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Wißbegierde
schaftlich, adj.: guter Wirtschaftgemäß. 1741 bei Frisch. ZUS. Wirtshaus, n., spätmhd. wirtshns n.
Wirtel, m.(-s, Pl. wie Sg.): Spulenring. Spätmhd. wirte(!) m. Wohl zu ahd. wirt«ge- wunden», das zu werden gehört. Nach ZfdW. 1, 67 aus südfra. vertel entl.
Wisch, m.(es, Pl.-e): Werkzeug zum Wi- schen(Borst-, Fleder-, Strohao.); gebundner Stroh- auch Heubüschel; schlechte unbedeu- tende Schrift. Mhd. wisch m. n.«Strohwisch», ahd. ⁰ν5 m.; dazu mnd. wερν., auch«Fackelb, ndl. strooisch, anord. visk f., schwed. viska, dän. visx. Herkunft unsicher. Die urspr. Bed. ist viell.«Rutey. Man stellt es dann zu lat. virga f. Rutey, vgl. Walde. Es könnte aber auch zu Wiese gehören od. zu ai. véskůs«Schlinge zum Erwürgen»(Idg. Forsch. 18, 495). Aus dem Germ. entl. afrz. guischet, nfrz. quichet, pikard. wisket«Pförtchens, eig. aus Flechtwerk. wi- schen, v.:(trs.) mit einem Wisch reinigen, mit etw. Weichem abstreifend reinigen;(intrs.) schnell sich fortbewegen, schlüpfens. Mhd. 2w- schen, uüschen in beid. Bedd., ahd. wisken; dazu ags. Weoxian«wischen», ags. fald weoxian Hürde aus Ruten flechteny(a. a. O.). 4L. Wischer, m: empfindlicher Verweis. Bei Weise Cath. 205.
Wischwasch, m.(Jes,) Wischiwaschi, n. (s): gehaltloses leeres Geschwätz. Letztres b. Lessing 1, 357, erstres 1778 b. Hermes Soph. R. 6, 337. Zu waschen od. zu wischen. Gebildet wie Mischmasch.
Wisent, m.(-*s, Pl.-e): in Deutschland u. Rußland vorkommender Buckelochse(noch in Schlesienu. Polen). Mhd. wisentm., ahd. wisuεt m.; dazu ags. wesend, anord. visundr m. Ins Lat. entl. als bison m. Auch in germ. Eigen- namen, mhd. Wisent u. mit gramm. Wechsel Wirnt. Dazu apreuß. wissambers Auerochs». Weitre Herkunft dunkel.
Wismut, m. n.(-s): ein silberweifes, ins Rötliche fallendes Metall. Bei Lonicerus(† 1586) 3594 Wpyßmuth, 1562 bei Mathesius Sar. Wiß- mucth m. n., bei G. Agricola(† 1555) Wismut, Bismut und in lat. Form bisemätum, erklärt durch plumbum cinereum caschfarbiges Bleiv, erst bei dem Alchemisten Basilius(im 15. Jh.) erwähnt. Herkunft dunkel. Nach Dr. Wibel (bei Kluge) benannt nach der ältesten Wismut- zeche St. Georgen in der Wiesen bei Schnee- berg. Der zweite Bestandteil dann zu maten.
Wispel, m.(-s, Pl. wie Sg.): ein norddeut- sches Trockenmaß(gesetzlich 13, 191 hl, meist 24 Scheffel). Mundartl. auch awinspel. 1664 bei
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Duez u. bei Herz. v. Braunschweig 458. Schon von Frisch aus mnd. Wikschepel eig.«Stadt- scheffel», ein größres Trockenmaß, erklärt. wispeln, v.: in leisen säuselnden Tönen sich äußern, lispeln. Bei Luther Jes. 29, 4. 1540 bei Alberus dict. G 42 ißpelt«stößt mit der Zunge an. Mhd. νspeln ischen, pfeifen, ahd.(h)zis- palõn, mnd. ispelen. Daneben ndrhein. lispen, s. lispeln. Wohl lautnachahmend wie das folg.
wispern, v.: wispeln. Bei Goethe 50, 236; 3, 46, Schiller Tur. 3, 4. 1691 b. Stieler wisperen. Dazu ags. whisprian, engl. whisper, auch zwhistle. Zu wispeln. Khnlich fispeln, fispern, flispern, Nlüstern, lispeln.
Wißbegier(de), f., zuerst 1786 bei Ade- lung, ebenso wie wißbegierig, adj. Zgs. mit wissen, v.(Präs. wei6, du aweißt, 3. Sg. weiß, südwestd. 2weißt, noch beim jungen Schiller), Pl. wνssen, Prät. ste, Konj. wüßte, Part. ge- wußt, Imp. ⁰³sse, bei Schiller Br. v. Mess. noch Wwiss): im Geiste inne haben. Mhd. νzen(Präs. Weiz, Weist, Pl. 2wizzen, Konj. ο336, Prät. wisse, desse, Wiste, wweste, Spät wuste, woste, Part. ge- Wwist,-west, Imp.20¹331e]), ahd.aνzun(Präs. eiz, Weist, Pl. wizzum, Konj. ³i, Prät. issa, wista, Wessa, aesta, Part. giuizan, Imp. ν3e); dazu asdchs. witan, ndl. weten, afrs. wita, ags. witan, engl. fovt(nämlich), anord. vita, schwed. veta, dän. vide, got. witan(Präs. wait, aist, witum, Konj. witjau, Prät. issa, Konj. isséd)jau, Part. witans)«wissenv. Ein altes Präteritopräs., ge- nau entsprechend gr. oido, abg. vedée«ich weib. Eig. das Perfektum zu dem Stamm*eοd sehen, also«ich habe gesehen u. weiß nun), lat. vidi. Dieser liegt noch vor in got. zwitan(Prät. witai- da) cauf etw. sehen, beobachten», ahd. girνizen «acht geben», ags. bewitian«betrachten, bestim- men. Verw. mit gr. ideiv, lat. vidére, abg. vidéti cseheny, lit. pavidéti«mißgönnens, aind. vindaäti
cfindeto, arm. gitem«ich weißs, air. o fetar cich
weiß». Dazu in allen Sprachen zahlreiche Abl. Vgl. getwiß, weise, Weise, weisen, Witz. Wis- sen, n., der subst. Inf. Mhd. z3zen n. 4 BL. Wissenheit, f., nur noch in Un-, Allzwissen- heit, mhd. νzentheitf., ahd. zantheit f. Lin- sicht, Bewußtsein, Inbegriff des Wissens», zgs. mit dem Part. Präs. ahd. 2⁰Rw3ti. Vgl. Gom- bert 4, 16. Wissenschaft, f.(-en): Kenntnis, Nachricht; Inbegriffineinander gegründeter all- gemeiner Wahrheiten(1664 b. Duez). Spätmhd. wzen k)schaft f.«Wissen, Vorwissen, Geneh- migungy. Zgs. mit dem Part. Präs. Davon wissenschaftlich, adj.: nach Art d. Wissen- schaft. 1716 b. Ludwig. wissentlich, adj.:


