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schaftliche Gesamtheit, Kollegium?(von lat. vniversus, s. universal).
Univérsum, n.(-s): das Ganze, Weltall. Das Ntr. des lat. Adj. Aniversus, s. universal. 1791 bei Roth.
1Unke, f.(Pl.-n): Schlange, Ringelnatter. Nur mundartl., z. B. westfäl.-hess. Mhd. unk e) m.«Schlange, Basilisk», ahd. unkx m.«Schlanges, Verw. mit lat. anguis m.«Schlange?, mir. esc- ung«Aal»(zgs. mit esc«Sumpfo), lit. ang's m. Nattery, abg. νι m., russ. ε, poln. 20☛ Schlangen, arm. α, 5)«Schlange». Vgl. Walde.
2²Unke, f.(Pl.-/): die unten feuerrote und stahlblau gefleckte Kröte, bombinator igneus. Wohl lautnachahmend, da diese Kröte einen kläglichen Ton von sich gibt. Mhd. dafür Ache f. Kréte»(noch schweiz. UVech(e) f.). 4 B L. un- ken, v.: jammern, stöhnen, immer Unheil er- warten. Schweiz., aber auch nordd. Nach dem kläglichen Ton der Kröte, der nach dem Volks- glauben Unheil bedeutet.
Unkosten, pl.:(veraltet) üble vermeidliche Kosten; Kosten. 1575 im Garg. 93 Kosten unnd Unkosten. Im 17. Jh. auch Unkosten m., vgl. Gombert 3, 18. 1505 im voc. gemmagemm. n 3 onkost, 1540 bei Alberus dict. BB 3 b unkost f. neben kost und zerung.— Unkraut, n.: wider unsern Willen im Angepflanzten wachsendes Kraut. Mhd.-ahd. unkrät n.
unlängst, adv.: vor nicht langer Zeit. 1678 bei Krämer; 1664 bei Duez dangst und-längst; bei Luther Jen. 8, 107 onlangest. Mhd. un- langes«nicht lange, nicht lange darauf». Vgl. auch ohnlängst.— unléidlich, adj.: unerträg- lich;(früher auch) nicht leiden wollend(noch bei Lessing S. Sampson 5, 7). Mhd. undidelich «nicht leidend, unerträglich, sehmerzlich».— unliebsam, adj.: nicht nach Wunsch. Erst im 19. Jh. belegt. Noch nicht bei Campe u. Hein- sius. Zgs. mit liebesam zusagend», mhd. liebe- sam in Liebe geneigt», ahd.(bei Notker) lieb- sam«freundlich geneigt».— Unlust, f., mhd. unlust m. f.
Unmacht, f.: Mangel aller Macht; auch s. v. w. Ohnmacht(Schiller Räub. 4,5). Mhd. ahd. unmaht f., got. unmahts f.«Schwachheit, Ent- kräftung». Davon unmächtig, adj., b. Schiller Räub. 5, 1 gleich ohnmächtigy, mhd. unmehtec, ahd. unmahlic, got. unmahteigs«an Kraft oder Macht schwach, entkräftet⸗, im Got. auch«un- möglich»— Unmasse, f.: große Masse. 1700 bei Castelli Dumaß Uberfluß».— unmaß- geblich, adj., 1678 b. Kramer.— Unmenge, f.: sehr große Menge. Erst im 19. Jh.— Un-
mensch, m. roher, grausamer Mensch, Tyrann. Mhd. unmenschn. Wohl erst gebildet von un- menschlich, adj., mhd. unmenschlich nach lat. inhimãnus.— unmustern, adv.: aus Unwohl- sein unbehaglich. Bei Goethe 27, 179, Immer- mann. Thüringisch. 1691 bei Stieler unmaster «unmunter, niedergeschlagen traurig, unlustig u. schlaffy, ebd. auch Musternheit«Munterkeit, Lebhaftigkeity». Zusammenhängend mit mhd. unmunst m. Unfreudigkeit, Trägheit»(Elis. 1608).— Unmut, m.: Mißmut. Mhd. unmuot m.«Mißmut, Mißstimmung, Aufgebrachtheit, Zorn, Betrübnis, Schreckeny.
Unnatur, f., Rückbildung aus unnatuürlich, erst 1811 bei Campe mit Belegen aus Ungen, Herder, Schilling. unnatürlich, adj., spät- mhd. unnãtarlich.— unnütz, adj., 2gs. mit dem Adj. nätz(e)(S. d.), mhd. uunltze,-nutze. Schon got. unnats. RA. sich unnütz machen nach Sir. 18,15.— unnützlich, adj., b. Luther als Adv., sonst selt. u. erst in neurer Zeit üblich geworden.
unparteiisch, adj., 1463 b. Janssen Frankf. Reichscorr. 2, 228 unpartijsch.— unpafß, adv.: nicht recht gesund. Bei Frisch, Steinbach, Stie- ler unbaß, 1722 b. Freyer 336, 1711 b. Rädlein, 1663 b. Schottel 651 2 unpaß. Zu 4. Puß. Davon unpäßlich, adj., 1691 bei Stieler unbäßlich, 1664 bei Duez unpaßlich, 1663 bei Schupp 170 unpählich u. schon 1455 unbäseig werden(Lexer Nachtrag). Davon Unpäßlichkeit. f., 1664 b. Duez Unpaßlichkeit.— unpersönlich, adj.: keine Person ausdrückend oder bezeichnend. Von Verben, wie z. B. es blitzt, es donnert usw., bereits 1641 bei Schottel 411, 470 das unpersön- liche Zeitwort als Ubersetzung des lat. verbum impersonale.
Unrast, f. Mangelan Ruhe. 1811 von Campe als osnabrückisch angeführt. Dann bei Geibel, C. F. Meyer u. a. Mhd. unraste,-reste f.«Un- ruhe, Rast- und Ruhelosigkeit».— Unrat, m.: Schmutz, Wegzuschaffendes, eig. Gegensatz von Rat(s. d.) in dessen urspr. Bed., b. Luther 5. Mos. 28, 20, 2. Makk. 4, 4«mißliche Lage, Schaden?, daher noch die RA. Unrat merken. Bei Luther Matth. 26, 8, Mark. 14,4 auch Aufwand». Mhd. unrät m.«schlechter Rat, Ratlosigkeit, Not, Mangel, nichts Taugendes, Ungehörigkeit, Un- heil), ahd.(noch selt.) unrät«übler Rat, Unge- hörigkeit».—-Unruhe, f: Gegensatz von Ruhe; Teil der Uhr, der diese in Bewegung hält(im 18. Jh). Mhd. unruo(we) f., unruwe f.«Unruhe, Beunruhigungy.
uns, Dat. u. Akk. Pl. von wꝭν. Mhd. uns, der Akk. auch selt. unsich, ahd. Dat. uns, Akk. unsih;


