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mit Wissen, absichtlich. Mhd. wνzen(t)lich chewußt, bekannt, offenkundigy.
wist! Fuhrmannsruf, links! 1786 b. Adelung als meißnisch-thür. u. 1741 bei Frisch. Aber auch hess.-bayr. Bei Wurmsaam Wurmland 38 Wüst, 1660 bei Corvinus fons lat. 724 uste csinistrorsumy. Schmeller hat es zu ahd. winstar «links» gestellt. Unsicher.[Wittib.
Witfrau, mann, s. Witwe. Witib, s.
witschen, v.: schnell weglaufen. 1741 bei Frisch u. bei Goethe Br. 9. 8. 79. Von einer Par- tikel witsch: im Nu. Wohl lautnachahmend. Vgl. wWutschen.
wittern, v.:(unpers.) gewittern; toben; (pers.) riechend od. dem Geruche nach erken- nen; dem Zuge der Luft nachriechend merken; an dem Geruche erkennbar sein. Mhd. witeren, wit(t)ern«Wetter sein od. werden, Wetter machen, als Geruch in die Nase bekommen)ꝰ. Von Wetter. 4BL. Witterung, f.: Stand des Wetters; Spürgeruchauf Wild. 1538 b. Serranus dict. aa 6à-tterung Gewitter, Sturmwetter.
Wittib(öst. nur so), bayr. nur Witihb, f. (Pl.-e): Witwe. Schon mhd. witib aus mhd. Wwiteae(s. Witwe). Nur noch altertümlich.
Wittum, n.(-S, Pl.-e u.[meist]-tümer): liegende Gründe alsStiftung durch Schenkung, bes. an eine Kirche(noch Widem, Widum, auch Widmut«Pfarrguto); Ausgesetztes für den über- lebenden Ehegatten. 1691 b. Stieler Wittum mit Anlehnung an Witawe, 1663 b. Schottel Widum. Mhd. ideme), widden m. f. in beiden Bedd., ahd.
widamo, widum m.«das für den Todesfall des Mannes von diesem Ausgesetzte, Kaufpreis für die Brauts; dazu mnd. Wedeme f. m., ags. εο-
duma m., in der lex Burg. tit. 66 wittemo«Braut- kauf». Verw. mit gr. dvov n.«Brautgeschenk, Kaufpreis der Braut», abg. veno n. Mitgift.
Witwe, f.(Pl.-/): die nach dem Tod ihres Ehemanns nicht wieder Verehelichte. Bei Lu- ther Widawe. Mhd. wite)woe, md. wid(e)eve f., ahd. wituawa, wit(a)ewa; dazu asächs. widowa, ndl. ⁰edν⁵ε), Weeuao, afrs. widace, ags. widewve, zudube, engl. ε⁴o, got. ³ᷣ⁴uνεσο f.«Witwen. Verw. mit glbd. lat. vidaa, air. fedh, kymr. gieddav, apreuß. widdeso, abg. vidova, ai. vi- dhävã f. Dazu noch gr. ieeoc«unvermählt, Junggeselle»; lat. vidauus adj.«beraubt» ist erst aus vidua gebildet. 4BL. Witwer, m., mhd. witewœre, wite)wer m., auch 1429 wittiber; ahd. dafür wiεεναο m. Davon Witwerin, f., spätmhd. ꝛwitewerinne f. u. selt. nhd. ZUS. Witwen- schaft, f., bei Luther Jes. 54, 4 Wiczwenschaft. Witwenstand, m., 1618 b. Schönsleder. Wit-
wenstuhl, m., mhd. witerweln)stuol m. Eine Verdeutlichung liegt vor in Witfrau, f., spät- mhd. torouze, ebenso Witmann, m., spät- mhd. w³iman m.
Witz, m.: Verstand(bis ins 18. Jh. u. noch in Mutter-, Aber-, Wahmoitz); im Finden sich zeigende Geistesschärfe(im 18. Jh. dem frz. esprit entsprechend); in unerwarteten Ahnlich-
keiten erfindrische Geistesgewandtheit(b. Chr.
Wolff); Streich(schlechter W., stud. im 19. Jh., Zfd W. 4, 314). Die Bed.«Verstand» noch bei Duez, Günther 12, Goethe 1, 169; 14, 226, H. v. Kleist Käthchen 5, 1. Doch wird die Bed. von Dornblüth 28 bestritten. Das M. schon in mhd. fürwiz, dann aber erst nhd., 1595 bei Rollen- hagen Froschm. 1, 1, 7, 4, Opitz 1, 271, Stieler, das Fem. noch bei Logau 2, 8, 1, 1663 b. Schupp 530, 1669 im Simpl. 41, Kramer u. auch b. Stieler. Bei Luther Wwitze f., 1540 bei Alberus dict. itz. Mhd. witzae f., ahd. ⁶2εν f.«Wissen, Einsicht, Verstandn. Zu wissen. Dazu noch afrs. wit«Ver- stando, ags. zwt n., engl. zwit, anord. vit n., dän. vid, got. unwiti n. Dazu aind. vidjã f. das Wis- sen). 4BL. witzeln, v.: zur Unzeit witzig sein, leichte Witze machen. 1575 im Garg. 161; davon Witzeléi, f. witzen, v.: witzeln(bei Goethe Faust 5211); witzig machen(fast nur noch in gewitzt). Mhd. witzen«witzig machen. Witzling, m., bei Hagedorn Od. 155. ZDS. Witzbold, m., 1811 bei Campe als niedrig. Mhd. witzbolt m.«frühreifes Kind.
witzig, adj.: verständig(veraltet, aber bei Luther); Witz habend. Mhd. witzec, ahd. witaig cverständig klugy; dazu asächs. witig, anord. vitugr cverständigy. Zu Witz. 4BL. witzigen, v.: durch Schaden klüger machen(nach Ade- lung selt.). 1618 bei Schönsleder«calamitate doctusy. Mhd. witzegen.
wo, 1. räumliches Frageadv.: an welchem Orte? an welcher Stelle? Nordd. auch gleich Wie(bo Werde ich?, bei H. v. Kleist Prinz v. H. 4, 1 u. ö.); 2. relatives räumliches Adv.: an wel- chem Ort, an welcher Stelle, auf welchem Ge- biete usw.; an irgend welchem od. einem Orte; 3. als Konj.: möglichenfalls, in dem Falle daß, wenn. In Zss. trägt das zweite Glied den Ton. Mhd. im 14. Jh. 2⁰05 aus 2⁰, spätahd. ⁰, aus (hwär«woy; dazu asächs. nodr«wo, wohin, wann, ndl. αar, ags. hucẽr, engl. where u. mit kurzem Vokal anord.-schwed. uar, dän. hwor, got. hvar«woy. Vom Pronominalstamm 0er. Verw. mit aind. kärhi«wenn'», lit. Muf«won, lat. cur«warum». In dem Sinne von«wann, wenny, 1664 bei Duez u. bei Luther 1. Mos. 27, 46; Hes.


