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Man führte dieſe Unterhaltung in einem Weinhauſe, bei oder nach einem gemeinſchaftlichen Frühſtück. Römer verbeugte ſich nach ſeinen letzten Worten und verließ die Reſtauration. Falk blieb, mit weit geöffnetem Munde ihm nachſchauend, am Tiſche zurück.
„Was iſt das?!“ murrte er endlich in ſich hinein,„er muß den Paul durchſchaut haben, oder dieſer hat geplappert und er iſt mir auf der Spur, wie ich ihm. Ein kluger Kopf, ſo wahr ich lebe— er könnte mir gefährlich werden!“
Auch Falk verließ das Haus, um ſich in ſeine Wohnung zu begeben und dort ungeſtörter über die gemachte Entdeckung nachzudenken. Im Ganzen befriedigte ihn dieſelbe ebenſo viel, wie ſie ihm zugleich unangenehm ſein mußte. Gefährlich konnte ihm Römer nicht werden, ohne ſich ſelbſt zu ſchaden; wußte er dies noch nicht, ſo war es immer noch Zeit, ihn
darauf aufmerkſam zu machen; wußte er es, war überhaupt keine Verfolgung ſeinerſeits zu erwarten. Hauptſächlich aber glaubte er einen neuen Beweis erhalten zu haben, daß Römer durchaus nichts Beſſeres als er ſelbſt ſei, wohl aber gründ⸗ licher wie er verſtand, ein kluges Verſteckſpiel zu treiben. Um⸗ ſomehr erſchien es ihm wünſchenswerth, mit dem Manne in enge Verbindung zu treten, da er von ihm unbedingt noch lernen konnte und auch wollte. Eins nur beunruhigte ihn; woher wußte Römer, daß er zu dem auf's Tapet gebrachten Falle in Beziehung geſtanden habe oder ſtehen konnte?
Ihm ſollte noch an demſelben Abende eine ſehr unangenehme Anwort auf dieſe Frage durch Paul Graupner, der ſich ihm mit einer dick aufgelaufenen Backe präſentirte, werden.
(Fortſetzung folgt.)
Betronel.
Roman aus dem Engliſchen von Florence Marryat.
(Fortſetzung)
16. Kapitel. Doktor Ford erhält für ſein Mündel einen unerwarteten Heirats-Antrag.
Nach drei Jahren ſehen wir unſeren Freund, Doktor Ford, wieder vor uns; bei ihm hatte dieſer Zeitabſchnitt bei Weitem nicht die Veränderung zur Folge gehabt, wie bei Petronel. Das lag aber in der Natur der Sache. Mit dreißig Jahren hat der Mann aufgehört zu wachſen an Geiſt und Körper, er iſt auf dem Höhepunkt ſeiner Blüthe, und wenn in dieſer Periode Veränderungen in der äußeren Er⸗ ſcheinung eintreten, ſo fallen ſie meiſtens günſtig aus. Beim Dokter Ford war dieſes jedenfalls ſo; der Tod Ciſſy Fleming's konnte den Schmerz, den er ſchon bei ihrem Verluſt empfun⸗ den, nicht erhöhen, im Gegentheil, er nahm nur die Laſt der Sorge von ihm, die ihn ſtets während ihrer einſamen, un⸗ glücklichen Lage, und ſolange er ſie lebend wußte, gedrückt hatte, und die Adoptirung und Vormundſchaft ihres Kindes, die Manchem vielleicht hätte läſtig werden können, hatte ſeinem Leben eine neue Anregung verliehen. Selbſt der ernſteſte Mann kann zu einem heiteren umgewandelt werden, wenn irgend eine ſchwere Sorge von ihm fällt oder ein frohes, unerwartetes Ereigniß eintritt, und ſo war es auch beim Doktor Ford; ohne daß er ſelbſt es wußte, verrieth ſich doch in Allem, was er that und ſagte, friſche Luſt und reger Eifer. Sein Gang ward leichter als ſonſt, ſein Auge lebhafter und ſeine Stimme kräftiger; ſeine Patienten theilten ſich gegenſeitig ihre Bemerkungen darüber mit, wie auffallend wohl und hübſch er ausfähe, und ſuchten nach einem Grunde dieſer Veränder⸗ ung. Einige dachten, er hätte Heiratspläne; wenn ſich aber eine ſorgloſe Seele einen Wink oder eine Andeutung hierauf erlaubte, ſo begegnete ſie einem Blick, ſo vielſagend, daß weiter keine Rede davon war. Andere ſchoben die Veränder⸗ ung auf den unerwartet günſtigen Fortſchritt in ſeiner Karrière, der wohl geeignet war, ſeinem Stolze zu ſchmeicheln. meiſten ſeiner Freunde hielten an dieſem Gedanken feſt, der ſo nahe lag; nach dem allgemeinen Zugeſtändniß hatte Doktor Ford den höchſten Gipfel des Baumes erklommien, auf deſſen höheren Aeſten nur Wenige Platz finden. Alle Ehren hatter
Die
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er erreicht, höchſtens hätte er noch Privatarzt der Königin werden können; es war aber zweifelhaft, ob er auf dem Poſten hätte gewiſſenhafter ſein können, als auf dem bisherigen. Viele ſeiner Kollegen und Verehrer ſuchten ihn zu bewegen, nach London überzuſiedeln und ſich dort eine Praxis zu ſuchen, er wollte ſich jedoch in keiner Weiſe durch ein Verſprechen binden, für den Augenblick zum wenigſten nicht.
Er ſagte ihnen, in Rockbury ſei er zu etwas gekommen, Rockbury verdanke er ſein bischen Ruhm, darum wolle er dort auch ſolange bleiben, als man ſeiner bedürfe; wenn er ſpäter einmal Jemandem begegne, der ſeinen Poſten ausfüllen könne und ſeinen Patienten gefiele, ſo wäre es noch früh genug, an eine Veränderung zu denken. Dieſes ſagte er ſeinen Freunden, innerlich aber fügte er noch hinzu:— wenn das Kind mich verlaſſen haben ſollte.
In Wahrheit lag hierin allein die Erklärung für die Gleichgiltigkeit, die er bei allen Vorſchlägen zeigte; eine Drenn⸗ ung von Petronel ſchien ihm unmöglich, und nach London wollte er ſie nicht bringen, da er überzeugt war, daß der Aufenthalt dort ihrer Geſundheit keinen Vortheil bringen würde. Das Wohl des Kindes, wie er Petronel trotz ihrer Größe noch immer nannte, wirkte mehr auf alle ſeine Ent⸗ ſchlüſſe und Beſtimmungen ein, als er ſich ſelbſt geſtehen wollte; er war ſich deſſen klar bewußt, wie lieb ſie ihm war, und ſeufzte tief, wenn er nur daran dachte, daß je, und mög— licherweiſe ſchon bald, das innige Verhältniß zwiſchen ihnen durch ihre Verheiratung unterbrochen werden könnte. Er konnte es ſich nicht verhehlen, daß dieſes Ereigniß, wann es auch kommen möchte, ihm großes Weh bringen würde. Hätte er ſelbſt, wie die Meiſten es thun, zur rechten Zeit geheiratet, ſo ſaß vielleicht eine Schaar Töchter mit ihm am Kamin, und er hätte die Ausſicht, eine oder mehrere zu behalten, die ihn in ſpäteren Jahren pflegen könnten. Jetzt aber überlegte er immer, wie lange er wohl noch auf das Glück rechnen dürfte, jenes liebe Weſen, das nun einmal ſein war, in ſeiner Häus⸗ lichkeit zu behalten; vier, höchſtens fünf Jahre noch, länger war unmöglich! Nun gut, während dieſer Zeit wollte er dann aber auch danach ſtreben, Petronel möglichſt vor allen
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