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Concordia. 59
Gefühle der eben erblühenden Jungfrau für wirkliche Liebe gelten durften, oder ob ſie als eine halb kindliche und deshalb bald verfliegende Laune betrachtet und behandelt werden mußten.
Mochte Wellmann dieſe Frage auch zu ſeinen Gunſten ent⸗ ſcheiden, ſo entſtand aus ihr doch nur die fernere, ob es ihm erlaubt ſein könne, die Jugend und Unerfahrenheit Klara's zu benutzen, um deren Herz völlig für ſich zu gewinnen und ihre Perſon an ſich zu feſſeln.
Das waren indeſſen nur nebenſächliche Zweifel; die Haupt⸗ ſache bildete die Frage, ob Wellmann es wagen dürfe, ſeine Augen zu der Tochter ſeines Prinzipals, der zugleich ſein Wohlthäter war, zu erheben, um die Hand derſelben zu be⸗ gehren.
Wellmann vermochte über dieſen Punkt lange nicht mit ſich ſelbſt in's Reine zu kommen. Endlich ſagte er ſich jedoch, daß ein offenes Vorgehen das Beſte ſein würde, wenn Römer in der Lage ſei, ohne Berückſichtigung anderer Verhältniſſe, in der Angelegenheit zu beſtimmen.
Aber Römer war nicht in einer ſolchen Lage; denn wenn Wellmann jetzt bei ihm um Klara's Hand anhielt und jener für gut fand, die Werbung abzuweiſen, ſo blieb Wellmann nur übrig, ſeine Stellung in dem Geſchäft des Bankiers auf⸗ zugeben. Darauf konnte es aber der Letztere ſchon um des⸗ willen nicht ankommen laſſen, weil Jener ſein Geſchäftsgeheimniß kannte, ganz abgeſehen davon, daß er augenblicklich überhaupt nicht ohne Wellmann fertig werden konnte.
Einen Zwang auf Römer auszuüben, um dadurch in den Beſitz der Tochter deſſelben zu gelangen, fiel Wellmann aber nicht ein, und daher blieb ihm nur übrig, ſeine Werbung um Klara zu vertagen, bis ſich deren Vater wieder in der Lage befand, auch ihm gegenüber völlig frei zu beſtimmen und zu handeln.
Dieſen Entſchluß zu faſſen, ward Wellmann weniger
ſchwierig, als fortan ſein Benehmen gegen Klara ſo zu regeln,
daß er ſie nicht erzürnte oder ſie von ſich abwendete, während
er bemüht war, eine zu große und vielleicht auffallende Ver⸗
traulichkeit zwiſchen ſich und dem Mädchen zu verhindern. Doch Klara war klüger oder gelehriger, als Wellmann
vorausgeſetzt hatte. Weiblicher Scharfſinn verrieth ihr ſehr
bald, was ſie dem jungen Manne war, ebenſo aber auch, daß es einen Grund für denſelben gab, ſeiner Neigung vor⸗ läufig Schranken zu ſetzen, und mit großer Klugheit trug ſie dazu bei, dieſelben aufrechtzuerhalten, wo es nothwendig erſchien. Beide waren ohne nähere Erklärung, ſowohl über ihre Liebe, wie über ihr Benehmen, dieſelbe zu verbergen, einig.
Aber es vergingen zwei volle Jahre, ohne daß der, wenig⸗ ſtens von Wellmann herbeigeſehnte Moment eingetreten wäre, welcher ihm erlaubte, ſeinen Antrag zu ſtellen. Keine der vielen Unternehmungen des Hauſes brachte einen nennens⸗ werthen Gewinn. Freilich durfte nur vorſichtig operirt werden und es ſchien daher dem Uneingeweihten, als ob die Firma Römer und Kompagnie nur noch zum Vergnügen oder aus alter Gewohnheit ſpekulire. Doch ſollte auch die Vorſicht, mit welcher ſolches geſchah, um jedem Verluſte vorzubeugen, nicht ohne gute Wirkung bleiben, denn ſie hob den Ruf der Solidität des Hauſes um ein Bedeutendes, immerhin auch ein Umſtand, die wahre Finanzlage deſſelben verbergen zu helfen.
Unter ſolchen Verhältniſſen war der Tag, mit welchem unſere Erzählung begonnen, herangekommen, und wir haben bereits geſehen, daß der Bankier, um Geld flüſſig zu machen, ein ihm gehöriges Gut zu verpachten beabſichtigte, während ihm ein eigenthümliches Glück eine Summe in die Hände ſpielte, von deren richtiger Verwendung viel erwartet werden durfte, weshalb ſich Römer dadurch auch ſchon allen ferneren Ver⸗ legenheiten überhoben ſah.
(Fortſetzung folgt.)
Betronel. Roman aus dem Engliſchen von Florence Marryat. (Fortſetzung.) Ulih Ford zog ſich einen Stuhl neben Ciſſy und ergriff gedenk deſſen, daß keine Erklärung ihm das Verlorene erſetzen
ihre Hand; dieſe Gelegenheit benutzte Doktor Burrell, ſich zurückzuziehen.
„O, wie war es ſo gut von Dir, Ulih, daß Du kamſt!“ flüſterte ſie mit gebrochener Stimme, als ſie den warmen Druck ſeiner Hand fühlte.
„Haſt Du je daran gezweifelt, Ciſſy?“ fragte er mild und
freundlich.
„Ach, ich weiß nicht, Alle— Alle haben mich verlaſſen, keiner meiner Briefe wurde beantwortet, und gerade Du, den ich ſo tief gekränkt—“
Ja, ſie hatte ihn tief gekränkt! Wie tief, wußte nur er allein; ſie hatte ihm alle Lebensfreuden mit einem Schlage geknickt. Hätte Ulih Ford es über ſich vermocht, der Sterben⸗ den, an deren Seite er ſaß, die ganze, herbe Wahrheit zu enthüllen, ſo hätte er ihr den Beweis geliefert, daß die Leiden, die ihre Treuloſigkeit auf ihn gehäuft, die ihrigen noch bei weitem übertroffen hatten. Wäre er ein ſchwacher Charakter geweſen, ſo hätte er ihr alles dieſes vorgehalten, doch ein⸗
konnte, war er nicht allein ſtark genug, um die Schwache zu bemitleiden, ſondern auch ein Arzt, der jede Aufregung von ſeiner Patientin ängſtlich fernzuhalten ſuchte, wenngleich er ihr auch mit ſeinem Wiſſen und mit ſeiner Kunſt nicht mehr zu helfen im Stande war.— So war denn ein Schatten, der ſich über ſeine Züge breitete, das Einzige, was verrieth, wie ſchmerzlich ihn ihre Worte berührten.
„Davon laß uns nicht ſprechen, Ciſſy! Nimm lieber die Verſicherung von mir, daß Alles vergeſſen und vergeben iſt. Ich müßte ja grauſam ſein, wenn ich Dir nach ſo langer Zeit noch grollen wollte.“
Bei dieſen Worten wandte ſie ſich um und ſah ihn an: heiße Thränen perlten aus ihren Augen.
„O, wie verändert biſt Du, Ulih! Wie biſt Du ſo ganz— ganz anders, und an dem Allem bin ich allein ſchuld!“
„Verändert ſind wir Beide, Ciſſy, und Du noch mehr als
ich; wie hätte es aber auch anders ſein können, bedenke doch 8*


