Jahrgang 
1 (1879)
Seite
281
Einzelbild herunterladen

efan⸗ uſine ſetzen etter daßte daß

eine leſen, hſeeler ießen

ſagte

will

nen,

Dem

fagte

teigen,

ſwärts

-

erſt als kein Ro

weckt hat und die Maréchauſſée uns auf den Leib führt.

Chevalier, Sie wiſſen, wer Ihr Gegner iſt mein Name iſt Ernſt de Villeneuve morgen im Wäldchen von Boulogne

oder ſonſt wo iſt Zeit, ſich die Hälſe abzuſchneiden.

Sie haben recht, ſagte der Marquis.Ich werde Ihnen morgen Genugthuung geben, daß ich die kleine, ſchöne Amazone, die wie ein Eremit lebt und wie ein Satan ficht, entführen wollte. Da iſt mein Wagen. Leben Sie wohl, Herr Cheva⸗ lier ich bin morgen früh am Kreuz zu Ihrer Verfügung.

Mit einer Verbeugung verabſchiedete er ſich der Wagen nahm ihn und ſeinen Begleiter auf, ihre Diener ſprangen hinten auf das Trittbret. Der Cheralier blieb allein zurück.

Villeneuve! Villeneuve! Da iſt meine Rolle ausgeſpielt, murrte er durch ſeine Lippen. Dann ſteckte er den Degen heftig in die Scheide.Villeneuve, Villeneuve! Du biſt mein böſer Dämon. Antoine!

Hier, Herr Chevalier.

Wirf die Leiter um! und ſpricht Deine Zunge ein Wort von dem, was Du geſehen, ſo werde ich Dir eine Lehre geben, die Du niemals vergeſſen wirſt.

Der Diener verbeugte ſich, befolgte, was ſein Herr ihm befohlen, und läutete ſodann auf ein Zeichen deſſelben. Sie brauchten nicht lange zu warten, den Portier hatte ſchon der Piſtolenſchuß erweckt.

Ach, Herr Chevalier, empfing er ſie.Was iſt draußen vorgefallen? Haben Sie gehört?

0

Allerdings, einen Piſt Rede werth.

Summend ſtieg er die Treppe hinan und verſchwand in ſeine Wohnung, dem Diener nochmals die energiſche Weiſung gebend, ſeinen Mund zu verſchließen.

e lenſchuß am Ende der Straße, nicht

der

Madame kam ihm mit einer brennenden Kerze entgegen er löſchte ſie ſogleich aus.

Vorſicht hat nie geſchadet die Marächauſſée kann im nächſten Augenblick ſchon die Straße paſſiren, und des Auf⸗ ſehens iſt genug.

Wie Du ſo ſeltſam biſt, Achille.

Er faßte ſie bei der Hand und führte ſie in das Schlaf⸗ gemach zurück.

Die Zeiten ſind bald vorüber, ahnt mir, Sidi, ſagte er

dort, nachdem er die Thür ſorgſam geſchloſſen hatte.Die Verwandelung muß über kurz oder lang fallen der Cheva lier zu Grabe gehen.

Wie Du ſo ſeltſam biſt, Dominique ich weiß jetzt,

daß es keine Diebe waren; Ihr werdet Euch ſchlagen. Du biſt ein Meiſter in den Waffen, Du wirſt nicht unterliegen. Pah, das blanke Ciſen fürchte ich nicht ich bin aber Ich werde nicht lange unentdeckt bleiben Villeneuve, mein Dämon, iſt hier. Pah, was ſchadet es, die Maske bei Seite, ſie hat mir nichts eingetragen, wohl aber gekoſtet. Ich bin heute völlig leer kein Louisd'or in meiner Taſche. O, dieſe Herren wiſſen auch, wie man die Karte miſcht. Gaunerei hier, Gaunerei dort. Da kommt der Abbé Dubois, der wür⸗ dige Prinzenerzieher, und führt die Bank. Ich Dummkopf! ſenoble bei mir Muſik machte, merkte ich, wie

man verfuhr. O, über die ehrlichen Leute! Aber das that nichts morgen hätte ich die Scharte ausgewetzt da kommt dieſer Villeneuve der Herr Chevalier de Vert

7

V V

ſteigt von der Bühne und Dominique Cartouche muß ſich eine andere Rolle ſuchen, in der er ſein täglich Brot verdient. Und Du virrſt eine andere finden, ſagte Sidi.Nut ein wenig Ruhe und Du Die Marchauſſée, unterbrach Cartouche ihre Rede. Von der Straße herauf tönte der gleichmäßige Schritt der Polizeiwache. In der nächſten Minute war ſie bei dem Hauſe vorüber.

Die

Maulwürfe, grollte Dominique,die Maulwürfe ſehen nicht einmal die Leiter, die ihnen vor den Füßen liegt. Da thut ſich der Herr Generalpolizeilieutenant auf ſolche Geſellen etwas zu gut, denen man vor der Naſe ein Schnipp⸗ chen ſchlagen kann.

Deſto beſſer für uns. Soll ich wieder Licht anzünden?

Ja, ja. Mit weiten Schritten durchmaß Dominique das Gemach, während Sidi mit Stein und Schwefelfaden bald die Kerze entflammte, ſodann die Fenſtervorhänge niederließ.

Cartouche warf ſich jetzt in einen Lehnſeſſel und ſtarrte vor ſich hin. Sidi trat zu ihm.

Dominique, Du biſt heute aufgeregter, als ich Dich jemals geſehen habe, ſagte ſie.

Natürlich, erwiderte er;da glaubte ich mir den Boden geebnet, um mich nach einigen Jahren mit einem anſehnlichen Vermögen zurückziehen zu können ich hatte ſie eingeſchläfert; Niemand glaubt, daß ich die Karten zu miſchen verſtehe. Morgen die Rückſeite der Medaille herausgekehrt und ich hatte ſie in der Taſche, trotzdem ſie alle betrügen Du hätteſt ſehen ſollen, wie geſchickt der kleine ſchäbige Abbé, dieſer Aus⸗ bund der Frivolität, dieſe lebende chronique scandaleuse, die Volte ſchlägt, um das ſüße Gold einzuſtreichen, welches er dann mit den hübſchen Nymphen des Theaters und der Gaſſe vergendet Aber trotz dieſem bewunderungswürdigen Dubois würde ich doch ſchließlich da tritt mir dieſer Villeneuve in den Weg. Er wird mich erkennen. Was hilft mir alle Vorſicht, das Spiel iſt verloren.

Dominique, Du fiehſt zu ſchwarz. Drei Jahre ſind ver⸗ ſtrichen, ſeitdem Du das Colléège verlaſſen, und Du haſt Dich in ihnen gänzlich verändert. Du biſt dicht bei Deinem Vater vorübergegangen, er hat Dich nicht erkannt.

Cartouche ſah lächelnd auf.

Thörin! mich tröſten zu wollen! Mein Vater hat kein Polizeiauge, wie dieſer Villeneuve. Er wird mich e kennen ich weiß es. Ich muß mir einen anderen Wir ungskreis ausſuchen.

Am folgenden Nachmittag trafen ſich im Bois de Bou⸗ logne der Chevalier de Vert und der Marquis du Tremblai. Der Sekundant des Letzteren war Villeneuve, Carkouche's Schulgenoſſe.

Gehen wir raſch zu unſerem Geſchäft über, meinte Dominique, der wohl bemerkt hatte, wie Ernſt bei ſeinem An⸗ blick geſtutzt hatte, wie das Auge des Gefürchteten inquiſitoriſch ſtechend wurde.

Der Herr Chevalier ſind ſehr Edelmann.

Ich denke, ſtimmen, unſere Sache bald zum Austrag zu bringen.

Ich bin bereit, mein Herr. Und der Marquis warf den Rock ab und zog den Degen.

r⸗ k⸗

eilig, verſetzte der junge

der Herr Marquis wird mit mir darüber ein⸗ 8