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Concordia. 253
Abſonderliches in ſeinem Weſen; worin dieſes lag, wußte er ſich ſelbſt nicht zu ſagen. Mitunter ſchien ihm Bertram jünger und jugendlicher als früher, doch ein Geck und Schwätzer war er immer geweſen, ganz das Gegentheil von ſeinem tief⸗ denkenden, ernſten Freund. Jetzt aber wollte er offenbar den Jugendlichen herauskehren und jünger ſcheinen, als er war, dabei machte er mitunter geheimnißvolle Andeutungen auf ſeine Zukunft. Das Alles war dem Doktor Ford fremd und neu, bis er an einem Abend über Alles aufgeklärt wurde. Bertram hatte es ſich überlegt und war nun zu dem Entſchluß gekommen, in den Stand der heiligen Ehe zu treten. Wie Ulih hiervon in Kenntniß geſetzt wurde, werden wir aus dem Folgenden erſehen.
Am fraglichen Tage hatte Marcia Ford die Mittheilung erhalten, daß Petronel's Rückkehr unmittelbar bevorſtände, alſo vier Wochen noch vor der urſprünglich feſtgeſetzten Zeit; beim Eſſen erwähnte Ulih deſſen auch gegen ſeinen Freund Bertram. Aus der Schweigſamkeit, mit der ſeine beiden Tafelgenoſſen die Mittheilung aufnahmen, mußte Ulih ſchließen, daß ſie dieſe ſchon vorher unter ſich beſprochen hatten; als er jedoch zu ihnen hinblickte, ſah er, daß ſeine Schweſter mit ſteifer Miene eifrig ihren Teller leerte, während Bertram, deſſen Naſe ſchon auffallend geröthet war, haſtig ein Glas Wein nach dem anderen hinunterſtürzte. Seine Verlegenheit fiel Ulih deutlich auf, er nahm jedoch weiter keine Notiz davon.
„Ich fürchte, Antwerpen iſt in dieſer heißen Zeit kein ge⸗ ſunder Aufenthalt,“ fuhr er ruhig fort,„es liegt zu tief.“
„Wann glaubſt Du, daß Miß Fleming ankommt?“ fragte Bertram.
„Innerhalb der nächſten Tage; das Dampfſchiff fährt wöchentlich zweimal; Näheres weiß ich nicht.— Doch iſt Dir nicht noch ein Stück Braten gefällig, Bertram?“
So ging das Mittagseſſen dahin, und hätte man nicht Miß Ford's mürriſche Züge geſehen, ſo hätte man nie auf die Vermuthung kommen können, daß etwas Beſonderes paſſirt ſei. Sobald aber ſpäter die beiden Herren ſich ſelbſt über⸗ laſſen waren, trat es deutlich hervor, daß Doktor Ford von der Schweigſamkeit ſeiner Schweſter angeſteckt war, es wurde ſeinem Freunde ſchwer,. ihn anhaltend in irgend ein Geſpräch zu verflechten. 4
„Ford, Du haſt heute etwas, was Dich drückt,“ rief er endlich aus;„was iſt es, alter Freund?“
„Nein, das wüßte ich nicht!“ erwiderte Ulih, indem er ſich gewaltſam zuſammennahm, um ſorglos zu ſcheinen—„und doch, ich muß offen bekennen, ich bin etwas unbehaglich ge⸗ ſtimmt.“
„Du quälſt Dich doch hoffentlich nicht um Miß Fleming's Geſundheit?“ fragte Bertram ſchnell.
„Nein, das iſt es nicht. Sie iſt allerdings in der letzten Zeit auffallend raſch gewachſen und nicht ſo kräftig, wie ich wohl wünſchen möchte, muß daher mit beſonderer Aufmerkſam⸗ keit behandelt werden; mich beunruhigt mehr der Gedanke, daß ſie gerade jetzt, wo ſie Pflege und zarte Behandlung be⸗ darf, Beides hier im Hauſe nicht finden könnte.“
„Deuteſt Du auf Miß Ford hin?“
„Allerdings. Du haſt es ja eben ſelbſt mit angeſehen, wie ſie die Nachricht von der Rückkehr des Kindes aufnahm. Darf man daraus ſchließen, daß ſie geduldig und ſanftmüthig ſein wird, wenn das Kind krank werden ſollte?“
„Ich denke doch, zwiſchen den Beiden herrſcht völliger Friede. Miß Fleming ſchien während der Ferien hier ſtets glücklich zu ſein. Wenn Du gehört hätteſt, wie ſie ſich zu Zeiten, wenn wir das Vergnügen hatten, ſie bei uns zu ſehen, über Deine Schweſter äußerte, würdeſt Du überzeugt ſein, daß ſie viel auf ſie hält; ſie hat mir oft erzählt, daß ſie Miß Ford mehrfach bei ihren Samariter⸗Werken unterſtützt und ſie häufig auf ihren Armenwegen begleitet hätte.“
„Mag ſein! Doch die wenigen Wochen, in denen Petronel hier war, hat ſie meiſtens auswärts verlebt.— Glaube mir, Bertram, das Kind hat wirklich guten Willen und viel Sanft⸗ muth in ſeinem Gemüthe.“
„Ja gewiß, das ſieht ja Jeder!“ ſagte Bertram warm.
„Meine Schweſter thut auch, ſchon aus Liebe zu mir und mir zu Gefallen, ihr Möglichſtes, doch— Diyx darf ich es wohl offen ſagen, Du biſt ein alter Freund des Hauſes und weißt, wie hier die Sachen ſtehen— das Eine iſt gar nicht zu verkennen, ſie iſt über die Maßen eiferſüchtig auf Petronel und nur zu ſehr geneigt dazu, Alles, was dieſe ſagt und thut, von der ſchlechten Seite zu beurtheilen, und ich fürchte, wenn das Kind erſt ganz wieder bei uns iſt, geht es nicht lange gut.“
„Miß Fleming iſt aber zu liebenswürdig und zu ehren⸗ haft, und dabei zu wohldenkend, um das Haus hier in Un⸗ frieden zu bringen. Könnteſt Du nur einmal hören, wie ſie ſich über Dich, Ford, und über Alles, was Du für ſie gethan haſt, äußert, ſo würdeſt Du das nicht für möglich halten.— Dazu iſt ſie wirklich zu gut und zu dankbar!“
„Ich weiß wohl, was Du ſagen willſt, Bertram,“ unter⸗ brach ihn Ulih Ford, dem es unerträglich war, wenn über des Kindes Charakter offen geredet wurde,„es mag ja anders kommen, ich fürchte nur, nicht beſſer. Vielleicht hat nur Petronel darunter zu leiden, doch das gerade möchte ich ihr um jeden Preis erſparen, ſie hat ja außer mir Niemanden, der für ſie ſorgt. Ich wünſchte, Marcia benähme ſich etwas weiblicher.“
„Ich bin überzeugt und Du wirſt es auch ſein,“ ſagte Bertram unruhig,„daß meine Mutter und daß wir Alle in Oxley ſehr glücklich darüber ſein würden, wenn Miß Fleming zu uns käme, und zwar ſo lange, als Du es nur erlaubſt.“
„Danke Dir, alter Freund, ich weiß, wie freundlich Ihr Alle ſeid. Das iſt ein Troſt, ändert aber die Sache nicht, Petronel's Heimat iſt hier, und die muß ich ſo glücklich zu machen ſuchen, als ich nur irgend kann.“
„Du ſprichſt von Miß Fleming noch immer wie von einem Kinde,“ ſagte Bertram unſicher.
„Das iſt ſie aber doch auch noch; unmöglich kannſt Du ſie mit fünfzehn Jahren erwachſen nennen.“
„Miß Fleming iſt aber doch ſchon über ſechszehn, ſchon im ſiebenzehnten Jahre, ſie ſagte es mir ſelbſt,“ warf Bertram ein und erröthete dabei erſichtlich.
„Wenn auch,“ antwortete Ford gleichgiltig,„das iſt kein Unterſchied, einige Jahre bleibt ſie doch ſicher noch hier.“
„Hältſt Du es denn für ſo unwahrſcheinlich, daß ſie ſich ſchon bald verheiraten könnte?“
„Daran denke ich noch ganz und gar nicht, das fände ich lächerlich. Es iſt früh genug, wenn es ſoweit iſt.“
„Miß Fleming wird aber wohl ſchon daran denken, das thun ja die meiſten jungen Damen in ihrem Alter.“


