1219 webern
dqaiveiv«webens, üqoc n. Gewebe», aind. Arnaväbhi- m.«Spinnes, eig.«Wollenweberin), aw. ubdaẽna-«aus Webstoff, Zeug», npers. bã fad «webt⸗. Die Grdbed. war wohl dieselbe wie Bed. 2, vgl. webern u. Wiebel. Das Prät. 0ben aus mhd. wäühen erklürt sich durch den Uber- gang von ²⁰ zu 26. Das starke Part. gewehen noch bei Opitz 1, 69. 4B L. Weber, m., mhd. Wwebœre, spätahd. weberi m.; davon Weberéi, f., 1741 bei Frisch. ZUS. mit Weber: Weber- baum, m.: starkes rundes Holz über dem Web- stuhl. Mhd. aber webehoum m. Webstuhl, m., noch 1786 bei Adelung Weberstuhl, b. Diefenb. gl. 410 b weberstuol.
webern, v.: sich geschäftig hin- und herbe- wegen. Bei Luther Ps. 65, 9, H. Sachs, Diefenb. gl. 605 a. Entweder zu weben od. zu wabern, die viell. eines Stammes sind.
Wechsel, m.(-5, Pl. wie Sg.): Eintritt od. Umtausch des einen für das andre; der regel- mäßige Weg des Wildes; Verpflichtung zu einer Zahlung(1645 b. Zesen Ibr. 1, 20, 1669 im Simpl. 290), nach ital. cambio;(stud. 1715) das monat- liche, jährliche Geld. Mhd. wehsel m. n. Wech- sel, Tausch, Austausch, Handel», ahd. ehsal m.; dazu asächs. eᷣhsal«Handel, Geld, Tauscho, mnd.-ndl. issel m., anord. vixl n.«Tauschy, (entl.) schwed.-dän. vexsel. Daneben ags. riclf. Verw. mit lat. vices pl.« Wechsel, Abwechslungy. Ob das ags. Wort aufeine idg. Doppelwurzel mit u. ohne r(vgl. sprechen, Wrasen) hinweist, od. ob das r nach einem andern Wort eingeschoben ist, läßt sich nicht entscheiden. Verw. ist noch Woche. 4BL. wechseln, v., in 1. u. 2. Bed. von W., mhd. wehseln, ahd. wehsalön; dazu asächs. wehslon tauscheny, ags.)ixlian, auord. viæla ctauschen»; davon Wechsler, m.(*s, Pl. wie Sg.), mhd. wehselcre, ahd. wehsalari. ZUS. Wechselbalg, m.(-els, Pl.-bälge): eig.«ein von Hexen mit dem Teufel erzeugtes und einer Sechswöchnerin untergeschobnes Kind, der- gleichen von dem großen Haufen noch jetzt ge- glaubt werden»(Adelung, nach ihm ward der Glaube durch die englische Krankheit hervor- gerufen); ungezognes Kind. Mhd. wehselbalc m., ahd.(b. Notker) wihseling m.«Wechsling». Wechselbank, f., mhd. wehselhanc f.«Tisch des Geldwechslers». W9echselbrief, m.:(kauf- männisch.) W8echsel. Nach ital. lettera di cambio, mhd.(1401) aehselhrief m. Wechselffeber, n.: Fieber mit fleberfreien Zwischenzeiten, Ma- laria. 1786 b. Adelung. Wechselreiteréi, f., 1786 bei Adelung«Kunstgriff eines dem Banke-
weder 1220 sierte Wechsel noch eine Zeitlang vor dem Falle rettete. wechselseitig, adj.: gegenseitig. Im 19. Jh. W9echselstrom, m.: wechselnder elek- trischer Strom. wechselweise, adv., auch adj., bei Adelung aechselsabeise, 1664 bei Duez wechselweiß. Vgl. noch Germ. 28, 409.
Weck, m.(-els, Pl.-e), Wecke, f.(Pl.-n), (öst. nur) Wecken, m.(-s, Pl. wie Sg.): keil- förmiges Weizenbrötchen. Mhd. wecke, wegge, ahd. wecki, weggi m. Keil, keilförmiges Broty; dazu and. vεꝗgi m.«Keil», mnd. gge, wigge m., ndl. wegge«Weck», aig Keily, ags. wecg m. Keilꝰ, engl. ⁰edge, anord. veggr m., norw. vegg Keily. Dazu lit. vagis m., vagélis m. zZapfen, Pflocky und Wacke.
wecken, v.: wach machen. Mhd. wecken, ahd. wecchan; dazu asächs. wekckian, ndl. wekken, ags. weccan, anord. velja, schwed. vdcka, dän. välke, got. uswakjan. Kausativum zu wachen. 4BL.Wecker, m.: Weckuhr. 1664 bei Duez.
Weda, m.(-S, Pl.- u.-den): die heiligen Schriften deralten Inder. Aind. védas m.«Kennt- nis» zu d. wissen(s. d.).
Wedel, m.(*, Pl. wie Sg.): Büschelartiges zu Hin- u. Herbewegung. Mhd. wadel, wedel m. n., ahd. 2⁰⁴al, awadil m., auch«Reisbüschel zum Streichen od. Peitschen im Bade». Kaum zur Wz. wehen(idg.*2ο⁴½), die Grdbed. muß vielmehr«-bewegen» gewesen sein, da allen dazu gehört. 4BL. wedeln, v.: hin- u. her- bewegen(jetzt meist vom Hunde mit dem Schwanz). Mhd. zadelen, wedelen, ahd. wada- lön«schweifen, da- u. dorthin sich bewegen, un- beständig sein, schwanken, geißelnꝰ.
weder, Konj., fast nur in der Verb. eder— noch cnicht das eine— nicht das andre»y. Mhd. weder«wer von beiden», ahd.(h)wedar; dazu asächs. hwethar, ags. hwœder. anord. hwäãrr, got. wapar«wer von beiden. Verw. mit glbd. aind. katarãs, awest. katãrõò, gr. vorepoc, lat.(lautlich abweichend) uter, lit. katras, abg. kotoro&j, mit der Komparativendung-tero vom Pronominal- stamm Wer(s. d.). Der Gebrauch ist fragend, aber auch indefinit(s. entzbeder). Die Verbin- dung weder— noch, mhd. weder-noch, eig. mit der Negation neweder, enweder, ahd. niwedar- noh, eig. cnicht das eine von zweien— u. nicht. Da die Negation auch getrennt stehen konnte, so bekam schließlich weder allein negative Bedeu- tung. Statt weder—noch stand auch weder oder (so Kann es noch weniger als das Häßliche ein Gegenstand weder der Malerei oder der Poesie werden, Lessing) u. häufiger weder—aweder(von
rott nahen Kaufmanns, da er sich durch tras- Adelung als obd. bezeichnet). Vgl. bin weder


