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Concordia. 245
über ſeinem Grabe ſängen. Kenſal⸗Green.“
Es war nicht leicht, hier zu gehen, wegen des dichten Wachsthumes von Beiwurz, Farrenkraut und der Brombeer⸗ ſträucher, die ein ganzes Gebüſch bildeten, aber nach einigem Suchen kam Mr. Cliſſold auf einen ſchmalen Fußpfad, augen⸗ ſcheinlich viel betreten, der ſich zwiſchen den alten, grauen Stämmen und Haſelſtauden hin⸗ und herwand, bis er an den Rand des Waſſers gelangte. G
Der Teich war breiter, als er gedacht hatte, aber ſo mit Waſſerlilien bedeckt, daß ſich das dunkle Waſſer nur hier und da zwiſchen den großen grünen Blättern zeigte, die es be⸗ deckten. Es war ein Teich, in den ein Fremder in der Meinung, es ſei eine grüne Wieſe, leicht hätte hineingerathen können. Maurice hielt noch rechtzeitig an und ſetzte ſich auf den knorrigen Stamm einer Erle, deren Wurzeln ſich zwiſchen Binſen und Kreſſe tief in das Waſſer hinabſtreckten. Hier rauchte er langſam ſeine Cigarre und gab ſich ſolchen Ge⸗ danken hin, wie ſie ein Dichter hat an einem ſolchen Orte und zu ſolcher Stunde.
Der letzte goldene Schimmer der Sonne ſchien ſchwach hinter den niedrigen dicken Stämmen und durch einen Bruch in dem Gehölze erſchien ein dunkelgrauer Streifen der fernen See, gerade wo ſich das Firmament zum Ozean herabſenkte.
„Ich würde beſſere Verſe ſchreiben, wenn ich hier ein Jahr lebte,“ dachte Maurice in der Erinnerung an ein Bändchen, das er nächſtens herauszugeben beabſichtigte. Er wußte kaum, ob es genug der Aufmerkſamkeit der Welt Würdiges enthalten würde. Es war nur der Erguß einer ſtarken, friſchen Seele, einer Seele, die ihren Antheil an den Sorgen der Menſchen gehabt und bereits manchen Kampf ausgekämpft hatte.
Er befand ſich tief in einer Gedankenreihe, die ihn weit von Borcel⸗End fortgeführt, als er in ſeiner Nähe ein Rau⸗ ſchen der Zweige hörte und ſich raſch umwendete, in der Er⸗ wartung, Martin Trevanard zu ſehen.
Das Geſicht, das zwiſchen einigen Haſelbuſchzmeigen her⸗ vor auf ihn blickte, überraſchte ihn beinahe ebenſo ſehr, als die weißgekleidete Geſtalt in der letzten Nacht. Es war das Geſicht, das er im Mondlichte geſehen, und welches er jetzt mit großer Deutlichkeit in dem noch ziemlich hellen Dämmer⸗ lichte wieder erblickte— ein kummerrolles, bleiches Geſicht, mit großen dunklen Augen— ein Geſicht, das dereinſt ſehr ſchön geweſen ſein mußte. Die dunklen Augen, die zarten Geſichtszüge waren noch ſchön, aber der Teint war faſt ge⸗ ſpenſtiſch in ſeiner Bläſſe und die Augen waren unnatürlich hell und leuchtend. Dies war Muriel Trevanard.
Maurice dachte, ſie würde bei ſeinem Anblicke in Furcht gerathen und forteilen. Aber zu ſeiner Ueberraſchung kam ſie ihm ein wenig näher; vorſichtig, gleichſam verſtohlen blickten dieſe raſtloſen Augen nach rechts und links, als ſie ſich näherte. Es war eine ſeltſame Intenſivität in ihrem Blicke, als ſich ihre Augen endlich auf ſein Angeſicht richteten, ihn anſtarrten und in ſeinen Zügen forſchten, wie geſtern der ſcharfe Blick ihrer Mutter. Eine Hand erhob ſich zu ihrem Haupte, um die dichten Maſſen ihres wirren, ſchwarzen Haares zurück⸗ zudrängen, und der weite Aermel ihres Kleides fiel zurück von dem weißen hageren Arme. Geſicht und Körper ſchienen in gleicher Weiſe gewelkt durch das verzehrende Feuer ihres
Es wäre beſſer geweſen, als in
„Sie können mir vielleicht ſagen,“ ſagte ſie mit raſcher, eifriger Stimme,„was mir die Anderen nicht ſagen wollen, obgleich ſie es gewiß wiſſen. Ich bin gewiß, Sie können es mir ſagen. Wann wird er zurückkommen?“
„Meine arme Seele, ich würde es Ihnen freudig ſagen, wenn ich es wüßte. Aber ich weiß nicht einmal, von wem Sie ſprechen.“
„O ja, Sie wiſſen es. Die Mutter weiß es. Ich bin gewiß, daß Sie es Ihnen erzählte. Ich werde ſeinen Namen nicht nennen. Ich verſprach, das Geheimniß zu bewahren, was es mich auch immer koſten möge, zu ſchweigen, und ich werde mein Verſprechen nicht brechen. Wann kommt er zurück?“
Sie hielt inne und ſah ihn mit flehenden, erwartungs⸗ vollen Augen an, als ob ſie athemlos auf eine Antwort warte.
„Kommt er wohl jemals zurück?“
Sie wartete wieder.
„In der That, Miß Trevanard, ich weiß nichts darüber.“
„Wie können Sie es wagen, mich Miß Trevanard zu nennen? Das iſt nicht mein Name.“
„Alſo Muriel.“
„Das iſt beſſer. Er nannte mich Muriel.“
Ihr Kinn ſank auf ihre Bruſt herab, und ſie ſtand einige Momente da, in das Waſſer blickend. Ihr Antlitz ſchien ſanfter zu werden durch einen ſüßen und doch traurigen Ge⸗ danken.
„Er nannte mich Muriel,“ wiederholte ſie.„Muriel, Muriel! Ich höre jetzt noch ſeine Stimme. Hören Sie— ſo deutlich, als ich ihn ſehe, wenn ich die Augen ſchließe.“
Wieder folgte eine Pauſe, und dann eine eifrige Frage:
„Wie kann er todt ſein, wenn er mir ſo nahe iſt? Wie kann er todt ſein, wenn ich ihn höre und ihn ſehe, und wenn ich es fühle, wie ſeine Hand mein Haupt berührt, wie ſeine Lippen auf den meinen ruhen? Er erweckt mich zuweilen mit einem Kuſſe aus dem Schlafe, aber wenn ich meine Augen öffne, iſt er fort. War er immer ein Geiſt?“
Sie ſchien ganz unbewußt der Gegenwart von Maurice, während ſie ſich dem Rande des Waſſers näherte, immer ab⸗ wärts blickend.
„Meine Liebe, wie können ſie ſagen, daß Du todt ſeieſt, wenn ich Dich ſo geduldig erwarte und auf Dich warten will bis zum Ende— warten, bis Du kommſt, um mich mit Dir fortzunehmen? Du ſagteſt mir, es würde wenig mehr als ein Jahr dauern. O Gott, welch' ein langes Jahr!“
Die Angſt, die aus dem letzten Ausrufe tönte, durchdrang das Herz des Lauſchers, wie es der wilde Aufſchrei des Kummers in der letzten Nacht durchdrungen. Er folgte ihr am Rande des Teiches, legte ſeinen Arm ſchützend um ihre zarte Geſtalt und verſuchte, ſie zu tröſten, ſo wenig er von ihrem Kummer wußte.
„Muriel,“ ſagte er ſanft, und ihr Name, ſo ausgeſprochen, ſchien einen beſänftigenden Einfluß auf ſie auszuüben,„ich bin an dieſem Orte und für Sie faſt ein Fremder, aber ich würde gern Ihr Freund ſein, wenn ich es könnte. Sagen Sie mir, ob ich etwas thun kann, Sie zu tröſten. Sind Sie glücklich in Ihrer Heimat, bei Ihrer armen alten Großmutter? Oder würden Sie lieber anderswo ſein?“


