2 des deiner Vor⸗
nt ſie Und t auf gehen
Und 1 ein⸗ Birke 1und 3 Ge⸗
„ſollte ſein?u Denn
nſerer Küſſe
hende mmen
c.
miſſar t ver⸗ ch tief
n von
1s der een an- nichts egenen
eheim⸗ außten
, ſi
u der ng zll⸗
ℳ
en.
Concordia.
„Nun denn, ich hoffe, der alte Narr ſoll bald wieder
hinter Schloß und Riegel ſitzen, und im Uebrigen ſteht ja
Alles gut.“
„Nicht ſo gut, als Sie meinen.“
„Elsner iſt ſo gut als verloren.“
„Wirklich?“
„Gewiß. Ich habe mit ſeinem Buchhalter geſprochen; von dem habe ich erfahren, daß ſich Elsner für Trenkler bei ſeiner Mündel Kapital verbürgt hat.“
„Das habe ich vorausgeſetzt, denn ſolche Leute handeln konſequent.“
„Wenn nun Elsner die Summe auf den Blitz ſchaffen muß, ſo—.
„Das muß er!— Er muß ſie auf den Blitz ſchaffen. Es fragt ſich nur, ob er das Geld wird auftreiben können.“ „Nein, das kann er nicht, wenigſtens nicht ſogleich.“
„Gut, da ließe ſich ſein Falliſſement erzielen. liegt mir nur ſehr wenig. fährlichen Menſchen halte.“
„Die Mittel dazu zu finden, ſollte Ihnen nicht ſchwer werden.“.
„Ich werde das Meinige thun.— Kann er nicht zahlen, — gut, ſo wird geſetzlich vorgegangen— verſiegelt— von Haus und Hof verjagt! Zertreten, zermalmt muß er werden! Hat er mich doch ſo manches Mal mit ſeinen Reden, Urtheilen und Mienen geärgert, daß mir die Lippen ganz blau ge⸗ worden ſind— daſſelbe gilt von dem düſteren Menſchenfeind Edgar Walther, ein Burſche, der mich ſchon ein paar Mal hat frieren machen.“
„Ein unbedeutender Phantaſt!“ entgegnete der Kommiſſar.
„Glauben Sie das nicht! der Burſche iſt gefährlich, und es iſt ihm nicht leicht anzukommen. Aus guter Quelle weiß ich, daß er ſeine Hand bei der Entweichung des alten Blumau im Spiele gehabt, und ebenſo iſt es mir bekannt, daß er ihn jetzt aufſuchen läßt.“
„Ließe ſich nicht durch ſeinen Bruder Arthur etwas in Szene ſetzen?“
„Habe ſchon Alles aufgeboten und nur deshalb des jüngeren Bruders Heirat mit meiner Tochter begünſtigt.“
„Freilich wenn es an den Tag käme, daß der alte Blumau gar nicht irrſinnig iſt— wenn Sie Rechnung über das von Ihnen verwaltete Vermögen ablegen müßten—“
„Nein, nein!“ rief haſtig der Geheimrath;„ſoweit darf es nicht kommen! Sorgen Sie nur, daß der alte Blumau in ſicheren Gewahrſam kommt! Sie wiſſen, ich gelte etwas bei dem Fürſten und werde für ein baldiges Avancement ſorgen.“
„Sehr ſchön, Herr Geheimrath— allein wenn das Unter⸗ nehmen trotz aller Mühen dennoch mißglückte— wenn ich durch die Dienſte, die ich Ihnen bei dieſer Sache leiſte, meinen Poſten verlöre, ſo möchte ich doch—“
„Sie ſind ſehr vorſichtig, Herr Kommiſſar.“
„Ich muß leider. Sie wiſſen recht gut, daß Blumau nicht wahnſinnig iſt; Sie wiſſen ferner, daß Sie Elsner verderben wollen, weil er hinter gewiſſe Dinge gekommen iſt. Daß unſere Sache etwas kritiſch zu werden anfängt, beweiſt, daß der Fürſt den Lehrer Werner, welcher die bekannte Eingabe gemacht, begnadigt hat— alſo iſt Vorſicht wohl nöthig.“
Daran aber Ich will, daß man ihn für einen ge⸗
67
—
„Gut denn! Sie erhalten jetzt fünfhundert Thaler, und wenn der alte Bluman wieder verwahrt iſt, fernere tauſend Thaler.“
„Ich nehme an, Herr Geheimrath, daß Sie die Summien
zu verdoppeln nicht anſtehen werden, ſonſt müßte ich—“
„Was?“ rief der Geheimrath.
„Meine Thätigkeit für Sie leider einſtellen.“
„Nun denn, ich will Ihren Wunſch erfüllen, aber dann auch raſch an's Werk, damit der phantaſtiſche Edgar Walther uns nicht zuvorkommt. Iſt Blumau gefunden, dann ſorgen Sie, daß er ohne Aufſehen nach der Irrenanſtalt C— zurück⸗ gebracht wird, mit deſſen Direktor ich bereits das Nöthige verabredet habe. Uebrigens brauchen Sie bei der Feſtnahme nicht allzu ſchonend vorzugehen; der alte Narr iſt zweiundacht⸗ zig Jahr und das Land verliert nichts an ihm, wenn er etwa— dem— Schrecke erliegen ſollte.“
In dieſem Augenblicke zitterte ein leiſes Stöhnen durch die ſtille Nacht.
Erſchrocken ſprangen die beiden Genoſſen auf. Indeſſen es war Alles wieder ſtill, und ſo viel ſie umherſpähten, nirgends gewahrten ſie etwas Verdächtiges.
„Es wird ein Nachtvogel geweſen ſein,“ ſprach mit leiſer Stimme der Kommiſſar.
„Teufel! Wenn man uns belauſcht hätte!“ entgegnete ängſtlich der erſchrockene Geheimrath.„Nun denn, kommen Sie! Die erſte Ratenzahlung werde ich Ihnen morgen zu⸗ ſenden und von Ihrer Umſicht hängt es ab, wie bald Sie in Beſitz der zweiten gelangen.“
Beide ſchlichen einem Waldpfade zu und trennten ſich dort.
In dem Gebüſch hinter der Laube aber lag Frida ohn⸗ mächtig in den Armen Edgar's, welcher vergebens Alles auf⸗ bot, ſie in das Leben zurückzurufen.
4. Kapitel. Täuſchungen.
Der Kaufmann Elsner ging in ernſtem Nachdenken in ſeinem Zimmer auf und ab.
„Gebe Gott,“ ſprach er zu ſeinem Weibe,„daß wir uns nicht täuſchen, Marie! Du meinſt alſo, unſere Agnes würde glücklich mit Arthur werden?“
„Ich hoffe es, lieber Mann; er hat unſerer Tochter ſo oft Proben ſeiner innigen Zuneigung gegeben und ihr ſo oft ſeine unwandelbare Liebe verſichert, daß ich an ihm nicht zweifeln kann; und wie Agnes ihm ergeben iſt, wie ihr Lebensglück nur von ſeinem Beſitz abhängig iſt, das hat ſie Dir ja ſelbſt zu wiederholten Malen geſagt.“
„Nun, entgegnete Elsner,„ich habe Arthur herbeſtellt, um mit ihm darüber zu ſprechen; darum laß mich jetzt allein, denn er kann jeden Augenblick eintreten.“„
Mit der Bitte, daß er recht ruhig mit ſeinem Mündel ſprechen möge, verließ Frau Elsner das Zimmer, und wenige Augenblicke darauf trat Arthur ein.
„Wie kommt es, Arthur,“ nahm Elsner nach herzlichem Gruße das Wort,„daß Sie jetzt ſo ſelten zu mir kommen?“
Mit ſichtlicher Verlegenheit entgegnete Arthur:
„Ihre ernſtlichen Geſchäfte— da Sie doch einmal ſo gütig ſind, mich vermiſſen zu wollen— ich fürchtete zu ſtören—“ 8
*


