1289 Wuhne
Wünschelrute 1290
seit 1848 beliebte Schelte gegen die Demokraten (vgl. Nestroy Freiheit in Krähwinkel 1, 3), und schon 1825 bei Em. Fröhlich. Viell. von der Schweiz vorgedrungen. Vgl. Ladendorf und Zfd W. 8,24. Davon Wühleréi, f., b. Gutzkow. ZUsS. Wühlhuber, m.: Wühler. Zsg. mit dem Namen Huber. 1849 Figur der fliegenden Blät- ter. Vgl. Zfd W. 8, 25.
Wuhne, öst. nur so, Wune, f.(Pl.-n): in das Eis gehaunes Loch. 1482 im voc. theut. pp 1 b und spätmhd. wune f. Schweiz. wone f. Schrunde, Riß im Eisen, schwäb. on f., schles.- oberlaus. bune, preuß. wεe, wonef., mnd. οnef. Herkunft dunkel.
Wuhr, n.(Lels, Pl.-e), Wuhre, f.(Pl.-n): Wehr in Gewässern. Els.-schwäb.-bayr.-mhd. wuor(e), wüer(e) m. n. f.«Wehrs. Zu Wehr.
Wulst, m.(-es, Pl. Wulste), auch f.: hervor- stehende Aufwölbung. Bei Lessing 6, 411 F., 1561 bei Maaler M., 1678 bei Kramer Wulste) f., 1664 bei Duez Wülste f. Mhd. wulst m., walste f.(selten), ahd. wulsta f. aufgewölbter Rand, aufgeworfne Lippe». Zu mhd. Wwellen«run- den, rollen, wälzen», ahd. wellan, die zu Welle gehören.
wund, adj.: an der obern Haut verletzt. Mhd. wunt æ«wund, verwundets, ahd. wunt; dazu asächs. wund, ags. wand, gotunds«verwundet». Verw. mit aind. ãpäãtas unbeschädigts, gr. ddaroc cunverletzlicho, gr. rre f.«Wundes», lit. võtis f. cböses, offnes Geschwür, lettB. wãts«Wundes, kymr. gwant«er hat durchstoßem. Dazu Wun- de, f., mhd. wunde f., ahd. wuntaf., asächs. wun-
da f., ndl. wond f., afrs. wunde f., ags. wund f., engl. wound. wunden, v., nur noch in verzwun-
den, mhd. wunden, wünden, ahd. wuntön, ags. wandian. ZUS. mit WMunde: Wundarzt, m., Verdeutschung von Chirurg. 1618 bei Schöns- leder und 1617 bei Wallhausen corp. mil. 213. Wundfieber, n., 1741 bei Frisch. Wundmal, n.: Narbe. 1537 bei Dasypodius.
Wunder, n.(-s, Pl. wie Sg.):(eig.) Verwun- derung(noch im 18. Jh. häufig, bei Adelung an-
geführt u. jetztin wandernehmen, es nimmt mich
wunder, mhd. des aimet mich wunder«darüber ergreift mich Verwunderung); Gegenstand der Verwunderung(kein Wunder daß); übernatür- liches Ereignis; in Zss. vielfach verstärkend. Mhd. wunder n., auch«außergewöhnlich große Menge», ahd. wuntar n.; dazu asächs. wundar n., ndl. wonder n., ags. wundorn., engl. wonder, anord. undy n., dän. vidunder. Herkunft dunkel. Nicht zu griech. deαsehen, schauen», da dieses kein im Anlaut verloren hat. Nach Weigand zu
dem Stamm von Wonne, was möglich ist. 4 L. wunderlich, adj.: sonderbar;(noch bei Lu- ther) wunderbar. Mhd. wunderlich«wunderbar, seltsamy, ahd. wuntarlih, asächs. wundarlic, ags. Wundorlie«Bewunderung erregend». Dazu Wunderlichkeit, f. mhd. wunderlicheit f. «was zum Verwundern ists. wundern, v.(sel- ten) Verwunderung ausdrücken;(refl.) erstau- nen. Mhd. wundern, mich wundert eines dinges csich wundern, zu wissen gespannt sein», ahd. wuntarön; dazu asächs. wundrön, ags. wundrian, engl. wonder. ZUS. wunderbar, adj., mhd. wunderbœre. Wunderding, n., bes. im Pl. cunglaubliche Sachem. 1691 beiStieler. Wun- derkind, n.: frühreifes Kind(seit 1726 für Chr. Henrik Heineken aus Lübeck verwandt); früher für Jesus gebraucht. Vgl. Ladendorf. wundersam, adj., poet. für wunderbar. Bei Luther Offenb. 15,3. Nach Adelung veraltet u. unnötig, aber im 19. Jh. vielfach gebraucht. Mhd. wondersamkeyt f. bei Diefenb. gl. 362 c. wun- derschön, adj.: sehr schön. Mhd. wunder(n) schæne. Wundertat, f., md. wundertät f. Da- von Wundertäter, m., 1716 bei Ludwig, und wundertätig, adj., 1678 bei Kramer. Wun- dertier, n.: ironisch auch für Menschen. Bei Rollenh. Froschm. 2,4, 3, 16 im eig. Sinne. wun- dervoll: sehr schön. 1716 bei Ludwig. Wun- derwerk, n., mhd. wunderweron.«wunderbare Tat, Wunder). Wunderzeichen, n., mhd. wunderzeichen, n., ahd. wunderzeichenn., asächs. wundartécan n., ags. wundortãcen n.
Wune, s. Wuhne.
Wunsch, m.(-es, Pl. Wünsche): Verlangen nach dem künftigen Besitz eines Gutes; Gegen- stand dieses Verlangens. Mhd. wanschm.«Kraft zur Hervorbringung von Außerordentlichem oder Vollkommenem, diese Kraft personifiziert als göttliches Wesen, Inbegriffdes Vollkommen- sten jeder Art oder des Allerschönsten, Ideal, Verlangen, Begehrem, ahd.aunscm.«Ausdruck freien Willens aufetw. hin, daß es erfüllt werdes, dazu mnd. wunschm., ags.*sc m., anord. ösk f., dän.- aschwed. üsk. Verw. mit aind. vαᷣ ³ f. «Wunsch». Abl. von der Wz., die in gewinnen steckt. 4B L. wünschen, v., mhd. wünschen, ahd. wunscan; dazu mnd. wunschen, ndl. wen- schen, ags. scan, engl. wish, anord. Eskxja, aschw. Jskia, dän. önske. Vgl. aind. vã᷑ν Ʒati «wünscht». Davon wünschenswert, adj., erst 1811 bei Campe.
Wünschelrute, f.: eine besonders verfer- tigte Rute, die den Ort verborgener Schätze u. a. anzeigen soll. Mhd. winschelruote f., da-


