verloren. Ja, Herr Cartouche, es iſt ein eigen Ding mit mir. Der Joſef Lami hatte einſtmals ein Geſchäft, das ihn und ſein Weib redlich ernährte. Da hatte meine Rahel eine Liebſchaft und betrog mich mit einem Schufte, der ihr eine Schnur echter Perlen geſchenkt. Ich wollte nicht zurückſtehen, ich legte ihr eine an⸗ dere Schnur um den Hals, und da ſagte man, ich hätte ſie umgebracht und hetzte mich wie ein wildes Thier, aber die Zufriedenheit mit dem, was ich gethan, haben ſie mir nicht herausgehetzt. Seitdem— es ſind nun ſo ſechs Jahre— hat mich die Vorliebe zu Perlen und dergleichen nicht verlaſſen, und manchmal kommt es förmlich über mich, an verrätheriſchen Weibern das zu thun, was Apollo dem Marſyas ſoll gethan haben, wie die Fabel erzählt.“
„Und den Reichen das überflüſſige Gold abzunehmen, wo⸗ mit ſie Unheil ſtiften,“ fügte Dominique hinzu, ihm herzlich die Hand drückend. In dem Charakter Lami's lag mehr Im⸗ poſantes, als in dem ſeiner übrigen Genoſſen, das fühlte
Cartouche— eine Tragik, die ihn rührte— die Anderen waren
Gauner und Böſewichter; Joſef ohne die Talente ſelbſt, welche er den Anderen gerühmt hatte, ein Mann, der mehr das Inter⸗ eſſe erregte als ſie. Von Allen hatte er allein das Recht, die Menſchen zu verabſcheuen, wenn dies überhaupt ſtatt⸗ bar iſt.
Concordia. 285
„Und ich, meine Damen und Herren,“ wandte ſich Car⸗ touche an ſeine jetzigen Genoſſen.„Und ich, Dominique Car⸗ touche, bin ein ehemaliger Jeſuitenſchüler, Bohémien, Brand⸗ ſtifter, Abenteurer und Taſchendieb. Sie werden begreifen, daß ich mich geehrt fühle, unter Geſinnungsgenoſſen zu ſein, zu Jhrer Verbrüderung zu gehören.————
Als Dominique in ſeine Wohnung kam, fand er Sidi in großer Aufregung. Ein junger Mann, ein Rekrut der könig⸗ lichen Garde, des Elitekorps, das nur aus Cdelleuten ge⸗ bildet war, hatte ſie angeredet. Sidi war kein Mädchen, welches ſich die Blume der Unſchuld bewahrt hatte, dieſelbe war ihr längſt entriſſen, noch ehe Cartouche zu der Bande Orgowani's ſtieß. Die Liebe, welche ſie aber für Dominique empfand, hatte in einer Beziehung wenigſtens veredelnd ge⸗ wirkt. Mit Entrüſtung hatte ſie den Zudringlichen zurück⸗ gewieſen; vergebens waren aber ihre Bemühungen, um zu verhindern, daß er ihr nicht folge. So hatte er das Haus entdeckt, wo ſie wohnte, und Sidi war nun in Beſorgniß, daß ſie, wie ihr Geliebter, verrathen werden könnte.
„Nicht doch,“ tröſtete Dominique, indem er ſie in ſeine Arme ſchloß.„Den Herrn Edelmann hat nur Dein hübſches Lärvchen beſtochen und der Milchbart denkt, bei Dir Gelegen⸗ heit zu galanten Abenteuern zu haben. Warte, Bürſchchen, Du ſollſt erfahren, daß ich nicht mit mir ſcherzen laſſe. Wir werden natürlich hier ausziehen, Sidi, daß Du Dich nicht ferner zu ängſtigen brauchſt.“
„Ach,“ klagte ſie,„ſchon wieder keine Ruhe und ich werde doch bald der Ruhe bedürfen.“
„Wie meinſt Du das, liebes Reh?“
Sie drückte ſich feſt an ihn, während ſie geſtand, daß ſie ſich Mutter fühle.
„Hei,“ ſchrie Dominique,„das iſt ja ein Tag der Luſt.“ Nun erzählte er ihr auch von der Genoſſenſchaft, der er ſich angeſchloſſen hatte.„Will's Gott,“ ſchloß er,„ſo hinterlaß ich meinem Jungen ein Königreich. Jetzt weiß man doch, wo⸗ für man arbeitet.“
(Fortſetzung folgt.)
Wirklichkeit und Dichtung.
Novelle von
K.
Labacher.
(Schluß.)
Meta hatte ihr Antlitz zur Seite gewendet.
„Es würde doch Alles nichts helfen, Vater, und ich kann auch nicht; Robert liebt mich nicht mehr, was ſoll da eine Verſöhnung? Ich könnte ihn nicht glücklich machen. Es iſt beſſer, wenn Alles bleibt wie es jetzt iſt. Ich will mich darein zu ergeben ſuchen. Es iſt gut, daß es ſo kam, ehe es zu ſpät war.“
„Bethörtes Geſchöpf,“ fuhr Felden auf,„eine Sünde ſind Deine Worte! Robert und Du, ein Paar, wie es die Vor⸗ ſehung ſelbſt nicht beſſer zuſammenfügen kann, und Ihr ſolltet auseinandergehen, Deiner dummen Grillen und Einbildungen wegen? Meine Freude an Euch willſt Du mir zerſtören? Ich ſah Dich ſchon als junge Frau, ein Kind auf den Armen,
Robert unglücklich werden! Und gewiß, auch Dich müßte ich an Liebesgram dahinwelken ſehen, denn verwinden könntet ihr's Beide nicht. Mädchen, Du machſt mir den Kopf warm, Du machſt mir Kummer. Aber daran iſt Niemand ſchuld, als die zu nichts nütze Adele, welche die verdammten Bücher in's Haus brachte. Da liegen ſie herum auf Klavier und Stühlen und machen die Luft ſtaubig. Fort damit!“
Felden ergriff einige der dicken Bände, öffnete die Thür und ſchleuderte ſie in Adelens Zimmer, aus welchem ein banger Schreckensruf ertönte. Felden kehrte ſich nicht daran. Er trat dicht vor ſeine Tochter.
„Du willſt alſo nicht, daß ich zu Robert gehe und ihn in Deinem Namen zu Dir rufe?“
Meta's Buſen hob und ſenkte ſich ſtürmiſch. Es war iht


