tige lag ück⸗ ttte. kor aben ozsa liche der inem
rmen lehn⸗ ſich ſchloß ſelben n be⸗ Leute deſſen ſoweit en an e zwi⸗ an die uf den zandor, iſpektor t ſelbſt Sandor uittirt die er⸗ darüber
vorleſen Verſuc gulge⸗ nſpettor
——y———
/ Streiche von ſich reden zu machen,
——-;½———õͤ———
Mancher, der ihn auffichte, um ſich ihm
Concordia.
anzuſchließen, wurde
zurückgewieſen, ſobald Sandor merkte, daß blos Habſucht das
Motiv war, welches der Bewerber zu ihm führte.
Dagegen
fanden Diejenigen ſtets offene und gaſtfreie Aufnahme, die das
Unglück verfolgte und in die
ließ ſie reich beſchenkt.
Eines Tages wurde ein junger Menſch zu ihm gebracht, Seine ſorgfältige Kleidung und ſeine daß er aus guter Familie ſei, und umſomehr überraſcht, als der junge
der durchaus den Hauptmann zu zrechen verlangte. intelligenten Geſichtszüge, ſeine Manieren verriethen, Sandor war daher Mann ihm erklärte, er komme, um unter ihm zu dienen. Aus dem Geſpräche merkte der Bandenführer bald heraus, daß der junge Menſch Schüler einer höheren Lehranſtalt war, daß er aber durch das Leſen von Ritter⸗ und Räuberromanen die Sucht nach Aberteuern erweckt hatte, die zu befriedigen Rosza die Hand beeten ſollte. Die Eltern des angehenden Räubers waren nohlhabende und angeſehene Leute in There⸗ ſiopel und Sandor beſchloß, den auf Abwege gerathenen Jüng⸗ ling ſeinen belimmerten Angehörigen wieder zuzuführen. Er ſtellte ihm in eindringlichen Worten vor, daß er zu gut für das Räuberhandwerk ſei, daß er mit der Vergangenheit, mit Geſetz und menſchlicher Geſellſchaft brechen müſſe, wenn er auf ſeinem Eitſchluß beharre, während eine ehrenvolle Zukunft vor ihm liege. Mit Thränen in den Augen geſtand der junge Mann das Thörichte ſeines Beginnens zu und verabſchiedete ſich eidlich unter heißen Dankesworten und mit dem Ver⸗ ſpregen, einen ehrlichen Beruf wählen zu wollen, von dem / ſelſamen Manne.—
Sandor liebte es in ſeinen jüngeren Jahren, durch luſtige und es leben im ungari— ſchen Volke eine Menge Anekdoten fort, welche die humoriſtiſche Seite ſeines Charakters zum Gegenſtande haben. Allein und unerkannt trieb er ſich oft in verſchiedenen Trachten im Lande
umher, forſchte, was und wie man von ihm ſprach, und ſuchte
auszukundſchaften, ob man zu ſeiner Gefangennahme beſondere Anſtalten treffe. Auf dieſe Weiſe war er faſt ſtets von einer ihm drohenden Gefahr unterrichtet und im Stande, rechtzeitig Sicherheitsmaßregeln zu treffen.
In der Kleidung und dem Auftreten eines Viehhändlers trat Sandor einſt in ein Dorfwirthshaus, in welchem eine Anzahl Gäſte ſich über einen kurze Zeit vorher von ihm aus⸗ geführten Raubzug unterhielten. Die ſeltſamſten Anſichten wurden laut und der Räuber, der ſich mitten unter ſie geſetzt hatte, konnte ein Lächeln nicht unterdrücken, als er hörte, wie der Eine behauptete, er ſei hieb⸗ und kugelfeſt, ein Anderer erklärte, er ſtehe mit dem Teufel im Bunde, und dergleichen ungereimtes Zeug mehr. Ganz beſonders aber amüſirte ihn ein breitſchultriger junger Mann, der in bramarbaſirendem Tone einmal über das andere erklärte, wenn ihm der Räu—
ber einmal unter die Hände käme, er würde die Gegend von dieſer Geißel befreien. Ruhig leerte Rozsa ſein Glas, ſtand dann auf, und die Hände auf dem Rücken, ſagte er zu dem Prahler:
„Nun, junger Mann, geniren Sie ſich nicht, faſſen Sie zu— ich bin Rozsa Sandor!“
Mit vor Schreck offenem Munde ſtarrten die Gäſte den Näuber an, der ſich gelaſſen eine Cigarrette anzündete und
Arme des Verbrechens trieb; er nahm ſie entweder bereitwillig in ſeine Reihen auf oder ent⸗
V Als die große ungariſche Revolution ausbrach,
47 das Zimmer verließ; Niemand wagte es, Hand an ihn zu legen. — Ein anderes Mal ritt Sandor ebenfalls allein auf ſeinem ausgezeichneten Renner die Straße entlang, als ihn ein be⸗ rittener Pandur einholte. Der Räuberchef erfuhr bald, daß der Pandur auf Kundſchaft ausgeſchickt ſei, um womöglich den Aufenthaltsort der Bande ausfindig zu machen.„Es iſt aber Alles vergebens!“ fügte der Pandur hinzu,„denn Sandor be⸗ ſitzt das Geheimniß, ſich unſichtbar zu machen.“
„Da magſt Du recht haben,“ verſetzte der Räuber,„aber er macht von dieſer Fähigkeit niemals Gebrauch. Ich bin Rozsa Sandor und könnte vor Deinen Augen verſchwinden, aber ich lade Dich ein, mir zu folgen und Dir meine und meiner Leute Wohnungen anzuſehen.“
Damit gab er ſeinem Pferde die Sporen und pfeilſchnell flog das edle Thier davon, den Panduren weit hinter ſich zurücklaſſend.
Als er eines Tages ſich in ein Dorf gewagt hatte, das er früher wiederholt brandſchatzte, wurde er erkannt und ſofort von einer Anzahl Bauern und Gensd'armen umringt. Ein Entkommen ſchien unmöglich, immer dichter wurde der Men⸗ ſchenknäuel, der ihn umgab, und Sandor machte ſich bereits gefaßt, gefangen zu werden. Da, es war die höchſte Zeit, kam ihm ein glücklicher Gedanke; er griff in die Taſche, faßte eine Anzahl blanker Guldenſtücke und warf dieſelben über die Köpfe der Menge auf die Straße. Sofort ſtürzte Alles, Bauern, Gensd'armen, Weiber und Kinder, nach dem Gelde, Niemand kümmerte ſich um den Gefangenen, dem es nun mit leichter Mühe gelang, zu entfliehen.—
Die vorſtehenden einzelnen Züge geben freilich kein ge⸗ treues Bild von dem Charakter des kühnen Räuberhaupt⸗ mannes, denn neben mancher guten Eigenſchaft, die er beſaß, war er doch ein höchſt grauſamer, rückſichtsloſer, vor keinem Verbrechen zurückbebender Menſch. Die Unterſuchungsakten liefern eine Fülle von Beweiſen, daß dem als Held gefeierten
Räuber jede Spur von wirklichem Edelmuth abging; wo ſich einmal eine derartige Regung zeigte, war es nichts als Eitel⸗ keit, die ihn trieb, ihr nachzugeben.
entſagte Sandor dem Räuberleben und erhielt von Koſſuth die Er⸗ laubniß, ein Freikorps bilden zu dürfen, mit welchem er auch der Sache ſeines Vaterlandes nicht unweſentliche Dienſte leiſtete. Später wurde er als Kundſchafter nach Komorn geſchickt und auch als ſolcher entwickelte er große Liſt und Kühnheit. Auf den Kopf des Räubers wurden unzählige Male hohe Preiſe geſetzt, aber Niemand wollte an ihm zum Verräther werden.
Endlich, im Jahre 1856, fand ſich ein ſolcher in der Per⸗ ſon eines ſeiner Spießgeſellen, Namens Kis. Im Frühling des genannten Jahres lag Sandor, voll des ſüßen Weines, ſchlafend im Maisfelde neben ſeinem Kumpan Kis. Plötzlich wurde er geweckt, ſah ſich umzingelt und die Gewehrläufe der Gensd'armen auf ſich gerichtet. Rosza ergriff ein Piſtol, ſchoß Kis eine Kugel durch den Kopf und überlieferte ſich dann widerſtandslos den Häſchern. Drei Jahre währte der Prozeß gegen den Bandenchef und das Ende war ſeine Verurtheilung zum Tode durch den Strang, aber die kaiſerliche Gnade ver⸗ wandelte dieſe Strafe zu lebenslänglichem Kerker. Rozsa Sandor wurde auf die Feſtung Kufſtein in Tirol gebracht; acht Jahre blieb er hier, dann ſchlug ihm die Stunde der Befreiung. Als der Kaiſer bei Gelegenheit ſeiner Krönung
4


