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Concordia. 243
inneren Mechanismus, welche faſt gehörraubend war. Mr. Trevanard hatte eine Stunde vorher gefrühſtückt und war dann zu ſeinem Heumachen fortgegangen. Mrs. Trevanard bewegte ſich geſchäftig im Hauſe, aber die alte blinde Großmutter ſaß in ihrer Ecke, mit den nie ruhenden Stricknadeln beſchäftigt, gerade wie am letzten Abend, und ſcheinbar mit nicht mehr Intereſſe oder Antheil an dem aktiven Leben um ſie, als die alte Uhr.
Für den Fremden war eine reichliche Mahlzeit bereitet, Beefſteaks und Schinken, gekochte Eier waren da, und eine Forelle, die erſt dieſen Morgen, etwa hundert Schritt vom Hauſe entfernt, gefangen worden war. Dazu kam hausbackenes Brot, weißes und ſchwärzeres, köſtlicher Honig und ein Teller ſaftiger Erdbeeren.
Die beiden jungen Männer erwieſen dem Frühſtück volle Gerechtigkeit, ohne viel zu plaudern, wie ſie es am letzten Abende bei mehr Muße gethan hatten.
„Ich hoffe, daß ſie gut geſchlafen,“ ſagte Martin, nach⸗ dem er ſeinem geſunden Appetit Genüge gethan und nur noch mit einem Schnittchen Beefſteak tändelte.
„Nicht ganz ſo gut, als ich es in einem ſo komfortablen Bette hätte thun ſollen,“ ſagte Maurice.„Ich glaube, mein Gehirn war etwas übermäßig thätig.“
„Ach, darüber habe ich nicht zu klagen. Der Vater ſagt, daß ich nicht viel Gehirn beſitze. Ich erwidere darauf, daß mein Gehirn nur zu Borcel⸗End nicht wachſen kann. Ein Jahr iſt wie das andere, und wir werden Alle wie Uhrwerke, wie die arme alte Großmutter. Wir ſtehen jeden Morgen zu derſelben Stunde auf, blicken durch unſere Fenſter, um zu ſehen, was für Wetter iſt, eſſen und trinken, und gehen auf der Pachtung umher, um dann wieder zu Bett zu gehen, ohne vom Anfang bis zum Ende dieſes Geſchäftes unſeren Verſtand zu brauchen. Der Vater und ich, wir erheitern uns nur an Marktagen ein wenig, im Uebrigen aber könnten wir ebenſo langſam gehende Maſchinen ſein.“
„In der Natur Ihrer Mutter aber, ſollte ich denken, iſt nichts Schläfriges oder Mechaniſches, trotz des ruhigen Lebens, das Sie Alle hier führen.“
„Nein, der Geiſt der Mutter gleicht einer Kerze, die auch in einem finſteren Keller brennt. Ihr Blut iſt kein Mohnſaft, wie das der anderen Trevanard's. Wiſſen Sie, daß mein Vater noch nicht einmal nach Plymouth gekommen iſt und ſelbſt Penpance noch nicht ſah? Er habe nichts dort zu ſchaffen, ſagt er, und ſo geht er nicht. Er hockt hier auf ſeinem Lande wie eine Kröte, und würde es thun, wenn auch ſein Leben Jahrhunderte dauern ſollte.“
„Sie würden ſich wohl ein ganz anderes Leben wünſchen, meine ich,“ ſagte Maurice.
Die hellen Augen des jungen Mannes erinnerten ihn an ein Eichhörnchen, das in einen Käfig geſperrt iſt— eine wilde, freigeborene Kreatur, die ſich nach der Freiheit der Wälder und unbetretenen Haine ſehnt.
„Ja, wenn ich mein eigenes Leben hätte wählen können, würde ich ein Soldat geworden ſein, wie George Penwyn.“
„Um unter den Händen der Wilden zu ſterben.“
„Ja, man ſagt, er habe einen ſchweren Tod gehabt, daß dieſe kupferfarbigen Teufel ihn ſkalpirten, an einen Baum banden und ihn marterten. Seine Soldaten wurden aber auch ganz raſend vor Rachgier, und röſteten ſpäter einige
dieſer Mißgeſchöpfe lebendig, wie ich glaube; aber das konnte den Kapitän nicht mehr in's Leben zurückbringen.“
„Erinnern Sie ſich ſeiner?“
„Gewiß. Er pflegte in unſerem Waſſer zu fiſchen, in demſelben Bache, aus dem die Forelle von dieſem Morgen kam. Ich war ein kleiner Knirps von acht oder neun Jahren, als der Kapitän zuletzt zu Hauſe war, und pflegte Fliegen für ihn zu fangen, ſeinen Korb zu tragen und mit ihm um⸗ herzulaufen den halben Tag; er gab mir manche halbe Krone, denn er hatte immer eine offene, freigebige Hand und war einer der ſchönſten und angenehmſten jungen Leute, die ich je geſehen habe. Er war ein Dreißiger und der älteſte von den drei Brüdern; Balfour, der jüngſte, war ſchon ſeit Jahren verheiratet. Aber hier iſt unſere kleine Chaiſe; wir werden beſſer thun, abzufahren. Lebt wohl, Großmutter!“
Die alte Frau gab ein heiſeres Gluckſen zur Antwort, das wunderbar dem Knarren des Räderwerkes der alten Uhr glich.
„Guten Morgen, Ma'am,“ ſagte Maurice, beſorgt, höflich zu ſein; aber die Dame nahm keine Notiz von ſeinem Gruße.
Das Pferd, obwohl plump gebaut und mit dem Pfluge nicht unbekannt, lief dennoch gut. Die zwei jungen Männer hatten Borcel⸗End bald hinter ſich und fuhren über die ſchönen grünen Hügel dahin.—
„Jetzt könnte ich das Geheimniß meines nächtlichen Aben⸗ teuers ergründen,“ dachte Maurice, als ſie Borcel⸗End aus dem Geſichte verloren hatten.„Ich denke, ich kann es wagen, hübſch freimüthig mit dieſem gutmüthigen jungen Mann zu ſprechen.“
Er dachte einige Minuten nach und dann begann er den Angriff.
„Als Sie mich beim Frühſtück fragten, wie ich die letzte Nacht geruht, gab ich Ihnen keine ganz aufrichtige Antwort,“ ſagte er.„Ich hatte einen Grund, der mir keine vollſtändige Ruhe geſtattete, aber ich wollte nicht darüber ſprechen, bis wir allein wären.“
„Wirklich?“ fragte Martin Trevanard, ihn ſcharf anblickend. „Was war das?“
Maurice Cliſſold glaubte in dieſem forſchenden Blicke eine gewiſſe Aengſtlichkeit zu bemerken.
„Es kam Jemand mitten in der Nacht in mein Zimmer — eine Frau,“ ſagte er.„Zuerſt dachte ich beinahe, es ſei ein Geiſt. Niemals in meinem Leben war ich ſo nahe daran, einer abergläubiſchen Furcht nachzugeben. Aber bald entdeckte ich meinen Irrthum und ſah, daß es ein lebendes und leidendes Mitgeſchöpf ſei.“
„Ich bedauere ſehr, daß dergleichen geſchah,“ ſagte Martin ernſt.„Man ſollte beſſer für ſie Sorge tragen. Die Per⸗ ſon, welche Sie ſahen, muß meine unglückliche Schweſter ge⸗ weſen ſein.“
„Ihre Schweſter?“
„Ja. Sie iſt zehn Jahre älter als ich und nicht ganz richtig im Kopfe. Aber ſie iſt vollkommen harmlos— nie⸗ mals in ihrem Leben verſuchte ſie es, Jemandem ein Leid zu⸗ zufügen— nicht einmal ſich ſelbſt, die arme Seele, obgleich ihre Exiſtenz traurig genug iſt; und weder mein Vater noch meine Mutter wollen beiſtimmen, ſie fortzuſchicken, damit ſie anderswo in Obhut genommen werde. Unſer alter Doktor ſieht
ſie dann und wann und meint, daß ſie nicht vollſtändig wahn⸗ 31*


