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Concordia. 4 131
ſchleunigſt vorweg zu ſalviren, wogegen der Jünger Merkurs dem nachſtümpernden Graupner durch vorzeitiges Zuſchlagen der Thüre einen Schub gab, daß er wiederum faſt hingefallen wäre.
Beide auf dieſe Weiſe Gemaßregelte beeilten ſich hiernach, aus dem Hauſe zu kommen.
„Nur ſchnell— ſchnell weiter!“ machte obenein noch der Wirth, als ſein Begleiter nicht recht fort konnte,„ſonſt giebt's am Ende noch Straßenauflauf, und der fehlte gerade!“
Es ging indeſſen ohne ſolchen ab und man ſtapelte tapfer bis zu den Lindenreihen, wo Graupner wieder langſamer zu hinken begann, weshalb auch ſein Begleiter jede Eile ein⸗ zuſtellen genöthigt war.
„Na,“ ſagte derſelbe mit einer Art Galgenhumor,„die Freundſchaft hätten wir gekoſtet— was wird uns die Bruder⸗ liebe bringen?“
„Mein Gott— mein Gott!“ ächzte Graupner,„ich habe dieſem Manne Ehre, Stellung, Auskommen, Freiheit und das Glück meiner Familie geopfert. Er iſt durch mich zum Millionär geworden— nur eine geringe Summe ſeines großen Ver⸗
mögens könnte mich retten, und— er wirft mich hinaus, ſtatt mir ſein gegebenes Verſprechen zu halten!“
„Das iſt immer ſo!“ ſagte der Wirth wichtig,„Hundsfötter halten nie Wort!“
„Mein Weib und meine Kinder!“ klagte Graupner weiter, „wo mögen die Aermſten ſein? denn das ſehe ich nun wohl, dieſer Menſch hat auch für ſie nie etwas gethan!“
„Gewiß nicht!“ beſtätigte ſein Begleiter mit vollſter Ueber⸗ zeugung,„der Kerl ſieht nicht aus, als mache ihm das Geben Freude!“
„Was ſoll nur aus mir werden?!“ ſtieß Graupner hervor.
„Na, wir haben ja noch den Bruder!“ tröſtete der Wirth.
Graupner ſeufzte ſchwer.
Man zog inzwiſchen die Straße hinauf, und der Wirth muſterte die Häuſer, um irgendwo die Firma„Römer und Kompagnie“ zu finden. Bald war er auch ſo glücklich.
„Hier müſſen wir hinüber!“ ſagte er zu dem Gefährten, „da iſt das andere Haus!“
(Fortſetzung folgt.)
Betronel.
Roman aus dem Engliſchen von Florence Marryat. (Fortſetzung.)
Unten, im Parterre, waren vier Zimmer, die Eßſtube, der Berathungsſaal und zwei Wartezimmer für die Patienten des erſten und zweiten Ranges. In die drei letzteren Räume wagte ich mich nicht hinein, zu meiner Freude hörte ich aus der Eßſtube des Vetters Stimme, und da ich annahm, daß er unbeſchäftigt ſei, öffnete ich die angelehnte Thür und ſprang auf ihn zu mit dem Ausruf:
„Nicht wahr, Vetter, Du gabſt mir geſtern die Erlaubniß, zum Markte zu gehen?“
Doch ich ſtockte, denn ich ſah, daß er nicht allein war; ich erröthete über und über und ſchmiegte mich ängſtlich an ihn an; es waren dort zwei Herren, und die Art und Weiſe, wie dieſe mich betrachteten, verrieth ein mehr als gewöhnliches Intereſſe für mich.
„Beim Jupiter!“ rief der Eine aus, indem er ſein Glas vor’s Auge hielt,„iſt das das Kind, Ford?“
„Welche auffallende Aehnlichkeit!“ ſagte der Andere,„ſie frappirt mich, und welch' hübſches Geſicht!“
„Ganz merkwürdig ähnlich,“ rief der Erſte;„komm', kleine Miß So und So, komm', gieb mir einen Kuß!“
„Nein, nein!“ rief ich, ängſtlich den Vetter umklammernd.
„Giebſt Du mir denn auch nicht eine Haarlocke?“
„Nein, ich kenne Sie ja gar nicht!“
„Damit wandte ich ihnen den Rücken und verbarg mein Geſicht an des Vetters Bruſt; ihre Zudringlichkeit machte mich ängſtlich, ich begriff gar nicht, wie ſie dazu kamen, der⸗
artige Anforderungen an mich zu ſtellen.
„Sie ſind ſo unartig!“ flüſterte ich Vetter Ulih leiſe in’s Ohr.
„Nein, Petronel, das ſind ſie nicht, ſchließe Freundſchaft mit ihnen; dieſer iſt Dein Onkel Wilfred,“ indem er auf den Herrn mit dem Glaſe deutete,„und dieſer iſt Onkel Archibald“
„Meine Onkel?“ rief ich erſtaunt aus,„Brüder meiner armen, lieben Mama? Ich ſah ſie ja früher nie, Vetter Ulih?“
„Das iſt wohl möglich,“ erwiderte dieſer und ließ durch⸗ blicken, daß eine weitere Beſprechung darüber nicht wünſchens⸗ werth ſei, ich ſah mir die Fremden aber genau an. Onkel Wilfred war groß, blaß, mit blauen Augen, hatte einen hübſchen Backenbart und einen Schnurrbart, der ihm über den Mund hing; jedesmal, wenn unſere Blicke ſich begegneten, lächelte er, er machte überhaupt einen ſehr gutmüthigen Ein⸗ druck auf mich. Onkel Archibald ſah dunkler aus und wohl kräftiger und geſcheuter, doch ſein Ausdruck gefiel mir nicht halb ſo gut.
„Sind Deine Anfragen bisher alle erfolglos geblieben?“ hörte ich dieſen fragen, als ich ihrem Geſpräch lauſchte.
„Vollkommen erfolglos. Ich erwartete auch nichts darauf,“ war Vetter Ulih's Antwort.
„Sind denn am Orte ſelbſt keine Briefe angekommen?“
„Nein, es ſind auch dort keine angelangt. Soweit ich Nachricht von dem dortigen Arzte erhalten, iſt es früher nicht anders geweſen, und nach den vergeblichen Anſtrengungen von Sir Lionell bezweifle ich die Wahrheit ſeiner Ausſagen nicht.“
„Das wäre kein Verluſt,“ ſagte Onkel Wilfred,„im Gegentheil, es wäre ein Segen, wenn man ſicher wäre, den Namen nie wieder zu hören. Was denkſt Du von dem Still⸗ ſchweigen, Ford? Hältſt Du Tod oder Deſertation für die Veranlaſſung?“
„Darüber läßt ſich ſchwer entſcheiden.— Vielleicht Beides; das war ja auch ihre Vermuthung.“
„Laß mich die Kleine mit nach Frampton nehmen,“ fuhr Onkel Wilfred fort,„und ich wette Alles gegen Eins, ſie kommt nicht wieder hierher. Wenn der Papa ſich auch zuerſt


