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Concordia.
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jenſeits des Dorfes Penwyn, mit einer einzigen Tochter, einer Erbin; Mr. Morgrave und ſeine Tochter waren mehrmals zu einem Gabelfrühſtück nach Penwyn geladen worden und auch gekommen, ſeit Mr. George wieder zu Hauſe war, und er und der Squire hatten mehr als einmal in Morgrave⸗Park dinirt. Ich denke, Miß Morgrave und unſer Mr. George hatten ſich auch an anderen Plätzen getroffen, denn ſie ſchienen ganz freundlich und intim. Sie war eine fein ausſehende junge Lady, aber etwas männlich in ihrem Weſen— Hunden, Pferden und dergleichen mehr ſehr zugethan und bei allen Hetzjagden mit zu Pferde. Aber was ſie immer thun mochte, war recht nach der Anſicht der Leute, weil ſie eben eine reiche Erbin war.“
„Und George Penwyn verliebte ſich in dieſe junge Lady?“ „Ganz und gar nicht, Sir. Es kam auf irgend eine Weiſe zu unſerer Kenntniß, daß der alte Squire wünſchte, daß Mr. George ſie heirate, und daß er Grund hatte, zu glauben, daß die junge Lady„Ja“ ſage, wenn ſie gefragt würde. Aber Mr. George fand keinen Gefallen an ihr. Sie war nicht„ſeine Art“, ſagte er, worauf der Squire außer⸗ ordentlich zornig wurde.„Vereine Penwyn und Morgrave, und Du wirſt das ſchönſte Beſitzthum im Lande haben,“ ſagte er,„ein Beſitzthum, wie es ſich ziemt für einen Edelmann. Es wird ein ſchöneres Eigenthum ſein, als es die Penwyn’s in den Tagen Jakob's des Erſten beſaßen. Mr. George wollte aber nichts hören.„Ich ſehe, was es iſt,“ ſchrie der Squire in ſeiner Wuth;„Du willſt mich durch irgend eine niedrige
Heeiirat in Schmach bringen, die Tochter irgend eines Laden⸗
halters nehmen, wie Dein Bruder Balfour. Aber, beim Him⸗ mel! Thuſt Du das, werde ich mein Teſtament ändern und das Beſitzthum fortgeben von meinem Stamme! Es hatte nicht ſo viel zu bedeuten in Balfour's Falle, weder er noch die Seinen werden jemals hier Herren werden, wie ich glaube; aber eine Auflehung von Deiner Seite werde ich nicht dulden! Ich will nicht, daß ſich ein Miſchlingspack hier einniſtet, wenn ich dereinſt im Grabe modere!““
„Welch' ein echter alter Gentleman!“
„Mr. George ſchwur, daß er nicht daran gedacht habe, eine niedrige Heirat zu machen, noch überhaupt ſchon eine Ehe abzuſchließen. Er ſei glücklich genug, ſo wie er eben
ſei, ſagte er, aber er wolle nicht eine Dame heiraten, die er nicht liebe, auch wenn ſie ſeinem Vater gefalle. So lebten ſie eine Weile ruhig nebeneinander, der Squire mürriſch, aber ohne viel zu ſagen. Und dann ging Mr. George nach London und von da zu ſeinem Regimente nach Irland, wo es ſtationirt worden, nachdem es aus Indien gekommen, und zwei oder drei Jahre war er an verſchiedenen Plätzen, während welcher Zeit Miß Morgrave zum großen Verdruſſe des Squire's ſich an einen Edelmann verheiratete. Aber ich fürchte, daß ich Sie ermüde, Sir, mit einer ſo langen Geſchichte.“
„Nicht im Geringſten. Ich höre ſie gern.“
„Nun, eines Sommers kam Mr. George zurück. Er war für kurze Zeit auf Urlaub zu Hauſe, ehe er in die Fremde ging, und er und der Squire waren wieder hübſch freundlich. Es war ein ſehr heißer Sommer und Mr. George pflegte ſeine meiſte Zeit außer dem Schloſſe zuzubringen, fiſchend, oder in anderer Weiſe den Tag verlebend. Der Squire hatte in dieſem Jahre einen böſen Gichtanfall und war immer in ſeinem Gemache feſtgehalten. Natürlich konnte man von einem jungen Manne nicht erwarten, daß er den ganzen Tag zu Hauſe ſitze, aber ich habe mich doch oft gewundert, was Mr. George zwiſchen dieſen unſeren einſamen Hügeln finden konnte, um ihn zu amüſiren. Er blieb durch den ganzen Sommer hier und ſchien recht glücklich, und als der Winter begann, ging er zu ſeinem Regimente, welches nach Kanada beordert wurde. Ich denke, daß er und der Squire als gute Freunde ſchieden, und ich habe mich ſpäter oft mit Freude daran er⸗ innert.“
„Warum?“ fragte Maurice.
„Weil ſie nie wieder zuſammentrafen. Mr. George wurde ſechs Monate ſpäter in einem Gefechte mit den Wilden ge⸗ tödtet. Ich erinnere mich noch, als an einem heißen Sommer⸗ tage der Brief kam, der dieſe Nachricht brachte. Der Squire ſtand in der Halle, gerade bei dieſem Fenſter, als Miles, der alte Hausmeiſter, ihm den Brief gab. Er las nur den Be⸗ ginn davon und ſtürzte zu Boden, als ob ihn der Schlag ge⸗ troffen hätte. Es war ſein erſter Anfall und er war nachher niemals wieder derſelbe, obgleich er bis zu ſeinem Ende eine wunderbare Kraft bewahrte.
(Fortſetzung folgt.)
Aus der Börſenwelt. Erzählung von Karl Schmeling. (Fortſetzung.)
Graupner hob die gefalteten Hände empor.
„Welche Ausſicht—!“ rief er.„O, Herr Wellmann, noch eben dachte ich: du ſiehſt deine Familie nur als verſorgter Mann oder nie wieder, und Sie machen mir ſolche Hoff⸗ nungen!“
„Halten Sie feſt daran, Herr Graupner; Sie ſind im Grunde ein ehrlicher Menſch und ich möchte ſagen, noch immer Ehremmann; denn Sie hielten ſogar Spitzbuben das gegebene Wort, und das läßt einen treuen Grundzug der Seele voraus⸗ ſetzen.“
„Dank' Ihnen für das Wort, Herr Wellmann; nur Noth und Verführungskünſte haben mich zum Verbrecher gemacht; geboren und erzogen bin ich dazu nicht!“
„Ich weiß es; aber nun— wie locken wir den Wirth herbei?“
Graupner trat mehrmals heftig auf.
„Das wird ihn erſcheinen laſſen!“ ſagte er in faſt ſcherz⸗ haftem Tone.
Der Wirth kam wirklich, um nach dem Begehr der„ge⸗ ehrten Herren“ zu fragen.
Wellmann erklärte dem Manne ganz kurz, daß er ſeinen bisherigen Gaſt mitnehmen müſſe und daß es unſicher ſei, ob derſelbe wiederkehren werde. Er wünſchte, daß der Anzug, welchen Graupner trug, ihm verbleibe, und forderte den Wirth auf, ſeine Rechnung demgemäß zu machen.
Der Biedermann verlangte nach kurzer Ueberlegung noch


