1259 wiebeln
Wiege 1260
Kind. Noch bayr. els.-hess. 1540 bei Alberus dict. y 1² Wibbel, WMübel, XX 2 b kornwübel. Mhd. Wwibel m.(Korn)käfer», md. webil, ahd. wihil; dazu and. goldawivil m.«Johanniswurmꝰ?, ags. ꝛwifel m., engl. weevil«Käfery. Verw. lit. vdbalas m. Käfer». Wohl zu weben in dessen urspr. Bed. 4BL. iwiebeln, wiefeln, v.: sich leb- haft durcheinander bewegen. 1786 bei Adelung wWiebeln, dagegen bei Campe ibbeln u. so ist wohl heute meistens die Aussprache(nordd.- hess.-els.). Bei Frisch 2, 445 b Zitat aus Hedions Kirchengeschichte, 1455 bei Liliencron 1, 483 zwwibbeln.
*wiebeln, wiefeln, v. stopfen. Noch bayr.- schwäb.-schweiz.-thür.-leipz. Mhd. wifel(e)n. Zu ahd. wefal n., mhd. wefel n.«Einschlag beim Gewebe» von weben. ZUs. Wiebelgarn, n.: Stopfgarn. Leipz.
Wieche, m.(-ns, Pl.-/): Docht, Scharpie. Eins damit ist glbd. Wieke, f.(Pl.-n). Bei Lonicerus(† 1586) 273 wieche, 1505 im voc. gemmagemm. i l d ein awiech in der wunden, 1540 bei Alberus dict. n 4 b, Kk 4a wiechf., auch wie- chen, mhd. wieche, zwicke m. f. Docht von Garn gedreht, gedrehte Scharpie für eine Wunde», ahd. wiehhe f.«Dochty. Dazu ags. wioh clucu- brumy, wetterau. Wiche m., bei Gießen auch Wicke m. in beiden Bed., anderwärts Wicke f. (bei Ettner medicin. Maulaffe 353). Dazu and. wekkom.«Dochts, mnd. im 15. Jh. 20⁰ e(Diefen- bach gl. 344²), mndl. u. 1507 köln. wice(hor. belg. 7, 20, Diefenbach gl. 578²), ags. οe f. Docht, auch Weke, engl. wick«Dochty. Das Verhältnis der beiden Worte ist unklar. Viell. verw. mit WMocken. Vgl. Lidén Studien 26. Ab- geleitet ist wickeln.
Wiede, f.(Pl.-/o): Weidenband um eine Rute. Noch bayr.-schweiz.-els.-pfalz.-wetterau. Mhd.awεd(e), witf., ahd. ν⁴ f.«Flechtreis, Strang aus gedrehten Reisern»; dazu mnd. d(de) f., afrs. wwiththe, witte, ags. wεεεe f., engl. with(e), anord. vid f., schwed. vidja, dun. vidje cbiegsamer Weidenzweig». Zu Weide. Nicht verw. mit ahd. zitu Holzo, s. Wiedehopf. Noch wetterau. er muß an die Wid, kommt an die Wid xer wird zur Strafe, zur Rechenschaft gezogens, wie mhd. gebieten bi der zwide«bei Strafe des Hängens ge- bieteny. Neben der RA. nief- u. nagel fest hieß es früher auch niet-, ied- od. nagelfest, 1660 bei Corvinus fons 1, 557 2 Erd-, wied- od. nagel- fest«was Nagel u. Band nicht hats.
Wiedehopf, m.(⁶s, Pl.-e): der Zugvogel upupa epops. Bei Luther Widhop m. f. Mhd. wit(e)-, widhopfe m., ahd. awituhoffa,-hoffo,
hopfa,-hopfo; dazu and. widohoppa, wichahoppe, mnd.-mndl. edehoppe. Zgs. aus ahd. wwita n., ags. w³dda m., engl. 2ο⁴, anord. vidr m. Holz, Baum, Wald», verw. mit ir. fid«Baum u. einer Abl. von Nipfen, also Holzhüpfer». Doch ist dies wohl nur eine volksetymologische Umge- staltung des Rufes des Vogels, der nach seinem Rufe lat. uu, gr. Enο, arm. popop, lett. puppu- kis, u. in deutschen Ma. auch Hupphupp, Hupup, Wappzowupp u. ähnlich heißt. Vgl. Suolahti 12.
wieder, adv.: noch einmal, nochmals, von neuem; zurück. Urspr. eins mit wider(s. d.) u. von diesem erst im 17. Jh. in der Schreibung ge- trennt. ZUS. wiedergeben, v. zurückgeben. Mhd. widergeben. 1482 im voc. theut. oo 4 b auch ssich erbrechemy. Wiedergeburt, f.: Neuge- burt, zweite Geburt;(theol.) die innere Sinnes- änderung des Menschen. 1678 b. Kramer. Uber- setzung des lat. regeneratio f.(frz. renaissance). iwiederholen, v.: zurückholen. 2wieder- hölen, v.: noch einmal tun; öfter hinterein- ander tun. 1561 b. Maaler u. b. Luther 4, 392 b J.; davon Wiederhölung, f.(Pl.-en), 1561 bei Maaler. wiederkäuen, v.: noch einmal kauen. 1664 b. Duez widerkdeen, 1561 b. Maaler zwider- Keuwen, bei Luther 3. Mos. 11, 6 wiederkäuet. Vgl. Kauen. Ein altes Wort dafür war ahd. ita- ruchan; davon Wiederkäuer, m.(-s, Pl. wie Sg.): zur Gattung der wiederkäuenden Tiere gehörig. Nochnicht 1822 b. Heinsius. Wieder- kehr, f.: Zurückkunft. Mhd. widerkére f., ahd. wicirkéraf.; dazu wiederkehren, v.: zurück- kehren. Mhd. wider kéren, ahd. widere)kéren (b. Williram). Wiedertäufer, m. Gegnerder Kindertaufe u. Bekenner zur Taufe Erwachsner. 1540 bei Alberus dict. b 2 b anabaptista, wwidder- teuffer, 1530 in Ord. 153 b Widerteuffer(Augs- burg). wiederum, adv.: nochmals, von neuem. 1541 bei Frisius 259 b, 495a, 7702 u. schon 1460 beiJanssen Frankf. Reichscorr. 2, 147 widerumb in diesen Bed., aber 1482 im voc. theut. 00 4 b wiederumb«urück, md. wider umme(Ludwigs Kreuzfahrt 3929).
wiefeln, s. wiebeln.
wieférn, Konj.: in welcher Hinsicht, unter welcher Einschränkung. Gebildet wie sofern. Jetzt ersetzt durch inwiefern, aber noch bei Goethe. 1482 im voc. theut. oo 52 eferren ein welchem Grade als,(lat.) quousquεν, 1469 im voc. ex quo wie ver. 1540 b. Alberus dict. Tt 1 2 ,9ie ferr, wie weit«bis zu welcher Ausdehnung als, in welchem Grade als» u. wie ferr, als ferr u welchem Ende, zu welchem Endzweck».
Wiege, f.(Pl.-n): Schaukelbettfür ein Kind.


