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dung». Mhd. fredel m.(Martina 147, 8)«Werk- stätte»(2). Dunkler Herkunft. Anklingend trendeln(s. d.). Wahrscheinlich sind zwei Worte zusammengefallen, wie denn Trédel«Schererei⸗ und trödeln clangsam sein»(1663 bei Schottel trötlen, bei Luther 5, 577 trendelen) zu einem
mundartl. trotteln, trudeln«langsam arbeiten»
gehört. Vgl. noch Zfd Ma. 1,302. 4B L. trödeln, V.: Kleinverkauf alter Waren treiben(1691 bei Stieler treudelen); die Zeit verbringen, langsam sein, s. o. Davon Trödler, m.: Händler mit alten Sachen. 1691 b. Stieler Treudeler, 1678 b. Kramer Trödeler. ZUS. Trödelmarkt, m., bei Luther T'roddel-, Treudelmarlct, im 15. Jh. (Diefenbach gl. 54) dredelmarekt.
Trog, m.(Lels, Pl. Tröge): längliches offnes hohles Behältnis;(obd. auch) Schrank, früher auch Sarg. Mhd. troc, ahd. trog m.; dazu mnd. troch m., ndl. trog m., ags. trog m., engl. trough, anord. trog n.(auch«Gefäßs), schwed. traͤg, dän. krug. Wahrscheinlich zu got. friu n. Baum, Holzy, s. Teer. Dazu wohl auch Truhe.
Troglodyt, m.(en, Pl.-en): Höhlenbe- wohner. 1791 bei Roth. 1745 bei Hübner Tro- glodyY tae. Das gr. rpuorrxodornc m., eig.«der in Höhlen(rpürfxnj f.) schlüpft»(dornc von derv ceintauchen»).
Troika, f.(Pl.-s): russisches Fahrzeug mit 3 Pferden. Das russ. glbd. frõjka f. zu trõj«drei.
Troikart, Trokar, m.(els, Pl.-e u.-s): hohles dreiseitiges chirurgisches Instrument, Stecher. Aus glbd. frz. frocart, trois-guarts m., 2gs. aus frois«dreiy u. carre f.«Winkel, Fläche». 1776 b. Hübner Trois-cart, Trois-quart, Trocar.
Troll, m.(Nels, Pl.-e): gespenstisches We- sen, Kobold. Wohl erst wieder aus der ältern Sprache aufgenommen. Mhd. trol(le) m. grober ungeschlachter Kerl, gespenstiges Ungetüm, Kobold». Dazu anord. kroll n., schwed. troll, dän. frold«Koboldy. Herkunft dunkel, Vermu- tungen bei Falk-Torp. Vgl. Trulle.
trollen, v.: weggehen(jetzt nur refl., bei Dichtern auch ohne sich, Rückert, Heine, Seume). 1540 b. Alberus dict. B 2 b, Ce 4 a krol dich«pack dich». Mhd. zu Ende des 14. Jhs. trollen. Viell. zu Troll, also eig.«ungeschickt gehen». Entl. frz. fröler«umherlaufen.
Trommel, f.(Pl.-/): brummendes Ton- werkzeug, bes. ein hohles mit beiderseits über- gespannten Fellen; dem ähnliches. Erst spät- mhd. frumel, gegen Ende des 15. Jhs. frumpel, drompel(Diefenb. gl. 584 2, dann im 15/16. Jh. krummel, in den Fastnachtssp. des 15. Jhs. 1, 446, 4 fruml, 1642 b. Tscherning Ged. Frühl. 143
Drummel; dazu mhd. trumbe, trumme f.«Trom- peten, aber auch«Trommel», ahd. trumba Trompete, asächs. frumba«Trompete, Po- sauney, mnd. trumme f.«Trommel», ndl. from, anord. frunba f. Posaune, auch«Wasserröhre», schwed. frumma, dän. fromme. Das Wort ist auch rom., ital. tromba f.«Trompete», span.- port. trompa, frz. trompe f.«Maultrommel, Jagd- horn, Elefantenrüssel», aber dort wohl aus dem Germ. entl. Die Herleitung von ahd. trumba aus lat. friunphus ist sehr zweifelhaft. 4 L. trommeln, v., mhd. im 15. Jh. trumelen, nd. trummeln. ZUS. Trommelfell, n., im Ohr, bei Wieland Nachl. d. Diog. 34. Früher dafür Trommelhaut, bei Schiller Räub. 4, 5(2, 154).
Trompéte, f.(Pl.-n/): Blasinstrument, 1678 bei Krämer u. 1642 bei Duez Trommete(noch b. Uhland), nd. Trumpette, b. Luther Dromete, 1477 clev. trumpet, späütmhd. frumet, trummete, drumette, trumpel u. a. Formen. Aus glbd. frz. krompette f. von frz. trompe«Jagdhorn», das dem ahd. frumba, trumpa, s. Trommel ent- stammt. 45L. trompéten, v., nd. trunpetten, 1477 clev. trumpetten, im 15. Jh. drumetten (Chron. d. d. St. 5, 266, 29), 1491 krumneten(a. a. 0. 11, 732, 12). Trompéter, m., im 14./15. Jh. trum(m)eter, trumpter, trümeter, trommeter trompe)ter.
Trope, f.(Pl.-n): bildlicher Ausdruck, Redeblume. Im 18. Jh. Tropen meist im Pl. von dem Sg. Trope m., vorher Tropus aus gr. rpοnoc m.«Wende, Art u. Weises, uneigentliche (bildl.) Redensart(lat. fropus).
Tropen, pl.: Wendekreise, heiße Zone. Erst 1834 b. Petri Tropenldänder. Von gr. rponai, pl. zu rpon f.« Wende». 4B L. tropisch, adj. wie in den Tropen. ZUS. Tropenkoller, m., etwa 1895 aufgekommen für die in den Tropen nicht selten auftretende krankhafte Reizbarkeit und Schroffheit europäisch. Beamten. Vgl. Ladend.
Tropf, m.(-Iels, Pl. Tröpfe): armseliger Mensch. Eins mit Tropfen u. urspr. schwach; der Pl. Tropfen noch bei Goethe(Egmont) 8, 208, 18 Lesarten. Spätmhd. tropfe m. Chron. d. d. St. 11, 669, 23. Da mhd. tropfe auch«Schlag- flußy bedeutet(noch b. Steinbach Tropf, Schlag, Hand Gottes), so meint man, daß Tvr. eig.«vom Schlagfluß gelähmter» bedeute. Noch schwäb. bed. Tr.«Krüppel». Nach dem Volksglauben verursacht ein in die Glieder fallender Trop- fen Gicht, vgl. frz. goutte«Gichty aus lat. gatta Tropfen?, der zweite Schlagfluß, der dritte Herzkrampf, Höfler Krankheitsnamenbuch 752.
Tropfen, m.(—s, Pl. wie Sg.): Flüssigkeits-
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